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Antisemitismus in Deutschland: "Übertrifft meine schlimmsten Erwartungen"


"Das übertrifft meine schlimmsten Erwartungen"

Von Marc von Lüpke

Aktualisiert am 26.01.2024Lesedauer: 9 Min.
Interview
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Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Israelfeindliche Demonstration in Duisburg im Oktober 2023: Langfristig wird ein jüdisches Überleben nur in Israel gesichert sein, sagt Historiker Michael Wolffsohn.Vergrößern des Bildes
Israelfeindliche Demonstration in Duisburg im Oktober 2023: Langfristig wird ein jüdisches Überleben nur in Israel gesichert sein, sagt Historiker Michael Wolffsohn. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)

Der Antisemitismus in Deutschland ist stark – nicht erst, seit Israel Krieg gegen die Terroristen der Hamas führt. Wer hat versagt, wie lässt sich der Judenhass bekämpfen? Der Historiker Michael Wolffsohn gibt Antworten.

Vor knapp 80 Jahren befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden von Auschwitz. "Nie wieder" Antisemitismus, verhieß die Bundesrepublik Deutschland später den jüdischen Menschen, die hier leben. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Bei Protesten in unserer Gegenwart wird Israel und dem Judentum der Tod gewünscht, Juden leben in Angst. Michael Wolffsohn, deutsch-jüdischer Historiker, warnt seit langer Zeit vor dem Erstarken des Antisemitismus.

Warum droht Juden weit über den Rechtsextremismus hinaus Gefahr? Weshalb sieht Wolffsohn Israels Existenz ernsthaft bedroht? Wie ließe sich eine Friedensregelung für Gaza finden? Diese Fragen beantwortet der Historiker im Gespräch. Und erklärt, wie der Judenhass effektiver bekämpft werden könnte.

t-online: Professor Wolffsohn, am 27. Januar 1945 befreite die die Rote Armee Auschwitz, "Nie wieder!" bildet ein Grundbekenntnis der Bundesrepublik Deutschland. Trotzdem leben heute Juden hierzulande in Angst vor antisemitischer Gewalt. Wie konnte es dazu kommen?

Michael Wolffsohn: Die Worte "Nie wieder!" klingen ganz wunderbar, in der Praxis erweisen sie sich allerdings als genau das: Worte. Statt "Nie wieder!" erleben wir in unserer Gegenwart ein "Schon wieder!" des Antisemitismus. Die Parolen "Tod den Juden!" und "Tod Israel!" erklingen auf den Straßen, in Berlin und anderswo. Besonders seit dem Terrorakt der Hamas vom 7. Oktober 2023 gegen Israel. Nur sind es heute nicht braune Horden, die ihren Hass herausbrüllen, sondern muslimische Neudeutsche. Schon wieder ein so virulenter Antisemitismus in Deutschland? Das übertrifft meine schlimmsten Erwartungen.

Haben Politik und Gesellschaft es sich zu einfach gemacht? Antisemitismus galt lange Zeit in der öffentlichen Debatte als nahezu ausschließlich rechtsextremes Gedankengut.

Das ist ein vollkommenes Versagen, ja. Der Antisemitismus ist im Prinzip eine seit 3.000 Jahren herrschende Pandemie, Juden werden angefeindet, seit es sie gibt. Und das beschränkt sich eben nicht allein auf Rechtsextreme. "Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz", heißt es immer wieder. Aber dabei haben alle versagt: Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Medien.

Worin besteht der grundlegende Fehler Ihrer Ansicht nach?

Linksextremismus und Islamismus bilden neben dem Rechtsextremismus die zwei anderen Hauptquellen für den Antisemitismus. Diese Gefahr wurde sträflich ignoriert, willentlich und wissentlich. Nun ist das Problem gewaltig.

Zur Person

Michael Wolffsohn, 1947 in Tel Aviv geboren, lehrte bis zu seiner Emeritierung 2012 Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr München. Heute ist der Autor zahlreicher Bücher publizistisch und als Vortragsredner tätig. Wolffsohn hat im Laufe der Zeit verschiedene Ehrungen und Preise erhalten, so kürte ihn der Deutsche Hochschulverband 2017 zum Hochschullehrer des Jahres. 2023 veröffentlichte Wolffsohn sein Werk "Eine andere Jüdische Weltgeschichte", am 27.01.2024 erscheint mit "Nie wieder? Schon wieder! Alter und neuer Antisemitismus" das neue Buch des Historikers.

Wie erklärt sich der linksextreme Antisemitismus?

Bereits der Urvater der Linken, der im Alter von sechs Jahren getaufte Herkunftsjude Karl Marx, hat den linken Antisemitismus ideologisch salonfähig gemacht. Auch die sogenannte Neue Linke in Westdeutschland war seit ihren Anfängen in den Sechzigerjahren erkennbar antisemitisch. Ein Beispiel ist der Linksextremist Dieter Kunzelmann, der 1969 am Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 einen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in West-Berlin geplant hatte. Kunzelmann glaubte, ein "Zeichen" gegen den "Juden-Knax" setzen zu müssen.

