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Real – Rund 30 Märkte werden nach Verkauf geschlossen

Von dpa, rtr
Aktualisiert am 14.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Realmarkt: Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden.
Realmarkt: Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden. (Quelle: Udo Gottschalk/imago-images-bilder)
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Seit Kurzem ist klar, dass die Supermarktkette Real bald einen neuen EigentĂĽmer haben wird. Doch der Verkauf zieht sowohl fĂĽr einzelne Real-Filialen als auch fĂĽr den Mutterkonzern Metro Konsequenzen mit sich.

Rund 30 der noch bestehenden 276 Real-Märkte sollen nach dem bevorstehenden Verkauf der Supermarktkette an den Finanzinvestor SCP geschlossen werden. Das sagte der Chef des Real-Mutterkonzerns Metro, Olaf Koch. Der Manager berichtete, die Verkaufsverhandlungen seien "sozusagen abgeschlossen". Es war geplant, dass die Gremien beider Unternehmen noch am Donnerstag, den 13.02.2020 ihre Zustimmung zum ausgehandelten Vertrag geben.

Doch der Verkauf ist noch immer nicht abgeschlossen. Es gebe noch einen "Gremienvorbehalt" bei der SCP Group mit Blick auf die Transaktion, sagte Koch bei der Metro-Hauptversammlung am Freitag, den 14.02.2020. Eine Übereinkunft sei im Prinzip abgeschlossen: "Die Teams sitzen beim Notar." Er gehe weiter von einer Vereinbarung aus und erwarte, dass der Vorbehalt auf Seiten der Gremien bei SCP in der kommenden Woche aufgelöst werden könne. "Die kommerziellen Eckpunkte sind ausverhandelt, die Gremienzustimmung auf der Seite des Käufers fehlt noch", bilanzierte Koch. Er rechne auch mit einer baldigen Genehmigung der Transaktion durch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission.

Metro sucht schon länger nach einem Käufer

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will sich künftig ganz auf sein Großhandelsgeschäft konzentrieren und suchte deshalb schon seit geraumer Zeit nach einem Käufer für seine schwächelnde Supermarkt-Sparte. Nach dem Verkauf soll die Supermarktkette mit aktuell rund 34.000 Beschäftigen zerschlagen werden. Zwar wollen die Käufer einen Kern von 50 Real-Märkten für mindestens 24 Monate weiter betreiben. Der größte Teil der Filialen soll jedoch an andere Händler wie Edeka oder Kaufland verkauft werden. Von den neuen Betreibern werde die Zusicherung erwartet, Real-Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, sagte Koch. Filialen ohne Zukunftsperspektiven sollen geschlossen werden.

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Auch im wichtigen Weihnachtsquartal erwies sich Real noch einmal als Sorgenkind der Metro. Weitere Wertberichtigungen kurz vor dem Verkauf sorgten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 für rote Zahlen beim Mutterkonzern. Unter dem Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen mitteilte. Die Wertberichtigungen auf Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro.

Auswirkungen des Verkaufes auf den Mutterkonzern

Durch den Verkauf von Real erwartet die Metro einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro. Das sind rund 200 Millionen Euro weniger als noch vor einigen Monaten erhofft. Hier mache sich unter anderem die Geschäftsentwicklung bei Real in den vergangenen Monaten bemerkbar, sagte Koch.

Im fortgeführten Geschäft – also ohne Real und ohne das ebenfalls vor einem Verkauf stehende chinesische Geschäft – sank der Gewinn des Handelsriesen in den drei Monaten per Ende Dezember um knapp 30 Prozent auf 121 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Immobilienverkäufe nahm leicht um 0,6 Prozent auf 526 Millionen Euro ab. Die Jahresprognose wurde vom Unternehmen bestätigt.

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