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Stiftung Warentest 2020: Zwölf elektrische Grills im Test

Stiftung Warentest  

Zwölf Elektrogrills im Test: Fast alle schneiden gut ab

Von Katja Schmidt

30.04.2020, 22:27 Uhr

Grillen ist eine tolle Alternative zum Kochen und sorgt für einen einzigartigen Geschmack. Mit einem Elektrogrill gelingen Fleisch, Fisch oder Gemüse auch auf dem Balkon oder sogar in der Wohnung. Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 05/2020 zwölf elektrische Grills unter die Lupe genommen – wir stellen die Ergebnisse und Testsieger vor.

Wer in diesen Tagen grillen möchte, aber keinen eigenen Garten hat, kann das mit einem Elektrogrill gut auch in der Wohnung oder auf der Terrasse machen, und das sogar bei Regenwetter. Elektrische Grills sind raucharm, wodurch die Nachbarn ungestört bleiben. Dazu sind sie oft kompakt, sodass sie platzsparend aufbewahrt werden können. Die Auswahl ist jedoch groß und es gibt verschiedene Gerätetypen. Stiftung Warentest hat sie unter die Lupe genommen. Wir stellen die Testergebnisse vor und zeigen die Testsieger. Außerdem erklären wir Unterschiede sowie Vor- und Nachteile von elektrischen Grills.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Im Test befanden sich zwölf elektrische Grill­geräte, darunter sechs Flächengrills und sechs Kontakt­grills, von denen fünf zum Flächengrill aufgeklappt werden können. Für das Gesamturteil berücksichtigt wurden die Gesichtspunkte Grillen (45 Prozent), Hand­habung (30 Prozent), Halt­barkeit (15 Prozent) und Sicherheit (zehn Prozent).

Für die Bewertung der Grillleistung beur­teilten die Prüfer etwa grill­typische Markierungen, Knusp­rigkeit, Anhaften, Kern­temperatur und Saftig­keit. Untersucht wurde außerdem die Grilltemperatur an verschiedenen Stellen der Grill­fläche zu unterschiedlichen Zeitpunkten, auch die Gleich­mäßig­keit sowie die Regelbarkeit der Temperatur wurden berücksichtigt. Dasselbe gilt natürlich auch für die Grill­dauer. Hier wurde geprüft, wie lange die Geräte brauchten, um grill­bereit zu sein, und wie lange der Grill für ein gelungenes Ergebnis braucht.

Unter dem Punkt Handhabung wurden die Gebrauchs­anleitung, der Aufbau und die Inbetrieb­nahme für den erst­maligen Aufbau sowie den wieder­holten Auf- und Abbau untersucht. Auch die Grill­praxis und die Reinigung sowie die Aufbewahrung und Transportfähigkeit flossen in die Beurteilung ein. Hinsichtlich der Haltbarkeit wurden die Verarbeitung sowie die Beschichtung, die Korrosions­beständig­keit und die Reparier­barkeit geprüft. Für die Sicherheit waren die elektrische Sicherheit und die Kipp- und Standsicherheit der Geräte von Belang. Auch berühr­bare heiße Flächen wurden von den Testern bewertet. Außerdem untersuchten sie, ob Aufschriften und Prüfzeichen korrekt waren.

Die Testergebnisse

Der Test der Stiftung Warentest fällt positiv aus: Bis auf einen Elektrogrill schneiden alle zwölf getesteten Modelle mit "Gut" ab. Lediglich der Kontaktgrill Unold 8555 erreicht nur ein Befriedigend (Note "2,6"). Testsieger bei den Flächengrills ist mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)" der Philips HD4419/20. Die Flächengrills der Marken Cloer (Note 2,3), Severin (2,4), Weber (2,4) und Steba (2,5) schneiden ebenfalls insgesamt "Gut" ab. Zweitbester Flächengrill und damit bester elektrischer Standgrill ist jedoch der George Foreman 22460-56 mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut 2,2".

Bei den Kontaktgrills gibt es gleich zwei Testsieger. Der Tefal GC3060 sowie der WMF Lono Kontaktgrill 2in1 schneiden mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" ab. Auf dem zweiten Platz landet der äußerst günstige Kontaktgrill Silvercrest SKGE 2000 C3 von Lidl mit einem "Gut (2,1)", der aktuell nicht verfügbar ist, aber im Juni wieder in den Handel kommen soll. Auf den weiteren Plätzen landen der Tefal Optigrill GC702D (Note 2,2), der im letzten Test von 2015 noch Testsieger wurde, der günstige Clatronic KG 3571 (2,5) und der Unold 8555 (2,6).

