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Die besten Rotweine: Diese Weine empfiehlt der Sommelier

Tipps vom Wein-Experten  

Der Sommelier empfiehlt: Gute Rotweine für Herbst und Winter

14.01.2020, 17:39 Uhr | Konstantin Baum, t-online.de

In der kühlen Jahreszeit schmeckt vielen Menschen ein kräftiger Rotwein besser als ein leichter Weißer. Sommelier und Wein-Experte Konstantin Baum hat uns seine liebsten Rotweine für gemütliche Herbst- und Winterabende verraten.

Endlich können wir wieder schöne, runde Rotweine genießen. Tatsächlich passt Rotwein famos zu kühler Witterung, da er in der Regel mehr Alkohol hat und selten gekühlt getrunken wird. So spendet er wohlige Wärme und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.

Guter Rotwein bietet ein hohes Maß an Komplexität und Tiefe. Das liegt an seiner Textur. Da Rotweinmost in der Regel für mehrere Tage im Kontakt mit den Traubenschalen bleibt, werden Tannin-Verbindungen, Farb- und Aromastoffe aus den Schalen gelöst. Wird der Wein in einem neuen Holzfass vergoren, nimmt er zusätzlich dessen Gerbstoffe an. Einen ausgewogenen Geschmack bekommt der Rotwein, wenn der Tanningehalt gut mit den Fruchtaromen harmoniert.

Sommelier und Wein-Experte Konstantin Baum hat uns seine persönlichen Rotwein-Favoriten verraten:

Rioja aus Spanien

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  • Herkunftsland: Spanien
  • Anbaugebiet: Rioja
  • Jahrgang 2008
  • Alkoholgehalt: 13,5 %
  • Rebsorten: 90 % Tempranillo, 5 % Garnacha, 5 % Graciano
  • Weinkritiker Auszeichnung: 90 Parker Punkte

Ein kräftiger und intensiver Rotwein, der einen den Herbst-Blues vergessen lässt. Der Remelluri vom gleichnamigen Weingut ist ein Klassiker – der Reserva Jahrgang 2008 etwa wurde für 17 Monate in Holzfässern gereift. So bekommt der Wein Aromen von Zedernholz und Zimt plus Kirsch- und Pflaumennoten.

Cuvée aus Südafrika

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  • Herkunftsland: Südafrika
  • Anbaugebiet: Stellenbosch
  • Jahrgang 2016
  • Alkoholgehalt: 14,5 %
  • Rebsorten: 67 % Cabernet Sauvignon, 14 % Merlot, 12 % Cabernet Franc, 7 % Petit Verdot
  • Weinkritiker Auszeichnung: John Platter 4,5 Sterne

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von südafrikanischen Weinen. Der Rubicon vom Weingut Meerlust ist aber ein Klassiker, der seines Gleichen sucht. Die Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot kann einige der besten Bordeaux in den Schatten stellen und ist gegenüber seiner Konkurrenz aus Aquitanien auch noch günstig. 

Shiraz aus Australien

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  • Herkunftsland: Australien
  • Anbaugebiet: Griffith / Riverina
  • Jahrgang 2017
  • Alkoholgehalt: 14 %
  • Rebsorte: Shiraz

Ein reichhaltiger Shiraz mit Aromen von Heidelbeere, Brombeere und Noten von schwarzem Pfeffer. Im Mund zeigt der Wein große Dichte und Fülle, mit feinen, aber intensiven Tanninen. Für den Preis kann man hier kaum etwas falsch machen; ein sehr typischer und intensiver Shiraz, der durch die dunkle Jahreszeit hilft.

Tinto Douro aus Portugal

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  • Herkunftsland: Portugal
  • Anbaugebiet: Douro
  • Jahrgang 2012
  • Alkoholgehalt: 13,5 %
  • Rebsorten: Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz

Portugal war lange nur bekannt für seine aufgespriteten (also mit Alkohol versetzten) Portweine. Mittlerweile hat sich das Land aber auch als Produzent großartiger Rotweine etabliert. Winzer John Graham zum Beispiel macht einen empfehlenswerten Rotwein: Der Churchill's Estates zeigt sich kompakt und intensiv mit Aromen von Brombeere und Backpflaumen. 

