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Microsoft trÀgt mit Kurssprung zur Tech-Stabilisierung bei

Von dpa-afx
26.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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(neu: Aktuelle Kurse, Nasdaq-Gewinne, Stimmen und Fed-Entscheid)

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Microsoft hat am Mittwoch mit starken Zahlen und einem Kurssprung zur Stabilisierung an den US-Börsen beigetragen. Die Titel des Softwarekonzerns setzten sich vom Start weg an die Spitze des Dow Jones Industrial , den sie auch nach dem erwartungsgemĂ€ĂŸen Zinsentscheid der Fed noch anfĂŒhrten.

Eineinhalb Stunden vor Handelsschluss rĂŒckten die Microsoft-Aktien um 4,9 Prozent vor und kehrten so erstmals seit vergangenem Freitag ĂŒber die 300-Dollar-Marke zurĂŒck. Die Verluste der vergangenen beiden Handelstage konnten sie damit wieder aufholen. Sie trugen am Mittwoch zur allgemeinen Stabilisierung des Technologiesektors bei, der in diesem Jahr bislang unter die RĂ€der gekommen ist. Der von dieser Branche geprĂ€gte Nasdaq 100 -Index zog um mehr als zwei Prozent an.

Am Vortag hatten die Microsoft-Papiere im nachbörslichen Handel zunĂ€chst mit deutlichen Kursverlusten auf den Quartalsbericht reagiert. Einige Branchenbeobachter begrĂŒndeten dies mit einem zuletzt etwas langsameren Wachstum im boomenden Cloud-GeschĂ€ft. In der Telefonkonferenz mit Analysten stellte Finanzchefin Amy Hood danach aber wieder ein höheres Wachstumstempo fĂŒr das laufende Vierteljahr in Aussicht.

Karl Keirstead von UBS sprach am Mittwoch von einem "wilden Ritt", den die Aktien außerbörslich erlebt hĂ€tten. Den Tag gerettet habe der Ausblick auf die GeschĂ€fte mit der Cloud-Plattform Azure im dritten GeschĂ€ftsjahresviertel. Im zurĂŒckliegenden zweiten GeschĂ€ftsquartal war der Umsatz in diesem GeschĂ€ft um 46 Prozent gestiegen. Anleger sind da allerdings ZuwĂ€chse von mehr als 50 Prozent gewohnt. Wegen der Wachstumsdynamik und der Zukunftsperspektive wird der Azure-Plattform besonders viel Beachtung geschenkt.

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Die Erlöse auf Konzernebene legten im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um ein FĂŒnftel zu, womit der Dow-Konzern die Erwartungen der Analysten ĂŒbertraf. Unter dem Strich verdiente Microsoft 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Analysten stießen diese Zahlen auf ein positives Echo. Microsoft habe hervorragend abgeschnitten, schrieb Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank. "Alle Umsatz- und Gewinnwachstumsampeln stehen auf grĂŒn." Im Technologiesektor sind die Papiere fĂŒr ihn ein defensives Basisinvestment.

Hohe Wachstumsraten, wie sie Microsoft nun ausgewiesen habe, seien eher bei neuen Unternehmen ĂŒblich, nicht aber bei etablierten und die Branche dominierenden Konzernen, sagte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robomarkets. Nun sei fĂŒr Microsoft vor allem die Übernahme von Activision Blizzard und die Implementierung in den Konzern wichtig. Sollte dies gelingen, dĂŒrfte damit weiteres Kurspotenzial verbunden sein. Microsoft hatte den Kauf des Spiele-Entwicklers fĂŒr fast 70 Milliarden Dollar in der vergangenen Woche angekĂŒndigt und will damit die eigene Gaming-Sparte stĂ€rken.

Der Software-Konzern befindet sich am Markt in einer kleinen Runde mit Unternehmen, deren Börsenbewertung 13-stellig ist. Trotz des hohen Kursverlusts von immer noch zehn Prozent seit Jahresanfang belÀuft sich die Marktkapitalisierung auf rund 2,2 Billionen Dollar, gemessen am Schlusskurs vom Dienstag. Die Furcht am Markt vor steigenden Zinsen belastete die hoch bewerteten Technologiewerte zuletzt stark. Am Montag erst waren die Microsoft-Titel mit 276 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2021 gerutscht.

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