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WLAN-Steckdosen im Test: Diese Modelle sind gut und günstig

Smarte Zwischenstecker  

Im Test: WLAN-Steckdosen für all Ihre Geräte

Von Adrian Smiatek

14.06.2019, 16:25 Uhr
WLAN-Steckdosen im Test: Diese Modelle sind gut und günstig. Smarte Steckdosen bringen auch ältere Geräte ins Heimnetzwerk. Dann lassen sie sich per Smartphone und App ein- und ausschalten. (Quelle: Hersteller)

Smarte Steckdosen bringen auch ältere Geräte ins Heimnetzwerk. Dann lassen sie sich per Smartphone und App ein- und ausschalten. (Quelle: Hersteller)

WLAN-Steckdosen sind ein einfacher und günstiger Einstieg in das smarte Zuhause. Die kleinen Zwischenstecker sorgen dafür, dass sich auch ältere oder nicht-smarte Geräte wie Lichterkette, Kaffeemaschine und Co. per App oder Sprachassistent steuern und bedienen lassen. Wir stellen gängige Funksteckdosen vor, die sich in Tests bewährt haben.

Eine Funksteckdose ist nichts weiter als ein Zwischenstecker, der wie ein Adapter zwischen eine herkömmliche Steckdose und das Endgerät gesteckt wird. In seinem Gehäuse ist ein Funkempfänger integriert, der entweder direkt oder über eine Basisstation mit dem heimischen WLAN verbunden wird. Bedient wird dieser Zwischenstecker je nach Modell über eine App und/oder per Sprachbefehl. 

Die Vorteile von Funksteckdosen:

  • bequemes Ein- und Ausschalten von Geräten
  • lassen sich meist per App steuern, auch von unterwegs
  • helfen beim Stromsparen
  • bieten oft Zusatzfunktionen wie Zeitschaltuhr, Messung von Stromverbrauch, Abwesenheitsmodus (Einbruchschutz)
  • lassen sich einfach nachrüsten

Wie funktioniert eine WLAN-Steckdose?

WLAN-Steckdosen, Funksteckdosen oder besser smarte Steckdose (engl. Smart Plugs) gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich grob in den Übertragungstechnologien WLAN, Bluetooth und den Smart-Home-Funk-Standard ZigBee. WLAN-Steckdosen lassen sich einfach und eigenständig ohne zusätzliche Hardware ins WLAN-Netzwerk einbinden. Dabei findet die Konfiguration über eine App statt, mit der man die Steckdose mit dem WLAN verbindet.

Bluetooth-Steckdosen kommunizieren hingegen direkt mit dem Smartphone. Somit sind auch keine weiteren Geräte nötig. Jedoch hat Bluetooth eine vergleichsweise geringe Reichweite – es kann passieren, dass die Verbindung zwischen Wohnzimmer und Küche schon abreißt. Gegen Aufpreis sind Bluetooth-Bridge-Geräte erhältlich: Die Bluetooth-Steckdose verbindet sich dann mit dem Überbrückungsgerät, das mit dem WLAN-Netzwerk verbunden ist. Doch auch die Bridge darf nicht zu weit von der Bluetooth-Steckdose entfernt sein.

Die dritte Variante sind Steckdosen, die über einen eigenen Funk-Standard kommunizieren. Meist ist dies der Standard "ZigBee". Hierbei funken die Steckdosen ebenfalls an eine Bridge, die wiederum mit dem WLAN-Netz verbunden ist. ZigBee-Funk kann größere Distanzen zurücklegen. Außerdem verstärken moderne ZigBee-Geräte, wie bei einem Mesh-Netzwerk, die Funksignale, wodurch nahezu jede Distanz zurückgelegt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch im Vergleich zu WLAN-Steckdosen. Haben Sie sich einmal eine ZigBee-Bridge angeschafft, können die meisten anderen ZigBee-Geräte, wie beispielsweise smarte Glühbirnen, gekoppelt werden.

