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Ukrainisches MilitĂ€r: Angreifer in Region Charkiw zurĂŒckgeschlagen

Von afp, dpa, rtr, t-online
Aktualisiert am 07.07.2022 - 10:34 UhrLesedauer: 28 Min.
EinsatzkrÀfte löschen ein Feuer: Der Raketenbeschuss in Donezk nimmt zu. (Quelle: Glomex)
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Tag 134 seit Kriegsbeginn: In der Region Charkiw wird weiter heftig gekÀmpft. PrÀsident Selenskyj lobt die westlichen Artillerie-Waffen. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


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Brasilianisches Ex-Model stirbt im Kampf gegen Putins Armee

10.33 Uhr: Thalita do Valle kÀmpfte schon im Irak gegen den "Islamischen Staat". Jetzt wurde ihr eine russische Rakete zum VerhÀngnis. Lesen Sie die ganze Geschichte hier.

Thalita do Valle und ihr Begleiter Douglas Burigo: Die zwei Brasilianer kÀmpften freiwillig in der Ukraine gegen die russische Armee.
Thalita do Valle und ihr Begleiter Douglas Burigo: Die zwei Brasilianer kÀmpften freiwillig in der Ukraine gegen die russische Armee. (Quelle: Screenshot/Twitter@visegrad24)

"Unverantwortlich": Lambrecht will keine Fuchs-Panzer liefern

9.50 Uhr: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat einer Lieferung von Transportpanzern des Typs Fuchs an die Ukraine mit Hinweis auf eigene Sicherheitsinteressen Deutschlands eine Absage erteilt. "Wir unterstĂŒtzen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist. Aber wir mĂŒssen die VerteidigungsfĂ€higkeit Deutschlands gewĂ€hrleisten", teilte die SPD-Ministerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit und reagierte auf Forderungen der Union.

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Robert Habeck: Der Wirtschaftsminister sieht die Gasversorgung unter Druck und fordert zum Sparen auf.


Lambrecht erklĂ€rte weiter: "Deshalb ist es unverantwortlich, die Bundeswehr gerade in diesen Zeiten ausplĂŒndern zu wollen und sich dabei sogar ĂŒber den militĂ€rischen Ratschlag des Generalinspekteurs ignorant hinwegsetzen zu wollen."

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht: "Wir unterstĂŒtzen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist."
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht: "Wir unterstĂŒtzen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist." (Quelle: Sven Eckelkamp/imago-images-bilder)

Ukrainisches MilitÀr: Russland kÀmpft weiter um Luhansk

9.13 Uhr: Russlands Truppen kÀmpfen Angaben aus Kiew zufolge weiter um eine vollstÀndige Kontrolle des bereits weitgehend eroberten Gebiets Luhansk im Osten der Ukraine. Dazu verlegten die Russen einige ihrer Einheiten, teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstag mit.

Zuvor hatte der Luhansker Gouverneur Serhij Hajdaj erklĂ€rt, dass auch nach dem Fall der strategisch wichtigen Stadt Lyssytschansk weiter in Außenbezirken gekĂ€mpft werde. Aus Moskau heißt es hingegen seit Tagen, die eigenen Truppen hĂ€tten Luhansk komplett unter ihre Kontrolle gebracht.

Der ukrainische Generalstab berichtete auch von weiteren russischen Angriffen im Nachbargebiet Donezk. Rund um die StĂ€dte Kramatorsk und Bachmut seien mehrere Siedlungen mit Artillerie beschossen worden, hieß es. Aus der sĂŒdukrainischen Region Odessa wurden darĂŒber hinaus in der Nacht zwei Raketenangriffe gemeldet.

Ardern wirft UNO Versagen vor

7.22 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat dem UN-Sicherheitsrat Versagen in seiner Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgeworfen. Verantwortlich fĂŒr die VersĂ€umnisse des Sicherheitsrats im Umgang mit der russischen Ukraine-Invasion sei die Tatsache, dass Russland in dem Gremium ein Veto-Recht hat, sagte Ardern am Donnerstag bei einer Rede in Sydney.

Russland nutze seine Position im Sicherheitsrat aus, um eine "moralisch bankrotte Position im Gefolge eines moralisch bankrotten und illegalen Krieges" zu vertreten, sagte die neuseelĂ€ndische Regierungschefin. Neuseeland werde sich fĂŒr eine Reform des höchsten UN-Gremiums einsetzen um zu verhindern, dass dessen Werte und Relevanz sinken.

Russland mĂŒsse fĂŒr seine Invasion in der Ukraine zur Verantwortung gezogen werden, forderte Ardern. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag mĂŒsse die Mittel erhalten, um die in der Ukraine verĂŒbten Kriegsverbrechen zu untersuchen und zu verfolgen.

Mit Spenden finanziert: Litauen ĂŒbergibt Drohne an Ukraine

5 Uhr: Die litauische Regierung will eine Bayraktar TB2-Kampfdrohne, die ursprĂŒnglich von litauischen BĂŒrgern per Crowdfunding bezahlt wurde, bald in die Ukraine ĂŒberfĂŒhren, sagte der litauische Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas am Mittwoch. Die Litauer sammelten im Mai fast sechs Millionen Euro fĂŒr die Drohne, grĂ¶ĂŸtenteils in kleinen Spenden, woraufhin ihr tĂŒrkischer Hersteller Baykar beschloss, sie stattdessen zu spenden. Etwa 1,5 Millionen Euro wurden dann fĂŒr die Bewaffnung ausgegeben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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Ukrainischer Schriftsteller: Wir mĂŒssen vom Westen Waffen fordern

3.30 Uhr: Serhij Zhadan, ukrainischer FriedenspreistrĂ€ger des Deutschen Buchhandels, verurteilt die Forderung deutscher Prominenter nach Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Der grĂ¶ĂŸte Fehlschluss der Leute, die das verlangen, liege darin zu glauben, die Russen wollten verhandeln, schrieb der 47-JĂ€hrige in einem Beitrag fĂŒr die Wochenzeitung "Die Zeit" (Ausgabe vom 7. Juli). "Wir können unseren Widerstand nicht aufgeben, weil wir sonst vernichtet werden. Wir mĂŒssen vom Westen Waffen fordern, weil wir sonst vernichtet werden", so der Schriftsteller.

Scholz: Russland setzt Energie als politische Waffe ein

3.10 Uhr: Deutschland muss nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Energiewende noch beschleunigen. "Energiepolitik ist nicht nur eine Frage des Preises. Energiepolitik ist auch Sicherheitspolitik", sagte Scholz am Mittwoch beim Bundesverband der Erneuerbaren Energien. "Deshalb mĂŒssen wir jetzt den Turbogang beim Ausbau der Erneuerbaren Energie einlegen", fĂŒgte er hinzu.

Jedes Windrad, jede Photovoltaik- und Biomasse-Anlage trage dazu bei, die AbhÀngigkeit von LÀndern wie Russland zu reduzieren und die Energieversorgung bezahlbar zu halten. Russland setze Energie als politische Waffe ein.

Ukrainisches MilitĂ€r: Haben Angreifer in Region Charkiw zurĂŒckgeschlagen

2.10 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs ist ein russischer Angriff in der Region Charkiw abgewehrt worden. Die russischen Einheiten seien nach Slowjansk und Bahmut zurĂŒckgedrĂ€ngt worden, schreiben die GenerĂ€le auf Facebook. In Richtung Slowjansk versuchten nach ukrainischen Beobachtungen Moskauer Truppen, ihre taktische Position zu verbessern und Bedingungen fĂŒr eine Offensive in Richtung zu schaffen. Es habe mehrere Raketen- und Artillerieangriffe gegeben, unter anderem in Rubischny nahe Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine. Bei Sumy soll es am Mittwoch außerdem Beschuss durch russische Truppen mit Mörsern gegeben haben, berichtete die dortige MilitĂ€rverwaltung.

Ein zerstörtes Haus in Charkiw (Archivbild): Die Region ist noch immer umkÀmpft.
Ein zerstörtes Haus in Charkiw (Archivbild): Die Region ist noch immer umkÀmpft. (Quelle: Vyacheslav Madiyevskyy/imago-images-bilder)

Regierung: Noch 12.000 Menschen in Lyssytschansk

1.45 Uhr: Die ukrainische Vize-MinisterprĂ€sidenten Irina Wereschtschuk hat im ukrainischen Fernsehen von etwa 12.000 Menschen gesprochen, die noch in der Stadt Lyssytschansk verweilen. Sie seien trotz Aufforderung zur Evakuierung in der Stadt verblieben. Die Politikerin warf Russland vor, Bewohner der Stadt in Lager zu bringen. Dort wĂŒrde untersucht, ob es sich um MilitĂ€rangehörige handele oder Zivilisten. "Das Schicksal dieser Menschen ist schwierig", sagte sie.

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Selenskyj lobt westliche Artillerie-Waffen

0.30 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat westliche Waffenlieferungen fĂŒr die ukrainische Armee als enorme UnterstĂŒtzung im Krieg gegen Russland gelobt. So besitze etwa die Artillerie, die die Ukraine von ihren Partnern erhalten habe, große Treffgenauigkeit, sagte er am Mittwoch in einer Videobotschaft.

