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Union fällt ins Umfragetief – aber Vertrauen in Länderchefs wächst

Von rtr, afp
Aktualisiert am 03.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Angela Merkel, Michael Müller und Markus Söder: Auch der Kompetenzwert der Union sinkt in dieser Woche auf den niedrigsten Wert seit Ende März 2020.
Angela Merkel, Michael Müller und Markus Söder: Auch der Kompetenzwert der Union sinkt in dieser Woche auf den niedrigsten Wert seit Ende März 2020. (Quelle: IPON/imago-images-bilder)
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Während die Umfragewerte der Union auf ein Rekordtief im vergangenen Jahr abflachen, gewinnen die Ministerpräsidenten der Länder Zuspruch in der Krise. Einer von ihnen besonders.

Die Union ist einer Forsa-Umfrage zufolge auf den niedrigsten Wert seit Ausbruch der Corona-Pandemie gefallen. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden CDU und CSU nach der von RTL/ntv am Mittwoch veröffentlichten Erhebung zur Vorwoche einen Punkt einbüßen und zusammen auf 34 Prozent kommen. Das ist der niedrigste Wert seit Ende März 2020. Die SPD bleibt laut Umfrage bei 16 Prozent, die Grünen stagnieren bei 19 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt auf sieben Prozent. Dagegen legen Linke und AfD jeweils einen Punkt zu auf acht Prozent beziehungsweise neun Prozent.

Auch der Kompetenzwert der Union sinkt in dieser Woche auf den niedrigsten Wert seit Ende März 2020. 35 Prozent der Deutschen sind derzeit überzeugt, dass die Union am besten mit den Problemen in Deutschland fertig wird. Das sind drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Gleichwohl liegt die Union weit vor den anderen Parteien. Der SPD und den Grünen würden wie in der Vorwoche jeweils fünf Prozent der Befragten zutrauen, die anstehenden Probleme in Deutschland lösen zu können. Sieben Prozent sprechen einer der übrigen Parteien, 48 Prozent gar keiner Partei politische Kompetenz zu.

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Laschet verliert an Zuspruch

Bei der Kanzlerpräferenz verliert der neue CDU-Chef Armin Laschet an Zuspruch. Gegenüber der Vorwoche büßt er drei Prozentpunkte ein – im Vergleich zu den beiden Wochen nach seiner Wahl zum CDU-Chef sind es sechs. Könnten die Deutschen ihren Bundeskanzler selbst wählen, entschieden sich in dieser Woche 22 Prozent für den Unionskandidaten Laschet, 20 Prozent für den Grünenchef Robert Habeck (minus 1) und 18 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (unverändert). Wäre CSU-Chef Markus Söder Kanzlerkandidat der Union, könnte er mit 36 Prozent der Stimmen rechnen (minus 1). Habeck käme gegen Söder auf 19 (plus 1), Scholz auf 15 Prozent (unverändert).

Die Meinungsforscher von Forsa befragten vom 25. Februar bis 1. März 2501 Bundesbürger.

Vertrauen in Ministerpräsidenten gestiegen

Das Vertrauen in die Ministerpräsidenten der Bundesländer ist in der Coronakrise deutlich angestiegen. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Sender RTL und ntv bewerten in 13 von 16 Bundesländern mindestens 60 Prozent der Befragten die Arbeit ihrer jeweiligen Landesregierung positiv. Nur in Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Berlin liegt die Zustimmung demnach niedriger, in der Hauptstadt sogar unter 50 Prozent.

Spitzenreiter ist laut Umfrage der Hamburger Regierungschef Peter Tschentscher (SPD). 75 Prozent der Hamburger sind mit seiner Arbeit zufrieden, im Vergleich zu 2019 ein Plus von 15 Punkten. Auf dem zweiten Rang folgt Daniel Günther (CDU), den 66 Prozent der Bürger in Schleswig-Holstein positiv bewerten, ein Plus von 8 Punkten. Mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zeigen sich 72 Prozent der Bayern zufrieden, ein Plus von 23 Punkten.

Söder führt bei Kanzlerfrage

Auch bei der Kanzlerfrage führt Söder das Feld an. Wäre der CSU-Chef Kanzlerkandidat der Union und könnten die Deutschen ihren Bundeskanzler direkt wählen, würden ihm laut Umfrage 36 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) würden sich 22 Prozent entscheiden, für Grünenchef Robert Habeck 20 Prozent und für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz 15 Prozent.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa rund 2.500 Menschen zu ihrer Präferenz bei der Kanzlerwahl. Die Daten zur Zufriedenheit mit den Ministerpräsidenten basieren auf einer Umfrage unter rund 8.000 Befragten.

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