Testsieger bei den Flächengrills: Tischgrill Philips HD4419/20 

Der Tischgrill von Philips wird von den Prüfern der Stiftung Warentest als rundum gut bezeichnet. Sie heben besonders seine Handhabung hervor, die von allen Flächengrills die beste ist. Der Grill hat zwar nur eine im Vergleich recht kleine Grillfläche, die für etwa neun Würstchen oder fünf Steaks reicht. Dafür kann er als kleiner Grill sehr gut verstaut werden und eignet sich besonders für die Nutzung in Wohnungen oder auf kleinen Balkonen. Vom Einstecken bis zum Genuss von Steaks dauert es genau 33 Minuten. Sowohl Steaks als auch Fisch­filet und Bauch­speck gelingen gut.

Der Tischgrill arbeitet mit einer Leistung von 2300 Watt. Die Temperatur kann stufenlos eingestellt werden. Seine Fläche ist zu zwei Dritteln geriffelt und zu einem Drittel glatt und hat eine Antihaftbeschichtung, was die Reinigung erleichtert. Positiv ist in dieser Hinsicht auch, dass einige Teile spülmaschinenfest sind und dass über einen Fettablauf überschüssiges Fett in einen abnehmbaren Behälter geleitet wird.

Besonders gut schneidet der Testsieger auch in puncto Sicherheit ab, wo er die Note "1,6" erhält. Insgesamt erreicht der Tischgrill von Philips das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)".

Bester Standgrill: George Foreman 22460-56

Dieser Flächengrill ist der zweitbeste im Test und hat im Vergleich zum Modell von Philips sowohl ein Gestell als auch eine Haube beziehungsweise einen Deckel. Dadurch ist er etwas sperriger und weniger platzsparend, dafür jedoch besser für die Terrasse geeignet. Er bietet außerdem eine größere Grillfläche für circa 13 Würstchen oder 7 Steaks. Laut Stiftung Warentest grillt das Gerät rundum gut – besonders Steaks sind schnell verzehrfertig: Nur 20 Minuten dauert es vom Anschluss an die Steckdose bis zum fertigen Steak.

Der George Foreman grillt mit einer Leistung von 2400 Watt und bietet ein Außenthermometer. So kann man das Grillgut ohne Anheben des Deckels kontrolliert garen. Die Temperatur kann in fünf Stufen eingestellt werden. Die Antihaftbeschichtung erleichtert auch bei diesem Gerät die Reinigung. Die Fettauffangschale und die Grillplatte können außerdem herausgenommen und in der Spülmaschine gereinigt werden.

Stiftung Warentest vergibt an den Zweitplatzierten das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,2)" und betont, dass es sich hierbei um den halt­barsten Grill im Test handelt. Außerdem ist er der beste und güns­tigste Standgrill mit Deckel.

Testsieger bei Kontaktgrills: Tefal GC3060 – mit der besten Grillnote

Der Kontaktgrill von Tefal erreicht als Testsieger der Kontaktgrills das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)". Von allen zwölf Grills im Test grillt er laut den Prüfern am besten (Teilnote "1,8"), zudem ist er leicht zu handhaben. Er bietet Platz für zwölf Würstchen und drei Steaks, schafft als einziger Kontaktgrill aufgeklappt aber auch die doppelte Menge Grillgut. Fürs Aufheizen und Grillen eines Steaks braucht der Elektrogrill 24 Minuten.

Die Leistung dieses Modells beträgt 2000 Watt. Es hat einen Thermostat, über den sich die Grilltemperatur in drei Stufen regeln lässt. Das Gerät verfügt über eine Antihaftbeschichtung sowie einen Fettablauf, was die Reinigung vereinfacht. Auch bei diesem Grill sind zudem die Grillplatten sowie die Fettauffangschale spülmaschinenfest. 

Testsieger bei Kontaktgrills: WMF Lono 2in1 – einfache Handhabung und vielseitig  

Ebenfalls das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" unter den Kontaktgrills erreicht das schicke Designmodell von WMF, das damit ebenfalls Testsieger wie der Tefal GC3060 ist. Auf dem WMF Lono 2in1 können wie beim Tefal-Gerät sechs Würstchen oder drei Steaks gegrillt werden. Zum Flächengrill aufgeklappt schafft er immerhin neun Würstchen oder vier Steaks – im Vergleich also weniger als der Grill von Tefal. Aufheizzeit und Grilldauer betragen zusammen schnelle 21 Minuten.

Der Kontaktgrill hat eine Leistung von 2100 Watt und eine variable Temperatureinstellung. Für die Reinigung können die Fettauffangschale und die antihaftbeschichtete Grillplatte herausgenommen und in die Spülmaschine getan werden.

Besonders schön bei diesem Modell: Es kann auch als Sandwichmaker oder Panini-Grill genutzt werden. Ein kleines Manko ist dagegen, dass die Oberseite bis zu 95 Grad Celsius heiß werden kann, wenn der Kontaktgrill zugeklappt ist. Der Grill punktet dafür mit der zweit­besten Grill­note im Test und ist Bester in der Hand­habung. 