Die ukrainische Armee zerstöre damit Depots und andere Ziele, die fĂŒr die Logistik der Russen wichtig seien. "Und das reduziert das Offensivpotenzial der russischen Armee erheblich. Die Verluste der Besatzer werden mit jeder Woche zunehmen", sagte Selenskyj.

Ukraine: "Russland hat Donezk zu gefÀhrlichem Hotspot gemacht"

19.56 Uhr: Angesichts russischer Angriffe haben die Behörden in der ostukrainischen Region Donezk die Zivilbevölkerung zur Flucht aufgefordert. "Russland hat das gesamte Gebiet von Donezk zu einem gefĂ€hrlichen Hotspot auch fĂŒr Zivilisten gemacht", teilte Gouverneur Pawlo Kyrylenko am Mittwoch per Nachrichtendienst Telegram mit. "Ich rufe alle zur Evakuierung auf! Evakuierung rettet Leben!"

Der BĂŒrgermeister der ostukrainischen Stadt Slowjansk, Wadym Ljach, kĂŒndigte Busse und ZĂŒge zum Transport von Zivilisten in den Westen des Landes an. "Kein Risiko eingehen! Packt zusammen!", teilte Ljach mit. Insgesamt seien seit Beginn der KĂ€mpfe in Slowjansk 17 Menschen getötet und 67 verletzt worden. "Gestern gab es durch Angriffe zwei Tote und sieben Verwundete", erklĂ€rte Ljach.

In der Ostukraine hat sich nach dem weitgehenden RĂŒckzug des ukrainischen MilitĂ€rs aus dem Gebiet Luhansk der Schwerpunkt der KĂ€mpfe ins benachbarte Gebiet Donezk verlagert. Im Visier der russischen Armee sind demnach besonders die StĂ€dte Kramatorsk und Slowjansk.

Ein SanitÀter hilft einem Mann, der durch russischen Beschuss verwundet wurde.
Ein SanitÀter hilft einem Mann, der durch russischen Beschuss verwundet wurde. (Quelle: Efrem Lukatsky/AP/dpa-bilder)

Patriotische Jugendbewegung in Russland gegrĂŒndet – Putin leitet Aufsichtsrat

19.01 Uhr: Die Staatsduma in Russland hat ein Gesetz zur GrĂŒndung einer patriotischen Jugendbewegung beschlossen. Die Abgeordneten des russischen Unterhauses in Moskau votierten in dritter und letzter Lesung fĂŒr das Gesetz. PrĂ€sident Wladimir Putin soll die Leitung des Aufsichtsrats der Organisation angetragen werden. Die Organisation, die an die Jugend-Organisationen der Sowjetunion erinnert, soll Kinder ab sechs Jahren aufnehmen und vom Staat finanziert werden. Ihre Aufgabe soll es sein, Kinder und Jugendliche auf das Leben in der russischen Gesellschaft vorzubereiten.

Sie soll sich dabei auf die "Vision der Welt auf der Grundlage der spirituellen und moralischen traditionellen russischen Werte" stĂŒtzen. Ferner soll sie den Kindern und Jugendlichen "die Liebe und den Respekt fĂŒr das Vaterland beibringen". Die Teilnahme an der Bewegung soll freiwillig sein.

Baerbock: Russland bei G20-Treffen "nicht die BĂŒhne ĂŒberlassen"

18.15 Uhr: Beim Treffen der G20-Außenminister auf der indonesischen Insel Bali darf Russland nach Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) "nicht einfach die BĂŒhne" ĂŒberlassen werden. Trotz der großen Distanz zwischen Indonesien und Europa werde es bei dem zweitĂ€gigen Treffen vor allem darum gehen, "wie wir mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und seinen gravierenden Folgen fĂŒr die ganze Welt umgehen", erklĂ€rte Baerbock am Mittwoch vor Beginn einer sechstĂ€gigen Asienreise, die sie nach Indonesien, Palau und Japan fĂŒhrt.

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Vor dem Hintergrund des "brutalen russischen Angriffs gegen die Ukraine" werde das Treffen in Indonesien "kein G20-Gipfel wie jeder andere sein", sagte ein Sprecher des Bundesaußenministeriums in Berlin. Mit Blick auf eine mögliche Teilnahme des russischen Außenministers Sergej Lawrow werde es "natĂŒrlich kein business as usual geben". Dies sei auch den Ausrichtern in Indonesien "sehr bewusst".

Baerbock betonte, die Abstimmung und Beratung mit internationalen Partnern sei vor dem Hintergrund des Krieges wichtiger denn je. Es sei "ganz entscheidend", dass wir (...) uns damit auseinandersetzen, welche Punkte fĂŒr Entscheidungen und Handeln unserer Partner in anderen Teilen der Welt entscheidend sind". DafĂŒr biete das G20-Treffen eine sehr gute Gelegenheit, da alle ein Interesse daran hĂ€tten, "dass internationales Recht geachtet und respektiert wird". Dies sei der gemeinsame Nenner.

Annalena Baerbock: Die Außenministerin ist in Asien unterwegs.
Annalena Baerbock: Die Außenministerin ist in Asien unterwegs. (Quelle: Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa-bilder)

Habeck droht Russland mit weiteren Sanktionen

18.20 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich fĂŒr weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland ausgesprochen. "Ich will kein Hehl daraus machen, dass in meinem Ministerium noch Gedanken sind fĂŒr weitere Sanktionen", sagte der GrĂŒnen-Politiker am Mittwochabend in MĂŒnchen. "Wir sind noch lange nicht am Ende." Die Sanktionen seien bereits höchst wirksam und trĂ€fen Russland hart. Gerade im Bereich etwa von Software-Wartung könne man abe

Ukrainische MilitĂ€rfĂŒhrung knickt ein und hebt Meldevorschrift auf

17.02 Uhr: Nach nur einem Tag hat das ukrainische MilitĂ€r eine ReisebeschrĂ€nkung im Inland fĂŒr Wehrpflichtige wieder aufgehoben. Das teilte der Oberkommandierende Walerij Saluschnyj am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram nach massiver Kritik mit. Am Vortag hatte die Anordnung fĂŒr Wehrpflichtige, sich fĂŒr das Verlassen des Meldeorts eine Erlaubnis beim Kreiswehrersatzamt einzuholen, eine landesweite Empörungswelle ausgelöst. Sogar PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte sich in der Frage vom MilitĂ€r distanziert und eine RĂŒcknahme der Anordnung gefordert.

Die Ukraine hatte nach dem Beginn des russischen Einmarsches Ende Februar das Kriegsrecht verhĂ€ngt und eine Mobilmachung beschlossen. Wehrpflichtige MĂ€nner im Alter zwischen 18 und 60 Jahren dĂŒrfen das Land nicht mehr verlassen. Dass fĂŒr sie nun innerhalb des vom Krieg erschĂŒtterten Landes Reisen eingeschrĂ€nkt werden sollten, hatte Kritik ausgelöst. Kritiker hatten dadurch etwa auch weitere wirtschaftliche Probleme befĂŒrchtet.

TschetschenenfĂŒhrer droht mit Durchmarsch bis Berlin

16.53 Uhr: Im russischen Fernsehen prahlen AnfĂŒhrer der gefĂŒrchteten Kadyrowiten mit ihren Eroberungen in der Ukraine. Als NĂ€chstes sei der Rest Europas dran. Hier lesen Sie mehr.

Brigade startet schweren Angriff auf russische Panzerformation

16.01 Uhr: In einem TrĂŒmmerfeld haben sich russische Truppen verschanzt. Eine ukrainische AufklĂ€rungsdrohne erspĂ€ht den Feind – dann kommt es zu folgenschweren EinschlĂ€gen. Sehen Sie hier das Video.

(Quelle: t-online - Social)

Medwedew: Bestrafung von Nuklearmacht ist töricht

15.22 Uhr: Der frĂŒhere russische PrĂ€sident Dmitri Medwedew warnt die USA, es sei töricht, sich mit einer Nuklearmacht anzulegen. "Die Idee, ein Land mit einem der grĂ¶ĂŸten Nuklearpotentiale zu bestrafen, ist absurd", schreibt der Vize-Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Er fĂŒgt hinzu: "Das stellt potenziell eine Gefahr fĂŒr die Existenz der Menschheit dar."

Politologe Johannes Varwick: "Russland ist unser Feind"

15.06 Uhr: Der ukrainische Botschafter nannte ihn ein "echtes Arschloch", seine Positionen zu Russland sind streitbar: Johannes Varwick fordert, Deutschland dĂŒrfe sich nicht zur "Marionette" Kiews machen. Lesen Sie hier das Interview.

Ukraine meldet ein Todesopfer bei Angriff auf UniversitÀt in Charkiw

14.00 Uhr: Bei russischen Luftangriffen auf ein HochschulgebÀude in Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine Person getötet worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft der ostukrainischen Stadt auf ihrem Telegram-Kanal mit. Bei dem Opfer handelt es sich demnach um einen 40-jÀhrigen Wachmann, der sich in der Nacht zum Mittwoch in der UniversitÀt aufhielt. Der Beschuss der Innenstadt Charkiws soll laut der ukrainischen Nachrichtenagentur "Ukrinform" aus der russischen Stadt Belgorod erfolgt sein. Die Angaben können nicht unabhÀngig bestÀtigt werden.

