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Smartwatch-Test: Nur sieben sind gut – Apple überzeugt bei Stiftung Warentest

Stiftung Warentest  

Smartwatches im Test: Siebenmal Note "gut" und ein bekannter Testsieger

17.11.2021, 12:35 Uhr | t-online, JPH

Smartwatch-Test: Nur sieben sind gut – Apple überzeugt bei Stiftung Warentest. Eine Apple Watch am Handgelenk: Die Stiftung Warentest prüft die besten Smartwatches. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Eine Apple Watch am Handgelenk: Die Stiftung Warentest prüft die besten Smartwatches. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Smartwatches sind kleine Computer am Handgelenk. Sie messen den Herzschlag, speichern Musik und zeigen Nachrichten an. Für einige Aufgaben brauchen Sie zudem gar nicht mehr das Handy aus der Tasche zu ziehen. Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig die neuesten Modelle. Das sind die Ergebnisse.

Motivieren zu mehr Bewegung, Schritte zählen, Nachrichten erhalten und Musik hören: Smartwatches können weit mehr als normale Uhren am Handgelenk. Mit austauschbaren Armbändern und eigenen Ziffernblättern sind sie zudem ein modisches Accessoire. Die Stiftung Warentest hat für die "test"-Ausgabe 12/2021 aktuelle Smartwatches getestet. Ganz vorn bleibt ein bekanntes Modell: die Apple Watch.

Smartwatches im Test: So testet die Stiftung Warentest

Insgesamt 65 Smartwatches zwischen 50 und 600 Euro hat die Stiftung Warentest bereits untersucht. Mit der neuesten Veröffentlichung sind noch einmal acht neue Modelle dazugekommen. Nur sieben Uhren erreichen allerdings die Testnote "gut".

Die wichtigsten Kriterien der Prüfer waren die Fitnessfunktionen (40 Prozent), die Handhabung (30 Prozent) und die Kommunikation (15 Prozent). Bei den Fitnessfunktionen liegt der Fokus auf der Genauigkeit der Angaben von beispielsweise Puls, Kalorienverbrauch und Streckenlänge. Bei der Handhabung wurden die Gebrauchsanleitung, die einfache Bedienung und die Akkulaufzeit beurteilt. In der Kategorie Kommunikation testete die Stiftung Warentest Funktionen wie das Annehmen von Anrufen, die Anzeige von Nachrichten und die Wiedergabe von Musik. Weitere Testbereiche waren die Stabilität (5 Prozent), der Datenschutz (10 Prozent) sowie der Schadstoffgehalt. 

Die Testsieger: Das sind die besten Smartwatches 

Der Testsieger mit der Note "gut (2,0)" ist die Apple Watch Series 6. Sie überzeugt mit guten bis sehr guten Ergebnisse bei den Fitnessfunktionen und der Kommunikation. Auf dem zweiten Platz liegt mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,1)" die Smartwatch Garmin Fenix 6 Pro. Günstige Alternativen sind die Apple Watch SE und die Garmin Venu 2, die beide die Gesamtnote "gut (2,3)" erreichen.

Die aktuelle Apple Watch Series 7 und die Samsung Galaxy Watch 4 sind derzeit noch in der Prüfung und konnten noch nicht im Test berücksichtigt werden.

Der Testsieger: Apple Watch Series 6

Das Testergebnis: Die Apple Watch Series 6 erreicht das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,0)" und ist damit der aktuelle Testsieger. Die Smartwatch überzeugt mit umfangreichen Funktionen, einer genauen Messung der Fitnessdaten und guter Handhabung.

Produktdetails: Das aktuelle Topmodell von Apple besitzt viele innovative Fitnessfunktionen. Es misst die Herzfrequenz, kann ein EKG erstellen, erkennt Stürze und den Sauerstoffgehalt im Blut. Auch abseits der Fitnessdaten überzeugt das Modell mit einem hellen OLED-Bildschirm, GPS, guter Performance und der Möglichkeit, weitere Apps zu installieren. Über Siri haben Sie zudem Apples Sprachassistentin am Handgelenk und mit dem optionalen LTE-Empfang sind Sie auch ohne Handy online und erhalten Telefonate und Nachrichten. Das kostet allerdings extra. Die Akkulaufzeit von einem Tag bei intensiver Nutzung geht in Anbetracht der vielen Funktionen in Ordnung. Mit der riesigen Auswahl an passenden Armbändern personalisieren Sie die Uhr je nach Outfit und Anlass.