Kunzelmann wollte Juden in Deutschland umbringen, um das Land von seinem angeblichen "Judenfimmel" zu "kurieren"?

So ist es. Seit Kunzelmanns gescheitertem Anschlag stehen jüdische und israelische Institutionen und Einrichtungen wie auch manche Persönlichkeiten unter Polizeischutz. Das wird oft vergessen, angesichts der Fokussierung der öffentlichen Wahrnehmung auf den Antisemitismus von rechts, der ja leider ebenfalls wieder militant wird. Juden sind für Rechts- und Linksextreme gleichermaßen angebliche Beherrscher der Finanzwelt, als solche wären sie Förderer des Kolonialismus und Unterdrücker der Dritten Welt, die im Zustand der Entrechtung existieren müsse.

Die Feindschaft dieser Antisemiten gilt aber insbesondere Israel?

Israel – beziehungsweise der Zionismus – gilt diesen Antisemiten als Speerspitze des kapitalistisch-weißen Kolonialismus. Der Holocaust wäre demnach eine innerweiße Angelegenheit gewesen, alles, was Israel nun den Palästinensern antue, wäre deshalb noch viel schlimmer als der Holocaust. Wer also Israel anfeindet und bekämpft, kann sich in dieser verdrehten Weltsicht als Kämpfer der Unterdrückten und Entrechteten ansehen. Postkolonialismus nennt sich das heute, auch bei Linksliberalen ist er sehr beliebt.

Wie beurteilen Sie in Sachen Antisemitismus den Linksliberalismus, der eigentlich eine ausgleichende Rolle und einen hohen Grad von Moral für sich beansprucht?

Linksliberale skandieren keine antisemitischen Parolen, aber sie schauen zu. An der gesamten Postkolonialismus-Debatte lässt sich die unsägliche Rolle der Linksliberalen erkennen. Sie wenden keine Gewalt an: Aber sie verharmlosen sie, sie glorifizieren sie geradezu als eine Art antikolonialistische Gegenwehr. Das Problem dabei ist, dass diese Linksliberalen von Geschichte keine Ahnung haben und insbesondere von der Geschichte des Zionismus. Sie greifen sich bestimmte Punkte heraus, die ihr Weltbild scheinbar bestätigen, und ignorieren den Rest.

Welcher Rest wäre das?

Der Zionismus und sein Weg hin zur Gründung Israels ist ebenso ein antikolonialistischer Kampf gewesen – das ist ohne jeden Zweifel eine historische Tatsache. Es war ein Kampf von Zionisten gegen den britischen Kolonialismus, der Palästina nach Ende des Ersten Weltkriegs kontrollierte, völkerrechtlich legitimiert, aber eben doch kolonialistisch. Ja, aber 1917 haben die Briten den Juden eine Heimstatt versprochen – so lautet das klassische Gegenargument. Das ändert aber gar nichts: Denn die Briten haben den Arabern das gleiche Versprechen gegeben, später Transjordanien abgespalten und 1939 die Einwanderung von Juden nach Palästina praktisch komplett verboten. Was sich als Todesurteil für die europäischen Juden erweisen sollte. Neben den deutschen.

Später führten zionistische jüdische Untergrundgruppen regelrecht Krieg gegen die britische Besatzungsmacht.

Juden haben die Briten aus Palästina hinausausgebombt, kein Zweifel. Wer daher von Israel als einem kolonialistischen Gebilde spricht, hat entweder keine Ahnung – oder verfälscht wissentlich die Geschichte. Beides ist brandgefährlich.

Lassen Sie uns über islamischen Antisemitismus sprechen. Der Konflikt im Nahen Osten ist doch nicht seine einzige Wurzel?

Wenige wollen diese Wahrheit hören, aber bereits im Koran finden sich judenfeindliche Stellen. So werden Juden in Sure 5, Vers 60 als "Affen" und "Schweine" tituliert. Judenfeindschaft hat der traditionelle Islam mit dem traditionellen Christentum gemein, das ebenfalls zahlreiche heftige Antijudaismen hervorgebracht hat. Nun hat der islamische Antisemitismus allerdings auch noch eine zweite Quelle in Form des Nahostkonflikts.

Ein Konflikt, der sowohl religionspolitischer als auch territorialer Natur ist?