Das Bild, bereitgestellt von ukrainischen Behörden, soll ein zerstörtes HochschulgebÀude in Charkiw zeigen.
Das Bild, bereitgestellt von ukrainischen Behörden, soll ein zerstörtes HochschulgebÀude in Charkiw zeigen. (Quelle: Staatsanwaltschaft der Region Charkiw/Telegram)

Russland meldet Zerstörung von US-Raketenwerfern

13.12 Uhr: Das russische MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben zwei US-Raketenwerfer vom Typ Himars zerstört. "Nahe der Ortschaft Malotaranowi in der Donezker Volksrepublik wurden zwei Startrampen des Mehrfachraketenwerfers Himars aus den USA sowie zwei dazugehörige Munitionslager durch luftgestĂŒtzte HochprĂ€zisionsraketen vernichtet", sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch. UnabhĂ€ngig ließen sich die Angaben nicht ĂŒberprĂŒfen, die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass die Ukraine die Berichte als falsch zurĂŒckweise. Medienberichten zufolge hat die Ukraine bisher vier Himars-Systeme bekommen.

Das Bild, bereitgestellt vom ukrainischen MilitÀr, soll das Abfeuern der HIMARS-Raketenwerfer in der ukrainischen Region Saporischschja zeigen.
Das Bild, bereitgestellt vom ukrainischen MilitÀr, soll das Abfeuern der HIMARS-Raketenwerfer in der ukrainischen Region Saporischschja zeigen. (Quelle: Armed Forces of Ukraine/Cover-Images/imago-images-bilder)

DarĂŒber hinaus berichtete Konaschenkow ĂŒber die Zerstörung eines großen Artilleriemunitionslagers nahe der frontnahen Stadt Soledar. Dabei seien 1.500 Artilleriegeschosse verschiedenen Kalibers und mehr als 100 Panzerabwehrraketen "auslĂ€ndischer Produktion" in die Luft gegangen, sagte er.

Von der Leyen mahnt solidarische Vorbereitungen fĂŒr Gas-Lieferstopp an

11.00 Uhr: Die EU muss sich nach EinschĂ€tzung von KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen fĂŒr den Fall eines vollstĂ€ndigen Ausfalls von Gaslieferungen aus Russland wappnen. "Wir mĂŒssen uns auf weitere Unterbrechungen der Gasversorgung aus Russland vorbereiten, sogar auf eine vollstĂ€ndige Beendigung", sagte die deutsche Spitzenpolitikerin am Mittwoch im Europaparlament. Es sei klar, dass Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin Energie als Waffe nutze. Bereits heute seien zwölf Mitgliedstaaten direkt von einem partiellen oder vollstĂ€ndigen Ausfall der Gasversorgung aus Russland betroffen.

Als Reaktion auf die Entwicklungen wird die EU-Kommission nach Angaben von der Leyens Mitte dieses Monats einen europĂ€ischen Notfallplan vorlegen. "Die Mitgliedstaaten verfĂŒgen bereits ĂŒber nationale NotfallplĂ€ne. Das ist gut, aber wir brauchen europĂ€ische Koordinierung und gemeinsames Handeln", sagte sie. So mĂŒsse sichergestellt werden, dass im Falle einer vollstĂ€ndigen Lieferunterbrechung aus Russland noch vorhandene Gasströme dorthin fließen, wo sie am dringendsten benötigt wĂŒrden. "Wir mĂŒssen fĂŒr europĂ€ische SolidaritĂ€t sorgen", erklĂ€rte von der Leyen.

Kommissionschefin von der Leyen warnt die EU: Russland setze Gas lÀngst als Waffe ein.
Kommissionschefin von der Leyen warnt die EU: Russland setze Gas lÀngst als Waffe ein. (Quelle: Jean-Francois Badias/dpa-bilder)

Die BemĂŒhungen, neue zuverlĂ€ssige Gaslieferanten zu finden, kommen nach Angaben von der Leyens voran. Seit MĂ€rz seien die nicht aus Russland kommenden FlĂŒssigerdgas-Exporte nach Europa gegenĂŒber 2021 um 75 Prozent gestiegen. Die Exporte von FlĂŒssigerdgas (LNG) aus den USA nach Europa hĂ€tten sich dabei fast verdreifacht. Gleichzeitig sei der durchschnittliche monatliche Import von russischem Pipelinegas gegenĂŒber dem Vorjahr um 33 Prozent gesunken. "Wir machen also Fortschritte", sagte von der Leyen.

Lawrow will bei G20-Treffen auch bilaterale GesprĂ€che fĂŒhren

10.37 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow will sich am Rande eines Ministertreffens der G20-Staaten auf der indonesischen Insel Bali mit mehreren anderen Außenministern zu bilateralen Begegnungen zusammensetzen. "Was die (bilateralen) Treffen angeht, so gab es bestimmte Anfragen. Es wird eine Reihe von Treffen geben", sagte Lawrow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge am Mittwoch bei einem Besuch in Vietnam. Um welche Staaten es sich dabei handelt, sagte er nicht.

Das Ministertreffen der G20-Runde aus wichtigen Industrie- und SchwellenlĂ€ndern beginnt an diesem Donnerstag. Aus Deutschland kommt Außenministerin Annalena Baerbock. US-Außenminister Antony Blinken hat ein Treffen mit Lawrow bereits als unzeitgemĂ€ĂŸ abgelehnt. Zahlreiche Politiker im Westen kritisieren Lawrows Teilnahme an dem G20-Treffen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine.

Gouverneur ruft BĂŒrger von Slowjansk zur Evakuierung auf

08.50 Uhr: Angesichts der massiven russischen Angriffe auf die strategisch wichtige Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine hat die Regionalregierung die Einwohner zur Flucht aufgerufen. "Mein wichtigster Ratschlag ist die Evakuierung", sagte der Gouverneur von Donezk, Pawlo Kyrylenko, am Dienstagabend vor Journalisten. Medienberichten zufolge sind bis zu 350.000 Menschen in der Region von dem Aufruf betroffen. Dem Gouverneur zufolge dient die Evakuierung auch der Verteidigung der Region gegen russische Angriffe: "Wenn weniger Leute da sind, können wir uns besser auf unseren Feind konzentrieren und unsere Hauptaufgaben erfĂŒllen", sagte Kyrylenko.

Slowjansk, Ukraine: Immer mehr Menschen verlassen aufgrund der schweren Angriffe ihr Zuhause.
Slowjansk, Ukraine: Immer mehr Menschen verlassen aufgrund der schweren Angriffe ihr Zuhause. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

"In dieser Woche gab es keinen Tag ohne Beschuss." Die Stadt befinde sich nun in Reichweite russischer Mehrfachraketenwerfer. "Der Feind beschießt die Stadt chaotisch, die Angriffe zielen darauf ab, die lokale Bevölkerung zu vernichten", fĂŒgte der Gouverneur hinzu. Laut Kyrylenko sind bei russischen Angriffen am Dienstag fĂŒnf Zivilisten in der Region Donezk getötet und 21 weitere verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

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Slowjansks BĂŒrgermeister Wadym Liach hatte am Dienstag einen "massiven" Beschuss der Stadt durch die russische Armee gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kiew meldet hohe Verluste fĂŒr russische Truppen im Donbass

7.43 Uhr: Die ukrainischen Truppen haben nach eigenen Angaben einen Angriff des russischen MilitĂ€rs im Gebiet Donbass im Osten der Ukraine zurĂŒckgeschlagen. "Die ukrainischen KĂ€mpfer haben dem Feind bei einem versuchten Angriff im Umkreis der Ortschaften Werchnjokamkanka, Bilohoriwka und Hryhoriwka erhebliche Verluste zugefĂŒgt. Die Okkupanten haben sich zurĂŒckgezogen", teilte der Generalstab in Kiew am Mittwoch mit. Die Ortschaften liegen 10 bis 15 Kilometer westlich der einstigen Großstadt Lyssytschansk, die Russlands Truppen am Wochenende erobert haben.

Auch sĂŒdlich davon im Raum Bachmut sei es gelungen, den russischen Vormarsch zu stoppen und bei den Angreifern fĂŒr "AusfĂ€lle" zu sorgen, hieß es in dem Bericht. UnabhĂ€ngig sind die Angaben nicht zu ĂŒberprĂŒfen.

Entlang der Linie der drei KleinstÀdte Siwersk, Soledar und Bachmut hat die ukrainische Armee nach dem Fall des Ballungsraums Sjewjerodonezk-Lyssytschansk einen neuen Verteidigungswall aufgebaut. Dieser soll von Osten her die russische Offensive auf das Industriegebiet Slowjansk-Kramatorsk, dem Hauptquartier des ukrainischen MilitÀrs im Donbass, stoppen. Derzeit laufen die KÀmpfe um die vorderen Verteidigungslinien.

Die Nacht im Überblick

Russische Truppen rĂŒcken offenbar weiter nach SĂŒden vor. PrĂ€sident Selenskyj mischt sich in den Streit um Wehrpflichtige ein. Die Ukraine will der OECD beitreten. Lesen Sie hier mehr.

