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Energiepreise sind explodiert – Gas um 73 Prozent teurer

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Flamme an einem Gasherd (Symbolbild): Die Gaspreise sind drastisch gestiegen.
Flamme an einem Gasherd (Symbolbild): Die Gaspreise sind drastisch gestiegen. (Quelle: Karina Hessland/imago-images-bilder)
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FĂŒr Verbraucher wird es teuer: Wer zurzeit einen neuen Strom- oder Gastarif abschließt, muss mit hohen Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Teilweise haben sich die Preise verfĂŒnffacht.

Wer im Januar einen neuen Stromtarif wĂ€hlt, zahlt nach Branchenangaben im Schnitt 12,5 Prozent mehr als im Jahresmittel 2021. Der Durchschnitt der aktuell verfĂŒgbaren Stromtarife fĂŒr Haushaltskunden mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch liege bei 36,19 Cent pro Kilowattstunde, berichtete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Donnerstag in Berlin. Zum Vergleich: 2021 lag das Mittel bei 32,16 Cent, 2020 bei 31,81 Cent.

Wer aktuell einen neuen Gastarif etwa fĂŒr ein Einfamilienhaus abschließt, zahlt bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Schnitt 12,21 Cent je Kilowattstunde und damit ganze 72,9 Prozent mehr als im Jahresmittel 2021. 2021 lag das Mittel bei 7,06 Cent, 2020 bei 5,97 Cent.

Knapp die HĂ€lfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt. Als Grund fĂŒr die Steigerungen bei Strom und Gas gab der Branchenverband höhere Beschaffungskosten der Versorgungsunternehmen aufgrund extrem gestiegener Großhandelspreise an.

Verband: Meiste Versorger können Auswirkungen fĂŒr Kunden abfedern

So seien die Preise auf dem Terminmarkt fĂŒr Strom, auf dem die Versorger langfristig Strom einkauften, zwischen Januar und Dezember 2021 um mehr als 300 Prozent gestiegen. Am Terminmarkt fĂŒr Gas hĂ€tten sich die Preise in diesem Zeitraum sogar mehr als verfĂŒnffacht.

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"Diese extremen Preisanstiege an den Strombörsen mĂŒssen die Energieversorger in ihrer Preiskalkulation berĂŒcksichtigen", sagte die Vorsitzende der BDEW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrung, Kerstin Andreae, laut der Mitteilung.

Dank langfristiger Beschaffungsstrategien könnten die meisten Versorger einen Teil des Preisanstiegs aber abfedern. Eine steigende Energienachfrage infolge der weltweiten Konjunkturerholung 2021 gilt als ein Hauptgrund fĂŒr die gestiegenen Großhandelspreise.

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Andreae forderte eine Entlastung der Haushalte angesichts der steigenden Strom- und Gaspreise. "Insbesondere die Steuer- und Abgabenlast auf Energie muss reduziert werden."

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