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Altersarmut – gehören Sie zur Risikogruppe?

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Jeder Siebte ist betroffen  

Altersarmut – gehören Sie zur Risikogruppe?

23.02.2018, 17:21 Uhr | Henning Seelmeyer, t-online.de

Altersarmut – gehören Sie zur Risikogruppe?. Immer mehr Menschen fürchten sich vor der Altersarmut. (Quelle: imago)

Immer mehr Menschen fürchten sich vor der Altersarmut. (Quelle: imago)

Immer mehr Senioren leben in Armut und die Zahl der arbeitenden Rentner steigt an. Sie leben am Existenzminimum und müssen ihre karge Rente aufbessern, um sich auch mal etwas leisten zu können. Viele Deutsche fürchten sich vor einem Leben mit der Grundsicherung. Doch gerade Geringverdiener haben kein Geld für eine private Altersvorsorge. Welche Bevölkerungsgruppen sind am stärksten von Altersarmut gefährdet?

Was ist Altersarmut?

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wird in den nächsten Jahren das Rentenniveau weiter absinken. Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnsektor hoch. „Es ist absehbar, dass Geringverdiener im Alter in die Grundsicherung fallen“, sagt der Finanzexperte Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale gegenüber t-online.de.

Ab wann gilt man als arm?

Laut statista gilt als armutsgefährdet, wer im Monat mit weniger als 961 Euro auskommen muss. Ein Urlaub oder Geschenke für die Enkel rücken dann in weite Ferne, wenn das Geld nicht mal für die Medikamente ausreicht.

Risikogruppe 1: Selbstständige

Gerade für Selbstständige ist es ratsam, zuerst existenzielle Risiken abzusichern. „Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet eine ganze Stange Geld. Dann bleibt oft nichts mehr übrig für die Altersvorsorge“, sagt Schaarschmidt. Wenn Aufträge ausbleiben, ist es kaum möglich, für das Alter zu sparen. Auch bei der Rürup-Rente müssen Selbstständige aufpassen, denn sie kann im schlimmsten Fall gepfändet werden.

Risikogruppe 2: Arbeitslose

Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung ist mehr als die Hälfte der Arbeitslosen arm. Einen Riester-Vertrag können aber auch Empfänger von Arbeitslosengeld II abschließen. Nach Einschätzung von Finanzfachmann Schaarschmidt lohnt sich das allerdings nicht. Rutscht der Sparer im Alter in die Grundsicherung, wird die Riester-Rente nach aktueller Gesetzeslage auf die Sozialleistung angerechnet.

Risikogruppe 3: Alleinerziehende

Alleinerziehende Mütter sind besonders stark von Armut bedroht. (Quelle: imago/science photo library)Alleinerziehende Mütter sind besonders stark von Armut bedroht. (Quelle: imago/science photo library)Für Alleinerziehende ist es schwierig, den Beruf und die Erziehung zu vereinen. Ein geringes Einkommen durch Teilzeitarbeit und befristete Anstellungen mit geringen Löhnen machen die Altersvorsorge zu einer schwierigen Aufgabe. Nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung sind über ein Drittel der Alleinerziehenden armutsgefährdet. „Alleinerziehende, die arbeiten, sind gekniffen“, fasst Schaarschmidt zusammen.

Risikogruppe 4: Familien mit geringem Einkommen

Gerade für Familien verspricht der Staat viele Förderungen bei einem Riester-Vertrag. Neben Zuschüssen für die Eltern gibt es auch eine Förderung für die Kinder. Allerdings wächst bei Familien mit vielen Kindern der Druck, dass ein Elternteil die Erwerbsarbeit reduziert und sich um die Kindererziehung kümmert. Wenn das Einkommen sinkt, steigt die Gefahr für Altersarmut.

Können Geringverdiener vorsorgen?

In Zeiten niedriger Zinsen sind Banksparpläne und Lebensversicherungen unattraktiv für den Sparer. Und die Riester-Rente hält Finanzexperte Schaarschmidt für ein „totgeborenes Kind.“ Weil die ersparten Riester-Vermögen auf die Sozialleistungen angerechnet werden, lohnen sich Riester-Verträge für Geringverdiener nicht. "Zu dem Riester-Geflecht dürfen wir nicht raten", resümiert Schaarschmidt, denn davon profitiert nur der Staat.

Altersarmut ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Einen Tipp für die Altersvorsorge von Geringverdienern kann der Finanzexperte von der Verbraucherzentrale nicht geben. An dieser Stelle sieht er die Politik in der Pflicht, die Rentengesetze nachzubessern und für die Risikogruppen eine Perspektive zu schaffen.

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