Kommando SĂŒd: Mehrere russische Raketen abgeschossen

5.30 Uhr: Das MilitĂ€rkommando SĂŒd der ukrainischen StreitkrĂ€fte hat nach eigenen Angaben mehrere Raketenangriffe abgewehrt. So seien sechs von sieben Raketen, die von russischen Schiffen abgeschossen worden seien, abgefangen worden. Am Dienstagabend seien noch weitere drei Raketen im Westen der Ukraine zerstört worden. Ukrainische Bomber hĂ€tten zwei Munitionsdepots getroffen. Die Angaben lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Schwere KĂ€mpfe an Grenzgebiet von Luhansk

4.33 Uhr: Am Gebietsrand der Region Luhansk kommt es nach Angaben des Gouverneurs Serhij Hajdaj zu schweren KĂ€mpfen. "Sowohl in der Region Luhansk als auch in der Region Donezk gibt es immer noch viel Granatenbeschuss. Sie beschießen alles, was sich ihnen in den Weg stellt", sagt Hajdaj in Bezug auf die russischen StreitkrĂ€fte. "Sie erleiden ziemlich schwere Verluste". Russische Armee- und ReservekrĂ€fte seien dorthin geschickt worden, um den Fluss Siwerskyj Donez zu ĂŒberqueren.

Gouverneur: Russische Truppen dringen in Region Donezk ein

3 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Bezug auf Aussagen des Gouverneurs der Region Luhansk, dass russische Truppen in schwere KĂ€mpfe verwickelt seien und nach SĂŒden ziehen. Der Regionalgouverneur Serhij Gaidai habe im ukrainischen Fernsehen davon berichtet, dass russische Einheiten weiter in die Region Donezk eindringen wĂŒrden. Sie hatten zuvor die Kontrolle ĂŒber wichtige StĂ€dte in Luhansk ĂŒbernommen. Die Truppen wĂŒrden eine große Menge an AusrĂŒstung verlegen, sagte Gaidai.

Serhij Gaidai sagte, die russischen Truppen hĂ€tten bei der Eroberung der ZwillingsstĂ€dte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk schwere Verluste erlitten, konzentrierten ihre BemĂŒhungen jedoch auf den Vormarsch nach SĂŒden.

Russische Armee- und ReservekrĂ€fte seien dorthin geschickt worden, um den Fluss Siwerskyj Donez zu ĂŒberqueren. "Einige Bataillone wurden dorthin verlegt, um die Anzahl von Verwundeten zu ersetzen ... Sie nehmen nicht alle Verwundeten mit. Die KrankenhĂ€user sind ĂŒberfĂŒllt, ebenso die Leichenhallen." Die Meldungen lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Russische Truppen sind in Luhansk unterwegs (Archivbild): Nach Angaben des Regionalgouverneurs verlegen sie Material Richtung SĂŒden.
Russische Truppen sind in Luhansk unterwegs (Archivbild): Nach Angaben des Regionalgouverneurs verlegen sie Material Richtung SĂŒden. (Quelle: Stanislav Krasilnikov/imago-images-bilder)

Lettland fĂŒhrt wieder Wehrpflicht ein

2.05 Uhr: Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine fĂŒhrt Lettland wieder die Wehrpflicht ein. "Das derzeitige militĂ€rische System Lettlands hat seine Grenze erreicht", sagte der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks am Dienstag. "Derweil haben wir keinen Grund anzunehmen, dass Russland sein Verhalten Ă€ndern wird."

Der Wehrdienst soll nach Angaben des Ministers im kommenden Jahr eingefĂŒhrt werden und fĂŒr MĂ€nner gelten. Pabriks verkĂŒndete zudem PlĂ€ne fĂŒr den Bau eines neuen MilitĂ€rstĂŒtzpunktes im Land. Lesen Sie hier mehr dazu.

Reeder haben Zweifel an Habecks FlĂŒssiggasplĂ€nen

1.15 Uhr: Energieexperten halten die PlĂ€ne von Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) fĂŒr den raschen Import von FlĂŒssiggas (LNG) als Ersatz fĂŒr russisches Erdgas fĂŒr kaum realisierbar. Martin Kröger, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbands deutscher Reeder beklagt vor allem einen Mangel an Transportschiffen.

Zu "Bild" sagt Kröger: "In der deutschen Handelsflotte gibt es keine Gastanker, die LNG ĂŒber Langstrecken transportieren können. Weltweit stehen insgesamt knapp 500 LNG-Tanker zur VerfĂŒgung, allerdings ist die Nachfrage aus anderen Regionen der Welt hoch." Der Energieökonom Andreas Fischer vom IW sagt: "Die FlĂŒssiggasmengen mĂŒssen auf dem Weltmarkt verfĂŒgbar sein und es braucht entsprechende Tanker, die grĂ¶ĂŸtenteils bereits ĂŒber LangfristvertrĂ€ge gebunden sind." Zudem sei "nur eines der drei geplanten Terminals bisher genehmigt".

USA wollen Druck auf Russland zur Öffnung der Seewege erhöhen

0.30 Uhr: Beim Treffen der G20-Außenminister auf Bali in dieser Woche werden die USA Regierungsangaben zufolge auf eine Öffnung der Seewege durch Russland fĂŒr Getreidelieferungen aus der Ukraine dringen. "Die G20-LĂ€nder sollten Russland zur Rechenschaft ziehen und darauf bestehen, dass es die laufenden BemĂŒhungen der Vereinten Nationen unterstĂŒtzt, die Seewege fĂŒr Getreidelieferungen wieder zu öffnen", sagt Ramin Toloui, stellvertretender StaatssekretĂ€r fĂŒr Wirtschafts- und Unternehmensangelegenheiten mit Blick auf eine Initiative, die versucht, ukrainische und russische Lebensmittel und DĂŒngemittel auf die WeltmĂ€rkte zu bringen.

Ein Schiff liegt imHafen von Mariupol (Archivbild): Die USA drÀngen auf eine Lösung der Schiffsblockade im Schwarzen Meer.
Ein Schiff liegt imHafen von Mariupol (Archivbild): Die USA drÀngen auf eine Lösung der Schiffsblockade im Schwarzen Meer. (Quelle: Pavel Lisitsyn/imago-images-bilder)

Ukrainische Medien berichten Angriffe auf Charkiw

23.50 Uhr: Die ukrainische Nachrichtenseite Ukrinform meldet unter Berufung auf Journalisten, dass es in Charkiw am spĂ€ten Abend mehrere Raketenangriffe gegeben haben soll. Es habe fĂŒnf Explosionen gegeben, eine davon etwas außerhalb der Stadt. Anwohner hĂ€tten Feuer gemeldet. Angeblich seien die Raketen aus Richtung der russischen Stadt Belgorod abgefeuert worden. Die Angaben können nicht unabhĂ€ngig bestĂ€tigt werden.

Bericht: Donezk-Gouverneur will 350.000 Menschen evakuieren

23.30 Uhr: Ukrainische Medien berichten, dass der Gouverneur der Region Donezk, Pawlo Kyrylenko, etwa 350.000 Bewohner evakuieren will. Er wolle damit Menschenleben retten, außerdem könnten ukrainische Truppen dann bei der Verteidigung besser agieren, wird Kyrylenko zitiert.

Ukraine bittet um weitere Raketenabwehrsysteme

23.20 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat seinen Appell nach weiteren Waffenlieferungen aus dem Westen bekrĂ€ftigt. Kiew werde seine AktivitĂ€ten nicht reduzieren, um moderne und ausreichende Raketenabwehrsysteme fĂŒr die Ukraine zu erhalten, sagte er am Dienstag in einer Videobotschaft. Die russische Armee habe aktuell erneut Stellungen im Land angegriffen. Dabei sei ein Teil der Raketen von ukrainischen LuftabwehrkrĂ€ften abgeschossen worden.

Schutz vor Raketenangriffen noch in diesem Jahr zu schaffen, sei eine maximale Aufgabe fĂŒr den Staat, sagte Selenskyj. "Aber das ErfĂŒllen dieser Aufgabe hĂ€ngt nicht nur von uns ab, sondern auch vom VerstĂ€ndnis unserer GrundbedĂŒrfnisse durch unsere Partner."

Zuletzt habe es in Kiew und anderen Regionen einige Zeit lang keinen Luftalarm gegeben, sagte der PrĂ€sident. "Man sollte in den Handlungen von Terroristen nicht nach Logik suchen. Die russische Armee macht keine Pausen", meinte er. Sie habe nur eine Aufgabe: "Menschen das Leben zu nehmen, Menschen einzuschĂŒchtern – damit sich auch wenige Tage ohne Luftalarm bereits wie ein Teil des Terrors anfĂŒhlen."

Selenskyj kritisiert ArmeefĂŒhrung: "Entscheidungen nicht ohne mich"

21.34 Uhr: Nach heftiger Kritik an Meldeauflagen fĂŒr Wehrpflichtige in der Ukraine hat PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj die MilitĂ€rfĂŒhrung kritisiert. Auf der nĂ€chsten Sitzung des Generalstabs sollen ihm Verteidigungsminister, Generalstabschef und Armeeoberbefehlshaber detailliert Bericht erstatten, forderte er in einer Videobotschaft. "Ich verspreche dem Volk, die Sache zu klĂ€ren, und bitte weiter den Generalstab, derartige Entscheidungen nicht ohne mich zu treffen." Es gebe "UnverstĂ€ndnis" und "EntrĂŒstung" in der Gesellschaft.