All die guten Noten haben allerdings eine Einschränkung: ohne iPhone keine Apple Watch. Sie lässt sich nur mit dem Apple-Smartphone koppeln. Android-Nutzer müssen sich bei anderen Herstellern umsehen. 

Sportuhr auf Platz 2: Garmin Fenix 6 Pro

Das Testergebnis: Die Garmin Fenix 6 Pro erhält das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,1)" und überzeugt vor allem mit ihrer guten Handhabung.

Produktdetails: Die Garmin Fenix 6 Pro ist ein echter Allrounder. Sie ist zum einen ein guter Fitnesstracker und ermöglicht zum anderen die Nutzung als Smartwatch im Alltag. Vor allem die Musikwiedergabe ist bei dem Modell sehr gut. Durch die zahlreichen Funktionen wie Navigation mit GPS, Höhenmesser und die korrekte Anzeige von Streckenlängen ist die Smartwatch auch zum Wandern oder für andere Aktivitäten bestens geeignet.

Im Alltagsmodus hält der Akku bis zu 14 Tage, im Trainingsmodus mindestens 24 Stunden. Mit der Uhr haben Sie auch wichtige Gesundheitsdaten im Blick. Die Fenix misst die Herzfrequenz, bestimmt die Sauerstoffsättigung im Blut und überwacht die aktuelle Trainingsbelastung. Der OLED-Bildschirm mit 1,3 Zoll ist im Gegensatz zur Apple Watch rund und erinnert dadurch mehr an eine klassische Uhr.

Günstige Alternative zum Testsieger: Apple Watch SE

Das Testergebnis: Die Apple Watch SE landet mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)" nur knapp hinter dem Spitzenfeld. Die Uhr punktet vor allem mit einer sehr guten Kommunikation und guter Handhabung.

Produktdetails: Die Apple Watch SE ist der Preis-Leistungs-Tipp unter den Apple-Uhren. Sie bietet viele Funktionen der Series 6, ist aber deutlich günstiger. Die Kompromisse sind zudem gut gewählt: Die SE besitzt das gleiche OLED-Display mit bis zu 1.000 Nits Helligkeit, die gleichen Abmessungen, wechselbare Armbänder, ist wasserdicht und überwacht den Herzschlag. Der Akku hält laut Hersteller 18 Stunden. Als Betriebssystem kommt wie bei den Schwestermodellen watchOS zum Einsatz.

Im Vergleich zur Series 6 fehlen das Always-On-Display, die EKG-Funktion und der Sensor zur Messung des Blutsauerstoffs. Da nicht jeder im Alltag die Möglichkeit vermisst, ein EKG zu erstellen, ist die SE eine gute Wahl. Sie ist eine hervorragende Smartwatch und für iPhone-Nutzer, die auf zusätzliche Sensoren verzichten können, die richtige Wahl.

Preissieger: Garmin Venu Smartwatch

Das Testergebnis: Die Garmin Venu 2 erreicht ebenfalls das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)" und überzeugt mit guten Ergebnissen bei den Fitnessfunktionen.

Produktdetails: Die Garmin-Venu-Smartwatch ist ausgestattet mit diversen Features wie Trainings mit animierten Übungen, dem Garmin-Coach und über 25 Sport-Apps für einen aktiven Lebensstil. Mit dem hellen OLED-Bildschirm, erweiterbaren Apps und den vielen Sensoren wie Pulsmessung, GPS und Schlaftracking ist sie ein guter Begleiter im Alltag. Im energiesparenden Alltagsmodus hält die Uhr bis zu elf Tage durch. 

Zu den weiteren Funktionen gehört Garmin Pay, so zahlen Sie kontaktlos an der Kasse. Zudem benachrichtigt die Uhr bei einem Unfall beim Laufen, Radfahren und Gehen mit einer automatischen Notfallhilfe. So wird Ihre aktuelle Position an das Smartphone von ausgewählten Kontakten gesendet. 

