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"Wie der Mensch Olaf Scholz tickt, wei├č ich nicht"

Von Markus Brandstetter

Aktualisiert am 15.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Kevin Kuehnert: Bei "Markus Lanz" sprach der SPD-Generalsekret├Ąr ├╝ber sein Verh├Ąltnis zu Olaf Scholz.
Kevin Kuehnert: Bei "Markus Lanz" sprach der SPD-Generalsekret├Ąr ├╝ber sein Verh├Ąltnis zu Olaf Scholz. (Quelle: imago images)
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Wer ist Olaf Scholz? Dar├╝ber sprach SPD-Generalsekret├Ąr Kevin K├╝hnert bei "Markus Lanz". Dabei ging er auch auf sein vermeintlich distanziertes Verh├Ąltnis zum jetzigen Bundeskanzler ein.

Seit dem 8. Dezember 2021 ist Olaf Scholz, ehemaliger SPD-Generalsekret├Ąr, Ex-Finanzminister unter Kanzlerin Merkel und fr├╝herer Hamburger B├╝rgermeister, der neue deutsche Bundeskanzler.

F├╝r seine Kandidatur von vielen bel├Ąchelt, setzte sich Scholz schlussendlich gegen seinen Konkurrenten Armin Laschet (CDU) durch. F├╝r viele ist der Hanseat menschlich jedoch immer noch die gro├če Unbekannte. Aus diesem Grund stand eine Charakteranalyse des Neo-Kanzlers im Mittelpunkt der Mittwochssendung von "Markus Lanz".

Die G├Ąste:

  • Kevin K├╝hnert, Politiker (SPD)
  • Lars Haider, Journalist "Hamburger Abendblatt"
  • Ulrike Herrmann, Journalistin "taz"
  • Veronika Grimm, ├ľkonomin

Kevin K├╝hnert analysiert Olaf Scholz

Der Tenor unter den Gespr├Ąchsg├Ąsten an diesem Abend: So ganz einfach l├Ąsst sich Olaf Scholz nicht einordnen. "Man wei├č eigentlich gar nicht wirklich, wer Olaf Scholz ist", meinte etwa "taz"-Journalistin Ulrike Herrmann. Einer, der das eigentlich wissen sollte, ist Ex-Juso-Vorsitzender und SPD-Generalsekret├Ąr Kevin K├╝hnert. Politisch sei es durchaus transparent, wof├╝r Scholz stehe, erkl├Ąrte dieser ÔÇö gestand aber auch ein: "Wie der Mensch Olaf Scholz tickt, wei├č ich nicht ÔÇö aber das ist f├╝r unsere Zusammenarbeit auch nicht so wichtig".

Dass Scholz nicht unbedingt der impulsivste und offenste Gespr├Ąchspartner ist, kommentierte K├╝hnert folgenderma├čen: "Ich will mir kein Urteil anma├čen. Aber Olaf Scholz ist niemand, aus dem es heraussprudelt. Das kann man mit dem hanseatischen Naturell erkl├Ąren, aber das kann auch eine sehr noble Eigenschaft sein".

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Kanzler-Biograf: "Scholz ist der Meister gewesen, Dinge nicht zu sagen"

Auch, dass der heutige Bundeskanzler oft sehr unverbindliche Antworten gibt, wurde ausf├╝hrlich thematisiert. Journalist und Scholz-Biograf Lars Haider erkl├Ąrte, dass dies zu ScholzÔÇÖ Zeiten als Generalsekret├Ąr noch viel ausgepr├Ągter gewesen sei: "Scholz ist der Meister darin gewesen, Dinge nicht zu sagen. Sie h├Ątten Scholz damals fragen k├Ânnen, welcher Tag ist und er h├Ątte gesagt: 'Die Woche hat viele Tage!ÔÇś"

Markus Lanz hatte daf├╝r ein anderes Bild parat: Der Kanzler wirke wie jemand, der einen zweiten Gehirnstrom habe. "Da gibt es den Hauptgehirnstrom, der l├Ąuft. Und der zweite kontrolliert, was der erste macht", so der Moderator. K├╝hnert relativierte dies etwas: "Wenn ich mit ihm rede stelle ich ihm in der Regel politische Fragen. Ich bekomme sehr pr├Ązise Antworten".

Scholz habe die "Sorge, dass sich S├Ątze verselbstst├Ąndigen", meinte Haider daraufhin. Diese Angst sei seit dem f├╝r ihn katastrophalen G20-Gipfel in Hamburg noch einmal gewachsen. Als Bundeskanzler m├╝sse er ohnehin noch diplomatischer vorgehen: "Im Zweifel sagt er einen Satz ├╝ber China, dann gibt es diplomatische Verwicklungen, dann brechen B├Ârsenkurse ein. Insofern wird er jetzt noch vorsichtiger sein".

