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Selenskyj kritisiert ArmeefĂŒhrung: "Entscheidungen nicht ohne mich"

Von afp, dpa, rtr, t-online
Aktualisiert am 05.07.2022 - 21:37 UhrLesedauer: 15 Min.
"Sie werden es nicht leicht haben": Die ukrainischen Verteidiger wollen hart gegen die Invasionstruppen kÀmpfen. (Quelle: Glomex)
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Tag 132 seit Kriegsbeginn: Ein weiterer Konflikt zwischen der EU und Russland bahnt sich an. Die Ukraine fĂŒhrt indes GesprĂ€che mit der TĂŒrkei ĂŒber Getreideexporte. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


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Selenskyj kritisiert ArmeefĂŒhrung: "Entscheidungen nicht ohne mich"

21.34 Uhr: Nach heftiger Kritik an Meldeauflagen fĂŒr Wehrpflichtige in der Ukraine hat PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj die MilitĂ€rfĂŒhrung kritisiert. Auf der nĂ€chsten Sitzung des Generalstabs sollen ihm Verteidigungsminister, Generalstabschef und Armeeoberbefehlshaber detailliert Bericht erstatten, forderte er in einer Videobotschaft. "Ich verspreche dem Volk, die Sache zu klĂ€ren, und bitte weiter den Generalstab, derartige Entscheidungen nicht ohne mich zu treffen." Es gebe "UnverstĂ€ndnis" und "EntrĂŒstung" in der Gesellschaft.

Zuvor hatten Armeeoberbefehlshaber Walerij Saluschnyj und der Generalstab mitgeteilt, dass wehrpflichtige Ukrainer fĂŒr das Verlassen des Meldeorts eine Erlaubnis benötigen. Nach Kritik in sozialen Netzwerken wurde nachgeschoben, dass dies nur fĂŒr das Verlassen des Regierungsbezirks notwendig sei. Grundlage sei eine Gesetzesnorm von 1992.

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Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische PrĂ€sident hat die ArmeefĂŒhrung nach einer umstrittenen Anordnung kritisiert.
Wolodymyr Selenskyj: Der ukrainische PrĂ€sident hat die ArmeefĂŒhrung nach einer umstrittenen Anordnung kritisiert. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Selenskyj rechnet nicht mit Kriegsbeteiligung von Belarus

18.10 Uhr: Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj geht nicht von einem Eingreifen des Nachbarlandes Belarus in den Krieg mit Russland aus. "Wir glauben, dass Belarus sich nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen wird. Aber es gibt Provokationen, und sie werden weitergehen", sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache auf einer Veranstaltung der Gruppe The Economist in Athen.

Der belarussische PrÀsident Alexander Lukaschenko hatte der Ukraine am Sonntag Raketenangriffe auf sein Land vorgeworfen. Die Geschosse seien jedoch abgefangen worden, sagte er. Die Ukraine gibt ihrerseits an, von Belarus aus seien wiederholt Raketen auf ukrainisches Gebiet abgeschossen worden.

Johnson zu Selenskyj: Ukraine kann Gebiete zurĂŒckerobern

15.14 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben seines BĂŒros mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Johnson habe Selenskyj dabei gesagt, die ukrainischen StreitkrĂ€fte könnten kĂŒrzlich von russischen Truppen erobertes Territorium zurĂŒckgewinnen, teilt eine Sprecherin mit. Das ukrainische MilitĂ€r hatte sich kĂŒrzlich aus Lyssytschansk zurĂŒckgezogen, der letzten Stadt in der ostukrainischen Donbass-Region Luhansk, die noch nicht unter vollstĂ€ndiger russischer Kontrolle war.

Johnsons Sprecherin erklĂ€rt weiter, der Premierminister habe Selenskyj ĂŒber die jĂŒngsten MilitĂ€rlieferungen aus Großbritannien informiert. So sollten in den kommenden Tagen und Wochen unter anderem bestimmte Artillerie-Systeme sowie Lenkwaffen in der Ukraine eintreffen.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson: Er telefonierte mit Selenskyj.
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson: Er telefonierte mit Selenskyj. (Quelle: Ian Vogler/Reuters-bilder)

Slowjansk offenbar unter russischen Beschuss – Polizei meldet Tote

14.51 Uhr: Ist die ostukrainische Stadt Slowjansk das nĂ€chste Hauptziel der russischen Truppen? Sie werde "massiv" bombardiert, so der BĂŒrgermeister. Laut Polizei soll es Tote geben, nachdem Raketen einen Markt trafen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Diesen sieben Prinzipien soll der Wiederaufbau der Ukraine folgen

14.41 Uhr: Die Ukraine hat sich bei einer Konferenz im schweizerischen Lugano mit UnterstĂŒtzerstaaten auf ein Wiederaufbauprogramm geeinigt. Dabei steht die Korruption im Fokus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutschland will Ukraine-Konferenz ausrichten