Das Fazit zum Smartwatch-Test

Testsieger mit den meisten Funktionen und Features ist die Apple Watch Series 6. Für iPhone-Nutzer ist das Modell die erste Wahl. Die Testergebnisse der aktuellen Series 7 wird die Stiftung Warentest in den nächsten Wochen veröffentlichen. Der Preis-Leistungs-Tipp ist die Apple Watch SE mit ebenfalls sehr guter Ausstattung und hellem Display. Android-Nutzer profitieren von den Features allerdings nicht, die Uhr ist nur mit Apple-Handys kompatibel. Die Garmin Fenix 6 Pro und Garmin Venu 2 bieten jedoch ebenfalls sehr gute Fitness- und Kommunikationsfunktionen.

Häufig gestellte Fragen rund um Smartwatches

Funktioniert eine Smartwatch auch ohne Handy?

Ja. Grundfunktionen können Sie auch ohne Handy nutzen. Die Uhrzeit, Fitnessfunktionen, Termine und gespeicherte Musik sind beispielsweise meist auch ohne Handy verfügbar. Jedoch ist die Smartwatch als Erweiterung zum Smartphone gedacht. Bei Funktionen, die eine Internetverbindung benötigen, brauchen Sie bei den meisten Modellen das Handy in der Nähe. 

Brauche ich eine Smartwatch mit LTE-Empfang?

Einige Topmodelle der Hersteller haben eine integrierte LTE-Funktion. Damit verbindet sich die Smartwatch mit dem Mobilfunknetz und kann auch ohne Handy Daten empfangen und Telefonate starten. Für dieses Feature müssen Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter allerdings zusätzliche Gebühren zahlen (meist circa 5 Euro pro Monat). Praktisch ist die Funktion, wenn Sie viel Joggen und unterwegs Musik streamen möchten oder ohne Handy keinen Anruf verpassen wollen. Für die meisten Anwender reicht eine Smartwatch ohne LTE-Funktion.

Apple Watch oder Android-Smartwatch?

Die Wahl hängt von Ihrem Handy ab. Besitzen Sie ein Android-Smartphone, können Sie aus einer großen Auswahl an Modellen wählen. Die Apple Watch bleibt iPhone-Nutzern vorbehalten. Sie lässt sich nur mit einem Apple-Smartphone koppeln. Um den vollen Funktionsumfang der Uhren nutzen zu können, empfiehlt es sich, immer beim eigenen Betriebssystem zu bleiben.

Welche Funktionen sind wichtig für eine gute Smartwatch?

Überlegen Sie, für welchen Einsatz Sie die Uhr brauchen. Möchten Sie vor allem Benachrichtigungen vom Handy sehen, brauchen Sie vielleicht nicht viele Fitnessfunktionen. Gehen Sie viel Laufen, sind dagegen ein Pulsmesser und GPS-Modul sinnvoll. Diese Eigenschaften sollte jede gute Smartwatch haben:

  • ein helles Display, damit Sie die Uhr auch bei Sonnenlicht ablesen können
  • eine Akkulaufzeit von mindestens einem Tag
  • für den Sport ein GPS-Modul und Pulsmesser
  • ein wasserdichtes Gehäuse
  • ein kratzfestes Display

Wie oft muss ich eine Smartwatch aufladen?

Je nach Modell und Anwendung hält der Akku von gängigen Smartwatches ein bis drei Tage mit einer Ladung durch. Die Apple Watch schafft ein bis zwei Tage, bietet jedoch auch sehr viele Funktionen. Ausschlaggebend für die Akkulaufzeit ist vor allem die GPS-Funktion, denn sie braucht viel Energie. Ist das GPS-Modul in der Uhr integriert und Sie gehen viel Joggen, ist der Akku schneller leer. Viele Hersteller verzichten daher auf ein eigenes Modul in der Uhr und übertragen das Signal vom Handy. Dann hält der Akku länger, Sie müssen beim Laufen allerdings auch das Handy dabeihaben, um die Strecke zu tracken.

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