Das macht diesen Konflikt so ungeheuer gefährlich. Aus historischer Sicht dürfen wir darüber hinaus nicht vergessen, welche Rolle der europäische Antisemitismus bei der Ausbildung des modernen islamischen Antisemitismus gespielt hat: Bereits in den Dreißigerjahren, aber insbesondere in den Vierzigern waren Nationalsozialismus und Islamismus in engem Kontakt. Adolf Hitler unterstützte den Palästinenserführer und Judenhasser Amin al-Husseini etwa mit Waffen, empfing ihn auch persönlich zum Gespräch.

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Nun beschränkt sich der Nahostkonflikt seit Jahrzehnten keineswegs auf diese Region. Wiegte die geografische Entfernung die Europäer in trügerischer Sicherheit?

Das war jedenfalls eine ziemliche Illusion. Warum verübten 1969 und 1970 palästinensische Terroristen mörderische Anschläge auf Flugzeuge von Swiss Air in der Schweiz? Weil die betreffenden Flugzeuge in Verbindung mit Israel beziehungsweise mit Juden standen, wie man das heute ausdrückt. Eine Blutspur zogen Terroristen auch in den folgenden Jahrzehnten durch Europa. Erinnert sei an dieser Stelle nur an das Massaker in einem Pariser Restaurant 1982 oder München 1972. Der Nahostkonflikt war immer auch in Europa sichtbar, aber man hat die Gefahren verniedlicht und ignoriert. Nach der Bluttat, welche die Hamas am 7. Oktober letzten Jahres angerichtet hat, und der Reaktion Israels merkt die Politik nun, was die Stunde geschlagen hat. Auf deutschen Straßen wünschen viele, natürlich nicht alle, Muslime Juden den Tod.

Ich wiederhole meine Eingangsfrage: Wie konnte es so weit kommen?

Die deutsche Gesellschaft hat sich einer Illusion hingegeben – und zwar, dass sowohl außen- und innenpolitisch der ewige Frieden ausbrechen würde. Eine sympathische Illusion, zweifelsohne, aber doch nicht mehr. Die Bundesrepublik war bis zum 24. Februar 2022 eine strukturell nahezu pazifistische Gesellschaft, nun hat uns Wladimir Putin mit seiner Invasion der Ukraine in der außenpolitischen Dimension eines Schlechteren belehrt. Die antisemitischen Ereignisse in Deutschland seit der Terrorattacke der Hamas vom 7. Oktober 2023 waren wiederum das Ende aller Hoffnungen in Sachen Innenpolitik.

Wie lässt sich der Antisemitismus, wenn schon nicht besiegen, wenigstens wieder eindämmen? Oder besteht keine Hoffnung mehr?

Der Antisemitismus lässt sich nur operativ, nicht grundsätzlich in den Griff bekommen – allerdings nicht mit der mangelhaften Ausrüstung der deutschen Sicherheitsbehörden. Der Staat muss auch in einer Demokratie eine Sache unmissverständlich klarmachen: Er – und nur er allein – verfügt über das Gewaltmonopol. Wer eine Straftat begeht, muss die entsprechenden Konsequenzen tragen. Die Nichtahndung gewisser Dinge, die in Berlin-Neukölln geschehen sind, sprechen allerdings eine andere Sprache.

Halten Sie die Gesetze für zu lax?

Nein. Der Gesetzgeber hat seine Aufgabe erfüllt. Aber ein großer Teil der Exekutive und Justiz versagt. Weil bei der Rechtsprechung oftmals eine kulturelle Relativierung stattfindet. Das ist falsch. Wenn ich gegen Sie als nichtjüdischen Deutschen Gewalt anwenden würde, sollte es doch vor Gericht keine Rolle spielen, dass ich jüdischer Deutscher bin, oder? Straftat ist Straftat. Dieser Grundsatz sollte auch gelten, wenn Muslime Juden bedrohen.

Sie sagen, dass die Justiz auf einem Auge blind sei?

Nicht nur die Justiz. Damit sind wir wieder im linksliberalen Milieu angelangt. Dort wird nahezu jeder Migrant, der nach Deutschland kommt, als ein guter Mensch betrachtet, der in seinem Heimatland entrechtet und unterdrückt gewesen sei. Wer trägt in dieser Weltsicht die Schuld daran? Selbstverständlich der westliche Kolonialismus mit seiner Speerspitze Israel, Sie erinnern sich …

Nun ist beileibe nicht jeder Migrant, der nach Deutschland kommt, ein gewaltbereiter Antisemit.

Selbstverständlich nicht. Aber denjenigen Migranten, die es sind, muss der Rechtsstaat unmissverständlich klarmachen, dass so etwas in Deutschland nicht geduldet wird. Kritik an Israel ist legitim, das Grundgesetz schützt Meinungs- und Demonstrationsfreiheit als höchste Güter, aber keine Aufrufe zur Gewalt.

Die Terrorattacke vom 7. Oktober 2023 hat Israel schwer getroffen, nun will die israelische Armee die Hamas vernichten. Was wird aus Gaza und seinen Bewohnern?

