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Meterhohe Schneeverwehungen bringen erneut Chaos

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 4 Min.
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Unfälle, Ausfälle, Notfälle: Der neuerliche Wintereinbruch mit bis zu 40 Zentimetern Neuschnee und meterhohen Schneeverwehungen hat den Verkehr in vielen Regionen Deutschlands lahmgelegt. In Mecklenburg-Vorpommern steckten Dutzende Autos stundenlang in den Schneemassen fest - ohne Aussicht auf Hilfe, da auch Räumfahrzeuge und Abschleppdienste nicht mehr durchkamen. Die Bahn stellte den Verkehr auf vielen Strecken des Bundeslandes komplett ein. Betroffen war auch der Fernverkehr. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei bis zum Morgen 300 wetterbedingte Unfälle. Bundesweit kamen mindestens drei Autofahrer ums Leben.

Der Wetterdienst Meteomedia warnt im Nordosten weiter vor "starkem, an der Ostsee stürmischem Wind mit der Gefahr massiver Schneeverwehungen und extremer Behinderungen", sagte Nils Dick von der Unwetterzentrale zu wetter.info. Noch bis mindestens Samstagmittag muss hier mit weiteren Schneefällen und Sturm gerechnet werden.

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Mehrere Menschen schwer verletzt

In Nordrhein-Westfalen starb auf der A61 bei Bedburg ein Autofahrer. Der Mann sei wahrscheinlich überfahren worden, hieß es. Bei weiteren Unfällen seien mehrere Menschen schwer verletzt worden. Der entstandene Schaden wurde auf mehr als 1,3 Millionen Euro geschätzt. Auf mehreren Autobahnen kam es zu Staus und Sperrungen. Auf der A1 musste die Fahrbahn in Richtung Köln in Höhe Bad Münstereifel nach einem Lastwagen-Unfall wegen Bergungsarbeiten gesperrt werden. Die Autobahn 33 wurde wegen einsetzender Eisglätte zwischen den Anschlussstellen Paderborn-Sennelager und Schloss Holte-Stukenbrock ebenfalls gesperrt. Wegen der anhaltenden Schnee- und Eisglätte rechnet die Polizei auch im weiteren Verlauf des Samstags in ganz Nordrhein-Westfalen mit starken Behinderungen. Sie forderte die Autofahrer zu einer vorsichtigen, der Witterung angepassten Fahrweise auf.

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Zwei Menschen sterben in Bayern

Auch in Bayern gab es etliche Unfälle, mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. In Mittelfranken geriet ein 45-Jähriger beim Überholen auf winterlicher Fahrbahn ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der 45-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Im Landkreis Donau-Ries kam ein 32-Jähriger auf nasser Straße auf die Gegenfahrbahn, wo er ein weiteres Fahrzeug rammte. Der 32-jährige wurde bei dem Zusammenstoß getötet, der Fahrer des anderen Autos schwer verletzt. Auf den Autobahnen kam es zu Staus und Sperrungen. Am Münchner Airport normalisierte sich der Flugverkehr am Samstag nach rund 30 wetterbedingten Ausfällen und 160 Verspätungen am Vorabend.

Autofahrer stecken fest

Auch auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen herrschen wegen des neuerlichen Wintereinbruchs äußerst schwierige Verhältnisse. Starkes Schneetreiben mit zahlreichen Verwehungen brachte den Verkehr weitgehend zum Erliegen. Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde türmten den Neuschnee meterhoch auf. Auf Autobahnen und Straßen des Landes blieben nach Angaben der Polizei viele Fahrzeuge stecken und sorgten so für Straßensperrungen, teilte das Lagezentrum des Innenministeriums mit. So steckten zwischen Hagenow und Schwerin 30 und zwischen Wismar und Schwerin rund 40 Autos fest. Die Autobahn 20 war am Morgen an mehreren Stellen gesperrt.

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Rostock: Nahverkehr bricht zusammen

In Rostock sei der öffentliche Nahverkehr komplett eingestellt worden. Am Vormittag wurde die Rügenbrücke geschlossen. Die betroffenen Landkreise richteten Krisenstäbe ein. Die Menschen wurden aufgefordert, ihr Auto nur in dringenden Fällen zu benutzen. "Die Leute sollen bloß zu Hause bleiben", warnten Polizisten. Im Ostseebad Warnemünde tobte am Morgen ein Schneesturm mit bis zu 93 Kilometern pro Stunde, berichtete der Nachrichtensender n-tv. Es kam zu intensiven Schneeverwehungen, Autos fuhren sich fest. Die Insel Hiddensee ist wegen Eisgangs weiter von der Außenwelt abgeschnitten.

