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Terror in Manchester: Queen Elizabeth besucht Anschlagsopfer

Manchester-Newsblog  

Seit März fünf Terroranschläge vereitelt

25.05.2017, 18:55 Uhr | dpa, AP, AFP, Reuters, cwe, gin, df, pdi, rok

Terror in Manchester: Queen Elizabeth besucht Anschlagsopfer. Ein bewaffneter Soldat und ein Polizist patrouillieren in London. (Quelle: dpa)

Ein bewaffneter Soldat und ein Polizist patrouillieren in London. (Quelle: dpa)

  • Ein Selbstmordattentäter reißt in Manchester 22 Menschen mit in den Tod.
  • Die britische Regierung ruft die höchste Terrorwarnstufe aus.
  • Soldaten werden zur Sicherung öffentlicher Plätze eingesetzt.
  • Ermittler jagen Hintermänner des Attentäters Salman Abedi.
  • Acht Männer wurden in Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen.

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15:21 Uhr: Seit März fünf Anschläge vereitelt

Seit dem Angriff eines Islamisten in der Londoner Innenstadt im März haben Sicherheitskräfte in Großbritannien einem Insider zufolge fünf Anschläge von Extremisten verhindert. Seit 2013 seien insgesamt 18 geplante Anschläge vereitelt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person. Beim Inlandsgeheimdienst MI5 liefen derzeit 500 Ermittlungen, 3000 Verdächtige würden überwacht. Auch der Manchester-Attentäter sei zusammen mit einer größeren Zahl an Verdächtigen im Visier der MI5-Ermittler gewesen.

15:05 Uhr: Königin Elizabeth besucht Anschlagsopfer

Königin Elizabeth besucht ein Kinderkrankenhaus in Manchester, in dem 19 Verletzte des Anschlags behandelt werden. Sie spricht verletzten Jugendlichen Mut zu und bedankt sich beim Krankenhauspersonal. Nach Angaben des Nationalen Gesundheitsdienstes werden in acht Kliniken in Manchester und Umgebung 116 Verletzte des Attentats behandelt. 23 von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

14:46 Uhr: Attentäter baute Bombe selbst

Der Selbstmordattentäter hat Ermittlerkreisen zufolge die Bombe wohl selbst hergestellt. Die Suche nach Helfern des Attentäters gehe weiter, heißt es in den Kreisen.

13:59 Uhr: Manchester-Attentäter ist in Düsseldorf umgestiegen

 Der Manchester-Attentäter Salman Abedi ist nach Erkenntnissen der Polizei über den Flughafen Düsseldorf nach Großbritannien geflogen. Allerdings sei er hier nur umgestiegen und habe sich dafür kurzzeitig im Transit- beziehungsweise Sicherheitsbereich aufgehalten, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Bisher hätten die Ermittlungen der NRW-Sicherheitsbehörden zu keinen weiteren Erkenntnissen für Kontakte des Mannes nach NRW geführt. 

13:54 Uhr: Britische Polizei: Verhaftungen und Funde bedeutsam

Die britische Polizei sieht sich bei den Ermittlungen nach dem Anschlag in Manchester mit 22 Toten auf einem guten Weg. Er könne den Menschen versichern, dass die Festnahmen bedeutsam seien, sagte der Chef der Polizei von Manchester, Ian Hopkins, am Donnerstag zu Journalisten. Auch seien bei Durchsuchungen Gegenstände entdeckt worden, die aus Sicht der Polizei für die weiteren Untersuchungen sehr wichtig seien. Insgesamt befinden sich inzwischen acht Personen in Haft.

Einem Bericht des US-TV-Senders ABC News zufolge hat die Polizei in der Wohnung des Selbstmordattentäters Salman Abedi eine Art Bombenwerkstatt gefunden. Er habe offenbar genug Chemikalien gelagert, um weitere Bomben zu bauen. Dem Nachrichtenportal "The Independent" zufolge wurden auch bei weiteren Razzien Bomben-Materialien entdeckt. Ein verdächtiger Gegenstand sei kontrolliert zur Explosion gebracht worden.

13:11 Uhr: Höchste Terror-Warnstufe bleibt bestehen

Die Terror-Warnstufe in Großbritannien bleibt nach den Worten von Premierministerin Theresa May auf der höchsten Stufe "kritisch". Das teilt Premierministerin Theresa May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts mit. Sie ruft die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit auf.