14.15 Uhr: Wie der Ukraine beim Wiederaufbau helfen? Nach der Konferenz von Lugano plant Deutschland, ein Treffen zu dieser Frage auszurichten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wehrpflichtige Ukrainer dĂŒrfen Wohnort nicht mehr verlassen

13.45 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat MĂ€nnern im wehrpflichtigen Alter das Verlassen ihres Wohnorts untersagt. Der Generalstab der Armee bat auf Facebook, mit VerstĂ€ndnis auf diese Anordnung zu reagieren. Grundlage ist das Wehrpflichtgesetz von 1992. FĂŒr das Verlassen des gemeldeten Wohnorts benötigen MĂ€nner zwischen 18 und 60 nun eine Erlaubnis des zugehörigen Kreiswehrersatzamts. Kontrollen finden derzeit vor allem an den Grenzen zwischen den Regierungsbezirken und an Kontrollpunkten an Stadtgrenzen statt.

Unter dem Beitrag schrieben innerhalb kurzer Zeit Hunderte entrĂŒstete Ukrainer Kommentare. Dem Ministerium wurde "Idiotie" vorgeworfen. Die Anordnung werde die Korruption bei den KreiswehrersatzĂ€mtern fördern, hieß es etwa. BefĂŒrchtet wurde noch mehr wirtschaftliches Chaos, weil Fahrer fĂŒr ZĂŒge, Busse und Lastwagen ausfallen könnten.

Ukrainischer Soldat in Kiew: Einige Wehrpflichtige sind zu Beginn des Krieges an sicherere Orte in der Ukraine geflohen.
Ukrainischer Soldat in Kiew: Einige Wehrpflichtige sind zu Beginn des Krieges an sicherere Orte in der Ukraine geflohen. (Quelle: Orlando Barra/imago-images-bilder)

Viele Ukrainer leben nicht an ihrem Meldeort. Mit dem Beginn des russischen Einmarschs am 24. Februar flohen Zehntausende Wehrpflichtige in sicherere Gebiete im Westen des Landes. Das Verlassen der Ukraine wurde ihnen bereits mit VerhĂ€ngung des Kriegsrechts vor rund viereinhalb Monaten untersagt. Der Grenzschutz greift dennoch regelmĂ€ĂŸig MĂ€nner bei dem Versuch auf, illegal die Grenze in Richtung Republik Moldau oder benachbarter EU-Staaten zu ĂŒberqueren.

Separatisten verlegen wohl Kampfeinheiten

13.18 Uhr: Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine verlegen Kampfeinheiten in Richtung der Region Donezk. Dies folge auf die "Befreiung" von Luhansk, zitiert die russische Agentur Tass den AnfĂŒhrer der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin. Am Sonntag hat Russland die vollstĂ€ndige Einnahme der ukrainischen Region Luhansk vermeldet. Die russischen Truppen, an deren Seite die Einheiten der Separatisten kĂ€mpfen, konzentrieren sich nun auf die Nachbarregion Donezk, die zusammen mit Luhansk den Donbass im Osten der Ukraine bildet. Die Separatisten in Luhansk und Donezk haben sich von der Ukraine losgesagt und Volksrepubliken ausgerufen, die zwar von Russland anerkannt werden, nicht aber von der Staatengemeinschaft.

Russland wirft Ukraine Folter vor

12.44 Uhr: Nach einem Gefangenenaustausch mit der Ukraine hat Russland der Gegenseite Folter von Kriegsgefangenen vorgeworfen. Es seien deshalb Ermittlungen eingeleitet worden, teilte das staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag in Moskau mit. Es wĂŒrden "Fakten unmenschlicher Behandlung" russischer Soldaten geprĂŒft, die in der Ukraine gefangen genommen wurden. Moskau und Kiew hatten in der vergangenen Woche je 144 Kriegsgefangene ausgetauscht.

Russische Soldaten berichteten den Angaben zufolge anschließend von "erlittener Gewalt". So habe ein Soldat berichtet, dass ihn ukrainische Ärzte ohne BetĂ€ubung behandelt sowie "geschlagen und mit Strom gefoltert" hĂ€tten. Zudem sei er tagelang ohne Wasser und Nahrung gewesen, sagte der Soldat den russischen Angaben zufolge.

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Finnland beschlagnahmt fast 900 GĂŒterwaggons aus Russland

12.17 Uhr: Finnland hat infolge der Sanktionen der EuropĂ€ischen Union fast 900 GĂŒterwaggons russischer Unternehmen beschlagnahmt. Dies geht aus einem Schreiben der staatlichen finnischen Bahngesellschaft VR und einem Brief der russischen Staatsbahn hervor, die Reuters vorliegen. In dem auf den 6. Juni datierten Schreiben an das russische Verkehrsministerium ist von 865 beschlagnahmten Waggons die Rede. Der finnische Bahnkonzern VR bestĂ€tigte, dass Waggons beschlagnahmt wurden. Die russischen Behörden wollten sich nicht dazu Ă€ußern. Die beschlagnahmten Waggons gehören Unternehmen, die entweder direkt oder als Anteilseigner von den EU-Sanktionen betroffen sind.

