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Scheidender Außenminister: Sigmar Gabriel nicht Teil der künftigen Regierung

Scheidender Außenminister  

Sigmar Gabriel nicht Teil des künftigen Kabinetts

08.03.2018, 16:48 Uhr | dpa

Scheidender Außenminister: Sigmar Gabriel nicht Teil der künftigen Regierung. Sigmar Gabriel: Der SPD-Politiker und amtierende Außenminister wird der neuen Bundesregierung nicht angehören. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Sigmar Gabriel: Der SPD-Politiker und amtierende Außenminister wird der neuen Bundesregierung nicht angehören. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Seit Wochen herrschte Ungewissheit über die politische Zukunft von Sigmar Gabriel. Nun hat die SPD-Spitze entschieden. Auch Umweltministerin Barbara Hendricks verlässt das Kabinett.

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nicht angehören. Darüber hätten ihn der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz und die designierte neue Parteichefin Andrea Nahles informiert, schrieb Gabriel am Donnerstag auf Twitter. Zuerst hatten "Spiegel Online" und die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Der frühere SPD-Chef schrieb, er sei nach wie vor gewählter Abgeordneter des Bundestags. "Aber nun endet die Zeit, in der ich politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe." Er habe 18 Jahre lang für Deutschland und die SPD in leitenden Funktionen gearbeitet, schrieb Gabriel. Er wünsche der neuen Bundesregierung und seiner Partei "von Herzen" Erfolg für die Bewältigung der großen Herausforderungen zum Wohle Deutschlands und Europas.

Zerrüttetes Verhältnis zu Scholz und Nahles

Ein Verbleib Gabriels im Auswärtigen Amt galt bereits zuvor als weitgehend ausgeschlossen. Ihm wird ein zerrüttetes Verhältnis zu Scholz und Nahles nachgesagt.

Gabriel hatte im Februar der SPD-Spitze Wortbruch vorgeworfen, nachdem der damalige Parteichef Martin Schulz das Außenministerium für sich beansprucht hatte. Vor allem das Instrumentalisieren seiner Tochter wurde ihm in der Partei als Boshaftigkeit ausgelegt. "Meine kleine Tochter Marie hat mir heute früh gesagt: 'Du musst nicht traurig sein, Papa, jetzt hast Du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht'", hatte Gabriel der Funke-Mediengruppe gesagt.

Hendricks geht mit einem "guten Gefühl"

Auch die bisherige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist in der künftigen Bundesregierung nicht mehr vertreten. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks der "Rheinischen Post". Sie gehe mit einem "guten Gefühl" aus dem Amt.

Die SPD will bis Freitag entscheiden, welche drei Männer und drei Frauen sie ins Kabinett schickt. Als Vizekanzler und Finanzminister gesetzt ist Hamburgs bisheriger Regierungschef Scholz.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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