Außerdem erklärte May, sie wolle US-Präsident Donald Trump persönlich auf die Veröffentlichung von Bildern des Anschlagsorts in Manchester durch US-Medien ansprechen. Sie werde am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel mit ihm reden, hieß es. In Großbritannien wird davon ausgegangen, dass US-Geheimdienstquellen forensische Aufnahmen vom Tatort in der Manchester Arena der "New York Times" zugespielt haben. Die Fotos zeigen offensichtlich einen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen blauen Rucksack, in dem die Bombe gewesen sein könnte.

12:36 Uhr: Entwarnung der Polizei in Manchester

Die "Greater Manchester Police" twittert, dass es sich bei dem Einsatz in Hulme um die Untersuchung eines verdächtigen Paketes handelte und daher Straßen abgesperrt wurden. Das Paket war jedoch nicht gefährlich, die Straßensperrungen wurden wieder aufgehoben.

12:00 Uhr: Anti-Terror-Einsatz in Manchester

Drei Tage nach dem Terroranschlag von Manchester ist die britische Armee mit einem Bombenentschärfungsteam zu einem neuen Einsatz in der nordenglischen Stadt beordert worden. Anwohner sollten umgehend die Gegend verlassen, teilte die Polizei mit.

Nach Angaben der Polizei in Manchester handelt es sich um einen Einsatz in der Linby Street in Hulme/Manchester und nicht, wie zuvor von der Polizei per Twitter gemeldet wurde, an einem College in Trafford.

Zu den konkreten Hintergründen des Einsatzes äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Nach ihren Angaben war am Mittag noch offen, ob es eine Verbindung mit dem Terroranschlag in Manchester von Montagabend gibt.

11:46 Uhr: Britische Polizei stoppt Kooperation mit den USA

Aus Ärger über undichte Stellen wird die Polizei von Manchester nach einem BBC-Bericht keine Informationen über den Terroranschlag mehr an die USA liefern. Man sei darüber empört, dass Bilder vom Tatort und der Name des Attentäters noch vor der Veröffentlichung in Großbritannien von US-Medien publiziert worden seien. 

In Großbritannien wird davon ausgegangen, dass US-Geheimdienstquellen forensische Aufnahmen vom Tatort in der Manchester Arena der "New York Times" zugespielt haben. Die Fotos zeigen offensichtlich einen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen blauen Rucksack, in dem die Bombe gewesen sein könnte. Bereits am Dienstag veröffentlichten US-Medien den Namen des Attentäters.

Man schätze die wichtigen Beziehungen zu Geheimdiensten, Polizei und Sicherheitspartnern weltweit hoch ein. "Wenn dieses Vertrauen gebrochen wird, untergräbt das diese Beziehungen und untergräbt unsere Ermittlungen und das Vertrauen der Opfer, Zeugen und ihrer Familien", sagte ein Sprecher. Der Schaden sei noch größer, wenn mögliche Beweise mitten in einer großen Anti-Terror-Ermittlung unerlaubt veröffentlicht würden.

10:45 Uhr: Schweigeminute in Gedenken an die Opfer

Mit einer Schweigeminute wird am Donnerstag der 22 Opfer des Anschlags von Manchester gedacht. Landesweit sollten die Menschen um 11 Uhr Ortszeit (12 Uhr deutscher Zeit) innehalten. 

10:20 Uhr: May beruft weitere Krisensitzung zu Anschlag ein

Die britische Premierminister Theresa May beruft für 10.30 Uhr eine weitere Sitzung des Sicherheitskabinetts ein. Dies kündigt ein Regierungssprecher an.

10:07 Uhr: Deutschland: Sicherheit bei Großveranstaltungen wird überprüft

Nach dem Anschlag in Manchester hat der Chef der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig (CDU), eine Prüfung der Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen angekündigt. Es würden die "Sicherheitskonzepte, beispielsweise beim Betreten und Verlassen der Veranstaltungen, auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und gegebenenfalls angepasst", sagte der sächsische Innenminister der "Passauer Neuen Presse". Er verwies darauf, dass bereits mehr kontrolliert werde, warnte aber: "Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht."