Schoigu: Kein Einsatz russischer Wehrpflichtiger in Ukraine

11.56 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu werden keine Wehrpflichtigen in die Ukraine geschickt, um an dem von Russland so bezeichneten militÀrischen Sondereinsatz teilzunehmen. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass.

Obwohl PrÀsident Wladimir Putin kurz nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine erklÀrt hatte, dass dort keine Wehrpflichtigen zum Einsatz kÀmen, hatte das Verteidigungsministerium im MÀrz eingerÀumt, es seien Hunderte von ihnen in der Kriegszone eingesetzt worden. Russland rekrutiert jedes Jahr rund 400.000 junge MÀnner zu einem einjÀhrigen MilitÀrdienst. Ihre Behandlung ist ein heikles innenpolitisches Thema.

Ex-Geheimdienstler zu Regierungschef von russisch besetzter Region Cherson ernannt

10.41 Uhr: Ein frĂŒherer russischer Geheimdienstagent ist zum Regierungschef der von Russland besetzten Region Cherson in der SĂŒdukraine ernannt worden. Sergej Elisejew trete sein Amt am Dienstag an, teilte der pro-russische Regional-Verwaltungschef Wladimir Saldo am Montagabend im Onlinedienst Telegram mit.

Elisejew war bislang erster stellvertretender Regierungschef der russischen Exklave Kaliningrad. Der 51-JĂ€hrige ist Absolvent der Akademie des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und war laut der Website der Region Kaliningrad in verschiedenen Funktionen fĂŒr den Dienst tĂ€tig.

Die russische Armee hatte das an die annektierte Krim-Halbinsel grenzende Gebiet um die Stadt Cherson bereits kurz nach Beginn ihres MilitĂ€reinsatzes in der Ukraine Ende Februar eingenommen. Seitdem wird die Region immer nĂ€her an Russland herangefĂŒhrt. Es wurden russische PĂ€sse ausgegeben und der russische Rubel wurde als Zahlungsmittel eingefĂŒhrt. Ende Juni wurde zudem eine erste russische Bank eröffnet.

Nach der Einnahme der Region hatte der Kreml erklĂ€rt, die Bewohner sollten selbst ĂŒber ihre Zukunft entscheiden. Die eingesetzten Lokalbehörden wollen ein Referendum ĂŒber den offiziellen Anschluss an Russland abhalten. Zugleich gab es eine ganze Reihe von AnschlĂ€gen auf die neuen Behördenvertreter.

Nato unterzeichnet Beitrittsprotokolle fĂŒr Finnland und Schweden

10.13 Uhr: Wichtiger Schritt fĂŒr den Nato-Beitritt der beiden nordischen LĂ€nder: In BrĂŒssel sind die notwendigen Protokolle unterschrieben worden. Hier lesen Sie mehr dazu.

Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg mit den unterschriebenen Beitrittsprotokollen: Bis Finnland und Schweden tatsÀchlich aufgenommen werden, könnte es noch sechs bis acht Monate dauern.
Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg mit den unterschriebenen Beitrittsprotokollen: Bis Finnland und Schweden tatsÀchlich aufgenommen werden, könnte es noch sechs bis acht Monate dauern. (Quelle: Wiktor Nummelin/imago-images-bilder)

Brandenburg fordert Bundeshilfen fĂŒr Raffinerie in Schwedt

9.54 Uhr: Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke fordert Hilfen des Bundes, sollte die Öl-Raffinerie in Schwedt in Zukunft nicht mehr voll ausgelastet sein. "Also eine Raffinerie, die mit 60 oder 70 Prozent lĂ€uft, wird nicht wirtschaftlich arbeiten können. Hier braucht es Antworten des Bundes und die sind ja auch schon zugesagt worden", sagt der SPD-Politiker bei "Radio Eins". Arbeitslosigkeit mĂŒsse verhindert werden. Mittel- und langfristig gebe es Perspektiven fĂŒr die Weiterentwicklung des Standorts. "Es gibt Unternehmen, die in der Region sind, es gibt Unternehmen, die heute schon nachhaltig produzieren, indem sie alternative Rohstoffe verarbeiten." Die Raffinerie wird derzeit noch mit russischem Öl versorgt und gehört mehrheitlich dem russischen Konzern Rosneft.

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Gouverneur: Slowjansk und Kramatorsk unter Beschuss

8.58 Uhr: In der Region Donezk sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko in der Nacht die StÀdte Slowjansk und Kramatorsk beschossen worden. "Sie sind jetzt auch die Hauptangriffslinie des Feindes", sagt er. "In der Region Donezk gibt es keinen sicheren Ort ohne Beschuss."

