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Saarland führt Werbeverbot für Aktionsware ein – 10.000 Euro Strafe droht

Im Lockdown  

Saarland führt Werbeverbot für Aktionsware ein

13.02.2021, 14:03 Uhr | dpa, avr, t-online

Saarland führt Werbeverbot für Aktionsware ein – 10.000 Euro Strafe droht. Werbung im Briefkasten (Symbolbild): Das Saarland erlässt ein Werbeverbot für Aktionsware. (Quelle: imago images/Schöning)

Werbung im Briefkasten (Symbolbild): Das Saarland erlässt ein Werbeverbot für Aktionsware. (Quelle: Schöning/imago images)

Gute Werbung kann viele Kunden in die Läden locken. Zu Corona-Zeiten kann das aber ein Problem sein. Das Saarland will darum Werbung für Aktionsprodukte verbieten.

Das Saarland will in der Zeit des Corona-Lockdowns ein Werbeverbot für Produkte einführen, die nicht dem täglichen Bedarf oder der Grundversorgung dienen. Es solle für alle Handelsbetriebe gelten, die nach dem Schwerpunktprinzip während des Corona-Lockdowns ohne Einschränkungen ihr Warensortiment anbieten können, hieß es in einer am Freitagabend herausgegebenen Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Saarbrücken.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte dazu in einer Stellungnahme im Saarländischen Rundfunk: "Alles abseits der Lebensmittel und Drogerie – also klassischer Aktionsware – darf nicht mehr beworben werden." Solche Werbung böte Kunden nämlich einen weiteren Anlass, ins Geschäft zu gehen, so Rehlinger weiter.

Bis zu 10.000 Euro Geldstrafe bei Verstoß

Das Saarland sei das erste Bundesland, das ein solches Werbeverbot beschließen wolle, hieß es weiter. Demnach müssen Warenhäuser, die dennoch für ihr Angebot werben, mit einem Bußgeld zwischen 1.000 und 10.000 Euro rechnen. Das Verbot solle im Ministerrat am kommenden Dienstag beschlossen werden, so Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Es werde am 22. Februar in Kraft treten.

Die freiwillige Selbstverpflichtung habe nicht bei allen zu einem Umdenken geführt, begründete Rehlinger das geplante Werbeverbot. Viele Geschäfte und Warenhäuser, die nach dem Schwerpunktprinzip weiter öffnen dürften, haben nach ihren Angaben auch in den vergangenen Tagen nicht auf teils umfangreiche Werbemaßnahmen verzichtet. Das führe nicht nur zu größeren Kundenströmen, es sei auch unsolidarisch gegenüber den Fachgeschäften, die derzeit geschlossen bleiben müssten. Einzelhändler, die zurzeit geschlossen sind, dürfen im Saarland weiterhin ihr Angebot im Rahmen von Click-and-Collect anbieten und bewerben.

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