Die folgenden WLAN-Steckdosen und Funksteckdosen haben in verschiedenen Tests gut abgeschnitten und sind daher empfehlenswert:

Osram Smart+ Plug: smarte Steckdose mit ZigBee-Standard

Die prominenteste smarte Steckdose ist der Smart+ Plug vom bekannten Leuchtmittel-Hersteller Osram. Dabei handelt es sich bei der OSRAM-Steckdose um keine WLAN-Steckdose. Für den Einsatz wird also eine Basis-Station, oftmals Bridge genannt, gebraucht. Käufer sind dabei jedoch nicht auf die hauseigene Lightify-Station angewiesen. Auch andere ZigBee-Bridges von Herstellern wie Philips, Samsung oder der Telekom funktionieren mit dem Smart+ Plug. Sollten Sie von vornherein nur ein Gerät smart machen wollen, lohnt sich die Anschaffung aufgrund der extra Hardware nicht. Oftmals fällt die Wahl auf diese Steckdose, wenn bereits smarte Glühbirnen im Einsatz sind und es nun den nicht-smarten Geräten an den Kragen gehen soll.

Das Computer-Magazin "c’t" lobt die vergleichsweise kleine Bauweise und den kleinen Preis. Kritisiert wird die Notwendigkeit einer ZigBee-Basisstation. Den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes kann man nicht überwachen. Je nach verwendeter Basisstation lässt sich die Steckdose per Google Assistant und Amazons Alexa steuern.

  • Übertragungsart: ZigBee
  • Basisstation benötigt: ja
  • Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Google Assistant
  • App: ja
  • kompatibel mit: Philips Hue Bridge, Telekom Magenta, Quivicon, Samsung smartThings u.a.
  • Funktionen: an/aus
  • Zeitschaltuhr: nein
  • Messung Stromverbrauch: nein
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Amazon Smart Plug: unkomplizierte WLAN-Steckdose speziell für Alexa

Eine reine WLAN-Steckdose gibt es von Amazon selbst. Diese extra für Amazons Alexa entworfene Steckdose verbindet sich direkt ohne zusätzliche Hardware mit dem heimischen WLAN-Netzwerk. Konfiguriert wird sie über die Alexa-App.

Das Magazin "Curved“ lobt die einfache Inbetriebnahme sowie die unkomplizierte Bedienung per App. Standard-Funktionen wie Routinen oder Zeitpläne beherrscht auch dieser Smart Plug. Ähnlich wie die Osram-Steckdose verzichtet aber auch Amazons Steckdose auf die Messung des Stromverbrauchs. Die Tester kritisierten insbesondere das klobige Gehäuse sowie die fehlende Möglichkeit, die Steckdose über den Google Assistant oder Apples HomeKit zu steuern.

  • Übertragungsart: WLAN (802.11b/​g/​n)
  • Basisstation benötigt: nein
  • Sprachsteuerung: Amazon Alexa
  • App: ja
  • Funktionen: an/aus
  • Zeitschaltuhr: nein
  • Messung Stromverbrauch: nein
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TP-Link HS110 Kasa: günstige WLAN-Steckdose mit vielen Funktionen

TP-Link ist in Deutschland als Hersteller für zuverlässige WLAN-Produkte bekannt. Zum Sortiment gehört auch eine Funksteckdose: Sie kommuniziert direkt über WLAN und lässt sich per Sprachassistent und per App steuern. Über die App steht neben einer Zeituhrfunktion auch ein Abwesenheitsmodus bereit, der die Steckdose innerhalb eines Zeitrahmens zufällig an- und abschaltet – ein praktischer Einbruchschutz. Der Stromverbrauch lässt sich ebenfalls in der App ablesen.

„Die TP-Link HS110 WLAN-Steckdose liefert eine fast perfekte Vorstellung ab. Die Einrichtung ist problemlos, alle Features sind da, die man sich wünschen kann und auch die Hardware ist tadellos", urteilte das Magazin "Techtest". Dazu kommt der faire Preis. Günstiger kann man kaum ins Smart Home einsteigen.

  • Übertragungsart: WLAN (802.11b/​g/​n)
  • Basisstation benötigt: nein
  • Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Google Assistant
  • App: ja
  • Zeitschaltuhr: ja
  • Abwesenheitsmodus: zufälliges An- und Ausschalten
  • Messung Stromverbrauch: ja
  • Besonderheiten: zusätzliche Programme
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Gosund SP1 WLAN-Steckdose

Eine ebenfalls günstige smarte Steckdose kommt vom chinesischem Hersteller Gosund. Im Viererpack kostet die Steckdose unter zehn Euro pro Dose. Ähnlich wie die Amazon-Steckdose kommuniziert auch diese direkt über WLAN und verbraucht daher etwas mehr Strom als der verbrauchsarme ZigBee-Funk-Standard. Während viele günstige chinesische WLAN-Steckdosen bei jedem Gebrauch und selbst zwischendurch über chinesische Server kommunizieren, wirbt der Hersteller Gosund mit Servern im hessischen Frankfurt.

