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Management-Studium: Ist ein MBA ein sicheres Karrieresprungbrett?

Management-Studium  

Ist ein MBA ein sicheres Karrieresprungbrett?

08.07.2019, 04:47 Uhr | dpa

Management-Studium: Ist ein MBA ein sicheres Karrieresprungbrett?. Ein Master of Business Administration allein garantiert nicht gleich ein Managergehalt.

Ein Master of Business Administration allein garantiert nicht gleich ein Managergehalt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Gütersloh/Köln (dpa/tmn) - Das Studium ist erfolgreich absolviert, im Job läuft es vielversprechend - aber: Irgendwie fehlt die Herausforderung. Wer eine Führungsposition anstrebt und seine Kompetenzen gezielt im Managementwesen ausbauen will, kann einen Master of Business Administration angehen.

Bei diesem speziellen Master handelt es sich um ein generalistisches Management-Studium. Es soll strategisch auf Führungsaufgaben vorbereiten. Die Studierenden lernen, wie Unternehmen von innen funktionieren, wie Teams am besten arbeiten und Aufgaben sinnvoll verteilt werden.

"Der MBA richtet sich vor allem an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die sich für einen Managementjob fit machen und sich wirtschaftswissenschaftlich weiterbilden wollen", erklärt Detlev Kran, Weiterbildungsexperte und Autor des Buches "MBA-Guide" .

Verschiedene Varianten

Der Master lässt sich in verschiedenen Varianten studieren. Am häufigsten läuft das berufsbegleitend, die Kurse finden an Wochenenden oder nach Feierabend statt. Dazu kommen Online-Kurse für zu Hause. Deshalb spielt der eigene Antrieb eine große Rolle.

Grundsätzlich ist vom MBA abzuraten, wenn man ihn nur für den Karrierekick macht und keine Begeisterung dafür mitbringt. Ein berufsbegleitendes Studium ist hart, das steht man nur mit hoher Eigenmotivation durch, erklärt Frank Ziegele vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Für das berufsbegleitende MBA-Studium sollten etwa zwei bis drei Jahre eingeplant werden. Alternativ lässt sich der MBA auch in Vollzeit studieren, dann dauert es etwa ein bis zwei Jahre bis zum Abschluss.

Ein Uni-Abschluss und Erfahrung im Job sind grundlegende Bedingung für die Programme. "Als Voraussetzung sehen die Richtlinien mindestens eine einjährige einschlägige Berufserfahrung vor", erklärt Kerstin Fink von der FIBAA , einer Akkreditierungsagentur, die für die Begutachtung von Studiengängen zuständig ist. Manche Hochschulen verlangen allerdings aber mindestens fünf Jahre in einem Unternehmen.

Da die Business Schools, an denen man einen MBA erwerben kann, meist von privaten Unternehmen betrieben werden, sind die Gebühren oft hoch. "Zu den Studiengebühren kommen aber weitere Kosten, zum Beispiel Reisekosten und die Unterkunft am jeweiligen Hochschulstandort dazu", gibt Frank Ziegele vom CHE zu bedenken.

Winkt ein Managergehalt?

Winkt dafür nach dem Abschluss endlich das Managergehalt? Kommt ganz darauf an. Für den Bereich der Digitalwirtschaft gilt das nicht unbedingt. "Ein MBA taugt hier eher zur kurzfristigen Gehalts- und Karriereoptimierung und auch eher am Anfang des Berufslebens", erklärt Martina van Hettinga von der Personal- und Organisationsberatung i-potentials . Für Gehalt und langfristige Aufstiegschancen in der Digitalwirtschaft zählen vor allem die praktische Erfahrung und eine ausgereifte Persönlichkeit, die den Anforderungen der jeweiligen Rolle gewachsen ist.

Hohe Gehaltssprünge können jedoch die Absolventen erwarten, "die an einem MBA an einer der internationalen Top-Business-Schools in Vollzeitprogrammen teilnehmen", so Detlev Krans Einschätzung. "Hier verdoppeln sich oft Gehälter."

Und wie sieht es mit dem Sprung auf der Karriereleiter aus? Meist ist der Abschluss erst der Anfang auf dem weiteren Berufsweg. Die Absolventen müssen durch Leistung im Unternehmen zeigen, dass sie für höhere Positionen geeignet sind, erklärt Kran.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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