Die Gewerkschaft der Polizei forderte eine intensivere Überwachung von Terrorverdächtigen. "Von Manchester muss das Signal ausgehen, dass den Sicherheitsdiensten in Europa bekannte hochgefährliche Terrorverdächtige noch intensiver überwacht werden", sagte ihr Vorsitzender Oliver Malchow der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf.
Mehr Sicherheit gebe es nur mit mehr Überwachung der Topgefährder. "Das dafür notwendige Personal muss eingestellt und ausgebildet werden", forderte Malchow.

8:57 Uhr: Attentäter soll von Düsseldorf nach Manchester gereist sein

Die Spuren des Selbstmordattentäters von Manchester führen offenbar auch nach Deutschland. Salman Abedi sei vier Tage vor dem Anschlag von Düsseldorf aus in seine Heimatstadt Manchester geflogen, berichtete das Magazin "Focus" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise.

Deutsche Ermittler untersuchen demnach auch einen weiteren Aufenthalt in Deutschland: 2015 sei Abedi von Frankfurt am Main nach Großbritannien geflogen. Zuvor habe er offenbar eine paramilitärische Ausbildung in Syrien durchlaufen; dies habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, berichtete der "Focus".
In internationalen Fahndungssystemen war Abedi laut "Focus"-Informationen namentlich nicht erfasst. Er sei auch auf keiner Beobachtungsliste verzeichnet gewesen, auf der Reisebewegungen verdächtiger Islamisten erfasst werden.

"Die Szene ist international eng verflochten", zitierte der "Focus" einen ranghohen BKA-Experten. "Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat."

8:46 Uhr: May über US-Veröffentlichung verärgert

Einem Bericht der Zeitung "Guardian" zufolge will sich die britische Premierministerin Theresa May auf dem heutigen Nato-Gipfel in Brüssel bei US-Präsident Donald Trump darüber beschweren, dass Geheimdienstinformationen über den Anschlag von US-Seite aus öffentlich gemacht worden seien. Dem Sender Sky News zufolge ist die Regierung in London "wütend" darüber, dass eine Reihe von Details zu den Ermittlungen durchgesickert sind.

Der "New York Times" wurden forensische Aufnahmen vom Tatort in der Manchester Arena zugespielt. Die Fotos zeigen offensichtlich einen Zünder, Metallmuttern und Schrauben sowie einen blauen Rucksack, in dem die Bombe gewesen sein könnte. Bereits am Dienstag war der Name des Selbstmordattentäters gegen den Wunsch der Polizei in Manchester US-Medien zugespielt worden. 

8:35 Uhr: Zwei weitere Festnahmen in Manchester

Die Polizei in Manchester hat zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag vom Montagabend mit 22 Toten festgenommen. Die beiden Männer seien am Morgen in der Region Manchester gefasst worden, teilte die Polizei mit. Was ihnen zur Last gelegt wird, wurde nicht mitgeteilt.

Damit befinden sich acht Verdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag in Gewahrsam. Die britische Polizei geht davon aus, dass der Selbstmordattentäter Salman Abedi nicht alleine handelte, sondern sich auf ein Netzwerk von Helfern und Hintermännern stützte.

7:38 Uhr: Manchester-Stars widmen den Pokal den Terroropfern

Die Spieler von Manchester United haben ihren Triumph in der Europa League mit bewegenden Worten den Opfern des Terroranschlags in der englischen Stadt gewidmet. "Wir sind nur Fußballspieler, aber wir haben ein Publikum. Und wir wollen jedem sagen, dass wir eine Welt sehen wollen, die zusammensteht und für Frieden und Respekt in dieser Welt kämpft. Bitte keine Anschläge mehr. Bitte keine Toten mehr", sagte der Spanier Ander Herrera nach dem 2:0 (1:0)-Finalsieg seines Teams gegen Ajax Amsterdam.

Zwischen dem Bombenanschlag auf ein Popkonzert in Manchester und dem Endspiel in Stockholm lagen nicht einmal zwei Tage. "Normalerweise ist man vor so einem Spiel glücklich und voller Vorfreude. Aber das ging diesmal nicht", sagte United-Trainer José Mourinho. "Diesmal haben wir nur unseren Job gemacht. Und das haben die Jungs fantastisch hingekriegt."