Neben fast durchweg positiven Käufer-Bewertungen berichtet auch das Blog "homeandsmart.de“ von einer ordentlichen Steckdose zum günstigen Preis. Außerdem soll sie ziemlich hochwertig wirken im Vergleich zu anderen China-Modellen. Einzig die Einrichtung über die eher schlecht programmierte "Smart Life“-App ist oftmals etwas knifflig und gelingt erst nach mehreren Anläufen.

  • Übertragungsart: WLAN
  • Basisstation benötigt: nein
  • Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Google Assistant
  • App: ja
  • Zeitschaltuhr: ja
  • Messung Stromverbrauch: ja
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AVM FRITZ!DECT 200 Funksteckdose

Auch der bekannte deutsche Router-Hersteller AVM hat eine smarte Steckdose im Angebot. Dabei setzt der Hersteller auf einen eigenen Standard. Über den sogenannten DECT-Funk können die intelligenten Fritz!-Steckdosen mit der Fritz!Box verbunden werden. Als Basisstation ist ein hauseigener AVM-Router zwingend notwendig – über Dritt-Router können die Dosen nicht gekoppelt werden. Umgekehrt lassen sich aber andere Smart-Home-Geräte zum Beispiel von der Telekom mit Fritz!Boxen verwenden.

Das Magazin "Mac Life“ lobt die einfache Konfiguration über die Fritz!Box-Router. Per Knopfdruck auf Router und Steckdose finden sich die Geräte automatisch – teilweise aber erst beim zweiten Versuch. Außerdem glänzt die Dose den Testern nach mit einer sehr guten Software sowie umfassender Energieauswertung. Einzig die notwendige Kopplung mit einem AVM-Router kritisiert das Magazin.

Die AVM-Steckdose lässt sich ausschließlich übers Internet, dem Smartphone sowie Fritz!Fon steuern. Weder Googles Assistant, Amazon Alexa oder Apple HomeKit werden unterstützt.

  • Übertragungsart: DECT
  • kompatibel mit: div. Fritz!Boxen
  • Basisstation benötigt: ja
  • Sprachsteuerung: nein
  • App: ja
  • Zeitschaltuhr: ja
  • Messung Stromverbrauch: ja
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Elgato Eve Energy: Bluetooth-Steckdose für kleine Ansprüche

Die Elgato Eve Energy Steckdose setzt im Gegensatz zu allen anderen Geräten auf Bluetooth. Der Standard Bluetooth Low Energy funkt mit relativ geringem Stromverbrauch direkt ans Smartphone. Das sorgt zwar für höhere Sicherheit, da keine Daten über Server geleitet werden. Ist der Nutzer jedoch außerhalb der Bluetooth-Reichweite von rund zehn Metern, ist die smarte Steckdose nutzlos. Die Elgato Eve Energy ist sehr kompakt und hochwertig verarbeitet.

Das Magazin "Mac Life" betitelt die Elgato-Dose mit dem "wohl einfachsten Einstieg in die Welt der Smart Homes." Die Einrichtung soll sehr schnell und reibungslos funktionieren. Auch die Steuerung über Apples HomeKit klappt problemlos. Jedoch kritisieren die Tester die mangelnde Fernsteuerungsmöglichkeit. Dafür ist entweder ein AppleTV oder ein iPad notwendig, welches jedoch immer zu Hause bleiben muss. Auch die mangelnde Kompatibilität zu anderen Sprachassistenten wird bemängelt.

  • Übertragungsart: Bluetooth
  • Basisstation benötigt: nein
  • Sprachsteuerung: Apple HomeKit (Siri)
  • App: ja
  • Zeitschaltuhr: ja
  • Messung Stromverbrauch: ja
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Wie viel Strom verbraucht eine WLAN-Steckdose?

Jede Funksteckdose braucht für ihren eigenen Betrieb Strom, egal ob sich der Stecker im Standby befindet oder eingeschaltet ist. Den ohne Stromverbrauch kann sie keine Signale vom Smartphone oder der Fernbedienung empfangen. Allerdings liegt der Stromverbrauch moderner Funksteckdosen bei unter einem Watt. Aufs Jahr gerechnet ergeben sich dann zusätzliche Stromkosten von etwa 2,50 Euro.

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