Zuvor hatten Armeeoberbefehlshaber Walerij Saluschnyj und der Generalstab mitgeteilt, dass wehrpflichtige Ukrainer fĂŒr das Verlassen des Meldeorts eine Erlaubnis benötigen. Nach Kritik in sozialen Netzwerken wurde nachgeschoben, dass dies nur fĂŒr das Verlassen des Regierungsbezirks notwendig sei. Grundlage sei eine Gesetzesnorm von 1992.

Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische PrĂ€sident hat die ArmeefĂŒhrung nach einer umstrittenen Anordnung kritisiert.
Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische PrĂ€sident hat die ArmeefĂŒhrung nach einer umstrittenen Anordnung kritisiert. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Selenskyj rechnet nicht mit Kriegsbeteiligung von Belarus

18.10 Uhr: Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj geht nicht von einem Eingreifen des Nachbarlandes Belarus in den Krieg mit Russland aus. "Wir glauben, dass Belarus sich nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen wird. Aber es gibt Provokationen, und sie werden weitergehen", sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache auf einer Veranstaltung der Gruppe The Economist in Athen.

Der belarussische PrÀsident Alexander Lukaschenko hatte der Ukraine am Sonntag Raketenangriffe auf sein Land vorgeworfen. Die Geschosse seien jedoch abgefangen worden, sagte er. Die Ukraine gibt ihrerseits an, von Belarus aus seien wiederholt Raketen auf ukrainisches Gebiet abgeschossen worden.

Johnson zu Selenskyj: Ukraine kann Gebiete zurĂŒckerobern

15.14 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben seines BĂŒros mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Johnson habe Selenskyj dabei gesagt, die ukrainischen StreitkrĂ€fte könnten kĂŒrzlich von russischen Truppen erobertes Territorium zurĂŒckgewinnen, teilt eine Sprecherin mit. Das ukrainische MilitĂ€r hatte sich kĂŒrzlich aus Lyssytschansk zurĂŒckgezogen, der letzten Stadt in der ostukrainischen Donbass-Region Luhansk, die noch nicht unter vollstĂ€ndiger russischer Kontrolle war.

Johnsons Sprecherin erklĂ€rt weiter, der Premierminister habe Selenskyj ĂŒber die jĂŒngsten MilitĂ€rlieferungen aus Großbritannien informiert. So sollten in den kommenden Tagen und Wochen unter anderem bestimmte Artillerie-Systeme sowie Lenkwaffen in der Ukraine eintreffen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson: Er telefonierte mit Selenskyj.
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson: Er telefonierte mit Selenskyj. (Quelle: Ian Vogler/Reuters-bilder)

Slowjansk offenbar unter russischen Beschuss – Polizei meldet Tote

14.51 Uhr: Ist die ostukrainische Stadt Slowjansk das nĂ€chste Hauptziel der russischen Truppen? Sie werde "massiv" bombardiert, so der BĂŒrgermeister. Laut Polizei soll es Tote geben, nachdem Raketen einen Markt trafen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Diesen sieben Prinzipien soll der Wiederaufbau der Ukraine folgen

14.41 Uhr: Die Ukraine hat sich bei einer Konferenz im schweizerischen Lugano mit UnterstĂŒtzerstaaten auf ein Wiederaufbauprogramm geeinigt. Dabei steht die Korruption im Fokus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutschland will Ukraine-Konferenz ausrichten

14.15 Uhr: Wie der Ukraine beim Wiederaufbau helfen? Nach der Konferenz von Lugano plant Deutschland, ein Treffen zu dieser Frage auszurichten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wehrpflichtige Ukrainer dĂŒrfen Wohnort nicht mehr verlassen

13.45 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat MĂ€nnern im wehrpflichtigen Alter das Verlassen ihres Wohnorts untersagt. Der Generalstab der Armee bat auf Facebook, mit VerstĂ€ndnis auf diese Anordnung zu reagieren. Grundlage ist das Wehrpflichtgesetz von 1992. FĂŒr das Verlassen des gemeldeten Wohnorts benötigen MĂ€nner zwischen 18 und 60 nun eine Erlaubnis des zugehörigen Kreiswehrersatzamts. Kontrollen finden derzeit vor allem an den Grenzen zwischen den Regierungsbezirken und an Kontrollpunkten an Stadtgrenzen statt.

Unter dem Beitrag schrieben innerhalb kurzer Zeit Hunderte entrĂŒstete Ukrainer Kommentare. Dem Ministerium wurde "Idiotie" vorgeworfen. Die Anordnung werde die Korruption bei den KreiswehrersatzĂ€mtern fördern, hieß es etwa. BefĂŒrchtet wurde noch mehr wirtschaftliches Chaos, weil Fahrer fĂŒr ZĂŒge, Busse und Lastwagen ausfallen könnten.

Ukrainischer Soldat in Kiew: Einige Wehrpflichtige sind zu Beginn des Krieges an sicherere Orte in der Ukraine geflohen.
Ukrainischer Soldat in Kiew: Einige Wehrpflichtige sind zu Beginn des Krieges an sicherere Orte in der Ukraine geflohen. (Quelle: Orlando Barra/imago-images-bilder)

Viele Ukrainer leben nicht an ihrem Meldeort. Mit dem Beginn des russischen Einmarschs am 24. Februar flohen Zehntausende Wehrpflichtige in sicherere Gebiete im Westen des Landes. Das Verlassen der Ukraine wurde ihnen bereits mit VerhĂ€ngung des Kriegsrechts vor rund viereinhalb Monaten untersagt. Der Grenzschutz greift dennoch regelmĂ€ĂŸig MĂ€nner bei dem Versuch auf, illegal die Grenze in Richtung Republik Moldau oder benachbarter EU-Staaten zu ĂŒberqueren.

Separatisten verlegen wohl Kampfeinheiten

13.18 Uhr: Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine verlegen Kampfeinheiten in Richtung der Region Donezk. Dies folge auf die "Befreiung" von Luhansk, zitiert die russische Agentur Tass den AnfĂŒhrer der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin. Am Sonntag hat Russland die vollstĂ€ndige Einnahme der ukrainischen Region Luhansk vermeldet. Die russischen Truppen, an deren Seite die Einheiten der Separatisten kĂ€mpfen, konzentrieren sich nun auf die Nachbarregion Donezk, die zusammen mit Luhansk den Donbass im Osten der Ukraine bildet. Die Separatisten in Luhansk und Donezk haben sich von der Ukraine losgesagt und Volksrepubliken ausgerufen, die zwar von Russland anerkannt werden, nicht aber von der Staatengemeinschaft.

Russland wirft Ukraine Folter vor

12.44 Uhr: Nach einem Gefangenenaustausch mit der Ukraine hat Russland der Gegenseite Folter von Kriegsgefangenen vorgeworfen. Es seien deshalb Ermittlungen eingeleitet worden, teilte das staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag in Moskau mit. Es wĂŒrden "Fakten unmenschlicher Behandlung" russischer Soldaten geprĂŒft, die in der Ukraine gefangen genommen wurden. Moskau und Kiew hatten in der vergangenen Woche je 144 Kriegsgefangene ausgetauscht.

Russische Soldaten berichteten den Angaben zufolge anschließend von "erlittener Gewalt". So habe ein Soldat berichtet, dass ihn ukrainische Ärzte ohne BetĂ€ubung behandelt sowie "geschlagen und mit Strom gefoltert" hĂ€tten. Zudem sei er tagelang ohne Wasser und Nahrung gewesen, sagte der Soldat den russischen Angaben zufolge.

Finnland beschlagnahmt fast 900 GĂŒterwaggons aus Russland

12.17 Uhr: Finnland hat infolge der Sanktionen der EuropĂ€ischen Union fast 900 GĂŒterwaggons russischer Unternehmen beschlagnahmt. Dies geht aus einem Schreiben der staatlichen finnischen Bahngesellschaft VR und einem Brief der russischen Staatsbahn hervor, die Reuters vorliegen. In dem auf den 6. Juni datierten Schreiben an das russische Verkehrsministerium ist von 865 beschlagnahmten Waggons die Rede. Der finnische Bahnkonzern VR bestĂ€tigte, dass Waggons beschlagnahmt wurden. Die russischen Behörden wollten sich nicht dazu Ă€ußern. Die beschlagnahmten Waggons gehören Unternehmen, die entweder direkt oder als Anteilseigner von den EU-Sanktionen betroffen sind.

Schoigu: Kein Einsatz russischer Wehrpflichtiger in Ukraine

11.56 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu werden keine Wehrpflichtigen in die Ukraine geschickt, um an dem von Russland so bezeichneten militÀrischen Sondereinsatz teilzunehmen. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass.

Obwohl PrÀsident Wladimir Putin kurz nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine erklÀrt hatte, dass dort keine Wehrpflichtigen zum Einsatz kÀmen, hatte das Verteidigungsministerium im MÀrz eingerÀumt, es seien Hunderte von ihnen in der Kriegszone eingesetzt worden. Russland rekrutiert jedes Jahr rund 400.000 junge MÀnner zu einem einjÀhrigen MilitÀrdienst. Ihre Behandlung ist ein heikles innenpolitisches Thema.