Ulrike Herrmann h├Ąlt Scholz f├╝r einen guten Redner im Gro├čen, aber f├╝r einen eher schlechten Smalltalk-Partner: "Es gibt das h├Ąufiger, dass Leute im gro├čen Rahmen vor Parteis├Ąlen wunderbar funktionieren und alle in ihren Bann ziehen, aber auf einer Geburtstagsparty nicht in der Lage ist, normal zu reden. So w├╝rde ich auch Herrn Scholz einordnenÔÇŁ.

Olaf Scholz heute " heute fast schon ein Entertainer"

Hermann war es auch, die K├╝hnert auf die Zeit seines Parteieintritts ansprach. Damals hatte die SPD unter Kanzler Gerhard Schr├Âder und Generalsekret├Ąr Scholz gerade das umstrittene Ma├čnahmenpaket mit Hartz IV und der Riesterrente beschlossen ÔÇö allesamt Dinge, die K├╝hnert eigentlich diametral widersprechen m├╝ssten, meinte die Journalistin. Dieser blockte ab: Er sei bei seinem Parteieintritt gerade mal f├╝nfzehn Jahre alt gewesen und habe sich f├╝r andere Dinge interessiert. Welche das gewesen seien? Unter anderem das Demonstrieren gegen den Irakkrieg, so K├╝hnert.

Mittlerweile seien vieler jener Akteure von damals wieder in Schl├╝sselrollen t├Ątig, kritisierte Hermann. "Frank-Walter Steinmeier hat als Kanzleramtschef alles von diesen fatalen Politprogrammen konzipiert. Heute ist er unser Bundespr├Ąsident. Alle denken, er war der Vers├Âhner der Nation, dabei war niemand so gef├Ąhrlich f├╝r die Spaltung der Nation wie Steinmeier".

Scholz habe bei der Umsetzung dieser Ma├čnahmen jedoch eher eine geringe Rolle gespielt. Vielmehr, so Haider, habe er sich als Generalsekret├Ąr wie ein Bollwerk vor Schr├Âder geschmissen. Den Namen "Scholzomat" w├╝rde er heute nicht mehr verdienen: "Wenn man das mit seiner Zeit als Generalsekret├Ąr vergleicht, ist Olaf Scholz heute fast schon ein Entertainer".

"Zwischen Scholz und K├╝hnert steht es eins zu eins"

K├╝hnert wurde auch zu seinem Verh├Ąltnis zu Scholz befragt. "Sie haben da ja einen Konflikt. Sie haben alles daf├╝r getan um Kanzler Olaf Scholz zu verhindern. Jetzt m├╝ssen genau sie Olaf Scholz mit allem, was sie haben, verteidigenÔÇŁ, meinte Lanz.

K├╝hnert, der urspr├╝nglich tats├Ąchlich gegen eine Kandidatur von Scholz war, zeigte sich in seiner neuen Rolle als Generalsekret├Ąr diplomatisch: "Er muss funktionieren k├Ânnen als Kanzler, wenn wir das, was wir im Koalitionsvertrag festgesetzt haben, umsetzen wollen. Deswegen ist mein Tun ma├čgeblich darauf ausgerichtet, dass er Erfolg haben kann". Haider glaubt indes an ein gesittetes Verh├Ąltnis zwischen Scholz und K├╝hnert: "Ich glaube, zwischen den beiden steht es eins zu eins".

K├╝hnert musste FDP die soziale Wohnbauf├Ârderung erkl├Ąren

Daraus, dass er nicht mit allem, was im Koalitionsvertrag zwischen SPD, Gr├╝nen und FDP vereinbart wurde, gl├╝cklich ist, machte K├╝hnert keinen Hehl: "Es ist Licht und Schatten in so einer Koalition". Er sei mit vielem, was man im Koalitionsprogramm durchgesetzt habe, sehr zufrieden, r├Ąumte aber zugleich ein: "Deutlich mehr gew├╝nscht und erwartet h├Ątte ich mir im Bereich des Mietrechts". Der FDP habe er sogar das Konzept der sozialen Wohnbauf├Ârderung erkl├Ąren m├╝ssen.

Besondere Erw├Ąhnung fand ├╝brigens auch ein Geschenk, dass K├╝hnert 2018 vom damaligen Parteisekret├Ąr Lars Klingbeil bekommen hatte ÔÇö ein SPD-Toaster, der das Parteilogo auf das Toastbrot brennt. Besagter Toaster (es gibt ├╝brigens auch SPD-Waffeleisen) ist auf einem Tweet von Klingbeil aus dem Jahr 2018 verewigt.

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Ob der der Server des SPD-Shops daraufhin bereits tats├Ąchlich ├╝berlastet war, wie ein Twitter-User behauptete, ist nicht bekannt.

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