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Orthodoxe Christen: Osterfest im Zeichen des Krieges

Von dpa
Aktualisiert am 24.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein ukrainischer Soldat entz├╝ndet Kerzen in der Wolodymyski-Kathedrale w├Ąhrend der Osterfeierlichkeiten.
Ein ukrainischer Soldat entz├╝ndet Kerzen in der Wolodymyski-Kathedrale w├Ąhrend der Osterfeierlichkeiten. (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa./dpa)
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Athen/Moskau (dpa) - Millionen orthodoxe Christen in aller Welt haben in der Nacht zum Sonntag mit gro├čen Mitternachtsmessen das orthodoxe Osterfest eingel├Ąutet.

In vielen Kirchen kam der Krieg in der Ukraine zur Sprache. "Wir f├╝hlen den Schmerz, er zerrei├čt uns das Herz", sagte Bartholom├Ąus I. - der ├ľkumenische Patriarch von Konstantinopel. Deutlicher noch wurde Patriarch Theodor von Alexandrien: "Obwohl Gott den Menschen den Weg zum Frieden gezeigt hat, bleiben sie gespalten durch Feindschaften und Streitigkeiten", sagte er. Die Menschheit werde zu Kriegen gef├╝hrt, die die Erde mit Blut tr├Ąnkten. "Dieses Bild erleben wir heute ganz klar, wenn wir voller Trauer sehen, wie sich unsere Glaubensbr├╝der in der Ukraine gegenseitig t├Âten."

Papst fordert Feuerpause in der Ukraine

Papst Franziskus hat erneut eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg gefordert. "Die politischen Entscheidungstr├Ąger m├Âgen bitte die Stimme der Leute erh├Âren, die den Frieden und keine Eskalation des Konfliktes verlangt", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor zahlreichen Gl├Ąubigen auf dem Petersplatz in Rom. "Ich erneuere den Aufruf zu einem ├Âsterlichen Waffenstillstand." Am Sonntag feierten die orthodoxen Christen, die in der Ukraine stark vertreten sind, Ostern. Russland hatte eine Feuerpause abgelehnt.

Putin bei Oster-Gottesdienst

Russlands Pr├Ąsident Putin zeigte sich in der Osternacht zum Sonntag in der Erl├Âserkathedrale in Moskau mit einer brennenden Kerze in der Hand. Die Kirche k├╝mmere sich um die Festigung des Konsenses und der Verst├Ąndigung zwischen den Menschen, erkl├Ąrte Putin in einer Gru├čbotschaft. Patriarch Kirill entwickle die "fruchtbare Zusammenarbeit von Staat und Kirche", leiste einen "riesigen Beitrag" f├╝r die Durchsetzung traditioneller Werte in der Gesellschaft, lobte Putin.

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Patriarch Kirill steht in dem Krieg fest an der Seite des russischen Pr├Ąsidenten. Er sieht das Vorgehen dort auch als einen Kampf gegen den Einfluss liberaler westlicher und demokratischer Werte in der Ukraine. Am Samstag hatte Kirill von einem "Blutvergie├čen" in der Ukraine gesprochen - und von der Hoffnung auf ein baldiges Ende. Die Kirche ist eine wichtige Machtst├╝tze Putins. "In unserer nicht einfachen Zeit k├╝mmert sie sich um die Festigung des Konsenses und der Verst├Ąndigung zwischen den Menschen", sagte der Pr├Ąsident.

Ausgangssperre in der Ukraine

In der Ukraine galt unterdessen in der orthodoxen Osternacht eine Ausgangssperre, wie Pr├Ąsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache erinnerte. Gottesdienste konnten am Sonntag ab 5.00 Uhr morgens aufgesucht werden.

Zugleich machte Selenskyj seinen Landsleuten Hoffnung auf einen Sieg. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis alle in der Ukraine wieder sicher in Frieden leben w├╝rden. Russland scheine auf Jahre in dem Tag zwischen Kreuzigung und Wiederauferstehung steckengeblieben zu sein, "an dem der Tod triumphiert und Gott verschwunden zu sein scheint", sagte er. Aber das Leben werde den Tod besiegen und das B├Âse werde bestraft werden.

Auch in Deutschland besuchten orthodoxe Christen Ostermessen, so unter anderem in der Christi-Verkl├Ąrungs-Gemeinde in Baden-Baden, wo die Menschen f├╝r den Frieden in der Welt und in der Ukraine beteten. Weil die orthodoxen Kirchen sich am julianischen Kalender orientieren, kommt es meist zu unterschiedlichen Osterterminen: Im julianischen Kalender beginnt der Fr├╝hling 13 Tage sp├Ąter als im gregorianischen. So f├Ąllt der orthodoxe Ostersonntag fast immer auf einen sp├Ąteren Zeitpunkt als in der restlichen christlichen Welt.

Ukraine-Fl├╝chtlinge feiern Ostern

Ukrainische Kriegsfl├╝chtlinge haben in einem russisch-orthodoxen Kloster in Brandenburg das orthodoxe Osterfest gefeiert - auch mit russischsprachigen Gemeindemitgliedern. Sie kamen am Sonntag im Kloster St. Georg in G├Âtschendorf zusammen, einem Ortsteil von Milmersdorf in der Uckermark.

"Die Mehrheit war aus der Ukraine", sagte Abt Daniil Irbits, Prior des Klosters, der Deutschen Presse-Agentur. Die Besucher h├Ątten zusammengesessen. "Sie essen zusammen, sie trinken zusammen Wein", sagte Abt Daniil. Der russische Angriff der Ukraine sei dabei kein Thema gewesen: "Keiner redet ├╝ber Politik."

Das Kloster unterst├╝tzt nach seinen Angaben inzwischen 30 Gefl├╝chtete, meist Frauen mit kleinen Kindern. Die Fl├╝chtlinge seien bereits in eigenen Wohnungen untergekommen, sagte der Abt. Das sei schnell gegangen, weil die Beteiligten inklusive Beh├Ârden und Wohnungsgesellschaften eng zusammengearbeitet h├Ątten. "Die helfen uns alle gerne." Die Hilfe f├╝r die Fl├╝chtlinge ist damit nicht beendet: "Sie helfen uns im Kloster, und wir helfen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln", sagte der Abt. "Wir machen die Verpflegung." Russischsprachige Gemeindemitglieder k├Ąmen jeden Tag aus Berlin, um zu helfen.

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