Ex-Geheimdienstler zu Regierungschef von russisch besetzter Region Cherson ernannt

10.41 Uhr: Ein frĂŒherer russischer Geheimdienstagent ist zum Regierungschef der von Russland besetzten Region Cherson in der SĂŒdukraine ernannt worden. Sergej Elisejew trete sein Amt am Dienstag an, teilte der prorussische Regional-Verwaltungschef Wladimir Saldo am Montagabend im Onlinedienst Telegram mit.

Elisejew war bislang erster stellvertretender Regierungschef der russischen Exklave Kaliningrad. Der 51-JĂ€hrige ist Absolvent der Akademie des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und war laut der Website der Region Kaliningrad in verschiedenen Funktionen fĂŒr den Dienst tĂ€tig.

Die russische Armee hatte das an die annektierte Krim-Halbinsel grenzende Gebiet um die Stadt Cherson bereits kurz nach Beginn ihres MilitĂ€reinsatzes in der Ukraine Ende Februar eingenommen. Seitdem wird die Region immer nĂ€her an Russland herangefĂŒhrt. Es wurden russische PĂ€sse ausgegeben und der russische Rubel wurde als Zahlungsmittel eingefĂŒhrt. Ende Juni wurde zudem eine erste russische Bank eröffnet.

Nach der Einnahme der Region hatte der Kreml erklĂ€rt, die Bewohner sollten selbst ĂŒber ihre Zukunft entscheiden. Die eingesetzten Lokalbehörden wollen ein Referendum ĂŒber den offiziellen Anschluss an Russland abhalten. Zugleich gab es eine ganze Reihe von AnschlĂ€gen auf die neuen Behördenvertreter.

Nato unterzeichnet Beitrittsprotokolle fĂŒr Finnland und Schweden

10.13 Uhr: Wichtiger Schritt fĂŒr den Nato-Beitritt der beiden nordischen LĂ€nder: In BrĂŒssel sind die notwendigen Protokolle unterschrieben worden. Hier lesen Sie mehr dazu.

Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg mit den unterschriebenen Beitrittsprotokollen: Bis Finnland und Schweden tatsÀchlich aufgenommen werden, könnte es noch sechs bis acht Monate dauern.
Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg mit den unterschriebenen Beitrittsprotokollen: Bis Finnland und Schweden tatsÀchlich aufgenommen werden, könnte es noch sechs bis acht Monate dauern. (Quelle: Wiktor Nummelin/imago-images-bilder)

Brandenburg fordert Bundeshilfen fĂŒr Raffinerie in Schwedt

9.54 Uhr: Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke fordert Hilfen des Bundes, sollte die Öl-Raffinerie in Schwedt in Zukunft nicht mehr voll ausgelastet sein. "Also eine Raffinerie, die mit 60 oder 70 Prozent lĂ€uft, wird nicht wirtschaftlich arbeiten können. Hier braucht es Antworten des Bundes und die sind ja auch schon zugesagt worden", sagt der SPD-Politiker bei "Radio Eins". Arbeitslosigkeit mĂŒsse verhindert werden. Mittel- und langfristig gebe es Perspektiven fĂŒr die Weiterentwicklung des Standorts. "Es gibt Unternehmen, die in der Region sind, es gibt Unternehmen, die heute schon nachhaltig produzieren, indem sie alternative Rohstoffe verarbeiten." Die Raffinerie wird derzeit noch mit russischem Öl versorgt und gehört mehrheitlich dem russischen Konzern Rosneft.

Gouverneur: Slowjansk und Kramatorsk unter Beschuss

8.58 Uhr: In der Region Donezk sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko in der Nacht die StÀdte Slowjansk und Kramatorsk beschossen worden. "Sie sind jetzt auch die Hauptangriffslinie des Feindes", sagt er. "In der Region Donezk gibt es keinen sicheren Ort ohne Beschuss."

In Mykolajiw im SĂŒden der Ukraine sind am Morgen russische Raketen eingeschlagen. Das berichtet der BĂŒrgermeister Olexandr Senkewytsch. Mykolajiw liegt an der Hauptstraße zwischen Cherson und Odessa.

PrÀsidentenberater: Einnahme von Lyssytschansk letzter Sieg Russlands

8.01 Uhr: Nach der Einnahme von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk werden die russischen Truppen nach den Worten des fĂŒhrenden Beraters des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj keinen Erfolg mehr verbuchen. "Das ist der letzte Sieg fĂŒr Russland auf ukrainischem Territorium", sagt Olexij Arestowytsch in einer im Internet verbreiteten Video-Botschaft . "Das waren StĂ€dte mittlerer GrĂ¶ĂŸe. Und es hat vom 4. April bis zum 4. Juli gedauert – das sind 90 Tage. So viele Verluste ..."

Selenskyj: Wiederaufbau der Ukraine vor Kriegsende beginnen

2.30 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat dazu aufgerufen, mit dem Wiederaufbau des Landes nicht bis zu einem Ende des russischen Angriffskrieges zu warten. Vieles mĂŒsse unverzĂŒglich getan werden, betonte Selenskyj in seiner tĂ€glichen Videoansprache am Montagabend. So seien in den Gebieten, aus denen russische Truppen wieder vertrieben worden seien, zehntausende HĂ€user zerstört. Auch mĂŒsse man sich schon jetzt auf den Winter vorbereiten, unter anderem mit Blick auf die Energieversorgung. Hier lesen Sie die Geschehnisse der Nacht im Überblick.

Lawrow reist vor G20-Treffen nach Vietnam

5.14 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird vor dem G20-Treffen nach Angaben der vietnamesischen Regierung nach Hanoi reisen. Der zweitĂ€gige Besuch erfolge auf Einladung des vietnamesischen Außenministers Bui Thanh Son anlĂ€sslich des zehnjĂ€hrigen Bestehens der "umfassenden strategischen Partnerschaft" der beiden LĂ€nder, teilt die Regierung mit. Der Handel zwischen Vietnam und Russland sei im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar gestiegen, heißt es in der ErklĂ€rung. Beide LĂ€nder pflegen enge Beziehungen, die bis in die Sowjetzeit zurĂŒckreichen. Vietnam hat den Einmarsch Russlands in der Ukraine bislang nicht verurteilt und gegen einen Ausschluss Russlands wegen des Krieges aus dem UN-Menschenrechtsrat gestimmt.

Selenskyj: Ukraine spricht mit TĂŒrkei und UN ĂŒber Getreideexporte

23.11 Uhr: Die Ukraine fĂŒhrt nach Worten von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj GesprĂ€che mit der TĂŒrkei und den Vereinten Nationen (UN), um sich Garantien fĂŒr den Export von Getreide aus ukrainischen HĂ€fen zu sichern. Es sei wichtig, dass die Sicherheit der Schiffe, die das Getreide transportieren sollten, garantiert werde, sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz.

Die Ukraine hat Russland wiederholt vorgeworfen, Getreide aus den eroberten Gebieten zu vermarkten. Die Regierung in Moskau weist diese VorwĂŒrfe zurĂŒck. Die Ukraine zĂ€hlt zu den weltgrĂ¶ĂŸten Getreideexporteuren. Die TĂŒrkei hat am Wochenende nach Angaben der Ukraine auf deren Betreiben ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff mit ukrainischem Getreide festgesetzt.

Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident fordert vom Westen mehr UnterstĂŒtzung.
Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident fordert vom Westen mehr UnterstĂŒtzung. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

Konflikt mit Bulgarien – Moskau droht EU-LĂ€ndern mit Konsequenzen

22 Uhr: Russland hat nach der Zuspitzung des diplomatischen Konflikts mit Bulgarien auch anderen EU-LĂ€ndern mit Konsequenzen gedroht. Die EU mĂŒsse sich im Klaren darĂŒber sein, dass die "unĂŒberlegte UnterstĂŒtzung antirussischer Maßnahmen durch einzelne Mitgliedstaaten die Verantwortung fĂŒr deren Folgen auf die gesamte EU ĂŒbertrĂ€gt, auch im Hinblick auf Vergeltungsmaßnahmen unsererseits", erklĂ€rte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Montag. Hier lesen Sie mehr.

Maria Sacharowa (Archivbild): Die Sprecherin des russischen Außenministerium hat Drohungen gegen die EU augesprochen.
Maria Sacharowa (Archivbild): Die Sprecherin des russischen Außenministerium hat Drohungen gegen die EU augesprochen. (Quelle: Russian Foreign Ministry Press Office/TASS/imago-images-bilder)

Ukrainisches MilitÀr: KÀmpfe verlagern sich Richtung Donezk

20 Uhr: In der Ostukraine hat sich nach dem ukrainischen RĂŒckzug aus der Stadt Lyssytschansk (Region Luhansk) der Schwerpunkt der KĂ€mpfe ins benachbarte Donezk verschoben. An der Grenze der beiden Regionen seien bei Bilohoriwka und Werchnjokamjanske erfolgreich russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab bei Facebook mit. UmkĂ€mpft sei ebenso das WĂ€rmekraftwerk Wuhlehirsk westlich des bereits von prorussischen Separatisten eroberten Switlodarsk.

