• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Diplomatie - Scholz in Afrika: Gas-Kooperation mit Senegal geplant


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextGehaltserhöhung fĂŒr Olaf ScholzSymbolbild fĂŒr einen TextWĂ€rmepumpen fĂŒr alle? Neue OffensiveSymbolbild fĂŒr einen TextCorona-Zahlen steigen – Tests kostenSymbolbild fĂŒr einen TextPutin reagiert auf Witze der G7-ChefsSymbolbild fĂŒr ein VideoKopflose Leiche in Bonn: Neue DetailsSymbolbild fĂŒr einen TextGottschalk wettert gegen JungstarsSymbolbild fĂŒr einen TextTrans-Spielerin beendet FußballkarriereSymbolbild fĂŒr einen TextJean PĂŒtz spricht ĂŒber Krebs-OPSymbolbild fĂŒr einen TextCameron Diaz feiert ComebackSymbolbild fĂŒr einen TextTennis: Deutsche attackiert PartnerinSymbolbild fĂŒr einen TextTödlicher Unfall auf A2 – lange SperrungSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserF1: Schumi-Bosse ernten heftige KritikSymbolbild fĂŒr einen TextSchlechtes Hören erhöht das Demenzrisiko

Scholz in Afrika: Gas-Kooperation mit Senegal geplant

Von dpa
Aktualisiert am 22.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Bundeskanzler Olaf Scholz (r, SPD), wird von Macky Sall, PrĂ€sident der Republik Senegal mit militĂ€rischen Ehren am Flughafen begrĂŒĂŸt.
Bundeskanzler Olaf Scholz (r, SPD), wird von Macky Sall, PrĂ€sident der Republik Senegal mit militĂ€rischen Ehren am Flughafen begrĂŒĂŸt. (Quelle: Michael Kappeler/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Dakar (dpa) - Zum Auftakt seiner Afrika-Reise hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) den von der weltweiten ErnÀhrungskrise betroffenen LÀndern des Kontinents Hilfe zugesagt und dem Senegal eine Zusammenarbeit bei der Gasförderung angeboten.

Es mache Sinn, eine solche Kooperation "intensiv zu verfolgen", dies sei ein "gemeinsames Anliegen", sagte der Kanzler nach einem GesprÀch mit dem senegalesischen PrÀsidenten Macky Sall in Dakar.

Es geht um die Erschließung eines Gasfelds vor der westafrikanischen KĂŒste, an dem neben dem Senegal auch Mauretanien beteiligt ist. Man habe begonnen, sich darĂŒber auszutauschen, sagte Scholz. "Wir werden das im Anschluss an diese GesprĂ€che auch sehr intensiv auf Fachebene fortsetzen." Sall betonte, der Senegal sei bereit Europa mit Gas zu beliefern. Der Kanzler zeigte sich auch zu einer stĂ€rkeren Kooperation bei den erneuerbaren Energien bereit. Er besuchte zum Abschluss seines Aufenthalts in Dakar eine Solaranlage.

Scholz zur ErnÀhrungskrise: "Darf uns nicht kalt lassen"

Was die aktuelle ErnĂ€hrungskrise angeht warnte der Kanzler davor, dass viele LĂ€nder in große Schwierigkeiten kommen könnten, ihre Bevölkerung zu ernĂ€hren. "Das darf uns nicht kalt lassen, das lĂ€sst uns nicht kalt", sagte er. Deutschland werde "alles tun, was wir unternehmen können", um dem entgegenzuwirken.

Die russische Blockade der Weizenexporte aus der Ukraine haben die Lebensmittelpreise steigen lassen und die Krise vor allem in den von massiver DĂŒrre betroffenen ostafrikanischen LĂ€nder Somalia, Äthiopien und im Norden Kenias verschĂ€rft. "Viele LĂ€nder auf der Welt sind von diesem Krieg betroffen, die weit weg davon sind", sagte Scholz. Die Bundesregierung werde weiter Hilfsprogramme unterstĂŒtzen und sich aktiv dafĂŒr einsetzen, dass die Blockade des Exports von Getreide doch noch gelingt.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Warum Putin nicht verhaftet wird
Wladimir Putin: Der russische PrÀsident besuchte erstmals nach Beginn des Ukraine-Krieges mit Tadschikistan und Turkmenistan zwei auslÀndische Staaten.


Drei LĂ€nder in drei Tagen

Dakar ist die erste Station der ersten Afrika-Reise von Scholz seit seinem Amtsantritt vor einem halben Jahr. Weitere Stationen der dreitĂ€gigen Reise sind mit dem Niger eins der Ă€rmsten LĂ€nder der Welt und mit SĂŒdafrika das wichtigste Partnerland im Afrika sĂŒdlich der Sahara.