In Mykolajiw im SĂŒden der Ukraine sind am Morgen russische Raketen eingeschlagen. Das berichtet der BĂŒrgermeister Olexandr Senkewytsch. Mykolajiw liegt an der Hauptstraße zwischen Cherson und Odessa.

PrÀsidentenberater: Einnahme von Lyssytschansk letzter Sieg Russlands

8.01 Uhr: Nach der Einnahme von Sjewjerodonezk und Lyssytschansk werden die russischen Truppen nach den Worten des fĂŒhrenden Beraters des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj keinen Erfolg mehr verbuchen. "Das ist der letzte Sieg fĂŒr Russland auf ukrainischem Territorium", sagt Olexij Arestowytsch in einer im Internet verbreiteten Video-Botschaft . "Das waren StĂ€dte mittlerer GrĂ¶ĂŸe. Und es hat vom 4. April bis zum 4. Juli gedauert – das sind 90 Tage. So viele Verluste ..."

Selenskyj: Wiederaufbau der Ukraine vor Kriegsende beginnen

2.30 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat dazu aufgerufen, mit dem Wiederaufbau des Landes nicht bis zu einem Ende des russischen Angriffskrieges zu warten. Vieles mĂŒsse unverzĂŒglich getan werden, betonte Selenskyj in seiner tĂ€glichen Videoansprache am Montagabend. So seien in den Gebieten, aus denen russische Truppen wieder vertrieben worden seien, zehntausende HĂ€user zerstört. Auch mĂŒsse man sich schon jetzt auf den Winter vorbereiten, unter anderem mit Blick auf die Energieversorgung. Hier lesen Sie die Geschehnisse der Nacht im Überblick.

Lawrow reist vor G20-Treffen nach Vietnam

5.14 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird vor dem G20-Treffen nach Angaben der vietnamesischen Regierung nach Hanoi reisen. Der zweitĂ€gige Besuch erfolge auf Einladung des vietnamesischen Außenministers Bui Thanh Son anlĂ€sslich des zehnjĂ€hrigen Bestehens der "umfassenden strategischen Partnerschaft" der beiden LĂ€nder, teilt die Regierung mit. Der Handel zwischen Vietnam und Russland sei im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar gestiegen, heißt es in der ErklĂ€rung. Beide LĂ€nder pflegen enge Beziehungen, die bis in die Sowjetzeit zurĂŒckreichen. Vietnam hat den Einmarsch Russlands in der Ukraine bislang nicht verurteilt und gegen einen Ausschluss Russlands wegen des Krieges aus dem UN-Menschenrechtsrat gestimmt.

Selenskyj: Ukraine spricht mit TĂŒrkei und UN ĂŒber Getreideexporte

23.11 Uhr: Die Ukraine fĂŒhrt nach Worten von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj GesprĂ€che mit der TĂŒrkei und den Vereinten Nationen (UN), um sich Garantien fĂŒr den Export von Getreide aus ukrainischen HĂ€fen zu sichern. Es sei wichtig, dass die Sicherheit der Schiffe, die das Getreide transportieren sollten, garantiert werde, sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz.

Die Ukraine hat Russland wiederholt vorgeworfen, Getreide aus den eroberten Gebieten zu vermarkten. Die Regierung in Moskau weist diese VorwĂŒrfe zurĂŒck. Die Ukraine zĂ€hlt zu den weltgrĂ¶ĂŸten Getreideexporteuren. Die TĂŒrkei hat am Wochenende nach Angaben der Ukraine auf deren Betreiben ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff mit ukrainischem Getreide festgesetzt.

Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident fordert vom Westen mehr UnterstĂŒtzung.
Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Der ukrainische PrĂ€sident fordert vom Westen mehr UnterstĂŒtzung. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

Konflikt mit Bulgarien – Moskau droht EU-LĂ€ndern mit Konsequenzen

22 Uhr: Russland hat nach der Zuspitzung des diplomatischen Konflikts mit Bulgarien auch anderen EU-LĂ€ndern mit Konsequenzen gedroht. Die EU mĂŒsse sich im Klaren darĂŒber sein, dass die "unĂŒberlegte UnterstĂŒtzung antirussischer Maßnahmen durch einzelne Mitgliedstaaten die Verantwortung fĂŒr deren Folgen auf die gesamte EU ĂŒbertrĂ€gt, auch im Hinblick auf Vergeltungsmaßnahmen unsererseits", erklĂ€rte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Montag. Hier lesen Sie mehr.

