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Superpanzer: Die neuen Waffen von Russlands Armee

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Superpanzer und Kampfroboter  

Das sind Russlands neue Waffen

23.02.2018, 14:57 Uhr | t-online.de, hd

Superpanzer: Die neuen Waffen von Russlands Armee. Russischer Amata T-14-Panzer: Nato-Panzern weit überlegen. (Quelle: imago/Sergei Savostyanov/Tass Publication)

Russischer Amata T-14-Panzer: Nato-Panzern weit überlegen. (Quelle: Sergei Savostyanov/Tass Publication/imago)

Die russische Armee rüstet gewaltig auf. Sie verfügt heute über neue Waffensysteme in vielen Gattungen: Panzer, Raketen, Flugzeuge und sogar Kampfroboter gehören dazu. Ein Überblick zeigt, wo sie technisch überlegen ist.

1. Superpanzer

Russland verfügt über einen neuen Superpanzer:  Der Armata T-14 bereitet westlichen Militärexperten Sorgen, Denn er soll allen Nato-Panzern laut dem britischem Geheimdienst klar überlegen sein.

Der neue Superpanzer ist 10,80 Meter lang, 49 Tonnen schwer und trägt eine 125-Millimeter-Kanone, die Lenkraketen und Granaten abfeuern kann. Der Armata soll nur schneller und leichter sein und sogar in der Lage sein, feindlichen Raketen auszuweichen. Seine Waffensysteme laden automatisch nach, was einen weiteren Geschwindigkeitsvorteil bringt. Er besitzt ein ferngesteuertes Maschinengewehr 

Im Turm des T-14 steckt kein Soldat mehr, er ist unbemannt und soll sich sogar komplett fernsteuern lassen. Eine Keramik-Panzerung schützt das Innere und er besitzt ein modernes Radarsystem, das sonst nur in Kampfjets zum Einsatz kommt. Militärexperten gehen davon aus, dass Deutschland bis zu 15 Jahre braucht, um einen solchen Panzer zu bauen. Auch die russische Firma Kalaschnikow hat einen kompakten Panzer-Roboter entwickelt, der nicht größer als ein VW Golf sein soll. Er soll bereite in Syrien eingesetzt worden sein.

Die Planung: In den nächsten zwei Jahren will Russland rund 2300 T-14-Panzer anschaffen.

Der Vorgänger: Die Sukhoi Su 35 war unter anderem auf der Dubaier Airshow zu sehen.  (Quelle: imago/ Marina Lystseva/TASS)Der Vorgänger: Die Sukhoi Su 35 war unter anderem auf der Dubaier Airshow zu sehen. (Quelle: Marina Lystseva/TASS/imago)

2. Kampfflugzeuge

Der neuesten Typ heißt Sukhoi Su-35S und kam bereits in Syrien zum Einsatz. Es basiert auf einem alten Modell aus UdSSR-Zeiten und gilt neben dem US-Jet F-22 Raptor - als "gefährlichstes Kampfflugzeug der Welt". Es soll laut russischen Angaben, den westlichen Modellen überlegen sein. Ob das stimmt, ließ sich bis jetzt noch nicht feststellen.

Hersteller besitzt es eine Stealth-Technik, die auch im amerikanischen F-22 steckt. Komplett unsichtbar ist es für das gegnerische Radar damit nicht. Doch es besitzt hervorragende Flugeigenschaften, ein extrem weitreichendes Irbis-E-Radar und langlebigen Triebwerke. Und es ist vergleichsweise günstig, verglichen mit westlichen Kampfjets.

Überlegen sein soll vor allem sein Luftverteidigungssystem, es gilt unter Fachleuten als "praktisch unüberwindlich". 

Verfügbarkeit: Unbekannt. Bisher wurden vier Jets bis November 2017 vom Werk ausgeliefert. 

