Sie sind hier: Home > Haushalt & Wohnen > Küchengeräte >

Stiftung Warentest: Die besten Gefrierschränke im Test – nur wenige sind gut

Stiftung Warentest  

Gefrierschränke im Test – nur wenige sind gut

Von Monika Salz

09.04.2020, 13:12 Uhr

Lebensmittel bevorraten und lange frisch halten – dafür eignen sich Gefrierschränke hervorragend. Doch sind sie wirklich so effizient und gut bedienbar, wie die Hersteller behaupten? Die Stiftung Warentest hat 15 große und kleine Gefrierschränke getestet. Wir stellen die Ergebnisse vor und präsentieren die Testsieger.

Ob ein großer Gefrierschrank benötigt wird oder ein kleines Gerät ausreichend ist, hängt in der Regel von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen ab. Die Stiftung Warentest empfiehlt pro Person ein Volumen von 40 Litern. Kleine Gefriergeräte mit 60 bis 75 Litern Gebrauchsvolumen eignen sich für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte oder aber kleine Familien, die grundsätzlich eher wenig Gefriergut vorhalten. Hier lohnt sich mitunter auch eine Kühl-Gefrierkombination anstatt eines Kühlschranks und eines Tiefkühlschranks.

Für größere Familien und Fans von Tiefkühlpizza und Co. ist ein zusätzlicher Standgefrierschrank mit etwa 150 bis 240 Litern Gebrauchsvolumen sinnvoller.

Was wurde getestet?

Im Test (März 2019) waren insgesamt 15 frei stehende Gefrierschränke, davon zehn große Geräte mit einem Gebrauchsvolumen von 147 bis 238 Litern und fünf kleine mit 59 bis 75 Litern Gebrauchsvolumen. Alle Modelle aus dem Test haben die Energieeffizienzklasse A++.

Untersuchungspunkte waren das Einfrieren, die Temperaturstabilität beim Lagern, die Energieeffizienz, Handhabung, Geräuschentwicklung und das Verhalten bei Störungen. Das Hauptaugenmerk lag bei den Testpunkten Energieeffizienz (30 Prozent der Gesamtnote) und Einfrieren (25 Prozent).

Das Ergebnis ist ernüchternd. Nur fünf der großen Modelle erhielten ein test-Qualitätsurteil von "Gut". Alle anderen nur ein "Befriedigend". Bei den kleinen Gefrierschränken im Test wurde zweimal die Gesamtnote "Befriedigend" verteilt, die restlichen Geräte kamen nur auf ein "Ausreichend". Bei allen kleinen Geräten war der Energieverbrauch so hoch, dass sie in diesem Testpunkt nur ein "Befriedigend" bekamen.

Die besten großen Gefrierschränke

Testsieger wurde der Gefrierschrank FN24062ws von Miele mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (1,9)". Den zweiten Platz mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (2,1) belegten gleich drei Geräte: der Bosch GSV29VW31, der Koenic KFZ45211A2NF und der Samsung RZ32M7005WW Gefrierschrank. Alle vier Geräte kamen auf gute Noten im Bereich Energieeffizienz. Beim Testpunkt Einfrieren hatten die Modelle von Miele, Bosch und Koenic die Nase vorn.

Der Testsieger: Miele FN24062ws Gefrierschrank

Dank seiner Schnellgefrierfunktion ist der Miele FN24062ws Gefrierschrank das beste Modell im Testpunkt "Einfrieren". Hier vergab die Stiftung Warentest ein "gut (1,7)". Ein "sehr gut (0,5)" gab es beim Testpunkt "Temperaturbeständigkeit beim Lagern". Hier wurde untersucht, wie sich unterschiedliche Raumtemperaturen auf die Lagertemperatur von -18 Grad auswirken.

Das Gefriergerät hat 152 Liter Gebrauchsvolumen, verfügt über sechs Schubladen und lässt sich sehr gut reinigen. Es hat eine No-Frost-Funktion und verfügt über einen Türalarm. Dieser schlägt an, wenn die Tür nicht richtig geschlossen ist. Die Prüfer bemängelten lediglich die Tatsache, dass keine Beleuchtung vorhanden ist und die Geräuschentwicklung. Hier wurde nur eine Teilnote von "befriedigend" vergeben.