Maria Sacharowa (Archivbild): Die Sprecherin des russischen Außenministerium hat Drohungen gegen die EU augesprochen.
Maria Sacharowa (Archivbild): Die Sprecherin des russischen Außenministerium hat Drohungen gegen die EU augesprochen. (Quelle: Russian Foreign Ministry Press Office/TASS/imago-images-bilder)

Ukrainisches MilitÀr: KÀmpfe verlagern sich Richtung Donezk

20 Uhr: In der Ostukraine hat sich nach dem ukrainischen RĂŒckzug aus der Stadt Lyssytschansk (Region Luhansk) der Schwerpunkt der KĂ€mpfe ins benachbarte Donezk verschoben. An der Grenze der beiden Regionen seien bei Bilohoriwka und Werchnjokamjanske erfolgreich russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab bei Facebook mit. UmkĂ€mpft sei ebenso das WĂ€rmekraftwerk Wuhlehirsk westlich des bereits von prorussischen Separatisten eroberten Switlodarsk.

Gebietsgewinne hĂ€tten die russischen Truppen hingegen nördlich von Slowjansk bei Masaniwka erzielt. DarĂŒber hinaus seien ukrainische Positionen an weiten Teilen der Front mit Artillerie, Raketenwerfern und Mörsern beschossen worden. Die russische Luftwaffe habe zudem Stellungen ukrainischer Einheiten bombardiert.

Moskau: Botschaft in Bulgarien kann nicht mehr normal arbeiten

19.27 Uhr: Nach der Ausweisung von 70 Diplomaten ist Russlands Botschaft in Bulgarien nach Moskauer Angaben nicht mehr richtig arbeitsfĂ€hig. "Jetzt, nach diesem Unfug (...), ist die Botschaft nicht mehr in der Lage, normal zu arbeiten", sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge. Russland werde entsprechend dem Prinzip der Gegenseitigkeit antworten, kĂŒndigte Lawrow an – in der Regel ist damit die Ausweisung derselben Anzahl von Diplomaten des anderen Landes gemeint.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa drohte damit, dass sich Moskaus Reaktion auch gegen die gesamte EuropĂ€ische Union richten könnte, da diese Bulgariens "antirussisches Handeln" unterstĂŒtzt habe.

Ukraine schĂ€tzt Kosten fĂŒr Wiederaufbau auf mindestens 750 Milliarden Dollar

17.51 Uhr: Die ukrainische Regierung schĂ€tzt die Kosten fĂŒr den Wiederaufbau ihres vom russischen Angriffskrieg zerstörten Landes auf mindestens 750 Milliarden Dollar (knapp 720 Milliarden Euro). Finanziert werden solle der Wiederaufbau zum großen Teil aus beschlagnahmten Vermögen des russischen Staats und der Oligarchen, sagte Regierungschef Denys Schmyhal bei der internationalen Wiederaufbau-Konferenz im schweizerischen Lugano.

"Die russischen Behörden haben diesen blutigen Krieg entfesselt, sie haben diese massive Zerstörung verursacht, und sie sollten dafĂŒr zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Schmyhal.

Nach Fall von Lyssytschansk: Russlands Kosmonauten feiern auf ISS

17.41 Uhr: Nach der Eroberung der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk im Gebiet Luhansk haben sich Russlands Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation ISS in Feierlaune gezeigt. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlichte bei Telegram ein Foto, das Denis Matwejew, Sergej Korssakow und Oleg Artemjew mit einer Flagge der selbsternannten "Volksrepublik Luhansk" in den HĂ€nden zeigt. Russlands Truppen und prorussische Separatisten hĂ€tten Luhansk nun vollstĂ€ndig "befreit", heißt es in einer angehĂ€ngten Mitteilung. "Wir feiern auf der Erde und im Weltraum." Ein zweites Foto zeigt die drei Raumfahrer mit einer Donezker Fahne.

Bericht: Melnyk könnte Deutschland bald verlassen

17.16 Uhr: Seit dem Angriffskrieg gegen sein Land steht der ukrainische Botschafter Melnyk im Fokus der Öffentlichkeit. Einem Bericht zufolge könnte er in die Ukraine zurĂŒckkehren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Andrij Melnyk: Er ist seit 2015 ukrainischer Botschafter in Deutschland.
Andrij Melnyk: Er ist seit 2015 ukrainischer Botschafter in Deutschland. (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)

So kÀmpfen die Ukrainer mit der deutschen Panzerhaubitze 2000

17.10 Uhr: Lange mussten die Ukrainer auf die Panzerhaubitze 2000 warten. Jetzt zeigen Videos von der Front die deutschen ArtilleriegeschĂŒtze im Einsatz. Mehr dazu finden Sie hier.

MilitĂ€rexperte: "Die große Gegenoffensive ist eine Illusion"

16.45 Uhr: Die Schlinge um den Donbass hat sich weiter zugezogen. Die Ukraine sieht sich fĂŒr die weiteren Schlachten dennoch gut gewappnet. Ist das naiv? Hier lesen Sie mehr.