Russische S-400 Triumf in Sevastopol (Quelle: imago/Sergei Malgavko/TASS)Russische S-400 Triumf in Sevastopol (Quelle: Sergei Malgavko/TASS/imago)

3. Raketenabwehrsysteme

Das Flugabwehrsystem S-400 Triumf verkauft die russische Rüstungsindustrie mit großem Erfolg. So hat das Nato-Land Türkei zwei Batterien des Systems für 2,5 Milliarden Dollar gekauft. Geliefert wird es in zwei Jahren, ab 2020. Auch Saudi-Arabien soll Interesse an dem System haben, ebenso Ägypten, Katar, Syrien, Indien, der Irak und Sudan. China hat bereits erste S-400-Systeme bekommen.

Auch in Syrien hat Russland dieses System installiert, nachdem eine russisches Militärflugzeug durch ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen wurde. Auch auf der annektierten Krim und in Kaliningrad sollen S-400-Systeme stationiert sein.

Das S-400-System soll innerhalb von fünf Minuten einsatzbereit sein, viel schneller, als amerikanische Patriot-Raketen. Es besitzt auch eine größere Reichweite von rund 400 Kilometern, erreicht Ziele in bis zu 60 Kilometern Höhe und kann vier verschiedene Raketen mit unterschiedlichen Reichweiten abfeuern.

Dazu gehört auch die 9M96E2-Rakete, die mit Mach 15 fliegen kann, aber auch gegen extrem tieffliegende Raketen und Flugzeuge wirksam sein soll. Mit S-400 lassen sich sogar AWACS-Aufklärungsflugzeuge treffen, die in großen Höhen operieren. Auch ballistische Raketen sollen sich damit abschießen lassen.

Auch gegen Stealth-Flugzeuge soll das System einsetzbar sein, da es mit anderen Radartechniken arbeitet, was die von den USA verwendete Stealth-Technik teilweise unwirksam machen soll. 

4. Atomraketen

Russland besitzt eine größere Zahl und Vielfalt von nicht-strategischen Atomwaffen als die USA. Anfang Februar veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium eine neue Atomwaffenstrategie. Die USA wollen danach kleinere Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft entwickeln, um flexibler auf Angriffe reagieren zu können. 

Seit einigen Jahren arbeitet Russland an der Modernisierung seiner atomaren Streitkräfte. Russland stockte seit 2016 die Ausgaben für Atomwaffen um mehr als die Hälfte auf.

Das Ziel ist es, alle Interkontinentalraketen aus der Sowjetära bis 2020 zu ersetzen. Zwei Drittel seines ICBM-Arsenals sollen bereits modernisiert sein. SS-18-Raketen werden durch die SS-30 ersetzt. Für die SS-19-Raketen kommen bis 2019 silogestützte SS-27-Raketen. Wann die SS-25-Raketen ersetzt werden ist noch unklar. Sie könnten durch SS-27 ersetzt werden, möglich wären aber auch RS-26-Raketen. Bereits 2012 wurden SS-27-Raketen – mobil und silogestützt – stationiert.

U-Boot der Borej-Klasse mit Atomraketen: in Severodvinsk, Winter 2013   (Quelle: imago)U-Boot der Borej-Klasse mit Atomraketen: in Severodvinsk, Winter 2013 (Quelle: imago)

5. U-Boote

Die Delta III- und Delta-IV-U-Boote sollen durch neue U-Boote vom Typ der Borej-Klasse ersetzt werden. Jedes U-Boot soll bis zu 16 Bulawa-Raketen tragen können. Bisher sind drei U-Boote im Betrieb, weitere fünf werden noch gebaut. Es wird erwartet, dass insgesamt 12 U-Boote gebaut werden. Das wäre die gleiche Anzahl wie in den USA.

Zu 100 Jahre russische Armee: "Sie hat immer noch viel Sowjetisches"

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherchen
  • Artikel auf "Telepolis.de"
  • Artikel auf "Stern.de"
  • Artikel auf "Focus.de"
  • Artikel auf "Atomwaffen A-Z"
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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