Gebietsgewinne hĂ€tten die russischen Truppen hingegen nördlich von Slowjansk bei Masaniwka erzielt. DarĂŒber hinaus seien ukrainische Positionen an weiten Teilen der Front mit Artillerie, Raketenwerfern und Mörsern beschossen worden. Die russische Luftwaffe habe zudem Stellungen ukrainischer Einheiten bombardiert.

Moskau: Botschaft in Bulgarien kann nicht mehr normal arbeiten

19.27 Uhr: Nach der Ausweisung von 70 Diplomaten ist Russlands Botschaft in Bulgarien nach Moskauer Angaben nicht mehr richtig arbeitsfĂ€hig. "Jetzt, nach diesem Unfug (...), ist die Botschaft nicht mehr in der Lage, normal zu arbeiten", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge. Russland werde entsprechend dem Prinzip der Gegenseitigkeit antworten, kĂŒndigte Lawrow an – in der Regel ist damit die Ausweisung derselben Anzahl von Diplomaten des anderen Landes gemeint.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa drohte damit, dass sich Moskaus Reaktion auch gegen die gesamte EuropĂ€ische Union richten könnte, da diese Bulgariens "antirussisches Handeln" unterstĂŒtzt habe.

Ukraine schĂ€tzt Kosten fĂŒr Wiederaufbau auf mindestens 750 Milliarden Dollar

17.51 Uhr: Die ukrainische Regierung schĂ€tzt die Kosten fĂŒr den Wiederaufbau ihres vom russischen Angriffskrieg zerstörten Landes auf mindestens 750 Milliarden Dollar (knapp 720 Milliarden Euro). Finanziert werden solle der Wiederaufbau zum großen Teil aus beschlagnahmten Vermögen des russischen Staats und der Oligarchen, sagte Regierungschef Denys Schmyhal bei der internationalen Wiederaufbau-Konferenz im schweizerischen Lugano.

"Die russischen Behörden haben diesen blutigen Krieg entfesselt, sie haben diese massive Zerstörung verursacht, und sie sollten dafĂŒr zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Schmyhal.

Nach Fall von Lyssytschansk: Russlands Kosmonauten feiern auf ISS

17.41 Uhr: Nach der Eroberung der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk im Gebiet Luhansk haben sich Russlands Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation ISS in Feierlaune gezeigt. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlichte bei Telegram ein Foto, das Denis Matwejew, Sergej Korssakow und Oleg Artemjew mit einer Flagge der selbsternannten "Volksrepublik Luhansk" in den HĂ€nden zeigt. Russlands Truppen und prorussische Separatisten hĂ€tten Luhansk nun vollstĂ€ndig "befreit", heißt es in einer angehĂ€ngten Mitteilung. "Wir feiern auf der Erde und im Weltraum." Ein zweites Foto zeigt die drei Raumfahrer mit einer Donezker Fahne.

Bericht: Melnyk könnte Deutschland bald verlassen

17.16 Uhr: Seit dem Angriffskrieg gegen sein Land steht der ukrainische Botschafter Melnyk im Fokus der Öffentlichkeit. Einem Bericht zufolge könnte er in die Ukraine zurĂŒckkehren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Andrij Melnyk: Er ist seit 2015 ukrainischer Botschafter in Deutschland.
Andrij Melnyk: Er ist seit 2015 ukrainischer Botschafter in Deutschland. (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)

So kÀmpfen die Ukrainer mit der deutschen Panzerhaubitze 2000

17.10 Uhr: Lange mussten die Ukrainer auf die Panzerhaubitze 2000 warten. Jetzt zeigen Videos von der Front die deutschen ArtilleriegeschĂŒtze im Einsatz. Mehr dazu finden Sie hier.

MilitĂ€rexperte: "Die große Gegenoffensive ist eine Illusion"

16.45 Uhr: Die Schlinge um den Donbass hat sich weiter zugezogen. Die Ukraine sieht sich fĂŒr die weiteren Schlachten dennoch gut gewappnet. Ist das naiv? Hier lesen Sie mehr.

Freude beim russischen MilitÀr: Die Stadt Lyssytschansk wurde erobert.
Freude beim russischen MilitÀr: Die Stadt Lyssytschansk wurde erobert. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)

Ukraine hisst Nationalflagge auf Schlangeninsel

15.45 Uhr: Die symboltrĂ€chtige Schlangeninsel ist nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rs wieder endgĂŒltig unter ihrer Kontrolle. Auf dem Eiland im Nordosten des Schwarzen Meeres sei wieder die ukrainische Nationalflagge gehisst worden, sagte eine Sprecherin. Ob dort bereits wieder ukrainische Soldaten stationiert sind, sagte sie nicht.

Die Schlangeninsel gilt seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar als Symbol des ukrainischen Widerstands. Am 30. Juni erklĂ€rte Russland dann, sich als von der Insel wieder zurĂŒckgezogen zu haben. Kiew hingegen beharrte darauf, dass die russischen Truppen durch ukrainische Angriffe vertrieben worden seien. Die Insel gilt auch als ein strategisch wichtiger Posten zur Überwachung der Seewege. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Foto der ukrainischen Grenzschutzeinheiten soll die gehisste Nationalfahne auf der Schlangeninsel zeigen.
Das Foto der ukrainischen Grenzschutzeinheiten soll die gehisste Nationalfahne auf der Schlangeninsel zeigen. (Quelle: Ukrainische Grenzschutzbehörde DPSU/Twitter)

EU will Wiederaufbau-Plattform fĂŒr Ukraine einrichten

15.12 Uhr: Die EU-Kommission will eine Plattform zum Wiederaufbau der Ukraine einrichten. Darin sollten die BedĂŒrfnisse des Landes und erforderliche Investitionen gebĂŒndelt sowie das Vorgehen koordiniert und Ressourcen kanalisiert werden, sagt KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen auf der Konferenz zur Wiederherstellung der Ukraine in der Schweiz. Seit Beginn des Krieges habe die EuropĂ€ische Union bereits 6,2 Milliarden Euro zur finanziellen UnterstĂŒtzung der Ukraine mobilisiert. "Und es wird mehr kommen", sagt von der Leyen.

Selenskyj: Wiederaufbau der Ukraine "gemeinsame Aufgabe"

14.54 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die internationale Gemeinschaft eindringlich zur UnterstĂŒtzung beim Wiederaufbau seines kriegsgeschĂ€digten Landes aufgerufen. Es sei die "gemeinsame Aufgabe der gesamten demokratischen Welt", sein vom russischen Angriffskrieg zerstörtes Land wieder aufzubauen, sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache zum Auftakt einer internationalen Konferenz in Lugano. Die UnterstĂŒtzung seines Landes sei der "wichtigste Beitrag zum Weltfrieden".

Moskau will Krieg nach Lyssytschansk-Eroberung weiter fortfĂŒhren

14.05 Uhr: Nach der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Lyssytschansk im ostukrainischen Gebiet Luhansk hat Russland die Fortsetzung der KĂ€mpfe in anderen Teilen des Nachbarlandes angekĂŒndigt. "Die StreitkrĂ€fte der Russischen Föderation setzen die militĂ€rische Spezial-Operation fort", sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin. In Moskau wird der vor rund viereinhalb Monaten begonnene Krieg gegen die Ukraine offiziell als "Spezial-Operation" bezeichnet.

Mit der Einnahme von Lyssytschansk und der damit verbundenen Kontrolle ĂŒber das ganze Gebiet Luhansk hat der Kreml eines seiner wichtigsten Kriegsziele erreicht. Im benachbarten Gebiet Donezk hingegen kontrollieren die Ukrainer noch immer weite Teile. Bei den KĂ€mpfen in Luhansk seien insgesamt mehr als 2.200 ukrainische Soldaten getötet und mehr als 3.200 verletzt worden, sagte Schoigu. Das ließ sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Zu Verlusten in den eigenen Reihen machte Moskau keine Angaben.

Wladimir Putin und Sergej Schoigu: Der russische PrĂ€sident und sein Außenminister trafen sich am Montag – einen Tag nach der Eroberung von Lyssytschansk.
Wladimir Putin und Sergej Schoigu: Der russische PrĂ€sident und sein Außenminister trafen sich am Montag – einen Tag nach der Eroberung von Lyssytschansk. (Quelle: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa-bilder)

Russlands PrÀsident zur Befreiung von Luhansk: Soldaten sollen sich ausruhen

13.10 Uhr: Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin gratuliert den russischen Truppen zur "Befreiung" der ostukrainischen Region Luhansk. Die an dem Einsatz beteiligten Soldaten sollten sich ausruhen, sagt Putin in einer im Fernsehen ĂŒbertragenen Unterredung mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Die anderen MilitĂ€reinheiten sollten jedoch den Kampf fortsetzen. Die Einnahme der Region Luhansk, die gemeinsam mit der Region Donezk den Donbass bildet, ist ein wichtiger Erfolg fĂŒr Putin in der am 24. Februar begonnenen Invasion der Ukraine.

