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So viel überweisen die Deutschen je nach Alter an den Staat

  • Florian Schmidt
Von Florian Schmidt

Aktualisiert am 21.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Frau mit Laptop in einer Werkstatt (Symbolbild): Die Umverteilung der Einkommen durch den Fiskus ist zum Teil enorm.
Frau mit Laptop in einer Werkstatt (Symbolbild): Die Umverteilung der Einkommen durch den Fiskus ist zum Teil enorm. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die Deutschen zahlen vergleichsweise viel an den Staat. Gleichzeitig bekommen sie aber auch etwas für ihr Geld. Mit einem neuen Rechner können Sie jetzt herausfinden, ob Sie je nach Alter mehr Nettozahler oder -bezieher sind.

Wer hat, dem wird gegeben? Viele Menschen glauben das. Tatsächlich stimmt das Sprichwort aber gar nicht – zumindest nicht mit Blick auf Leistungen sowie Steuern und Abgaben, die die Deutschen jährlich vom Staat bekommen oder an ihn abführen.

Eine aktuelle Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Die Umverteilung der Einkommen durch den Fiskus ist zum Teil enorm. Und wer wohlhabend ist, trägt deutlich mehr zum Staatshaushalt bei als dass er von staatlichen Leistungen profitiert.

Neu und besonders spannend an der Studie sind dabei Erkenntnisse darüber, wie viel welche Altersgruppe im Durchschnitt ans Finanzamt zahlt, und wie sehr die Deutschen je Alter vom Staat profitieren (siehe interaktiver Rechner unten).

Demnach erhält der Durchschnittsbürger bis zu einem Alter von 24 Jahren mehr Geld vom Staat, als er ihm überweist. "Anschließend liegen die Einzahlungen höher als die bezogenen Leistungen", schreibt IW-Ökonom Martin Beznoska in seiner Studie.

Nettozahlungen an den Staat mit Mitte 50 am höchsten

"Diese Differenz aus Einzahlungen und bezogenen Leistungen – also die 'Nettoeinzahlungen' – erreichen im Alter von Anfang bis Mitte 50 ein Maximum", so Beznoska weiter. Zu diesem Zeitpunkt zahlen die Deutschen im Schnitt 13.500 Euro an Steuern und knapp 7.000 Euro an Sozialbeiträgen, während sie durchschnittlich nur staatliche Leistungen im Wert von 6.000 Euro beziehen.

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Grund dafür sind die Gehälter der Deutschen, die mit zunehmendem Lebensalter im Schnitt steigen und ihren Höhepunkt mit Mitte 50 erreichen. Wer hat, drückt also ab. Anschließend aber sinkt die Summe der Nettoeinzahlungen. Im Alter von 65 Jahren wendet sich das Blatt ganz, dann übersteigen die staatlichen Leistungen abermals die Einzahlungen des Durchschnittsdeutschen.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass die meisten Bürger ab diesem Zeitpunkt aus dem Erwerbsleben ausscheiden, also in Rente gehen. Das heißt: Sie erzielen kein Einkommen mehr aus ihrer Arbeit, sondern erhalten stattdessen Rentenbezüge vom Staat.

Überschuss der staatlichen Leistungen wächst im Alter

Hinzu kommen die steigenden Kosten für die eigene Gesundheit: Jüngere Menschen gehen seltener zum Arzt, ältere kämpfen mit körperlichen Gebrechen und beziehen Pflegeleistungen, für die die Krankenkassen aufkommen. "Der Überschuss aus erhaltenen Leistungen gegenüber den Einzahlungen vergrößert sich weiter bis zum Lebensende", so Beznoska.

Die weiteren Erkenntnisse der Studie im Überblick:

  • Betrachtet man Männer und Frauen getrennt voneinander, fällt auf, dass die Steuerzahlerinnen im Lebensverlauf durchschnittlich deutlich weniger als die Steuerzahler an den Fiskus überweisen.
  • Das ist ein Hinweis darauf, dass viele Frauen in Deutschland noch immer öfter für die Familie zurückstecken, seltener Karriere machen und dadurch nicht so hohe Einkommen erzielen wie Männer – deshalb auch weniger Einkommensteuer zahlen.
  • Die Steuer- und Abgabenlast ist in West- und Ostdeutschland unterschiedlich groß. Während 54-Jährige in Westdeutschland im Schnitt die 21.300 Euro abdrücken, zahlen gleichaltrige Menschen in Ostdeutschland lediglich 15.400 Euro.
  • Das deutet auf die unterschiedlichen Lohnniveaus in alten und neuen Bundesländern hin. Auffällig dabei: Auf der Seite der erhaltenen Leistungen sind West- und Ostdeutsche dieses Alters mit einem Betrag von 6.000 und 6.300 fast gleichauf.
  • Reich und Arm: Während die einkommensstärksten 25 Prozent der Deutschen in der Spitze, nämlich im Alter von 47 Jahren, rund 34.000 Euro pro Jahr an Steuern und Abgaben leisten, zahlen die einkommensschwächsten 25 Prozent der Bürger im selben Alter lediglich rund 5.600 Euro.
  • Derweil beziehen die Reichsten in diesem Alter durchschnittlich Leistungen im Wert von 4.400 Euro, während die Ärmsten rund 9.800 Euro bekommen. Das zeigt: Die staatliche Umverteilung von Reich zu Arm funktioniert im Großen und Ganzen.

Und wie stehen Sie in Ihrer Altersgruppe im Vergleich zum Rest der Bevölkerung da? Finden Sie es heraus, indem Sie den Rechner des IW Köln benutzen.

So nutzen Sie den Steuer- und Abgabenrechner
Wo befinden Sie sich auf dieser Skala? Wie viel zahlen Menschen Ihres Alters an den Staat – und welche Summen bekommen Sie und Ihre Altersgefährten durchschnittlich zurück? Das können Sie mit dem Rechner des IW Köln herausfinden, den die Wissenschaftler zu der neuen Studie entwickelt haben.
Dafür müssen Sie lediglich mit dem Schieberegler Ihr Alter einstellen. Oberhalb der Grafik können Sie für die linke und rechte Skala getrennt auswählen, mit welcher Bevölkerungsgruppe Sie sich vergleichen wollen. Möglich ist unter anderem die Unterscheidung nach Geschlecht, Bildungsgrad sowie Stadt-, Land- oder Großstadtbevölkerung.

Für die Studie hat das IW Köln mit Daten des sogenannten Sozio-oekonomischen Panels gearbeitet, einer wiederholten Befragung von Haushalten, in der regelmäßig auch Einkommen erhoben werden. Die Daten zu den indirekten Steuern wie der Mehrwert-, Alkohol- oder Tabaksteuer stammen aus der Einkommens- und Vermögensbefragung (EVS).

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  • Nele Behrens
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