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Diese Kandidaten wollen den Linke-Vorsitz

Von dpa
Aktualisiert am 24.05.2022Lesedauer: 3 Min.
F├╝r die Linke gab es bei der Bundestagswahl 2021 und den zur├╝ckliegenden Landtagswahlen ausschlie├člich entt├Ąuschende Ergebnisse.
F├╝r die Linke gab es bei der Bundestagswahl 2021 und den zur├╝ckliegenden Landtagswahlen ausschlie├člich entt├Ąuschende Ergebnisse. (Quelle: Fabian Sommer/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die Linke am Boden, ihre Promis zerstritten: Jetzt versuchen die Kandidaten aus der zweiten Reihe, die Partei wieder flott zu bekommen. Am Dienstag kamen gleich zwei Bewerber f├╝r den Parteivorsitz aus der Kulisse.

Es handelt sich um den Leipziger Bundestagsabgeordneten S├Âren Pellmann und den Europa-Politiker Martin Schirdewan - beide Mitte 40, beide aus dem Osten, beide nach au├čen hin mit ganz ├Ąhnlichen Zielen. Das Wichtigste f├╝r beide: ein Ende des Streits.

Vermutlich werden Pellmann und Schirdewan beim Parteitag in Erfurt Ende Juni gegeneinander antreten. Denn das Wahrscheinlichste ist eine Doppelspitze Mann/Frau, Ost/West. Die jetzige Vorsitzende Janine Wissler aus dem Landesverband Hessen will wieder kandidieren, f├╝r die weibliche, westliche H├Ąlfte der Spitze. Wom├Âglich muss auch sie sich einer Kampfkandidatur stellen. Wie sich das alles zurechtr├╝ttelt, ist offen.

Debakel bei den Landtagswahlen

Wer die Linke zuletzt von au├čen betrachtete, fand die einst stark zweistellige Partei in der Kategorie "Sonstige" wieder. Bei den Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen kam sie jeweils noch nicht einmal auf drei Prozent. Im Innern der Partei traf man auf tiefe Depression und Ratlosigkeit. "Alles ganz furchtbar", hie├č es.

├ľffentlich stritt man ├╝ber zentrale Positionen - ob nun zum Klimaschutz, zur Migration, zum Ukraine-Krieg, zu Corona-Impfungen. Die einstigen Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi fetzten sich auf offener B├╝hne. Der fr├╝here Parteichef Oskar Lafontaine trat im Protest aus. Dann noch die Vorw├╝rfe sexueller ├ťbergriffe in Wisslers Landesverband Hessen. Und der entnervte R├╝cktritt ihrer Co-Chefin Susanne Hennig-Wellsow.

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Wird die Linke ├╝berhaupt noch gebraucht? Die Partei macht sich Mut mit einer neuen Umfrage im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Demnach k├Ânnen 18 Prozent der Wahlberechtigten sich grunds├Ątzlich vorstellen, sie zu w├Ąhlen. Noch ist die Linke beteiligt an vier Landesregierungen, mit Bodo Ramelow stellt sie in Th├╝ringen den Ministerpr├Ąsidenten. Und ├╝berhaupt: "Die Ampel braucht Druck von links", sagte Parteichefin Wissler am Dienstag im Deutschlandfunk.

Zwei neue Kandidaten, zwei Lager

Die 41-j├Ąhrige hat sich deshalb nach einigem Z├Âgern und trotz der j├╝ngsten Misserfolge entschlossen, noch nicht aufzugeben. Sie habe "was vor mit dieser Partei, ich m├Âchte, dass diese Partei nach vorne geht", sagte sie. Aber wenn sie es schafft - wer passt an ihre Seite?

Martin Schirdewan wurde 1975 in Ost-Berlin geboren, studierte an der Freien Universit├Ąt Politologie und arbeitete unter anderem als Journalist. Er ist seit 2017 Abgeordneter im Europaparlament und inzwischen Co-Fraktionschef der Linken dort.

S├Âren Pellmann, 1977 in Leipzig geboren, ist ausgebildeter F├Ârderp├Ądagoge und arbeitete als Grundschullehrer. Er errang 2017 in Leipzig ein Direktmandat f├╝r den Bundestag und verteidigte es 2021 - eines von drei Direktmandaten, die der Partei mit nur 4,9 Prozent der Stimmen Fraktionsst├Ąrke im Bundestag sicherten.

Beide sind au├čerhalb der Partei ziemlich unbekannt. Intern gilt Pellmann als Vertreter des Wagenknecht-Fl├╝gels, Schirdewann als eher konsensf├Ąhiger Reformer. Beide formulierten am Dienstag verbl├╝ffend ├Ąhnliche Ziele, darunter eine programmatische Erneuerung, eine einheitliche Botschaft, eine bessere Kommunikation, eine R├╝ckbesinnung auf die Interessen der Armen und Geringverdiener, die "nicht wissen, ob sie ihre Kinder am Ende des Monats noch mit einem K├Ąsebr├Âtchen in die Schule schicken k├Ânnen", wie Schirdewan der ARD sagte.

Ramelow-Vertrauter will Vize werden

"Dieser Parteitag muss ein Signal der Hoffnung, ein Signal des Aufbruchs, auch des Optimismus senden", meinte Schirdewan. "Und daf├╝r stehe ich gern bereit, dass wir mit einem starken Team vertrauensvoll die Partei aus der Krise f├╝hren." In diesem Team will auch der th├╝ringische Staatskanzleiminister Benjamin-Immanuel Hoff als Parteivize mittun, der selbst zeitweise als Kandidat f├╝r den Vorsitz gehandelt wurde.

Pellmann sagte bei einem Auftritt vor der Volksb├╝hne in Berlin, er wolle von einer "sich selbst bek├Ąmpfenden Linken" zur├╝ck zu einer "k├Ąmpferischen Linken". Besonderes Augenmerk lege er auf Ostdeutschland, wo die Linke die "Stimme des Unmuts" werden m├╝sse.

Und er erinnerte daran, dass die Partei nicht zum ersten Mal in der Patsche sitzt. "Ich bin jetzt das 30. Jahr Mitglied dieser Partei, habe viele H├Âhen und Tiefen erlebt", sagte Pellmann der Deutschen Presse-Agentur. Erst verlor die Vorg├Ąngerin PDS Mitglieder und Verm├Âgen, dann die vernichtende Niederlage bei der Bundestagswahl 2002. Doch seien danach auch wieder Erfolge gelungen. "Das treibt mich an", sagte Pellmann. "Ich will mit einem solchen Angebot Teil der Rettung dieser Partei sein."

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