7:12 Uhr: Sprengsatz bei Durchsuchung entdeckt

Der Zeitung "Independent" zufolge wurden bei einer Durchsuchung Sprengsätze gefunden, die möglicherweise für künftige Attentate genutzt werden sollten. Die Polizei gab bekannt, dass es bei einer Razzia zu einer kontrollierten Explosion gekommen sei.

Die britische Polizei hat in Zusammenhang mit dem Selbstmordanschlag von Manchester eine weitere Person festgenommen. Damit befänden sich sechs Männer in Gewahrsam und würden verhört, teilte die Polizei mit. Der jüngsten Verhaftung seien Durchsuchungen in Nuneaton in Zentralengland vorausgegangen. Eine verhaftete Frau wurde dagegen am Donnerstag wieder freigelassen. Sie werde nicht beschuldigt, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Die Ereignisse vom Mittwoch:

23:45 Uhr:  Vater des Manchester-Attentäters: "Alles war normal"

Der Vater des mutmaßlichen Attentäters von Manchester hat nach eigener Darstellung keine Hinweise darauf gehabt, dass Salman Abedi einen Anschlag begehen würde. In einem am Mittwoch in der libyschen Hauptstadt Tripolis geführten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte Ramadan Abedi, er habe seinen Sohn zuletzt etwa vor fünf Tagen telefonisch gesprochen. "Alles war normal." Salman habe der Familie gesagt, er gehe auf eine Pilgerreise nach Mekka. Noch während des Gesprächs mit Reuters wurde der Vater von einer Anti-Terroreinheit in Gewahrsam genommen.

Amedi sagte, er sei sich sicher, dass sein Sohn kein Mitglied der Extremisten-Miliz Islamischer Staat gewesen sei. "Salman gehört keiner Organisation an." Die Familie sei "ein bisschen durcheinander, weil Salman nicht diese Ideologie hat, er glaubt nicht an so etwas". Ramadan Abedi betonte: "Wir verurteilen diese terroristischen Taten auf Zivilisten, unschuldige Menschen."

20:30 Uhr: Brüder offenbar beim IS

Der Manchester-Attentäter war nach Aussage seines in Libyen festgenommenen Bruders Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Salman Abedis Bruder räumte nach einer Erklärung der libyschen Spezialkräfte zudem ein, mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen zu sein. Der Mann war am Dienstag in Libyen festgenommen worden, wie die Spezialkräfte auf ihrer Facebook-Seite mitteilten. Er habe ausgesagt, während der Vorbereitungen in Großbritannien gewesen zu sein. Mitte April sei er ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in ständigem Kontakt gewesen.

19:15 Uhr: Bruder des Attentäters plante Anschlag in Libyen

Der in Tripolis festgenommene Bruder des Attentäters hat nach Darstellung der dortigen Sicherheitsbehörden einen Anschlag in der libyschen Hauptstadt geplant. Er sei am 16. Mai von Großbritannien nach Libyen gereist, sagte ein Sprecher der Behörden.

18:35 Uhr: Polizei nimmt fünften Mann fest

Ermittler haben einen weiteren Mann festgenommen. Die Festnahme habe sich in Wigan, einer Stadt westlich von Manchester, ereignet, teilte die Polizei mit. Weitere Details nannte die Polizeisprecherin auf Anfrage nicht. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen in Verbindung mit der Attacke auf fünf.

18:20 Uhr: Weiterer Bruder von Manchester-Angreifer festgenommen

In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist nach Angaben eine Sprechers einer Anti-Terror-Truppe ein weiterer Bruder des mutmaßlichen Bombenattentäters von Manchester festgenommen worden. Der jüngere Bruder von Salman Abedi sei festgenommen worden, sagte Sprecher Ahmed bin Salem am Mittwoch. Weitere Details nannte er nicht. Der 22-jährige Salman Abedi war britischer Staatsbürger und Sohn libyscher Eltern.

18:15 Uhr: Islamisches Zentrum in Manchester distanziert sich von Attentäter

"Diese feige Tat hat keinen Platz in unserer Religion oder irgendeiner anderen Religion", sagte Fawzi Haffar vom Moscheeverein am Mittwoch vor Journalisten. Er betonte, die Didsbury Moschee stehe allen Menschen offen und werde von Tausenden genutzt. Nach britischen Medienberichten waren der Vater und ein Bruder des Attentäters in der Islamgemeinde engagiert. Salman Abedi habe dort aber nicht gearbeitet, betonte Haffar.