Stunden auf Hilfe warten

Im Bereich Nordvorpommern geht auf den meisten Straßen gar nichts mehr, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Stralsund sagte. Zwischen Barth und Löbnitz hätten sich auch zwei Fahrzeuge des Winterdienstes festgefahren. "Jede Menge Autos stecken fest", sagte der Sprecher. Alle Autofahrer riefen bei der Polizei an und wollten Hilfe haben. "Aber das geht gerade nicht. Das kann Stunden dauern, bis die Hilfe eintrifft." Auch für die Abschleppdienste gebe es kein Durchkommen.

Viele Bahnstrecken komplett gesperrt

Auch die Deutsche Bahn hat wegen starker Schneefälle und teils meterhoher Schneeverwehungen den Verkehr auf vielen Strecken in Mecklenburg-Vorpommern komplett eingestellt. Betroffen ist auch der Fernverkehr. "Ein Schienenersatzverkehr kann aufgrund der Straßenverhältnisse nicht eingerichtet werden", hieß es.

Flughafen und Autobahnen blockiert

Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein behinderten Neuschnee und Glätte den Verkehr. Die Hamburger Feuerwehr kam dutzenden gestürzten Fußgängern zu Hilfe, mehrere von ihnen hatten Knochenbrüche. Am Morgen waren einige Buslinien eingestellt worden. Bei der Bahn gab es nach Angaben einer Sprecherin ebenfalls Probleme. So verkehrten am Vormittag zwischen Lübeck und Bad Kleinen keine Züge. Auch auf der Strecke Kiel-Husum ging zeitweise nichts mehr.

Weiter Warnung vor Schneeverwehungen

Bis zum Samstagnachmittag gibt es auch im Nordosten keine Entwarnung. Es drohen weiter kräftige Schneefälle und massive Verwehungen durch starken Wind, warnt die Meteomedia Unwetterzentrale. "Im Nordosten wird es heute munter weiter schneien, auf der Insel Rügen und in Vorpommern auch kräftig", sagte Meteorologe Nils Dick zu wetter.info. zu den starken Niederschlägen gesellt sich kräftiger Wind, an den Küsten teils auch mit schweren Sturmböen. "Auf Hiddensee hatten wir heute morgen Böen in Orkanstärke", sagte Meteorologe Dick. Gebietsweise besteht im Nordosten die Gefahr, dass der Verkehr infolge von Schnee und Schneeverwehungen zusammenbricht. Erst am Nachmittag schwächt sich der Wind hier langsam ab.#

Starke Schauer im Nordwesten

Im Nordwesten ziehen in der einströmenden labilen Höhenkaltluft starke Schauerzonen durch. Lokal sind heftige Schnee- und Graupelschauer und sogar in Ausnahmefällen kurze Wintergewitter möglich. Verbreitet herrscht leichter Dauerfrost, lediglich entlang des Rheins steigen die Temperaturen teils auf knapp über den Gefrierpunkt. Das Schneefallgebiet zieht im Laufe des Tages von Westen über Nordhessen Richtung Thüringen und schwächt sich dabei langsam ab. "In Nordrhein-Westfalen sind bereits fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee gefallen", sagte Meteorologe Dick. Auch im äußersten Süden schneit es gebietsweise länger anhaltend und ergiebig. In der Südhälfte weht schwacher bis mäßiger, in Schauern starker Wind aus westlichen Richtungen.

Am Sonntag weiter Dauerfrost

Am Sonntag bleibt es winterlich. Bei einem wechselnd wolkigen Himmel ziehen im Laufe des Tages von Nordwesten her einzelne, örtlich aber kräftige Schnee- und Graupelschauer durch. Dabei herrscht verbreitet Dauerfrost. Lediglich im Westen und Nordwesten sind Temperaturen knapp über null Grad möglich. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest bis West, nur an Nord- und Ostsee sowie im Bergland mit starken Böen. Nachts kann es wieder mäßigen bis strengen Frost geben. Ein Ende der winterlichen Witterung ist vorerst nicht auszumachen, tendenziell wird es sogar noch kälter.

Quelle: wetter.info, dpa, apn

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