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Tarif-Verhandlungen bei Lufthansa nach Warnstreik


Tarifkonflikt
Tarif-Verhandlungen bei Lufthansa nach Warnstreik

Von dpa
Aktualisiert am 21.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Ende des WarnstreiksVergrĂ¶ĂŸern des BildesReisende gehen durch die Abflughalle des Flughafens Rhein-Main. Der Warnstreik des Bodenpersonals der Lufthansa ist beendet. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)
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Der Ausstand ist beendet. Jetzt haben wieder die Verhandlungsteams das Wort. Hinter verschlossenen TĂŒren suchen sie nach Kompromissen, die weitere Streiks verhindern.

Nach dem Warnstreik des Bodenpersonals wird bei der Lufthansa wieder verhandelt. Vertreter des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi sind am Mittwochmittag in der Frankfurter Lufthansa-Zentrale zusammengekommen, um nach einem Kompromiss in dem Tarifkonflikt zu suchen. Über mögliche Ergebnisse oder Zwischenschritte bewahrten die Verhandlungspartner Stillschweigen.

Am Vormittag waren zunĂ€chst noch Starts und Landungen ausgefallen, bevor sich der Betrieb im Laufe des Tages normalisierte. Seit Montagabend waren bei der grĂ¶ĂŸten deutschen Fluggesellschaft mehr als 1000 FlĂŒge wegen des zweiten Verdi-Warnstreiks innerhalb von nur wenigen Tagen ausgefallen.

In Berlin verhandelte die Gewerkschaft seit Mittwochvormittag parallel mit den privaten Sicherheitsunternehmen, die an den FlughĂ€fen im Auftrag der Bundespolizei die Passagier- und GepĂ€ckkontrollen ĂŒbernehmen. Hier geht es um die GehĂ€lter und Arbeitsbedingungen von rund 25.000 BeschĂ€ftigten. Anders als bei der Lufthansa waren hier die GesprĂ€che von vorneherein ĂŒber zwei Tage geplant, sodass Ergebnisse frĂŒhestens am Donnerstag zu erwarten waren.

Streikaktionen an vielen Standorten

Vor den beiden Warnstreiks des Lufthansa-Bodenpersonals hatte Verdi am 1. Februar einen bundesweiten Warnstreik der Luftsicherheitsleute organisiert, der ebenfalls zu rund 1100 FlugausfĂ€llen gefĂŒhrt hatte. Bei der Lufthansa war der zweite Ausstand von Technikern, Logistikern und Schalterpersonal besonders an den Drehkreuzen MĂŒnchen und Frankfurt zu spĂŒren. Streikaktionen gab es auch in Hamburg, Berlin, DĂŒsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart.

Verdi verlangt fĂŒr die mehr als 20.000 BodenbeschĂ€ftigten 12,5 Prozent mehr Geld sowie eine InflationsausgleichsprĂ€mie von 3000 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr. Lufthansa hat die PrĂ€mie in gestĂŒckelter Form sowie rund 10 Prozent mehr Gehalt angeboten, allerdings mehrere Monate spĂ€ter und auf eine mehr als doppelt so lange Laufzeit gerechnet. Es scheint nur um Zahlpunkte und Laufzeit zu gehen, aber ein Lufthansa-Sprecher ließ offen, ob das Unternehmen das Angebot erhöht.

Ähnlich stellt sich die Lage in der Luftsicherheit nach bislang fĂŒnf ergebnislosen Verhandlungsrunden dar. Die Tarifpartner haben sich fĂŒr die sechste Runde von vornherein auf zwei Tage verabredet. FĂŒr die Passagier- und GepĂ€ckkontrolleure fordert Verdi pauschal 2,80 Euro mehr Stundenlohn. Zusammen mit weiteren Forderungen ergebe das ein Volumen zwischen 13,6 und 20,25 Prozent, haben die Arbeitgeber vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen errechnet und abgelehnt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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