Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere > Arbeitsmarkt >

Neue Zahlen: So oft ist Covid-19 eine Berufskrankheit

In den ersten Monaten 2021  

Covid-19 war die häufigste Berufskrankheit

23.06.2021, 16:52 Uhr | mak, t-online

Neue Zahlen: So oft ist Covid-19 eine Berufskrankheit. Pflegerin auf einer Corona-Intensivstation (Symbolbild): Covid-19 war die häufigste Berufskrankheit in den vergangenen Monaten. (Quelle: imago images/Max Stein)

Pflegerin auf einer Corona-Intensivstation (Symbolbild): Covid-19 war die häufigste Berufskrankheit in den vergangenen Monaten. (Quelle: Max Stein/imago images)

Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit anderthalb Jahren im Griff. Jetzt werden Zahlen öffentlich, wie oft Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt wurde. Die Statistik ist deutlich.

Erkrankungen mit Covid-19 sind ein größeres Gesundheitsrisiko im Beruf als alle anderen Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle zusammen. Das geht aus aktuellen Meldedaten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor, die der "Zeit" vorliegen.

Demnach sind allein in den ersten fünf Monaten 2021 fast 64.000 Covid-19-Infektionen anerkannt worden. Das sind doppelt so viele Meldungen wie sonst in einem gesamten Jahr. Seit Pandemiebeginn wurden fast 160.000 berufsbedingte Corona-Erkrankungen angezeigt, etwas mehr als die Hälfte auch als solche anerkannt.

Diese Berufsgruppen erkranken besonders oft

Besonders häufig erkrankten Beschäftigte in medizinischen Berufen – obwohl sie Schutzausrüstung tragen und bevorzugt geimpft wurden.

Zwei Drittel aller anerkannten Fälle entfallen auf die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, also hauptsächlich auf Pflegepersonal oder Angestellte in Krankenhäusern.

So viele Krankheitsanzeigen habe es in der Geschichte der Unfallkassen noch nie gegeben, sagte ein Sprecher der DGUV laut dem Bericht.

Wer sich Covid-19 als Berufskrankheit anerkennen lassen kann

Lediglich Beschäftigte in Gesundheitsberufen oder der Wohlfahrtspflege können sich Covid-Infektionen als Berufskrankheit anerkennen lassen. Für Beschäftigte in anderen Bereichen ist das nur in Ausnahmefällen möglich.

Wer nicht darunter fällt, muss die Krankheit als Arbeitsunfall melden. Die Beweispflicht ist in dem Fall jedoch höher.

Die Liste der gesetzlich anerkannten Berufskrankheiten umfasst rund 80 Erkrankungen. Spitzenreiter bei den Meldungen waren üblicherweise Hautkrankheiten, Lärmschäden oder Erkrankungen durch Asbest.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • "Zeit"-Vorabbericht

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere > Arbeitsmarkt

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: