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38-JĂ€hriger stirbt an Stromschlag in ĂŒberflutetem Keller

Von afp, dpa, rtr, t-online, MaM, ann

Aktualisiert am 21.05.2022Lesedauer: 19 Min.
Eine Dachlatte steckt in der Windschutzscheibe eines parkenden Autos in Paderborn: Ein Tornado hat in dem Ort DĂ€cher abgedeckt und BĂ€ume entwurzelt.
NRW: Mehr als 40 Menschen wurden bei schweren Unwettern in Deutschland verletzt. (Quelle: Glomex)
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Tornados, entwurzelte BĂ€ume und Hagelkörner groß wie TennisbĂ€lle: Unwetter trafen NRW und Rheinland-Pfalz schwer, in der Nacht zogen die StĂŒrme in den Osten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Alle aktuellen Informationen im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


  • Unwetter: Gilt fĂŒr Ihre Region eine Warnung?
  • Regenradar: Wann regnet es bei Ihnen?
  • Tipps: So sichern Sie Ihr Haus vor Sturm, Hagel und Starkregen

t-online beendet an dieser Stelle die Berichterstattung im Newsblog. Wichtige Informationen werden ab sofort in einzelnen Artikeln abgebildet.

Ministerin dankt EinsatzkrÀften in NRW

9 Uhr: Nordrhein-Westfalens Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat die Tornados in Paderborn und Lippstadt als das nĂ€chste schwere Unwetter in Nordrhein-Westfalen nach dem Hochwasser im Sommer 2021 bezeichnet. "Schwerverletzte Menschen, viel Zerstörung in #Lippstadt u #Paderborn. Nach Sommer 2021 das nĂ€chste schwere Unwetter in #NRW", schrieb Scharrenbach auf Twitter. Sie bedankte sich bei den zahlreichen EinsatzkrĂ€ften. "Vielen, vielen Dank an die EinsatzkrĂ€fte von #Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Verwaltungen!", schrieb die Ministerin und fĂŒgte hinzu: "In Gedanken bei den Betroffenen."

Hunderte FeuerwehreinsÀtze in Mittelfranken

1.45 Uhr: Das Unwetter im bayerischen Mittelfranken hat knapp 400 FeuerwehreinsĂ€tze in NĂŒrnberg, FĂŒrth und Erlangen sowie in den Landkreisen NĂŒrnberger Land, FĂŒrth und Erlangen-Höchstadt ausgelöst. Die Feuerwehr rĂŒckte vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter BĂ€ume und beschĂ€digter HausdĂ€cher an, wie sie am frĂŒhen Samstagmorgen mitteilte.

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Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke gesperrt, weil BĂ€ume die Gleise blockierten. In NĂŒrnberg-Wetzendorf fielen BĂ€ume in eine Stromleitung. Der Störungsdienst schaltete die Leitung dann ab, um den Baum entfernen zu können. Menschen wurden im Zuge des Unwetters nicht verletzt.

Die EinsĂ€tze wurden am Freitag nach Angaben der Feuerwehr ĂŒber einen Zeitraum von etwa sechs Stunden abgearbeitet. Die AufrĂ€umarbeiten dĂŒrften sich demnach bis in den Vormittag ziehen.

Lage beruhigt sich in der Nacht

0.20 Uhr: Nachdem das Unwetter Richtung Osten und SĂŒden abgezogen ist, hat sich in der Nacht die Lage beruhigt. "Im SĂŒden kommt nochmal 1 Linie, aber die grosse Drama-Luft ist raus", meldete der Meteorologe Jörg Kachelmann auf Twitter. Der DWD schrieb kurz vor Mitternacht: "Die Gewitter lassen nach und sind teils schon ostwĂ€rts abgezogen. An der Kaltfront gibt es noch lĂ€nger Gewitter im SĂŒden, schwere Gewitter (Unwetter) sind aber nur noch sehr vereinzelt dabei."

ThĂŒringen glimpflich davongekommen

22 Uhr: Trotz Warnung vor extremen Gewittern ist ThĂŒringen am Freitagabend nach einer ersten EinschĂ€tzung der Polizei glimpflich davongekommen. Zwar gab es heftigen Regen, aber zunĂ€chst keine Verletzten und keine grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den, hieß es am Abend aus der Landeseinsatzzentrale.

