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Darum ist Öl so teuer wie seit Jahren nicht mehr

Von t-online, dpa, neb

Aktualisiert am 03.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Ölpumpe in Betrieb (Symbolbild): Der Ölpreis ist aktuell so hoch wie seit Jahren nicht mehr.
Ölpumpe in Betrieb (Symbolbild): Der Ölpreis ist aktuell so hoch wie seit Jahren nicht mehr. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Die Wirtschaftserholung lässt den Ölpreis in die Höhe schießen. Die zwei bedeutendsten Ölsorten sind aktuell so teuer wie 2019 und 2018. Das hat auch gravierende Folgen für den Benzinpreis.

Die Ölpreise klettern weiter nach oben. Am Donnerstag haben die Ölpreise wegen einer anziehenden Nachfrage zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit mehreren Jahren gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis zu 64 Cent auf 71,99 Dollar zu und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2019.

Besonders deutlich wird der Anstieg, wenn man ihn mit dem Corona-Crash vor einem Jahr vergleicht: Im Frühjahr 2020 war der Brent-Preis bis auf 15,98 Dollar gesackt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte am Donnerstag um bis zu 57 Cent auf 69,40 Dollar. Teurer war diese Sorte zuletzt im Oktober 2018.

Die Ölpreise befinden sich seit einiger Zeit im Höhenflug, da die Nachfrage infolge der Wirtschaftserholung anzieht. Jüngster Beleg dafür waren Händlern zufolge fallende Lagerbestände in den USA. Zudem gab es Unterstützung durch die zuversichtlichere Einschätzung des Ölverbunds Opec+. Dennoch bleiben die Rohölproduzenten mit Blick auf ihre mittelfristige Ausrichtung vorsichtig.

Rohstoff-Experte: Benzinpreis von zwei Euro möglich

Der steigende Ölpreis wird vielen Autofahrern an der Tankstellen auffallen – denn der Preis für Benzin steht im direkten Zusammenhang zum Ölpreis.

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Die ARD-Intendanten v.l.n.r.: Manfred Krupp (HR), Prof. Dr. Karola Wille (MDR), Dr. Katja Wildermuth (BR), Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, Programmdirektorin Christine Strobl, Martin Grasmück (SR), Dr. Yvette Gerner (Radio Bremen), Joachim Knuth (NDR). Vorne Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, Tom Buhrow (WDR) und Dr. Kai Gniffke (SWR).


Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank geht daher auch in Zukunft von höheren Preisen an der Tanksäule aus, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Wenn die Parteien ihre Pläne bei der CO2-Bepreisung durchsetzen und zudem der Ölpreis weiterhin steigt, dann sind Benzinpreise von zwei Euro in naher Zukunft möglich. Auch bei Diesel ist der Anstieg auf 1,50 Euro je Liter wahrscheinlich", so der Experte.

Benzin teurer als vor der Krise

Neben dem hohen Preis für Rohöl treibt bei Benzin auch die CO2-Bepreisung die Kosten in die Höhe. Diese beträgt 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2), das beim Verbrennen von Benzin, Diesel, aber auch Heizöl und Erdgas entsteht. Die Hauptursache für die steigenden Benzinpreise sieht der ADAC aber tatsächlich bei den steigenden Kosten für Rohöl.

Seit Jahresbeginn hat sich Benzin stetig verteuert und ist aktuell auf einem Jahreshoch. Ein Liter Super E10 kostet derzeit im bundesweiten Mittel 1,498 Euro, bei Diesel sind es 1,348 Euro pro Liter. Damit liegen die Preise sogar auf Vorkrisenniveau. Im Juni 2019 mussten Autofahrer für einen Liter E10 im Mittel 1,47 Euro bezahlen, für Diesel sogar nur 1,26 Euro.

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