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Die besten Rotweine für einen gemütlichen Herbstabend – Tipps vom Weinexperten

Tipps vom Wein-Experten  

Die besten Rotweine für einen gemütlichen Herbstabend

15.11.2020, 08:21 Uhr | t-online, kat

Die besten Rotweine für einen gemütlichen Herbstabend – Tipps vom Weinexperten. Die besten Rotweine: Der Wein-Experte gibt Empfehlungen und erklärt, wie man den Wein am besten genießt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Instants)

Die besten Rotweine: Der Wein-Experte gibt Empfehlungen und erklärt, wie man den Wein am besten genießt. (Quelle: Instants/Thinkstock by Getty-Images)

Im Herbst können endlich wieder schöne, runde Rotweine genossen werden. Der Wein-Experte Sven Reinbold stellt seine liebsten Rotweine vor und gibt Tipps zum perfekten Genuss und zur Lagerung.

Mit den fallenden Temperaturen hat wieder die Rotwein-Zeit begonnen. Denn in der kühlen Jahreszeit schmeckt vielen Menschen ein kräftiger Rotwein besser als ein leichter Weißer. Tatsächlich passt Rotwein famos zu kühler Witterung, da er in der Regel mehr Alkohol enthält als Weißwein und selten gekühlt getrunken wird. So spendet er wohlige Wärme und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. 

Doch die Auswahl an guten Weinen aus Frankreich und Italien, aber auch aus Spanien, Deutschland und Übersee ist mittlerweile riesig. Um den besten Rotwein zu finden, hat t-online einen Wein-Experten zurate gezogen: Sven Reinbold gibt Tipps zum perfekten Genuss und hat uns seine persönlichen sieben Rotwein-Favoriten verraten:

Sven Reinbold ist Chef-Einkäufer von Weinfreunde (Quelle: Weinfreunde)

Tipps vom Wein-Experten

Sven Reinbold

Bei Sven gehört Wein zur DNA. Der Chef-Einkäufer von Weinfreunde stammt aus einer Winzerfamilie vom Kaiserstuhl und hat Weinbetriebswirtschaft studiert: von Herkunft und Profession ein echter Weinversteher. Persönlich schwärmt er für Weißweine aus Deutschland, seine rote Liebe gilt jedoch der Rhône und dem Burgund.

1. Primitivo aus Italien: Miluna Primitivo di Manduria Riserva 2016, Cantine San Marzano

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  • Anbaugebiet: Apulien
  • Jahrgang 2016
  • Geschmack: k.A.
  • Alkoholgehalt: 14,5 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Ein Wein für ganz besondere Genussmomente. Intensiver Duft von Brombeeren, Heidelbeeren, Feigen, dazu feine Gewürznoten. Ein Primitivo mit Körper und Kraft aus Apuliens Top-Region Manduria. Der Top-Wein der Cantine San Marzano aus der Miluna-Reihe."

Der kräftige und charakterstarke Rotwein mit Jahrgang 2016 passt ideal zu Rind, Wild oder Weichkäse. Er ist kein Alltagswein und daher ideal für besondere Anlässe oder Momente. Seine ideale Trinktemperatur liegt bei 16 Grad Celsius.

Das Weingut Cantine San Marzano, das diesen Rotwein aus der Rebsorte Primitivo keltert, ist preisgekrönt. Dasselbe gilt für diesen Rotwein des Jahrgangs 2016, der bei der Berliner Wein Trophy Gold gewann und 93 Falstaff-Punkte aufweisen kann.

2. Reserva aus Frankreich: Côtes-du-Rhône Réserve 2017, Les Grands Préaux

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  • Anbaugebiet: Rhône
  • Jahrgang 2017
  • Geschmack: trocken
  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Bilderbuch-Rotwein aus bestem Hause von der Côtes-du-Rhône. Wunderbare Fruchtaromen und ein saftiger Abgang zeichnen die Cuvée aus Grenache, Syrah und Mourvèdre aus. Ein unkomplizierter, aber abendfüllender Rotwein der berühmten Weinfamilie Perrin."

Der aus den Rebsorten Grenache, Mourvèdre und Syrah hergestellte Rotwein passt sehr gut zu Lamm, Wild und Rind, aber auch zu Tapas und Snacks. Der Geschmack des kräftigen Weins aus dem Jahrgang 2017 ist kräutrig-würzig und seine optimale Trinktemperatur liegt zwischen 15 und 17 Grad Celsius.

