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Steuergewerkschaft: Homeoffice-Pauschale nicht extra gewähren

Arbeitsecke absetzen  

Steuergewerkschaft: Homeoffice-Pauschale nicht zusätzlich gewähren

30.11.2020, 13:22 Uhr | dpa, cho

Steuergewerkschaft: Homeoffice-Pauschale nicht extra gewähren. Die Umstellung auf Homeoffice in der Corona-Pandemie ist einer Umfrage zufolge 84 Prozent befragter Unternehmen leichtgefallen. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)

Die Umstellung auf Homeoffice in der Corona-Pandemie ist einer Umfrage zufolge 84 Prozent befragter Unternehmen leichtgefallen. (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

Fünf Euro pro Homeoffice-Tag sollen Arbeitnehmer von der Steuer absetzen können. Der Chef der Steuergewerkschaft pocht darauf, dass die Pauschale nicht zusätzlich zur Werbungskostenpauschale angesetzt wird.

Der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, begrüßt die geplante Homeoffice-Pauschale grundsätzlich, spricht sich aber dafür aus, sie nicht zusätzlich zum Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro zu gewähren.

"Es ist ja gerade die Funktion einer Pauschale, dass die echten Aufwendungen darin aufgehen. Alles andere wäre steuerunsystematisch“, sagte Eigenthaler im Gespräch mit t-online. Zudem bereit ihm die tageweise Berechnung Sorgen. „Unbürokratischer wäre eine Monatspauschale gewesen.“

Homeoffice-Pauschale noch nicht gänzlich geklärt

Einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge hatten sich Finanzpolitiker der großen Koalition auf eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag geeinigt, höchstens jedoch 600 Euro im Jahr. Sie soll Arbeitnehmer entlasten, die in der Corona-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen, nach den bisherigen Steuergesetzen aber kein häusliches Arbeitszimmer geltend machen können.

Unklar ist demnach allerdings noch, ob sie neben dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro gewährt wird. Wenn sie wie andere Werbungskosten behandelt würde, könnten nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1.000 Euro Werbungskosten kommen.

Das Finanzministerium setzt sich nach einem aktualisierten Konzept, aus dem die "FAZ" zitiert, für diesen Weg ein. "Würde die Homeoffice-Pauschale unabhängig, also zusätzlich zum Werbungskosten-Pauschbetrag gewährt, wäre dies eine übermäßige (und damit verfassungsmäßig zweifelhafte) Begünstigung."

"Unbürokratisch und leicht nachvollziehbar"

CSU-Finanzpolitiker Sebastian Brehm sagte der Zeitung: "Die Homeoffice-Pauschale ist die flexible Antwort auf die verkrustete Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer – unbürokratisch und leicht nachvollziehbar. Wir wollen als CSU diejenigen entlasten, die während der Pandemie von zu Hause aus Enormes geleistet haben."

Der Bund der Steuerzahler hält die Pauschale für einen Schritt in die richtige Richtung. "Arbeitnehmer, die zu Hause arbeiten und deshalb auf private Ressourcen zurückgreifen, müssen dafür einen steuerlichen Ausgleich erhalten. Das Steuerrecht muss dies genauso anerkennen wie die Entfernungspauschale", sagte Steuerzahler-Präsident Reiner Holznagel t-online. 5 Euro am Tag seien ein guter Ansatz; allerdings hatte sich der Bund der Steuerzahler stets für eine monatliche Pauschale von 100 Euro ausgesprochen, also 1.200 Euro im Jahr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Gespräch mit Thomas Eigenthaler
  • Gespräch mit Reiner Holznagel
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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