Freude beim russischen MilitÀr: Die Stadt Lyssytschansk wurde erobert.
Freude beim russischen MilitÀr: Die Stadt Lyssytschansk wurde erobert. (Quelle: SNA/imago-images-bilder)

Ukraine hisst Nationalflagge auf Schlangeninsel

15.45 Uhr: Die symboltrĂ€chtige Schlangeninsel ist nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rs wieder endgĂŒltig unter ihrer Kontrolle. Auf dem Eiland im Nordosten des Schwarzen Meeres sei wieder die ukrainische Nationalflagge gehisst worden, sagte eine Sprecherin. Ob dort bereits wieder ukrainische Soldaten stationiert sind, sagte sie nicht.

Die Schlangeninsel gilt seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar als Symbol des ukrainischen Widerstands. Am 30. Juni erklĂ€rte Russland dann, sich als von der Insel wieder zurĂŒckgezogen zu haben. Kiew hingegen beharrte darauf, dass die russischen Truppen durch ukrainische Angriffe vertrieben worden seien. Die Insel gilt auch als ein strategisch wichtiger Posten zur Überwachung der Seewege. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Foto der ukrainischen Grenzschutzeinheiten soll die gehisste Nationalfahne auf der Schlangeninsel zeigen.
Das Foto der ukrainischen Grenzschutzeinheiten soll die gehisste Nationalfahne auf der Schlangeninsel zeigen. (Quelle: Ukrainische Grenzschutzbehörde DPSU/Twitter)

EU will Wiederaufbau-Plattform fĂŒr Ukraine einrichten

15.12 Uhr: Die EU-Kommission will eine Plattform zum Wiederaufbau der Ukraine einrichten. Darin sollten die BedĂŒrfnisse des Landes und erforderliche Investitionen gebĂŒndelt sowie das Vorgehen koordiniert und Ressourcen kanalisiert werden, sagt KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen auf der Konferenz zur Wiederherstellung der Ukraine in der Schweiz. Seit Beginn des Krieges habe die EuropĂ€ische Union bereits 6,2 Milliarden Euro zur finanziellen UnterstĂŒtzung der Ukraine mobilisiert. "Und es wird mehr kommen", sagt von der Leyen.

Selenskyj: Wiederaufbau der Ukraine "gemeinsame Aufgabe"

14.54 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die internationale Gemeinschaft eindringlich zur UnterstĂŒtzung beim Wiederaufbau seines kriegsgeschĂ€digten Landes aufgerufen. Es sei die "gemeinsame Aufgabe der gesamten demokratischen Welt", sein vom russischen Angriffskrieg zerstörtes Land wieder aufzubauen, sagte Selenskyj in einer Video-Ansprache zum Auftakt einer internationalen Konferenz in Lugano. Die UnterstĂŒtzung seines Landes sei der "wichtigste Beitrag zum Weltfrieden".

Moskau will Krieg nach Lyssytschansk-Eroberung weiter fortfĂŒhren

14.05 Uhr: Nach der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Lyssytschansk im ostukrainischen Gebiet Luhansk hat Russland die Fortsetzung der KĂ€mpfe in anderen Teilen des Nachbarlandes angekĂŒndigt. "Die StreitkrĂ€fte der Russischen Föderation setzen die militĂ€rische Spezial-Operation fort", sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin. In Moskau wird der vor rund viereinhalb Monaten begonnene Krieg gegen die Ukraine offiziell als "Spezial-Operation" bezeichnet.

Mit der Einnahme von Lyssytschansk und der damit verbundenen Kontrolle ĂŒber das ganze Gebiet Luhansk hat der Kreml eines seiner wichtigsten Kriegsziele erreicht. Im benachbarten Gebiet Donezk hingegen kontrollieren die Ukrainer noch immer weite Teile. Bei den KĂ€mpfen in Luhansk seien insgesamt mehr als 2.200 ukrainische Soldaten getötet und mehr als 3.200 verletzt worden, sagte Schoigu. Das ließ sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Zu Verlusten in den eigenen Reihen machte Moskau keine Angaben.

Wladimir Putin und Sergej Schoigu: Der russische PrĂ€sident und sein Außenminister trafen sich am Montag – einen Tag nach der Eroberung von Lyssytschansk.
Wladimir Putin und Sergej Schoigu: Der russische PrĂ€sident und sein Außenminister trafen sich am Montag – einen Tag nach der Eroberung von Lyssytschansk. (Quelle: Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa-bilder)

Russlands PrÀsident zur Befreiung von Luhansk: Soldaten sollen sich ausruhen

13.10 Uhr: Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin gratuliert den russischen Truppen zur "Befreiung" der ostukrainischen Region Luhansk. Die an dem Einsatz beteiligten Soldaten sollten sich ausruhen, sagt Putin in einer im Fernsehen ĂŒbertragenen Unterredung mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Die anderen MilitĂ€reinheiten sollten jedoch den Kampf fortsetzen. Die Einnahme der Region Luhansk, die gemeinsam mit der Region Donezk den Donbass bildet, ist ein wichtiger Erfolg fĂŒr Putin in der am 24. Februar begonnenen Invasion der Ukraine.