Achtung: Stiftung Warentest weist darauf hin, dass WMF derzeit einzelne Chargen des Lono-Kontaktgrills zurückruft. Mehr Informationen gibt es auf wmf.de, Such­wort: Lono.

Fazit

Es ist erfreulich, dass bis auf einen alle Elektrogrills im Test gut abschneiden. Daher sind elf von zwölf Geräten empfehlenswert. Das gilt natürlich insbesondere für die drei Testsieger der Stiftung Warentest. Welchen Grill man sich zulegt, hängt davon ab, ob man einen Kontakt- oder Flächengrill, einen Stand- oder einen Tischgrill bevorzugt – und natürlich vom Preis. Unser Favorit ist der Kontaktgrill Tefal GC3060, der sich auch ideal als Flächengrill nutzen lässt. Damit ist er vielseitig einsetzbar und liegt außerdem preislich im Mittelfeld.

Was sind die Unterschiede zwischen Flächengrills und Kontaktgrills?

Flächengrills bestehen im Prinzip aus einer heißen Platte, die Lebens­mittel nur von unten erhitzt. Sehr häufig haben sie eine Haube – im Test betrifft das alle außer den Testsieger von Philips. Mit dem Deckel entsteht ein Garraum, was zum Beispiel gut ist, um ganze Fische zu grillen. Mit Haube und Gestell sind diese Elektrogrills zwar recht sper­rig, eignen sich aber gut für die Terrasse oder größere Balkone.

Im Vergleich dazu haben Konktaktgrills zwei heiße Platten, die Lebens­mittel von oben und unten erhitzen. Deshalb sind diese elektrischen Grills besonders schnell. Viele Kontakt­grills lassen sich zu Flächengrills aufklappen. Die doppelte Fläche reicht zwar für mehr, allerdings meist nicht für die doppelte Menge an Grill­gut, da die Temperatur nicht überall gleichmäßig hoch ist. Da diese Grills zusammenklappbar sind, nehmen sie weniger Platz ein.

Wie hoch sind die Stromkosten beim elektrischen Grillen?

Die Stromkosten bei der Nutzung von Elektrogrills halten sich laut Stiftung Warentest in Grenzen. Bei den zwölf getesteten Flächen- und Kontaktgrills ("test"-Ausgabe 05/2020) belaufen sie sich für einen Grilleinsatz auf 12 bis 48 Cent. Ein Grilleinsatz beinhaltet dabei einmal aufheizen und dreimal grillen.

Was unterscheidet einen Elektrogrill von einem Gasgrill?

Zunächst unterscheiden sich die beiden Geräte durch die Arten zu grillen: Einmal wird das Essen mit Strom zubereitet, einmal mit Gas. Elektrogrills sind dabei einfacher und sicherer zu handhaben, da nicht mit Gas hantiert werden muss. Zudem ist die Energiequelle einfach aus der Steckdose zu haben. 

Generell können sowohl Gas- als auch Elektrogrills draußen und drinnen verwendet werden. Das ist ein Vorteil gegenüber Holzkohlegrills: Durch das Verbrennen von Holzkohle entsteht viel Rauch, außerdem tritt Kohlenmonoxid aus, was in Innenräumen gefährlich ist.

Aufwendige Menüs gelingen auf Gasgrills noch besser als auf Elektrogrills. Sie sind meist größer, punkten mit regel­baren Temperaturzonen für unterschiedliches Grill­gut und Abla­geflächen für fertige Komponenten. Ihre Größe ist bei Gasgrills gleichzeitig ein Nachteil: Elektrogrills können leichter verstaut werden und nehmen deutlich weniger Platz weg. Dies gilt insbesondere für Kontaktgrills oder kleine Flächengrills ohne Ständer.

Was sind Vor- und Nachteile gegenüber einem Holzkohlegrill?

Im Gegensatz zum Grillen mit Holzkohle kann man Geräte mit Strom auch im Haus oder in der Wohnung verwenden. Der Geschmack entsteht dabei hauptsächlich durch Gewürze, das typische Grillaroma fehlt. Ein weiterer Nachteil ist, dass Elektrogrills nur dort genutzt werden können, wo es eine Stromquelle gibt. Für das Grillen in Parks sind sie also nicht geeignet. Holzkohlegrills sind im Vergleich flexibler einsetzbar, allerdings nicht in Innenräumen wegen der Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen.

Ein klarer Vorteil gegenüber Holzkohlegrills ist dagegen, dass weniger Rauch entsteht, weshalb Nachbarn weniger belästigt werden, wenn man auf dem Balkon grillt. Außerdem braucht man keine schweren Säcke mit Holzkohle schleppen. Elektrogrills sind zuletzt als Stromer auch umweltfreundlicher.

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