3. Negroamaro aus Italien: Roccia Rosso 2017, Cantina Vecchia Torre

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  • Anbaugebiet: Apulien
  • Jahrgang 2017
  • Geschmack: k.A.
  • Alkoholgehalt: 14,0 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Apulien in Bestform. Weinmacher Ennio Cagnazzo von der Cantina Vecchia Torre liefert mit dem Roccia Rosso ein Prachtstück auf Samtpfoten ab. Feine Gewürznoten begleiten die Frucht, sehr ausbalanciert und mit feiner Restsüße. Intensiv, dicht, erobernd."

Dieser beerig-würzige Wein aus den Rebsorten Negroamaro, Syrah und Primitivo passt zu Hartkäse, Wild, Rind und zum Grillen. Er ist samtig-weich im Geschmack. Dieser Rotwein schmeckt am besten bei 16 Grad Celsius Trinktemperatur.

Der Rotwein mit Jahrgang 2017 ist mehrfach prämiert. Bei der Berliner Wein Trophy erhielt er Gold und wurde beim Mundus Vini mit Silber ausgezeichnet.

4. Tempranillo aus Spanien: Tres Reyes Tempranillo-Syrah 2017, Bodegas Tres Reyes

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  • Anbaugebiet: Vino de la Tierra de Castilla
  • Jahrgang 2017
  • Geschmack: trocken
  • Alkoholgehalt: 14,0 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Frucht- und Würzaromen, Frische und Länge – was braucht es mehr? Der Wein aus Tempranillo und Syrah begeistert mit charakterstarker Noblesse und bringt die Sonne Spaniens ins Glas. Wohlfühlwein ohne Kompromisse und Allüren. Immer gut."

Der spanische Rotwein des Jahrgangs 2017 passt sehr gut zu Pasta, Rind, Hartkäse oder Tapas. Er ist charakterstark und kräftig, hat aber ebenfalls einen beerig-fruchtigen Geschmack. Seine ideale Trinktemperatur beträgt 18 Grad Celsius.

5. Corvina aus Italien: Amarone della Valpolicella 2015, Sartori

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  • Anbaugebiet: Venetien
  • Jahrgang 2015
  • Geschmack: trocken
  • Alkoholgehalt: 15,0 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Amarone-Großmeister Sartori zelebriert geradezu die traditionelle Herstellung aus getrockneten Trauben. Der gereifte 2015er besticht mit dichter Aromatik, die von eingekochten Früchten bis zu exotischen Gewürzen reicht. Üppig und sanft gleichermaßen."

Dieser italienische Rotwein aus den Rebsorten Corvina, Corvinone, Rondinella und Croatina wird anders als viele andere Weine aus getrockneten Trauben erzeugt und ist daher etwas ganz Besonderes. Er schmeckt beerig-fruchtig und würzig und passt ideal zu Fleisch, vor allem Lamm, Rind und Wild. Seine optimale Trinktemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius.

Dieser Rotwein aus dem Anbaugebiet Venetien und mit Jahrgang 2015 ist ebenfalls prämiert: Er gewann bei der Berliner Wein Trophy Gold.

6. Merlot aus Frankreich: Premier Rendez-Vous Merlot Cabernet 2018, Les Producteurs Réunis

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  • Anbaugebiet: Languedoc-Roussillon
  • Jahrgang 2018
  • Geschmack: halbtrocken
  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Viel Rotwein für wenig Geld. Ein echter Allrounder mit südfranzösischem Charme für gemütliche Abende. Intensive Fruchtaromen an Nase und Gaumen, dabei nicht überladen und schwer, tolles Gleichgewicht von Tanninen und Restsüße."

Der halbtrockene französische Rotwein aus dem Anbaugebiet Languedoc-Roussillon passt nicht nur zu Hartkäse und Pasta, sondern auch zu Geflügel und Grillgerichten. Der samtig-weiche Wein besteht aus den Rebsorten Merlot und Cabernet und wird am besten mit 17 Grad Celsius getrunken.

Auch dieser Rotwein des Jahrgangs 2018 wurde mehrfach ausgezeichnet: Bei der Berliner Wein Trophy 2018 und beim Concours International Lyon wurde er mit Gold prämiert.

7. Primitivo aus Italien: Miluna Primitivo Salento 2018, Cantine San Marzano

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  • Anbaugebiet: Apulien
  • Jahrgang 2018
  • Geschmack: k.A.
  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol.

Das sagt der Wein-Experte: "Kirsche und Brombeere geben das Entrée. Noch mehr Aromenfülle entsteht am Gaumen durch samtene Würznoten, Nuancen von Holzreife und wohltuende Säure. Klassischer Primitivo aus Apulien und perfekter Begleiter für den langen Abend."

Der samtig-weiche Rotwein aus dem Anbaugebiet Apulien in Italien passt dank seines fruchtig-beerigen Geschmacks ebenfalls ideal zu Hartkäse, Pasta und Rind oder auch Tapas und Snacks. Seine optimale Trinktemperatur liegt bei 17 Grad Celsius.

