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Schluss mit dem Dauerstreik

  • Saskia Leidinger
Ein Kommentar von Saskia Leidinger

Aktualisiert am 07.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Claus Weselsky: Seit 2008 ist Weselsky Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).
Claus Weselsky: Seit 2008 ist Weselsky Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). (Quelle: imago-images-bilder)
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Der Streik der Lokführergewerkschaft ist vorerst beendet. Doch eine Einigung mit der Bahn scheint noch weit entfernt. Das liegt an einem Machtkampf, der nicht weiter auf dem Rücken der Bahnkunden ausgetragen werden darf.

Fünf Tage Streik sind vorbei. Fünf Tage, in denen Bahnkunden mitten in einer Pandemie eingepfercht zwischen Koffern, wütenden Mitreisenden und genervten Bahnmitarbeitern die Folgen eines erbitterten Arbeitskampfes von GDL-Chef Claus Weselsky zu spüren bekamen.


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Eigentlich würde man sich in vielen Situationen im Leben einen Kämpfer wie Claus Weselsky an seiner Seite wünschen: hartnäckig, standhaft und, zumindest nach außen hin, unbeeindruckt von den vielen Anfeindungen. Ein Mann, der mit seiner Lokführergewerkschaft deutlich aus dem Brei der ansonsten eher harmlos anmutenden Gewerkschaften in Deutschland heraussticht.

Doch die Zeit der Streiks muss für Weselsky und seine GDL jetzt vorbei sein. Denn der Arbeitskämpfer hat seine Glaubwürdigkeit verspielt. Es gehe ihm nicht um einen Machtkampf mit der Konkurrenzgewerkschaft EVG, sagte Weselsky t-online im Juni. Am Montag dann im ZDF diese Aussage: Die GDL versuche lediglich, "die Mehrheit im Betrieb" zu organisieren. "Was ist denn daran schlimm? Sollen wir dauerhaft untergehen?", fragte Weselsky.

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Jetzt reicht es

Dass Weselsky sich für seine Gewerkschaft einsetzt, ist legitim, aber nicht auf dem Rücken der Bahnreisenden. Denn die GDL hatte rund sechs Jahre Zeit, neue Mitglieder zu gewinnen. So lange ist das sogenannte Tarifeinheitsgesetz, um das es im Kern geht, bereits in Kraft.

Das Gesetz soll dafür sorgen, dass in einem Betrieb nur der Vertrag mit der größten Gewerkschaft zählt. Doch von den Mitgliederzahlen der EVG ist die Lokführergewerkschaft sehr weit entfernt, fünf Tage Dauerstreik hin oder her.

Deshalb muss jetzt Schluss mit den Streiks sein! Die Bahn hat ein neues Angebot gemacht und sich, wie von Weselsky im Juni bei t-online gefordert, "bewegt". Jetzt ist die GDL an der Reihe.

Trotz aller Zugeständnisse nicht bereit zu sein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, hat mit einem normalen Arbeitskampf nichts mehr zu tun, sondern lediglich mit dem Kampf einer Gewerkschaft gegen die drohende Bedeutungslosigkeit.

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  • Nele Behrens
Von Nele Behrens
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