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NSA-Affäre: US-Republikaner Mike Rogers nennt Europäer undankbar

Provokation nach NSA-Affäre  

US-Republikaner nennt Europäer undankbar

28.10.2013, 07:54 Uhr | dpa, t-online.de

NSA-Affäre: US-Republikaner Mike Rogers nennt Europäer undankbar. US-Republikaner Mike Rogers: Europäer sollten dankbar sein, dass man sie ausspioniert (Quelle: Reuters)

US-Republikaner Mike Rogers: Europäer sollten dankbar sein, dass man sie ausspioniert (Quelle: Reuters)

Über zehn Jahre lang haben US-Geheimdienste offenbar Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker abgehört - vom Rest der Bevölkerung ganz zu schweigen. Während sich jetzt auch in den USA der Widerstand formiert, provoziert ein amerikanischer Spitzenpolitiker mit Aussagen, die in Europa Wut auslösen dürften.

Republikaner Mike Rogers, Vorsitzender des Geheimdienst-Ausschusses im US-Kongress, tat am Sonntag, als würde er die Empörung der Europäer gar nicht verstehen. Im Gegenteil: Freunde und Verbündete müssten eher dankbar für die NSA-Spähprogramme sein, sagte der Konservative am Sonntag in einem Interview mit CNN.

"Dort in Hamburg hat die 09/11-Verschwörung begonnen"

Diese machten nicht die USA, sondern auch ihre eigenen Länder sicherer. Kritik am "legitimen Schutz" nationaler Interessen hält der Parlamentarier für "unehrlich".

"Ich glaube, dass es die größere Nachricht wäre, ... wenn die US-Geheimdienste nicht versuchen würden, Informationen zu sammeln, die US-Interessen daheim und in Übersee schützen", sagte Rogers weiter.

Mit Blick auf Deutschland müsse man sagen: "Dort, in Hamburg, hat die Verschwörung begonnen, die zu 9/11 (den Anschlägen vom 11. September 2001) geführt hat. Sie hatten Kontakte zum Iran, zum Irak und Nordkorea."

Fantasien über Kontrollpraxis europäischer Länder

Zudem könne es sein, dass auch die europäische Dienste die USA ausspähten, ohne dass ihre Führer das wüssten mutmaßte der Konservative aus Michigan - offenbar ohne dafür irgendwelche Belege zu haben.

Die Kontrollmechanismen in den USA seien strikter als in so manchen europäischen Hauptstädten, behauptete Rogers am Sonntag. "Ich glaube, es würde sie (die Europäer)weiterbringen, wenn sie herausfänden, was ihre Geheimdienste tun oder nicht tun."

"Schaut, was in den Dreißigern passiert ist"

Berichte über eine NSA-Massenspähaktion in Frankreich nannte er falsch. "Wenn die französischen Bürger wüssten, worum es ging, dann würden sie applaudieren und Champagnerkorken knallen lassen. Es ist eine gute Sache. Es macht die Franzosen sicher. Es macht die USA sicher. Es bewahrt die Sicherheit unserer europäischen Verbündeten."

Dann griff der Abgeordnete ganz tief in die Geschichtskiste: Er glaube, dass die US-Führung den Aufstieg von Faschismus und Kommunismus im vergangenen Jahrhundert in Europa nicht rechtzeitig erkannt habe, weil die USA damals nicht genügend spioniert hätten. "Schaut, was in den Dreißigern passiert ist. ... Wir haben nichts davon kommen sehen. Es hat zum Tod von ... Millionen Menschen geführt."  

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