Putin will Biden nicht gratulieren

13.08 Uhr: Aus Ärger ĂŒber die aus seiner Sicht russlandfeindliche US-Politik gratuliert Kremlchef Wladimir Putin seinem Kollegen Joe Biden in diesem Jahr nicht zum amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitstag. "Nein, dieses Jahr wird kein GlĂŒckwunsch-Telegram verschickt werden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge. "Das hĂ€ngt damit zusammen, dass dieses Jahr zum Höhepunkt einer unfreundlichen Politik der Vereinigten Staaten gegenĂŒber unserem Land geworden ist", sagte er mit Blick auf den amerikanischen Feiertag am 4. Juli. "Daher kann es unter diesen UmstĂ€nden kaum als angemessen angesehen werden, eine solche GlĂŒckwunschbotschaft zu senden."

TĂŒrkei hĂ€lt russischen Getreidefrachter an

13.06 Uhr: Die TĂŒrkei hat am Schwarzmeerhafen Karasu nach Angaben der Betreiberfirma ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff mit Getreide angehalten. Der Zoll habe dem Frachter "Zhibek Zholy" vor der tĂŒrkischen Schwarzmeerstadt die Weiterfahrt vorerst verweigert, sagte ein Verantwortlicher der Hafenfirma IC Ictas auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Der ukrainische Botschafter in der TĂŒrkei, Wassyl Bondar, hatte am Vortag im ukrainischen Fernsehen gesagt, dass am Montag ĂŒber das weitere Schicksal des Schiffes entschieden werde. Die Ukraine hoffe, dass das Schiff beschlagnahmt und das Frachtgut konfisziert werde.

Nach Angaben des Online-Ortungssystems Marinetraffic kam der Frachter von der russischen KĂŒstenstadt Noworossijsk. Der von Russland eingesetzte Chef der besetzten sĂŒdukrainischen Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, schrieb jedoch beim Nachrichtendienst Telegram, dass der Frachter am vergangenen Donnerstag aus dem Hafen Berdjansk abgelegt habe.

Ukrainische Flagge weht auf Schlangeninsel

12.45 Uhr: Die ukrainische Flagge weht wieder ĂŒber der Schlangeninsel. Nach dem Abzug der russischen Truppen, die die strategisch wichtige Insel im Schwarzen Meer zeitweise besetzt hatten, sei die Flagge der Ukraine gehisst worden, teilt eine Sprecherin des MilitĂ€rs mit. "Das Gebiet wurde der Hoheit der Ukraine zurĂŒckgegeben." Die russischen Truppen hatten die Insel vergangene Woche gerĂ€umt.

Russisches Munitionslager in besetzter Stadt offenbar zerstört

11.30 Uhr: In der von Russland besetzten Stadt Snizhne in der Region Donezk im SĂŒdosten der Ukraine soll ein russisches Munitionslager zerstört worden sein. Das berichten ukrainische Medien. Das Portal "Nexta" teilte ein Video, in dem der Vorfall zu sehen sein soll. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

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Gouverneur: Nur noch etwa 10.000 Zivilisten in Lyssytschansk

10.20 Uhr: In der von Russland eroberten Stadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben von einstmals mehr als 100.000 Einwohnern nur noch wenige Tausend ĂŒbrig geblieben. Der MilitĂ€rgouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, nannte am Montag im ukrainischen Fernsehen eine GrĂ¶ĂŸenordnung von etwa 10.000. In der Nachbarstadt Sjewjerodonezk, die sich ebenfalls unter russischer Kontrolle befindet, seien nur noch etwa 8.000 Menschen verblieben. Auch dort lebten vor Beginn des Krieges mehr als 100.000 Menschen.

Lyssytschansk war am Wochenende nach wochenlangen KĂ€mpfen von russischen Truppen erobert worden, Sjewjerodonezk schon im vergangenen Monat. Hunderttausende Menschen aus der Region sind auf der Flucht. Nach Hajdajs Angaben gab es am Montag im Westen Lyssytschansks weitere Gefechte. In dem Ballungsraum sei inzwischen fast alles zerstört: Die Infrastruktur sei zu 90 Prozent beschĂ€digt, 60 Prozent der WohnhĂ€user seien dem Erdboden gleichgemacht. UnabhĂ€ngig sind die Angaben kaum zu ĂŒberprĂŒfen.

Russische Soldaten sollen AKW-Mitarbeiter zu Tode gefoltert haben

9.36 Uhr: In der Ukraine hÀlt die russische Armee das Atomkraftwerk Saporischschja besetzt. Dort sollen sich jetzt grausame Szenen abgespielt haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russische Soldaten am Atomkraftwerk Saporischschja: "Wir werden die GrÀueltaten der Besatzer und ihrer Kollaborateure niemals vergessen!"
Russische Soldaten am Atomkraftwerk Saporischschja: "Wir werden die GrÀueltaten der Besatzer und ihrer Kollaborateure niemals vergessen!" (Quelle: Konstantin Mihalchevskiy/imago-images-bilder)

Das ist das nÀchste Ziel der russischen Armee

7.13 Uhr: Nach der Einnahme der einstigen Großstadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine rĂŒcken die russischen Truppen auf das nĂ€chste Ziel vor, den Ballungsraum um Slowjansk. "In Richtung Slowjansk versuchen die Russen, die Kontrolle ĂŒber die Ortschaften Bohorodytschne, Dolyna und Masaniwka herzustellen", teilte der ukrainische Generalstab in Kiew am Montag mit. Die drei Ortschaften liegen weniger als 20 Kilometer im Norden und Nordosten von Slowjansk, auf der SĂŒdseite des Flusses Siwerskyj Donez.

Von Osten her bewegen sich die russischen Truppen nach diesen Angaben ebenfalls auf den Siwerskyj Donez zu, der in der Region in einem Bogen verlĂ€uft. Dort versuche der Feind, die ukrainischen KrĂ€fte auf eine neue Verteidigungslinie zwischen Siwersk, Soledar und Bachmut zurĂŒckzudrĂ€ngen, hieß es in dem Lagebericht. Diese drei StĂ€dte liegen etwa 30 bis 40 Kilometer östlich vom Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk, der als Hauptquartier der ukrainischen VerteidigungskrĂ€fte im Donbass gilt.

An anderen Frontabschnitten, sowohl im Norden um die Millionenstadt Charkiw als auch im SĂŒden in den Schwarzmeerregionen Saporischschja, Cherson und Mykolajiw gab es nach ukrainischen Angaben trotz schwerer Artilleriegefechte keine nennenswerten Truppenbewegungen. UnabhĂ€ngig lassen sich die Angaben nicht ĂŒberprĂŒfen. Russland hatte am Sonntag nach wochenlangen KĂ€mpfen erklĂ€rt, die Stadt Lyssytschansk eingenommen zu haben. Die Ukraine bestĂ€tigte am Abend, dass sich ihre dortigen Truppen zurĂŒckziehen.

Nach Raketenangriffen auf Slowjansk: Der 71-jÀhrige Wladimir Wassiljewitsch steht im Hof des zerstörten Hauses seiner Verwandten.
Nach Raketenangriffen auf Slowjansk: Der 71-jÀhrige Wladimir Wassiljewitsch steht im Hof des zerstörten Hauses seiner Verwandten. (Quelle: Michal Burza/Zuma/dpa-bilder)

Die Nacht im Überblick

5 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sieht die Stadt Lyssytschansk im Osten des Landes trotz des RĂŒckzugs der ukrainischen Armee noch nicht als verloren an. Nach wochenlangem Abwehrkampf hatte die ukrainische Armee am Abend bekannt gegeben, dass sie aus Lyssytschansk abzieht. Angesichts der KriegsschĂ€den im Land wollen sich potenzielle GeberlĂ€nder bei einer Konferenz treffen. Hier lesen Sie den gesamten Überblick zum Geschehen in der Nacht.

Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau.
Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Netzagentur-Chef: Gasreserven "reichen fĂŒr vielleicht ein bis zwei Monate"

1 Uhr: Deutschland wĂŒrde mit seinen momentanen Gasreserven nach EinschĂ€tzung der Bundesnetzagentur nicht weit kommen. "Sollten wir kein russisches Gas mehr bekommen und einen durchschnittlich warmen Winter erleben, dann reichen die im Moment eingespeicherten Mengen – einschließlich unserer Verpflichtungen, Gas in andere europĂ€ische LĂ€nder weiterzuleiten – fĂŒr vielleicht ein bis zwei Monate", sagt der PrĂ€sident der Regulierungsbehörde, Klaus MĂŒller, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Mehr dazu lesen Sie hier.

Lukaschenko: "Praktisch eine Armee mit Russland"

0.45 Uhr: Der belarussische PrĂ€sident Alexander Lukaschenko bekrĂ€ftigt seine enge Verbundenheit mit Russland. Belarus sei so eng mit der Russischen Föderation verbunden, "dass wir praktisch eine gemeinsame Armee haben. Aber das wussten Sie ja alles. Wir werden weiterhin mit dem brĂŒderlichen Russland fest vereint sein", sagte Lukaschenko bei einer Feier zum Jahrestag der Befreiung von Minsk durch sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg. Mehr dazu lesen Sie hier.

Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische PrÀsident hÀlt Wladimir Putin die Treue.
Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische PrÀsident hÀlt Wladimir Putin die Treue. (Quelle: Sergei Shelega/BelTA/TASS/imago-images-bilder)

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