Putin will Biden nicht gratulieren

13.08 Uhr: Aus Ärger ĂŒber die aus seiner Sicht russlandfeindliche US-Politik gratuliert Kremlchef Wladimir Putin seinem Kollegen Joe Biden in diesem Jahr nicht zum amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitstag. "Nein, dieses Jahr wird kein GlĂŒckwunsch-Telegram verschickt werden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge. "Das hĂ€ngt damit zusammen, dass dieses Jahr zum Höhepunkt einer unfreundlichen Politik der Vereinigten Staaten gegenĂŒber unserem Land geworden ist", sagte er mit Blick auf den amerikanischen Feiertag am 4. Juli. "Daher kann es unter diesen UmstĂ€nden kaum als angemessen angesehen werden, eine solche GlĂŒckwunschbotschaft zu senden."

TĂŒrkei hĂ€lt russischen Getreidefrachter an

13.06 Uhr: Die TĂŒrkei hat am Schwarzmeerhafen Karasu nach Angaben der Betreiberfirma ein unter russischer Flagge fahrendes Schiff mit Getreide angehalten. Der Zoll habe dem Frachter "Zhibek Zholy" vor der tĂŒrkischen Schwarzmeerstadt die Weiterfahrt vorerst verweigert, sagte ein Verantwortlicher der Hafenfirma IC Ictas auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Der ukrainische Botschafter in der TĂŒrkei, Wassyl Bondar, hatte am Vortag im ukrainischen Fernsehen gesagt, dass am Montag ĂŒber das weitere Schicksal des Schiffes entschieden werde. Die Ukraine hoffe, dass das Schiff beschlagnahmt und das Frachtgut konfisziert werde.

Nach Angaben des Online-Ortungssystems Marinetraffic kam der Frachter von der russischen KĂŒstenstadt Noworossijsk. Der von Russland eingesetzte Chef der besetzten sĂŒdukrainischen Region Saporischschja, Jewgeni Balizki, schrieb jedoch beim Nachrichtendienst Telegram, dass der Frachter am vergangenen Donnerstag aus dem Hafen Berdjansk abgelegt habe.

Ukrainische Flagge weht auf Schlangeninsel

12.45 Uhr: Die ukrainische Flagge weht wieder ĂŒber der Schlangeninsel. Nach dem Abzug der russischen Truppen, die die strategisch wichtige Insel im Schwarzen Meer zeitweise besetzt hatten, sei die Flagge der Ukraine gehisst worden, teilt eine Sprecherin des MilitĂ€rs mit. "Das Gebiet wurde der Hoheit der Ukraine zurĂŒckgegeben." Die russischen Truppen hatten die Insel vergangene Woche gerĂ€umt.

Russisches Munitionslager in besetzter Stadt offenbar zerstört

11.30 Uhr: In der von Russland besetzten Stadt Snizhne in der Region Donezk im SĂŒdosten der Ukraine soll ein russisches Munitionslager zerstört worden sein. Das berichten ukrainische Medien. Das Portal "Nexta" teilte ein Video, in dem der Vorfall zu sehen sein soll. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

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Gouverneur: Nur noch etwa 10.000 Zivilisten in Lyssytschansk

10.20 Uhr: In der von Russland eroberten Stadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben von einstmals mehr als 100.000 Einwohnern nur noch wenige Tausend ĂŒbrig geblieben. Der MilitĂ€rgouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, nannte am Montag im ukrainischen Fernsehen eine GrĂ¶ĂŸenordnung von etwa 10.000. In der Nachbarstadt Sjewjerodonezk, die sich ebenfalls unter russischer Kontrolle befindet, seien nur noch etwa 8.000 Menschen verblieben. Auch dort lebten vor Beginn des Krieges mehr als 100.000 Menschen.

Lyssytschansk war am Wochenende nach wochenlangen KĂ€mpfen von russischen Truppen erobert worden, Sjewjerodonezk schon im vergangenen Monat. Hunderttausende Menschen aus der Region sind auf der Flucht. Nach Hajdajs Angaben gab es am Montag im Westen Lyssytschansks weitere Gefechte. In dem Ballungsraum sei inzwischen fast alles zerstört: Die Infrastruktur sei zu 90 Prozent beschĂ€digt, 60 Prozent der WohnhĂ€user seien dem Erdboden gleichgemacht. UnabhĂ€ngig sind die Angaben kaum zu ĂŒberprĂŒfen.