17:45 Uhr: Vater des Attentäters soll Al-Kaida-Gruppe angehört haben

Der Vater des mutmaßlichen Attentäters von Manchester soll früher einer Extremistengruppe in Libyen angehört haben. Ein ehemaliger libyscher Sicherheitsbeamter, Abdel-Basit Harun, sagte der Nachrichtenagentur AP, er kenne den Vater von Salman Abedi persönlich. Dieser sei in den 1990er Jahren ein Mitglied der Libyschen Islamischen Kampfgruppe gewesen. Diese hatte enge Verbindungen zur Al-Kaida.

Die Gruppe löste sich später auf, der Vater, Ramadan Abedi, sei aber nach wie vor Teil der salafistisch-dschihadistischen Bewegung in Libyen, sagte Harun. Der Vater selbst sagte der AP in einem Telefoninterview, dass sein Sohn unschuldig sei. "Wir glauben nicht daran, Unschuldige zu töten. Das sind wir nicht", sagte er.

16:50 Uhr: Tritt Ariana Grande trotz des Attentats weiter auf?

Tritt Ariana Grande trotz Attentat wieder auf? (Quelle: imago/Archivbild)Die US-Sängerin Ariana Grande war nach dem Anschlag auf die Besucher ihres Konzerts in Manchester nach Florida geflogen. (Quelle: Archivbild/imago)

Nach der Selbstmordattacke auf die Besucher ihres Konzerts in Manchester flog US-Sängerin Ariana Grande am Dienstag nach Florida ab. Ihre geplanten Konzerte am Donnerstag und Freitag in London könnten dennoch stattfinden. Die Betreiber der Konzerthalle "The O2" teilten mit, sie stünden mit den Tourveranstaltern in ständigem Kontakt. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Tour offiziell weder abgesagt noch verschoben", heißt es in der Mitteilung.

16:15 Uhr: Attentäter war Teil eines Netzwerks

Die Polizei geht inzwischen eindeutig von einer Unterstützergruppe rund um den Attentäter von Manchester aus. Das sagte der Polizeichef der Stadt, Ian Hopkins.

15:30 Uhr: Polizei fahndet nach Bombenbauer

Die Polizei geht davon aus, dass Salman Abedi die Bombe, die er bei dem Selbstmordattentat in Manchester zündete, nicht selbst gebaut hat. Der Konstrukteur der Bombe sei noch immer auf freiem Fuß, berichten britische Medien. "Die Sprengvorrichtung war zu kompliziert, als dass sie ein einzelner Mann zusammengebaut haben konnte", sagte der BBC-Terrorexperte Frank Gardner. Abedi sei nur das Werkzeug gewesen, mit dem der Bombenbauer den Anschlag ausgeführt habe.

15:18 Uhr: FC Chelsea sagt Meisterparade in London ab

Der englische Fußballmeister FC Chelsea hat seine geplante Siegesparade zum Saisonabschluss abgesagt. Angesichts der tragischen Ereignisse in Manchester sei es unangemessen, die Parade wie geplant am Sonntag in London zu veranstalten, teilte der Verein mit. Das gelte auch mit Blick auf die verschärfte Sicherheitslage. Man wolle nicht wichtige Sicherheitsressourcen durch ein weiteres Großereignis binden. In Gedenken an die Opfer des Attentats wollen die Spieler am Samstag beim Finale des FA Cups gegen Arsenal London schwarze Armbinden tragen. 

14:11 Uhr: Spezialeinheiten durchsuchen Haus im Zentrum Manchesters

Auf der Suche nach Hintermännern des Attentäters stürmen Spezialkräfte ein Haus in Manchester. (Quelle: AP/dpa/Louise Bolotin)Auf der Suche nach Hintermännern des Attentäters stürmen Spezialkräfte ein Haus in Manchester. (Quelle: Louise Bolotin/AP/dpa)

Schwer bewaffnete Polizisten haben im Stadtzentrum Manchesters ein Haus gestürmt, berichtet die Zeitung "Manchester Evening News". Das gesamte Gebäude sei evakuiert worden. Eine Bewohnerin berichtete, die Beamten hätten die Tür zu einer Wohnung aufgebrochen. Die Polizei bestätigte, dass ein Einsatz im Stadtzentrum im Gang sei.

