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MĂŒnteferings klare Ansage an Schröder: "Da ist fĂŒr mich Ende"

Von dpa, lw

Aktualisiert am 15.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Franz MĂŒntefering und Gerhard Schröder im Jahr 2005: Die SPD-Politiker stehen derzeit nicht im Kontakt.
Franz MĂŒntefering und Gerhard Schröder im Jahr 2005: Die SPD-Politiker stehen derzeit nicht im Kontakt. (Quelle: Sammy Minkoff/imago-images-bilder)
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Franz MĂŒntefering und Gerhard Schröder gaben sich in der SPD jahrelang gegenseitig RĂŒckendeckung. Doch nun soll das Tischtuch endgĂŒltig zerschnitten sein: Der Ex-Vizekanzler fordert von Schröder Konsequenzen.

Der ehemalige Vizekanzler Franz MĂŒntefering hat Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu einem Parteiaustritt geraten, weil dieser immer noch nicht den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilt hat. "Ich wĂŒrde an seiner Stelle rausgehen", sagte der SPD-Politiker am Samstagmorgen im "Deutschlandfunk". Er habe keine Lust, mit jemandem in einer Partei zu sein, der sich angesichts des Ukraine-Krieges so verhalte, wie Schröder es im Augenblick tue.


Altkanzler Gerhard Schröder – seine Karriere in Bildern

November 1978: Gerhard Schröder ist bis 1980 Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der SPD. 1978 zuvor ĂŒbernimmt er mit 34 Jahren den Posten bei den Jusos. Bereits 1963 ist der spĂ€tere Bundeskanzler in die SPD eingetreten.
Juni 1980: Gerhard Schröder im GesprĂ€ch mit dem damaligen SPD-Vorsitzenden Willy Brandt auf dem Juso-Bundeskongress in Hannover. Im gleichen Jahr kandidierte Schröder fĂŒr einen Sitz im Bundestag.
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MĂŒntefering sagte, er habe den Kontakt zu Schröder vollstĂ€ndig abgebrochen. Die Partei habe ihn aufgefordert, sich zu erklĂ€ren und den Krieg gegen die Ukraine zu verurteilen, aber das habe der ehemalige Kanzler nicht getan. "Deshalb ist da fĂŒr mich Ende", sagte MĂŒntefering.

Zehn ehemalige SPD-Parteivorsitzende, darunter Franz MĂŒntefering, Norbert Walter-Borjans und Andrea Nahles, hatten Schröder eine Woche nach Kriegsbeginn in einem Brief dazu aufgefordert, sich von Kremlchef Wladimir Putin zu distanzieren. Darauf habe er nie eine Antwort gekommen, sagte MĂŒntefering, und auch die anderen ehemaligen Vorsitzenden nicht, soweit er wisse. "Das Tischtuch ist zerschnitten", fasste MĂŒntefering seine Beziehung zu Schröder in der Talk-Reihe "Himmlisches Dinner" im SWR zusammen.

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MĂŒntefering lobt Scholz

Schröder steht massiv in der Kritik, weil er sich trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht von seinen Posten bei russischen Energieunternehmen trennt. Er war schon kurz nach dem Ausscheiden aus seinem Regierungsamt 2005 bei der Pipeline-Gesellschaft Nord Stream eingestiegen. Dort ist er immer noch Vorsitzender des Gesellschafterausschusses. Außerdem ist er Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energieriesen Rosneft und im zustĂ€ndigen Handelsregister nach wie vor als VerwaltungsratsprĂ€sident der Nord Stream 2 AG eingetragen.

FĂŒr den Aufsichtsrat des russischen Gas-Giganten Gazprom ist er nominiert. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat deshalb dafĂŒr plĂ€diert, ihm sein vom Staat finanziertes BĂŒro zu streichen. CSU-Chef Markus Söder verlangte, Schröder mĂŒsse seine Privilegien als Altkanzler zurĂŒckgeben. Bundeskanzler Olaf Scholz sprach sich im t-online-Interview dafĂŒr aus, dass Schröder alle seine Mandate, die er fĂŒr russische Unternehmen wahrnimmt, aufgebe. Seit dem Angriffskrieg gebe es dafĂŒr "ĂŒberhaupt keine Rechtfertigung mehr". Lesen Sie hier das komplette Interview.

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Den Umgang des Bundeskanzlers mit dem Ukraine-Krieg lobte MĂŒntefering im "Deutschlandfunk". "Ich bin sehr froh, dass Olaf Scholz Bundeskanzler ist." Er erkenne alle Gefahren, die mit dem Krieg einhergingen und versuche, sie zurĂŒckzudrĂ€ngen.

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