Scholz besucht den Nachbarkontinent relativ frĂŒh. Seine VorgĂ€ngerin Angela Merkel (CDU) war erst knapp zwei Jahre nach ihrem Amtsantritt zu ihrer ersten lĂ€ngeren Reise nach Afrika aufgebrochen. Bisher hat der Kanzler außerhalb Europas nur engste VerbĂŒndete besucht: die USA, Israel und Japan. Jetzt also Afrika - ein Signal, dass der Nachbarkontinent auch in europĂ€ischen Kriegszeiten nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Hohe Erwartungen bei Hilfsorganisationen

Bei Hilfsorganisationen sind die Erwartungen hoch. World Vision beklagt, dass Merkel ab 2015 den Fokus zu stark auf "Migrationsabwehr" gelegt habe. "Das muss aufhören", fordert Ekkehard Forberg, der bei der Organisation fĂŒr humanitĂ€re Krisen zustĂ€ndig ist. "Von Kanzler Scholz erwarten wir eine Politik der Augenhöhe." Deutschland sollte dem Kontinent keine "paternalistischen Lösungen" aufzwingen, sondern die LĂ€nder selbst Konzepte entwickeln lassen und die dann unterstĂŒtzen.

"Statt so viel in die Partnerschaft mit der Wirtschaft zu investieren, sollte mehr in die staatlichen Systeme fĂŒr Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung gesteckt werden", sagt Tobias Hauschild von Oxfam. "Außerdem sollte mehr Geld fĂŒr die einkommensschwĂ€chsten LĂ€nder zur VerfĂŒgung gestellt werden und Geschlechtergerechtigkeit stĂ€rker gefördert werden."

Senegal, Niger, SĂŒdafrika: Reiseziele mit Bedacht gewĂ€hlt

- Der SENEGAL hat derzeit den Vorsitz in der Afrikanischen Union, dem afrikanischen EU-Pendant mit 55 Mitgliedstaaten. Außerdem zĂ€hlt der Senegal neben SĂŒdafrika, Indien und Bangladesch zu den GastlĂ€ndern, die Scholz fĂŒr Ende Juni zum G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern eingeladen hat.

- Der NIGER gilt der Bundesregierung anders als das Nachbarland Mali als "StabilitĂ€tsanker" in der Sahelzone sĂŒdlich der Sahara, wo verschiedene Terrorgruppen seit vielen Jahren fĂŒr Angst und Schrecken sorgen. WĂ€hrend der Bundestag den Ausbildungseinsatz der Bundeswehr in Mali am Freitag beendet hat, wird die Ausbildung von SpezialkrĂ€ften im Niger fortgesetzt. Scholz macht sich ein Bild von der Mission "Gazelle" - sein erster Truppenbesuch im Ausland.

- SÜDAFRIKA gilt als SchlĂŒsselpartner Deutschlands in Afrika mit engen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen. Es ist außerdem das einzige afrikanische Mitglied der G20 fĂŒhrender WirtschaftsmĂ€chte.

18 afrikanische LĂ€nder stimmten nicht fĂŒr UN -Resolution

Scholz wird auf seiner Reise auch darĂŒber sprechen, warum viele afrikanische LĂ€nder bisher auf eine klare Verurteilung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verzichtet haben. Bei der Abstimmung in der UN-Vollversammlung ĂŒber die Verurteilung des russischen Angriffskriegs stimmten 141 der 193 UN-Mitgliedstaaten dafĂŒr, fĂŒnf dagegen, darunter das afrikanische Eritrea. Unter den 35 Enthaltungen waren neben China, Indien und Brasilien auch 17 afrikanische Staaten, darunter SĂŒdafrika und der Senegal, zwei der ZiellĂ€nder des Kanzlers.

Der senegalesische PrÀsident Sall sagte, sein Land verurteile die russische Aggression zwar, wolle aber keine Partei in dem Konflikt sein. Er setze auf eine Verhandlungslösung.

Das Abstimmungsverhalten spiegelt den Einfluss wider, den Russland auf dem Kontinent hat. SĂŒdafrika als zweitgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft Afrikas ist mit Russland im Brics-Staatenbund verbandelt. Statt einer knallharten Verurteilung Russlands fordert der Kap-Staat Versuche, den Konflikt auf diplomatischem Wege zu lösen. Neben Russland und SĂŒdafrika gehören dem Brics-Verbund Brasilien, Indien und China an, das seit der Jahrtausend-Wende seine Rolle in Afrika durch milliardenschwere Investitionen zunehmend ausbaut.

Sowjetunion hatte UnabhĂ€ngigkeitsbewegungen unterstĂŒtzt

Obwohl Russland auf dem Kontinent ĂŒberwiegend im Sicherheitsbereich ("Wagner-Söldnergruppe") und in Bergbau-Projekten aktiv ist, genießt es als Nachfolgestaat der Sowjetunion dort hohe Sympathiewerte. Die hatte wĂ€hrend des Kalten Krieges zahlreiche afrikanische UnabhĂ€ngigkeitsbewegungen unterstĂŒtzt.

Europa versucht sich vor diesem Hintergrund als privilegierter Partner zu positionieren, stand dabei bisher aber noch im Schatten der Chinesen. Mit ihrer Strategie "Global Gateway" will die EuropĂ€ische Union nun aufholen und rund 150 Milliarden Euro fĂŒr Infrastrukturprojekte in Afrika bereitstellen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
Angela MerkelBundesregierungDeutschlandEuropaIndienKeniaMaliOlaf ScholzRusslandSPDSĂŒdafrikaUkraineÄthiopien
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website