Chianti Classico aus Italien

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  • Herkunftsland: Italien
  • Anbaugebiet: Toskana
  • Jahrgang 2017
  • Alkoholgehalt: 14 %
  • Rebsorten: 90 % Sangiovese, 5% Merlot, 3% Malvasia, 2 % Colorino

Das Castello di Fonterutoli in der Toskana gehört seit fast 600 Jahren der Familie Mazzei und diese Erfahrung führt der Wein durch Tiefe und Komplexität vor Augen. Der Chianti Classico ist der "Einstiegswein" des Weingutes. Die Tannine sind noch kernig und intensiv und werden sich mit mehrjähriger Lagerung abrunden und integrieren.

Blaufränkisch aus Österreich

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  • Herkunftsland: Österreich
  • Anbaugebiet: Burgenland
  • Jahrgang 2014
  • Alkoholgehalt: 12.5 %
  • Rebsorte: Blaufränkisch

Die Rebsorte Blaufränkisch ist in Deutschland auch als Lemberger bekannt und kann Weine von unterschiedlicher Qualität hervorbringen. Winzer Claus Preisinger schafft es, aus dieser Rebsorte das Beste herauszukitzeln. Die Nase weist deutliche Holunderbeeraromen auf, kombiniert mit Rauch und Würznoten.

Spätburgunder aus Deutschland

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  • Herkunftsland: Deutschland
  • Anbaugebiet: Ahr
  • Jahrgang 2017
  • Alkoholgehalt: 13,5 %
  • Rebsorten: Spätburgunder / Pinot Noir

Wenn es um Rotwein geht, darf der deutsche Spätburgunder natürlich nicht vergessen werden. Ich habe den Blauschiefer von Meyer-Näkel verkostet und war begeistert von der Eleganz und Klarheit.
 

Tipps zur Weinlagerung

Nicht jede Flasche Wein wird gleich getrunken. Wir sagen Ihnen, wo, wie und wie lange Sie Rotwein aufbewahren können.

Wie lange kann man Rotwein lagern?

Viele Winzer machen auf den rückseitigen Weinetiketten Angaben darüber, wie lange ihre Weine gelagert werden können. Daran können Sie sich durchaus orientieren. Grundsätzlich gilt: Je höher der Gehalt an Alkohol, Süße, Säure und Gerbstoffen, desto haltbarer ist der Wein. Gute Rotweine können problemlos fünf bis zehn Jahre gelagert werden.

Hochwertige Rotweine mit vielen Gerbstoffen (Tanninen) und einem Alkoholgehalt von mehr als 13 Volumenprozent können sogar deutlich länger als zehn Jahre gelagert werden, vor allem, wenn sie im Barrique-Fass ausgebaut wurden. Rebsorten mit einem hohen Tanningehalt sind beispielsweise Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Nebbiolo, Sangiovese, Syrah/Shiraz und Tempranillo.

Wie soll man Rotwein lagern?

Flaschen, die mit Korken verschlossen sind, sollten Sie langfristig immer liegend aufbewahren, sonst trocknet der Korken aus und schrumpft. Ein bis zwei Jahre können Sie die Flaschen aber auch stehend aufbewahren – der Wein in der Flasche hält die Korken solange feucht. Flaschen mit Schraubverschluss, Glasverschluss, Kronkorken oder Kunststoffkorken sind grundsätzlich für eine stehende Lagerung geeignet.

Wo lagert man Rotwein am besten?

Kühl (10 – 12°C), dunkel und leicht feucht – so ist der ideale Aufbewahrungsort für Wein. Wem ein solcher Weinkeller fehlt, der kann sich einen Weinklimaschrank kaufen, der diese Bedingungen nachempfindet. Alternativ können Sie teuren Wein auch einfach im Schlafzimmer verstauen. Dort ist es in der Regel kühl und unter dem Bett auch lichtgeschützt. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall zu viel Hitze, große Temperaturschwankungen und direktes Sonnenlicht, denn unter diesen Bedingungen wird der Wein in Geschmack und Aroma nachlassen.

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