HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Machtübernahme der Taliban: Viele Ortskräfte sitzt noch in Afghanistan fest


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextBayern-Fans feiern GegenspielerSymbolbild für einen TextSargträger der Queen stirbt mit 18 JahrenSymbolbild für einen TextWichtige Gas-Pipeline geht in BetriebSymbolbild für einen TextNigeria verbietet weiße ModelsSymbolbild für einen TextHaus mit 650.000 Lichtern trotzt GaskriseSymbolbild für einen TextJudith Williams' Vater hat Alzheimer
2. Liga: Kiel führt im Nordderby
Symbolbild für einen TextSchlagerstar legt sich neuen Namen zuSymbolbild für einen TextHandball-Profi outet sichSymbolbild für einen TextSo verstecken Sie Windows-ObjekteSymbolbild für einen TextGroßeinsatz: 13 Verletzte bei KirmesSymbolbild für einen Watson TeaserGroße Sorge um RTL-StarSymbolbild für einen TextDieses Städteaufbauspiel wird Sie fesseln

Ein Drittel der Ortskräfte sitzt noch immer in Afghanistan fest

Von afp, pdi

Aktualisiert am 10.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Kabul in Afghanistan.
Kabul in Afghanistan: In dem Land sitzen noch immer viele Ortskräfte fest. (Quelle: dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Knapp ein Jahr ist es her – die Nato zog überstürzt aus Afghanistan ab und die Taliban übernahmen die Macht. Viele Ostkräfte warten noch immer auf Hilfe.

Knapp ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan bleibt bei der Ausreise afghanischer Ortskräfte nach Angaben des Vorsitzenden der Enquete-Kommission des Bundestags zum Afghanistan-Einsatz, Michael Müller (SPD), noch viel zu tun. Bislang hätten knapp zwei Drittel von Deutschlands früheren Ortskräfte ausreisen können, "aber eben auch über ein Drittel nicht und das ist ein dringender Handlungsbedarf für die Zukunft", sagte Müller am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Er führte aus, die Ausreise der Ortskräfte sei "sehr schwer", weil die in Afghanistan herrschenden radikalislamischen Taliban vielen Menschen nicht die Möglichkeit gäben, die nötigen Visa und Ausweispapiere zu bekommen. Außerdem sei die Ausreise aus Afghanistan "nach wie vor nicht direkt möglich", sondern nur über Nachbarländer wie Pakistan, Indien oder den Iran.

"Es lohnt sich, das auszuarbeiten"

Darüber hinaus werde gerade Frauen die Ausreise "erheblich erschwert", sagte Müller im ZDF. Viele frühere Ortskräfte wollten aber nur mit ihrer Familie ausreisen und müssten daher abwarten, bis auch die Frauen Visa und Ausweise hätten.

Zum Einsatz der Bundeswehr und ihrer Partner in Afghanistan, der vergangenen Sommer abrupt beendet worden war, sagte Müller, es sei eine "ganze Menge" schiefgegangen "und es lohnt sich, das auch auszuarbeiten".

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Florian Silbereisen: Seit 2004 moderiert er die "Feste"-Shows der ARD.
Florian Silbereisen äußert sich zum Show-Wirrwaar

Bei dem sogenannten vernetzten Ansatz des Einsatzes habe es zwar auch Erfolge gegeben. "Nur das Problem ist, dass es nicht nachhaltig war", analysierte Müller. Statt Afghanistan dauerhaft zu stabilisieren, hätten Deutschland und seine Partner "ein dysfunktionales und zerrissenes Land zurückgelassen".


Die "goldene Ära" Kabuls

Märkte voll mit frischem Obst, Frauen in kurzen Kleidern und moderne Autos. Lange, bevor die Taliban die Macht über Afghanistan an sich rissen, herrschte in Kabul ein unbeschwertes Leben. Dies zeigen die Bilder des Pädagogikprofessors Dr. Bill Podlich, der ab 1967 ein Jahr in dem Land verbrachte.
Die beiden Töchter von Podlich in den berühmten Paghman-Gärten, die etwa 15 Kilometer außerhalb von Kabul lagen. Im Krieg wurde dieser Ort komplett zerstört.
+9

Kein klarer Auftrag für die Bundeswehr?

Eine Ursache ist laut Müller, dass der Auftrag des Einsatzes "nicht klar" gewesen sei und "sich ständig geändert" habe. Es sei ein "Riesen-Problem" gewesen, "dass wir jenseits der Städte die Bevölkerung gar nicht erreicht haben".

Bei künftigen Bundeswehr-Einsätzen gelte es daher, den Auftrag klarer zu formulieren und auch zu evaluieren. Außerdem sei es notwendig, sich vorab stärker mit dem Land und der Bevölkerung auseinanderzusetzen, "sodass wir wirklich mit der Kultur, der Geschichte der Menschen in den Ländern auch arbeiten können".

Die Bundeswehr war im Juni 2021 nach knapp 20 Jahren aus Afghanistan abgezogen. Im August beteiligten sich nach der Machtübernahme der Taliban deutsche Soldaten dann noch einmal an der chaotischen Evakuierungsaktion vom Flughafen der Hauptstadt Kabul. Schon damals gab es schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen in Deutschland und weiteren beteiligten Länder, weil die afghanischen Ortskräfte beim Abzug der internationalen Truppen zunächst größtenteils zurückgelassen wurden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Nicolas Lindken
Von Carl Exner, Nicolas Lindken
Von Wladimir Kaminer
AfghanistanKabulMichael MüllerNatoSPDTaliban
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website