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Österreich stellt sich gegen deutsche Börsensteuer-Pläne

Von dpa
Aktualisiert am 03.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz und Angela Merkel im Gespräch: Anlässlich seines Berlin-Besuchs spricht er sich klar gegen die bisher geplante Finanztransaktionssteuer.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz und Angela Merkel im Gespräch: Anlässlich seines Berlin-Besuchs spricht er sich klar gegen die bisher geplante Finanztransaktionssteuer. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Die Verhandlungen zu einer Finanztransaktionssteuer in Europa laufen zäh. Der deutsch-französische Vorschlag stößt auf Kritik. Österreichs Bundeskanzler Kurz will das geplante Modell nicht akzeptieren.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vor seinem Berlin-Besuch bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, sein Land werde die Finanztransaktionssteuer so wie bisher geplant nicht akzeptieren. Er wäre "vorsichtig, die möglichen Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer jetzt schon zu verplanen", sagte Kurz der Zeitung "Welt".

"Ich bin sicher, dass sich die deutsch-französischen Vorschläge zur Finanztransaktionssteuer, die auch von Herrn Scholz vertreten werden, so nicht durchsetzen. Wir werden jedenfalls alles tun, um das zu verhindern", betonte Kurz. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet nach eigenen Angaben mit 1,5 Milliarden Euro jährlich aus der neuen Steuer.

Die Pläne aus Berlin und Paris hätten mit den ursprünglichen Vorschlägen aus zahlreichen EU-Ländern nichts mehr zu tun, kritisierte Kurz. "Wir sind dagegen, hochspekulative Geschäfte und Derivate von einer Finanztransaktionssteuer auszunehmen und stattdessen die Realwirtschaft und die Kleinanleger zu bestrafen. Wir wollen die Spekulanten besteuern, nicht die Sparer, die in Zeiten einer Niedrigzinspolitik zur Altersvorsorge in Aktien investieren."

Finanztransaktionssteuer hat bislang keine Mehrheit

Über eine Finanztransaktionssteuer (FTT) wird auf EU-Ebene seit 2011 verhandelt. Unter den Staaten gab es keine Mehrheit. Einige Länder versuchten, die Abgabe per "vertiefter Zusammenarbeit" einzuführen. Scholz hatte seinen EU-Kollegen einen Vorschlag vorgelegt. Der sieht vor, dass bei Aktienkäufen eine Steuer von 0,2 Prozent anfällt. Bisher sollen nicht alle Finanzgeschäfte besteuert werden.

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Scholz erwartet Einnahmen von zunächst 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, die zur Finanzierung der Grundrente genutzt werden sollen. In der "FTT-Gruppe" vertreten waren zuletzt Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Slowakei, Slowenien und Spanien.

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