14:00 Uhr: Alle Todesopfer identifiziert

Alle 22 Todesopfer des Attentats von Manchester sind nach Polizeiangaben identifiziert. Die Familien seien informiert und würden von Fachleuten betreut. Die Untersuchungen der Leichname werde aber noch vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen. Erst danach könnten alle Opfer offiziell namentlich genannt werden. Nach dem Anschlag von Montagabend sind bereits einige Namen von Todesopfern bekannt geworden. Das bisher jüngste bekannte Todesopfer ist ein achtjähriges Mädchen.

13:35 Uhr: Soldaten beziehen vor Parlament Stellung

Im Rahmen der "Operation Temperer" wird die britische Armee zum Schutz öffentlicher Plätze mobilisiert. In London ziehen die ersten Soldaten vor dem Parlamentsgebäude auf.

12:40 Uhr: Polizei soll Abedis Bruder verhaftet haben

Einer der nach dem Manchester-Anschlag Festgenommenen soll der Bruder des Attentäters Salman Abedi sein, meldet die BBC ohne Angabe von Quellen. Seit dem Attentat am Montagabend hat die Polizei insgesamt vier Männer festgenommen. Bereits am Dienstag wurde ein 23-Jähriger im Zusammenhang festgesetzt. Am Mittwochvormittag nahm die Polizei im Süden der Stadt drei weitere Männer in Verbindung mit der Tat fest. 

12:30 Uhr: Behörden veröffentlichen Foto des Attentäters

Das Foto zeigt den Attentäter von Manchester, Salman Abedi, vor einigen Jahren in einer Moschee. (Quelle: Handout)Das Foto zeigt den Attentäter von Manchester, Salman Abedi, vor einigen Jahren in einer Moschee. (Quelle: Handout)

Die britischen Sicherheitsbehörden haben ein Foto von Salman Abedi herausgegeben. Es zeigt den Attentäter von Manchester im Gebetsraum einer Moschee.

12:18 Uhr: Attentäter war "wahrscheinlich" in Syrien

Der 22-jährige Salman Abedi habe sich "nach einer Reise nach Libyen und dann wahrscheinlich nach Syrien plötzlich radikalisiert", sagte Frankreichs Innenminister Gerard Collomb dem Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf britische Geheimdienstangaben. Danach habe Abedi entschieden, den Anschlag zu begehen. Er habe auch Verbindungen zur IS-Terrormiliz gehabt, das sei "erwiesen", sagte Collomb.

12:00 Uhr: Polizei nimmt drei weitere Verdächtige fest 

Die britische Polizei meldet die Festnahme von drei weiteren Männern, die in Verbindung mit dem Anschlag in Manchester stehen sollen. Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Selbstmordattentäter Salman Abedi Helfer hatte. Bereits am Dienstag war ein 23-Jähriger festgenommen worden, der möglicherweise mit der Tat zu tun hat.

09:57 Uhr: 20 Menschen schweben noch in Lebensgefahr 

"Wir behandeln noch 64 Verletzte, rund 20 von ihnen sind in kritischem Zustand,", sagt der Chef der Gesundheitsbehörde des Großraums Manchester, Jon Rouse, dem Sender Sky News.

09.44 Uhr: Berlin sieht sich für Kirchentag gewappnet

Berlin ist nach Ansicht von Innensenator Andreas Geisel für die bevorstehenden Großveranstaltungen wie den Evangelischen Kirchentag und das DFB-Pokalfinale gut gerüstet. Geplant sei der Einsatz von 6000 Polizisten, sagt der SPD-Politiker im rbb. Das Sicherheitskonzept sei so aufgestellt, "damit wir auf solche Fälle wie jetzt in Manchester vorbereitet sind".

09:36 Uhr: Trauerbeflaggung in Deutschland

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ordnet für Mittwoch bundesweite Trauerbeflaggung an. Dies geschehe "als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität" nach dem grausamen Anschlag in Manchester, teilt das Ministerium mit.

Mittwoch, 09:29 Uhr: Attentäter hatte Unterstützer

Laut der britischen Innenministerin Amber Rudd handelte Salman Abedi nicht alleine. Er sei zudem den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen, sagt Rudd der BBC.

Live-Ticker: Die Ereignisse vom Dienstag zum Nachlesen

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