Russische Soldaten sollen AKW-Mitarbeiter zu Tode gefoltert haben

9.36 Uhr: In der Ukraine hÀlt die russische Armee das Atomkraftwerk Saporischschja besetzt. Dort sollen sich jetzt grausame Szenen abgespielt haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Russische Soldaten am Atomkraftwerk Saporischschja: "Wir werden die GrÀueltaten der Besatzer und ihrer Kollaborateure niemals vergessen!"
Russische Soldaten am Atomkraftwerk Saporischschja: "Wir werden die GrÀueltaten der Besatzer und ihrer Kollaborateure niemals vergessen!" (Quelle: Konstantin Mihalchevskiy/imago-images-bilder)

Das ist das nÀchste Ziel der russischen Armee

7.13 Uhr: Nach der Einnahme der einstigen Großstadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine rĂŒcken die russischen Truppen auf das nĂ€chste Ziel vor, den Ballungsraum um Slowjansk. "In Richtung Slowjansk versuchen die Russen, die Kontrolle ĂŒber die Ortschaften Bohorodytschne, Dolyna und Masaniwka herzustellen", teilte der ukrainische Generalstab in Kiew am Montag mit. Die drei Ortschaften liegen weniger als 20 Kilometer im Norden und Nordosten von Slowjansk, auf der SĂŒdseite des Flusses Siwerskyj Donez.

Von Osten her bewegen sich die russischen Truppen nach diesen Angaben ebenfalls auf den Siwerskyj Donez zu, der in der Region in einem Bogen verlĂ€uft. Dort versuche der Feind, die ukrainischen KrĂ€fte auf eine neue Verteidigungslinie zwischen Siwersk, Soledar und Bachmut zurĂŒckzudrĂ€ngen, hieß es in dem Lagebericht. Diese drei StĂ€dte liegen etwa 30 bis 40 Kilometer östlich vom Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk, der als Hauptquartier der ukrainischen VerteidigungskrĂ€fte im Donbass gilt.

An anderen Frontabschnitten, sowohl im Norden um die Millionenstadt Charkiw als auch im SĂŒden in den Schwarzmeerregionen Saporischschja, Cherson und Mykolajiw gab es nach ukrainischen Angaben trotz schwerer Artilleriegefechte keine nennenswerten Truppenbewegungen. UnabhĂ€ngig lassen sich die Angaben nicht ĂŒberprĂŒfen. Russland hatte am Sonntag nach wochenlangen KĂ€mpfen erklĂ€rt, die Stadt Lyssytschansk eingenommen zu haben. Die Ukraine bestĂ€tigte am Abend, dass sich ihre dortigen Truppen zurĂŒckziehen.

Nach Raketenangriffen auf Slowjansk: Der 71-jÀhrige Wladimir Wassiljewitsch steht im Hof des zerstörten Hauses seiner Verwandten.
Nach Raketenangriffen auf Slowjansk: Der 71-jÀhrige Wladimir Wassiljewitsch steht im Hof des zerstörten Hauses seiner Verwandten. (Quelle: Michal Burza/Zuma/dpa-bilder)

Die Nacht im Überblick

5 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sieht die Stadt Lyssytschansk im Osten des Landes trotz des RĂŒckzugs der ukrainischen Armee noch nicht als verloren an. Nach wochenlangem Abwehrkampf hatte die ukrainische Armee am Abend bekannt gegeben, dass sie aus Lyssytschansk abzieht. Angesichts der KriegsschĂ€den im Land wollen sich potenzielle GeberlĂ€nder bei einer Konferenz treffen. Hier lesen Sie den gesamten Überblick zum Geschehen in der Nacht.

Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau.
Ukraine-Krieg: Selenskyj fordert Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)

Netzagentur-Chef: Gasreserven "reichen fĂŒr vielleicht ein bis zwei Monate"

1 Uhr: Deutschland wĂŒrde mit seinen momentanen Gasreserven nach EinschĂ€tzung der Bundesnetzagentur nicht weit kommen. "Sollten wir kein russisches Gas mehr bekommen und einen durchschnittlich warmen Winter erleben, dann reichen die im Moment eingespeicherten Mengen – einschließlich unserer Verpflichtungen, Gas in andere europĂ€ische LĂ€nder weiterzuleiten – fĂŒr vielleicht ein bis zwei Monate", sagt der PrĂ€sident der Regulierungsbehörde, Klaus MĂŒller, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Mehr dazu lesen Sie hier.

Lukaschenko: "Praktisch eine Armee mit Russland"

0.45 Uhr: Der belarussische PrĂ€sident Alexander Lukaschenko bekrĂ€ftigt seine enge Verbundenheit mit Russland. Belarus sei so eng mit der Russischen Föderation verbunden, "dass wir praktisch eine gemeinsame Armee haben. Aber das wussten Sie ja alles. Wir werden weiterhin mit dem brĂŒderlichen Russland fest vereint sein", sagte Lukaschenko bei einer Feier zum Jahrestag der Befreiung von Minsk durch sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg. Mehr dazu lesen Sie hier.

Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische PrÀsident hÀlt Wladimir Putin die Treue.
Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische PrÀsident hÀlt Wladimir Putin die Treue. (Quelle: Sergei Shelega/BelTA/TASS/imago-images-bilder)

So können Sie fĂŒr die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fĂŒhlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.

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