Auch dieser Rotwein des Weinguts Cantine San Marzano ist preisgekrönt. Vom bekannten Sommelier und Wein-Kritiker Luca Maroni wurde der Wein des Jahrgangs 2018 mit 94 von 99 Punkten ausgezeichnet.

Unser Fazit

Welcher Rotwein die beste Wahl ist, hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Man sollte aber auch darauf achten, wozu der Wein passt und die optimale Trinktemperatur einhalten. Wein-Experte Sven Reinbold bevorzugt Wein aus dem Rhône-Anbaugebiet in Frankreich. Von dort kommt der kräftige Côtes-du-Rhône Réserve. Wer statt des charakterstarken Rotweins einen samtig-weichen bevorzugt, ist mit dem mehrfach ausgezeichneten Roccia Rosso aus Italien gut beraten.

Fragen an den Wein-Experten: Wie gelingt der perfekte Rotwein-Genuss?

Wie soll Rotwein serviert werden?

Wein-Experte Sven Reinbold: "Früher empfahl man immer Zimmertemperatur, doch das war vor Erfindung der Zentralheizung. Als Resultat trinkt man heute vor allem Rotwein meistens zu warm. Besser man nimmt das Thermometer zur Hand, also 16 bis 18 Grad sind perfekt. Im Sommer gern auch etwas kühler. Ist der Wein zu kalt, verschließen sich die Aromen. Ist der Wein wiederum zu warm, drängt sich der Alkohol zu sehr in den Vordergrund.

Die meisten Rotweine sind nach dem Öffnen direkt zu genießen. Bei älteren, gereiften Weinen wird der Wein oft umgefüllt, um dabei eventuelle Ablagerungen in der Flasche zurückzubehalten – Dekantieren genannt. Oftmals genügt es aber, sie zwei bis drei Stunden vor dem Genuss zu öffnen und 'atmen' zu lassen. Aromatisch zurückhaltende Weine kommen am besten noch in eine dickbauchige Karaffe, um ihnen mehr Sauerstoff zuzuführen. Das bewirkt oft Wunder. Und bitte immer richtige Rotweingläser verwenden, der Wein zeigt dann einen intensiveren Geruch.

Was passt zu einem Glas Rotwein?

Wein-Experte Sven Reinbold: "Da mangelt es wirklich nicht an guten Begleitern. Angefangen beim Käse über Tapas und andere mediterrane Happen bis hin zum einfachen Brot mit Olivenöl und Salz oder auch Salami oder Parmaschinken. Es ist auch einmalig, wie Weichkäse die etwas schroffen Gerbstoffe mancher Rotweine geschmeidig macht. Ein gereifter Hartkäse empfiehlt sich geradezu immer zu einem Roten. Bei leichteren, fruchtbetonten Rotweinen empfehle ich gerne Gemüsechips oder auch leicht gesalzene Nüsse oder Mandeln. Da geht es um den feinen Kontrast.

Ganz persönlich gesprochen liebe ich Schokolade zum Rotwein. Klingt eigentümlich, ist aber eine Versuchung wert. Dafür am besten auf eine dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil zurückgreifen. Die herbe Schokolade mit ihren Fruchtaromen liebt ebensolche Weine. Ein echtes Paar für gute Laune."

Wie und wo soll man Rotwein lagern und bei welcher Temperatur?

Wein-Experte Sven Reinbold: "Wichtig ist, die Weine keiner dauerhaft hellen Lichtquelle auszusetzen und Temperaturen über 20 Grad Celsius zu vermeiden. Man kann auch sagen: Dort wo es dunkel, kühl und ein wenig feuchter ist, lagern Weine am besten. Als ideal gelten 12 bis 13 Grad Celsius. Aber auch Temperaturen darüber und etwas darunter sind weniger schlimm, als man gemeinhin annimmt.

Bitte aber auf jeden Fall die Flaschen, wenn sie mit einem Naturkorken verschlossen sind, liegend aufbewahren, damit die Korken nicht austrocknen und undicht werden. Eintretender Sauerstoff zerstört nämlich den Wein.

Ein richtiger Keller, der komplett oder weitestgehend im Erdreich liegt, ist natürlich das Beste. Bei anderen Lagerstätten sollte darauf geachtet werden, dass große Temperaturschwankungen ausgeschlossen werden können. Wer etwas Geld in seine Weinleidenschaft investieren möchte, kann sich einen Weinklimaschrank anschaffen. Das lohnt aber nur für die großen, lagerfähigen Weine. Für Weine des alltäglichen Genusses ist solch ein Aufwand nicht erforderlich, es sei denn man möchte sie mithilfe des Klimaschranks auf die optimale Trinktemperatur bringen."

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