Vor ihrer Attacke auf Israel war sich die Hamas-Führung einer Tatsache bewusst: Dieser gewaltigen Provokation würde eine gewaltige Reaktion folgen. Nun wird Gaza in Schutt und Asche gelegt, die Palästinenser erleiden einen verheerenden Blutzoll.

Israel und seine Armee stehen deswegen international in der Kritik. Ist diese nicht berechtigt in Hinsicht auf die zivilen Opfer?

Die Menschen in Gaza leiden schrecklich. Das ist unbestreitbar. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viel zu viele von ihnen jubelten, als die von der Hamas verschleppten Israelis durch die Straßen geschleift worden sind. Das Blutvergießen muss aber beendet werden, daran besteht kein Zweifel.

Aber wie?

Die Führung der Hamas kann ihre Herrschaft nicht ausüben, ihre Köpfe sitzen im Ausland oder hocken in relativer Sicherheit unter der Erde in Tunneln. Während Zivilisten an der Oberfläche sterben, wohlgemerkt. Wenn die Hamas-Terroristen herausgekrochen kommen, haben sie keinen Raum mehr, den sie beherrschen können. Denn dort stehen israelische Soldaten. Die beste Lösung, die an deren Stelle treten könnte, wäre eine irgendwie geartete internationale Waffenkontrolle des Gazastreifens.

Die Macht der Terrorgruppe Hamas wäre damit aber nicht endgültig gebrochen, oder?

O doch, weil waffenlos. Und wie viele Einwohner Gazas tatsächlich Anhänger der Hamas sind, weiß niemand genau. Gerade die Geschichte Deutschlands zeigt aber, dass auch Fanatiker und Mitläufer "bekehrt" werden können.

Sie spielen auf Westdeutschland seit 1945 an?

Ja. Eine schonungslose Analyse des menschlichen Charakters zeigt, dass in der Regel zuerst immer die Macht und dann die Moral kommt. Auch nach der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 war der Nationalsozialismus aus den Köpfen vieler Deutscher noch lange nicht verschwunden. Gleichwohl gelang der Aufbau der westdeutschen Demokratie. Warum? Weil kluge Politiker wie Konrad Adenauer diese Demokratie als Elitenprojekt vorantrieben, abgesichert durch die Macht der westlichen Alliierten. Der folgende wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Erfolg der Bundesrepublik Deutschland führte dann im ganzen Land zur Verinnerlichung der Demokratie.

Das kann auch in Gaza gelingen?

Warum nicht? Es braucht nur den Willen und die Mittel.

Fehlt es in Deutschland in der Gegenwart wiederum an beidem bei der Eindämmung der AfD?

Die Umfrageergebnisse der AfD liegen derzeit bundesweit bei über 20 Prozent. Das ist absolut beängstigend. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass rund 80 Prozent der Bundesbürger sie zumindest im Augenblick nicht wählen wollen. In Deutschland herrscht Unzufriedenheit, die sich im Höhenflug der AfD niederschlägt. Bei all ihren Vorzügen: Jede Demokratie ist immer gefährdet.

Sie leben seit Jahrzehnten in Deutschland in der Diaspora. Haben Sie Hoffnung, dass es angesichts des stärker werdenden Antisemitismus auch in Zukunft in Deutschland jüdisches Leben geben wird?

Ich bin starker Befürworter des Diasporajudentums, das in 2.000 Jahren seiner Existenz eine großartige Eigenständigkeit entwickelt hat. Langfristig bin ich aber Pessimist in Hinsicht auf seine Fortexistenz. Nehmen wir Deutschland: 200.000 Juden leben hier, die Zahl der Muslime wächst und wächst. Die Unsicherheitsfaktoren nehmen für Juden zu. Irgendwann wird ein jüdisches Überleben nur in Israel gesichert sein. Wenn es Israel dann noch geben sollte.

Halten Sie die Lage im Nahen Osten für so bedrohlich?

Israel wird gehasst, seine Existenz erscheint vielen unerträglich. Dazu ist das Land verwundbar, wie die Hamas im letzten Oktober bewiesen hat. Wenn Israels Auslöschung durch einen feindlichen Angriff bevorstehen sollte, werden wir zudem die Verwirklichung der Samson-Option erleben.

Als Samson-Option wird der Einsatz von Nuklearwaffen zur Verteidigung Israels bezeichnet.

Richtig. Dieses Szenario ist nicht auszuschließen.

Haben Sie selbst jemals daran gedacht, Deutschland zu verlassen?

Deutschland ist meine Heimat, ich bin zu alt, um mich selbst zu verpflanzen.

Professor Wolffsohn, vielen Dank für das Gespräch.

Verwendete Quellen
  • Persönliches Gespräch mit Michael Wolffsohn via Videokonferenz
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