Ein Autounfall mit vier Verletzten und eine Vielzahl umgestĂŒrzter BĂ€ume infolge des Orkantiefs "Emmelinde" haben am Freitag mehrere EinsĂ€tze der RettungskrĂ€fte in ThĂŒringen ausgelöst. Insgesamt zwölfmal wurde die Polizei im Laufe des Abends alarmiert – hauptsĂ€chlich wegen entwurzelter BĂ€ume, die Straßen blockierten. Die B84 bei Eisenach (Wartburgkreis) sowie die L2019 bei Meiningen-Henneberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) mussten im Zuge der AufrĂ€umarbeiten fĂŒr etwa drei Stunden voll gesperrt werden.

Am spĂ€ten Freitagabend war ein 37-jĂ€hriger Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis aufgrund von Aquaplaning mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen eine Betonwand gekracht, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Fahrer sowie die drei weiteren Insassen wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

38-JĂ€hriger stirbt an Stromschlag in ĂŒberflutetem Keller

21.50 Uhr: In Rheinland-Pfalz ist ein 38-JĂ€hriger durch einen Stromschlag in einem unter Wasser stehenden Keller gestorben. Das teilt die Polizei mit. Der Unfall ereignete sich demnach am Abend in Wittgert im Kreis Westerwald. Der Mann, der bei einer dort wohnenden Familie zu Besuch war, betrat demnach den Keller, erlitt einen Stromschlag, kam zu Fall und schlug mit dem Kopf vermutlich auf dem Boden auf, so die Polizei weiter. Die Reanimation war vergeblich, der Mann starb noch am Unfallort. Die Kriminalpolizei ermittelt nun.

HĂŒtte in Mittelfranken eingestĂŒrzt – 14 Verletzte

21.42 Uhr: Beim Einsturz einer HolzhĂŒtte bei einem Unwetter in Mittelfranken sind 14 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Eine 37 Jahre alte Frau sei mit schwersten Verletzungen in eine Klinik geflogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Das UnglĂŒck ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee.

Der Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters mehrere Urlauber in der rund 85 Quadratmeter großen HĂŒtte Schutz gesucht. Aus ungeklĂ€rter Ursache sei diese dann zur Seite gekippt und zusammengefallen.

EingestĂŒrzte HolzhĂŒtte in Mittelfranken: Auch mehrere Kinder wurden verletzt.
EingestĂŒrzte HolzhĂŒtte in Mittelfranken: Auch mehrere Kinder wurden verletzt. (Quelle: Haubner/vifogra/dpa-bilder)

Rammstein-Konzert wegen Gewitters unterbrochen

21.30 Uhr: Wegen eines Gewitters ĂŒber Leipzig ist am Freitagabend der Deutschland-Auftakt zur Europatour der Berliner Band Rammstein unterbrochen worden. 45 Minuten nach Beginn der Show wurden die Menschen in der Red Bull Arena aufgefordert, den Innenraum des Stadions zu verlassen und Schutz zu suchen. "Wir hoffen, das Konzert direkt nach dem Gewitter fortsetzen zu können", hieß es in einer Ansage. Nach 15 Minuten wurden die Fans zurĂŒck in den Innenraum gelassen.

Mit dem bis dahin umjubelten Konzert vor rund 40.000 Fans hat sich die international gefeierte Band auf deutschen TourbĂŒhnen zurĂŒckgemeldet. Die Musiker um SĂ€nger Till Lindemann (59) prĂ€sentierten zunĂ€chst einen Teil ihrer von viel Feuer, Böllern und Effekten geprĂ€gten Show in der Fußball-Arena der sĂ€chsischen Stadt.

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Heftige Unwetter ĂŒber Ostdeutschland – Expertin warnt vor weiteren Tornados

20.40 Uhr: Nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zieht das Unwetter ĂŒber Ostdeutschland und Berlin. "In den nĂ€chsten Stunden wird vor allem der Osten getroffen", sagt Michaela Koschak, Wetterexpertin von t-online. Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThĂŒringen, Brandenburg und Berlin wĂŒrden die Unwetter am Abend und spĂ€ten Abend ĂŒberziehen. Gerechnet mĂŒsse dann mit großen Wassermengen, die Keller und Straßen ĂŒberfluten könnten. "Auch die Gefahr von weiteren Tornados ist im Osten gegeben fĂŒr die Nacht."


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