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Die Geldanlage auf dem Dach - Solaranlagen trotz Förderkürzung noch lohnenswert


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Solaranlagen trotz gekürzter Förderung noch lohnenswert

afp, AFP

21.01.2012Lesedauer: 3 Min.
Die Bundesregierung will die Solar-Förderung weiter kürzen
Die Bundesregierung will die Solar-Förderung weiter kürzen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Eine Solaranlage auf dem Dach gilt nicht nur als umweltfreundlich, sondern auch als oft lohnenswerte Geldanlage. Die Fördersätze für die Sonnenstromanlagen werden allerdings regelmäßig gekürzt: Erst zum 1. Januar gab es eine Herabsetzung um 15 Prozent. Mitte des Jahres folgt die nächste Absenkung, und spätestens 2017 soll die Förderung ganz aufhören. Doch vor allem wer seinen Sonnenstrom selbst verbraucht, kann auch weiterhin profitieren.

Was bringt mir eine Solaranlage?

Sie produziert umweltfreundlichen Strom und ist zudem eine Geldanlage. Wer in den Kauf einer Solaranlage investiert, dem garantiert der Staat, dass der Strom 20 Jahre lang zu einem festen Preis abgekauft wird. Das Absenken der Fördersätze gilt also immer nur für neue Anlagen - wer seine Anlage einmal installiert hat, erhält immer die gleiche Förderung.

Wie streiche ich möglichst schnell eine hohe Fördersumme ein?

Die Fördersätze wurden zuletzt zweimal im Jahr abgesenkt. Das wird auch 2012 wieder so sein. Wer sich also jetzt eine Solaranlage aufs Dach bauen lässt, streicht höhere Fördersätze ein als bei einer Installierung ein oder gar nur ein halbes Jahr später. Die Absenkung in mehrmonatigen Abständen hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass es immer kurz vor einer Absenkung zu einem wahren Zubauboom kam - zuletzt gesehen im Dezember 2011.

Dem will Umweltminister Röttgen nun entgegenwirken und künftig die Fördersumme Monat für Monat sinken lassen. Ist dieser Plan umgesetzt, zählt für den Verbraucher jeder Monat.

Wie verkaufe ich meinen Solarstrom?

Der Strom wird in das Stromnetz eingespeist und der örtliche Stromanbieter zahlt für 20 Jahre die feste Vergütung. Das sind zur Zeit bei kleinen Anlagen 24,43 Cent pro Kilowattstunde.

Kann ich meinen selbst erzeugten Strom auch selbst verbrauchen?

Ja. Hausbesitzer, die den Strom selber verbrauchen, erhalten sogar noch eine Prämie. Es gibt acht Cent pro selbst verbrauchter Kilowattstunde. Liegt der Anteil des Eigenverbrauchs bei über 30 Prozent, gibt es sogar 12,43 Cent je Kilowattstunde. Zusammen mit der Ersparnis, den Strom nicht mehr vom Versorger kaufen zu müssen, ist das mittlerweile lohnender als die Einspeisung.

Sind Solaranlagen für jedes Haus geeignet?

Solaranlagen gibt es in jeder Größe, auch für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Wichtiger als die Größe des Hauses ist sein Standort. Das Dach sollte nach Süden ausgerichtet und nicht von Bäumen überschattet sein. Der Winkel des Daches sollte am besten etwa 30 Grad, maximal 50 Grad sein. Wie viel Strom die geplante Anlage erzeugt, lässt sich im Internet auf http://www.solarserver. de/service-tools/online-rechner.html berechnen.

Was kostet eine Solaranlage und ab wann lohnt sich die Investition?

Die Preise sinken, sind aber sehr unterschiedlich und sollten gut verglichen werden. Eine Anlage für ein Einfamilienhaus gibt es schon für rund 15.000 Euro, der Preis ist jedoch abhängig von der Größe der Anlage. Dazu kommen die Kosten für Wartung, Reparaturen und Versicherung. Wie hoch die Rendite am Ende ist, hängt von mehreren Faktoren ab - vom persönlichen Steuersatz bis zur jährlichen Sonnenschein-Dauer. Die Stiftung Warentest bietet einen Rechner an, mit dem jeder seine Rendite ermitteln kann.

Muss ich meine Einnahmen versteuern?

Ja. Wer eine Solaranlage hat, ist für das Finanzamt ein Stromunternehmer. Er muss die Ausgaben von den Einnahmen abziehen und den Gewinn versteuern. Durch Regeln zur Abschreibung des Kaufpreises und der Verrechnung von Verlusten können allerdings teils sogar Steuern gespart werden. Auf lange Sicht gerechnet sind die Steuern auch oft günstiger als die Abgeltungssteuer, die Verbraucher zahlen müssten, wenn sie ihr Geld auf dem Konto oder in Aktien anlegen.

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