Mit Innenbeleuchtung: Koenic KFZ45211A2NF

Damit man auch in nicht gut beleuchteten Räumen sein Gefriergut im Tiefkühlschrank findet, ist eine Innenbeleuchtung sehr hilfreich. Der Koenic KFZ45211A2NF ist das einzige der gut getesteten großen Modelle, das darüber verfügt.

Das preisgünstige Gerät mit sechs Schubladen und 166 Litern Gebrauchsvolumen schnitt in den Testpunkten "Einfrieren", "Geräuschentwicklung" und "Energieeffizienz" gut ab, beim Testpunkt "Temperaturbeständigkeit beim Lagern" gab es ein "sehr gut".

Eine No-Frost-Funktion ist vorhanden, ebenso ein Türalarm. Das "Verhalten bei Störungen" wurde mit "befriedigend" bewertet.

Der beste kleine Gefrierschrank: Liebherr GP 1376

Wer nicht viele Lebensmittel einfrieren möchte, ist mit einem kleineren Modell besser bedient. Im Test am besten schnitt der Gefrierschrank GP 1376 von Liebherr ab. Er bekam das test-Qualitätsurteil "Befriedigend (2,7)" und konnte mit einem "sehr gut" bei "Temperaturbeständigkeit beim Lagern" überzeugen. Die Teilnote "gut" gab es im Testpunkt "Geräusch" und für die "Handhabung".

Ist die Temperatur zu hoch, warnt eine Anzeige. Die 73 Liter Gebrauchsvolumen verteilen sich auf vier Schubladen. Zwar brauchen die kleinen Gefriergeräte weniger Strom als die großen, sind aber auch weniger effizient. Auf Beleuchtung und No-Frost-Funktion muss der Nutzer verzichten.

Was ist der Unterschied von Nutzinhalt und Gebrauchsvolumen?

Hersteller geben bei Kühlschränken, Gefrierschränken oder auch Kühltruhen in der Regel den Nutzinhalt in Litern an. Der Nutzinhalt bezeichnet den kompletten Innenraum eines Gerätes – ohne Schubladen, Einlegeböden oder Ähnliches. Die Stiftung Warentest hingegen berechnet das Gebrauchsvolumen. Das ist das Volumen, das tatsächlich zur Lagerung von Lebensmitteln zur Verfügung steht.

Sind gefrorene Lebensmittel endlos haltbar?

Nein, auch gefroren halten sich Lebensmittel nicht unbegrenzt. Je nach Lebensmittel leidet die Qualität nach einigen Monaten auch bei optimaler Kühlung. Während Obst und Gemüse etwa sechs bis zwölf Monate haltbar sind, sollten gekochte Speisen und Brot nach einem bis drei Monaten verbraucht werden. Auch Kuchen sollte nicht länger als ein halbes Jahr eingefroren bleiben. Schweinefleisch sollte maximal sieben Monate im Gefrierschrank lagern, Rindfleisch kann bis zu zwölf Monate eingefroren werden.

Welche Funktionen sind bei einem Gefrierschrank wichtig?

Fast jedem ist es schon mal passiert: Die Tür von Kühl- oder Gefrierschrank wurde nicht richtig geschlossen. Im besten Fall wird lediglich Energie verschwendet, im schlimmsten Fall gibt es aufgetaute Lebensmittel und eine Wasserpfütze. Um das zu verhindern, verfügen moderne Gefrierschränke über ein akustisches und teils optisches Warnsignal. So werden Sie rechtzeitig gewarnt, falls die Tür offensteht.

Für alle, die selbst Lebensmittel einfrieren, ist die sogenannte Superfrost-Funktion wichtig. Die sorgt dafür, dass die Temperatur stark absinkt und Lebensmittel schneller eingefroren werden. Das ist für eine hohe Qualität der Lebensmittel nach dem Auftauen entscheidend. Wer viel frisches Gemüse, Beeren, Fisch oder Fleisch einfrieren will, sollte sich deshalb für einen Gefrierschrank mit Super-Frost-Funktion entscheiden.

Praktisch, aber nicht zwingend notwendig, ist die sogenannte No-Frost-Technologie. Diese sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Gefrierschrank sinkt. Dadurch vereisen Lebensmittel nicht mehr und die Geräte müssen nicht abgetaut werden.

Für die Produkte, die über diese Seite verkauft werden, erhält t-online.de eine Provision vom Händler. Für Sie als Käufer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal