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Bundestagswahl 2017: Freude und Entsetzen bei der CDU


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Freude und entsetzte Gesichter bei der CDU

t-online, Patrick Diekmann

Aktualisiert am 25.09.2017Lesedauer: 3 Min.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht in der Parteizentrale der CDU in Berlin auf der Bühne.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht in der Parteizentrale der CDU in Berlin auf der Bühne. (Quelle: Boris Roessler/dpa-bilder)
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Beklemmende Stimmung im Konrad-Adenauer-Haus: Bei der CDU wird nach dem Wahlsieg zwar gejubelt, aber manche Gäste schauen versteinert auf die Fernsehschirme. Der Einzug der AfD in den Bundestag und die eigenen Verluste hinterlassen Spuren.

Von der Wahlparty der CDU in Berlin berichtet Patrick Diekmann

Der Jubel über die erste Prognose um 18 Uhr hält nur kurz. Zu groß sind die Verluste der Union bei der Bundestagswahl 2017. Die Mitglieder der Jungen Union jubeln fast euphorischer bei der Wahlbeteiligung, denn diese stieg auf 75 Prozent. Die nächsten Prognosen kommen – und die Ungewissheit wird immer größer: Mit wem soll die Union in der nächsten Legislaturperiode koalieren? Die SPD hat bereits eine erneute Große Koalition ausgeschlossen.

Um 18:45 Uhr sind die ersten "Angie"-Rufe zu hören. Angela Merkel betritt die Bühne und lässt sich feiern. Die Bundeskanzlerin versucht am Anfang nicht, das Ergebnis schönzureden. "Natürlich haben wir uns ein besseres Ergebnis erhofft", sagt Merkel vor vielen Gästen und Journalisten im Konrad-Adenauer-Haus. Sie betont jedoch auch, dass die Union die Wahl gewonnen hat: "Wir sind die stärkste Kraft und gegen uns kann keine Regierung gebildet werden."

Ganz besonders trifft die Union die Wählerwanderung von CDU/CSU zur AfD. Viele in der CDU-Spitze versuchen, diese Wanderung zu relativieren. "Wir haben auch viele Wähler an die FDP verloren, der ich zu ihrem Wahlerfolg gratuliere", sagt CDU-Generalsekretär Peter Tauber im Interview mit t-online.de. Man sehe das Wahlergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Kanzlerin findet auch hier deutliche Worte. "Wir werden eine intensive Analyse vornehmen, denn wir wollen die Wähler der AfD durch gute Politik zurückholen", sagt Merkel.

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Zu der neuen Partei im Bundestag möchte sich die CDU-Spitze am liebsten gar nicht äußern. Die Ungewissheit steht vielen Politikern und CDU-Anhängern ins Gesicht geschrieben. "Jamaika" liegt in der Luft. Böse sind viele in der CDU-Zentrale eigentlich nur auf die SPD, die schon eine neue Auflage der Großen Koalition ausschloss. Die CDU und auch die Kanzlerin sind enttäuscht, dass man die gemeinsame Arbeit nicht fortsetzen möchte. "Ich kann nicht verstehen, wie man am Wahlabend schon etwas ausschließt", sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.

Die einzig mögliche Regierungskoalition nach der Wahl scheint ein Bündnis zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen zu sein. Viele beim CDU-Wahlabend freunden sich langsam mit diesem Gedanken an. "Auch wenn es schwierig wird", gibt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gegenüber t-online.de zu. Ausschließen will man laut Peter Tauber bei der Union nur Koalitionen mit AfD und Linkspartei. Für eine mögliche Koalition gelte aber eine klare inhaltliche Programmatik. Vorbild könnte Daniel Günther sein, der in Schleswig Holstein seit diesem Jahr mit FDP und Grünen regiert.

Der Wahlabend lässt viele Politiker und Gäste im Konrad-Adenauer-Haus mit fragenden Gesichtern zurück. Trotz Wahlsieg ist die Stimmung nicht fröhlich und ausgelassen. Über die großen Verluste im Vergleich zu 2013 spricht kaum jemand. "2013 war auch ein sehr gutes Wahlergebnis", sagt Tauber. Auch hier fällt kein Wort darüber, dass die Bundesregierung abgestraft worden sein. Hier sieht man die letzte Bundesregierung als Erfolg. Am Ende einer Erdrutsch-Wahl steht an vielen Stellen die Ungewissheit. Auch bei der CDU weiß niemand wo das Land nun hinsteuert. Doch über eines ist man sich im Konrad-Adenauer-Haus einig: "Es wird schwierig."

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