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Steigende Lebensmittelpreise: "Das Schlimmste kommt erst noch"

Von dpa, mak

Aktualisiert am 29.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau geht mit ihrem Einkaufswagen durch einen Supermarkt (Symbolbild): Die Menschen in Deutschland mĂŒssen fĂŒr Lebensmittel in den nĂ€chsten Monaten wahrscheinlich noch einmal deutlich mehr bezahlen.
Eine Frau geht mit ihrem Einkaufswagen durch einen Supermarkt (Symbolbild): Die Menschen in Deutschland mĂŒssen fĂŒr Lebensmittel in den nĂ€chsten Monaten wahrscheinlich noch einmal deutlich mehr bezahlen. (Quelle: Sven Hoppe/dpa-bilder)
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Die Preise fĂŒr Lebensmittel sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen – und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass es bald fĂŒr die Deutschen noch teurer werden könnte.

Die Menschen in Deutschland mĂŒssen fĂŒr Lebensmittel in den nĂ€chsten Monaten wahrscheinlich noch einmal deutlich mehr bezahlen. "In Deutschland dĂŒrften die Preise im Lebensmitteleinzelhandel 2022 um mehr als 10 Prozent anziehen", fasste der Handelsexperte AurĂ©lien Duthoit vom Kreditversicherer Allianz Trade das Ergebnis einer aktuellen Studie zusammen. Umgerechnet entspreche das durchschnittlich 250 Euro Mehrkosten im Jahr pro Kopf.

Trotz der jĂŒngsten Preissteigerungen seien die Preise im Lebensmitteleinzelhandel weit davon entfernt, den tatsĂ€chlichen Preisanstieg bei Lebensmitteln in den vergangenen 18 Monaten widerzuspiegeln. "Das Schlimmste kommt auf die Haushalte also erst noch zu", warnte Duthoit.

Die Hersteller von Lebensmitteln und GetrĂ€nken haben ihre Preise in Deutschland der Studie zufolge seit Anfang 2021 um durchschnittlich 16,6 Prozent angehoben. Am stĂ€rksten waren die AufschlĂ€ge bei Produkten des tĂ€glichen Bedarfs, darunter Öle und Fette (plus 53 Prozent), Mehle (plus 28 Prozent) und Nudeln (plus 19 Prozent) – vor allem getrieben durch die russische Invasion in der Ukraine.

"Lebensmittelhandel unter Druck"

Im Gegensatz seien die Preise im Lebensmitteleinzelhandel nur um vergleichsweise bescheidene 6 Prozent angestiegen, heißt es in der Studie. Dabei entfielen im Lebensmitteleinzelhandel 75 Prozent der Gesamtkosten auf den Einkauf. Hier bestehe also noch Nachholbedarf. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Einzelhandelspreise im Großen und Ganzen an die Erzeugerpreise anpassen, wenn auch mit einer gewissen Verzögerung", sagt Duthoit.

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"Die hohe Inflation und der nach der Pandemie verzeichnete AbsatzrĂŒckgang bei Lebensmitteln in den GeschĂ€ften setzen die RentabilitĂ€t im Lebensmitteleinzelhandel unter Druck", sagte Duthoit. "Insofern dĂŒrften die Preissteigerungen zeitnah und in hohem Maße auf die Verbraucherpreise durchschlagen."

TatsĂ€chlich gaben bei einer aktuellen Umfrage des Ifo-Institus neun von zehn Unternehmen im Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln an, weitere Preiserhöhungen zu planen. Hauptursache fĂŒr die steigenden Preise seien höhere Kosten bei der Beschaffung von Energie, Rohstoffen, sonstigen Vorprodukten und Handelswaren, hieß es vom Ifo.

Angespannte Lage noch monatelang?

Und auch aus der Landwirtschaft kamen zuletzt alles andere als beruhigende Signale fĂŒr Verbraucher. Der Deutsche Bauernverband warnte erst in dieser Woche, die angespannte Lage auf den AgrarmĂ€rkten infolge des Ukraine-Krieges werde wohl noch monatelang anhalten.

Es sei davon auszugehen, dass die kritische Versorgungssituation bis weit ins kommende Jahr und ĂŒber die Ernte 2023 hinausreichen werde, sagte der stellvertretende GeneralsekretĂ€r Udo Hemmerlin. Daher werde es auch zu weiteren Preiserhöhungen fĂŒr die Verbraucher kommen.

Milch, Fleisch und Co. könnten noch teurer werden

Ein Beispiel dafĂŒr: Milchprodukte. Sie könnten nach Angaben des zustĂ€ndigen Branchenverbands bald deutlich teurer werden. "Bei Milchprodukten mit lĂ€ngeren Kontraktlaufzeiten sind die Preissteigerungen im Laden teils noch nicht wirklich angekommen, das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten geschehen", sagte Björn Börgermann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Milchindustrie-Verbandes, kĂŒrzlich der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (NOZ).

"Steigerungsraten von 20 Prozent könnten durchaus möglich sein", so Börgermann weiter. Am Ende sei dies aber Verhandlungssache zwischen Molkereien und Handelsunternehmen.

Auch die Fleischbranche schloss zuletzt weiter steigende Preise nicht aus. So sagte Thomas Vogelsang, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundesverbands Deutscher Wurst- und Schinkenproduzenten, im Interview mit t-online, die Energiesituation werde sich so schnell nicht entspannen. "Es gibt daher die Gefahr, dass die Fleischpreise im Herbst weiter steigen werden." Auch die Gastronomie werde die "Preisexplosion" spĂŒren.

Edeka-Chef: "Steigende Preise nicht als Alibi der Industriekonzerne"

Die großen Handelsketten versuchen unterdessen den Preisanstieg zumindest zu dĂ€mpfen. Edeka-Chef Markus Mosa appellierte in den vergangenen Wochen wiederholt an die großen Markenhersteller den Bogen bei den Preiserhöhungen nicht zu ĂŒberspannen. "Steigende Verbraucherpreise dĂŒrfen aber nicht als Alibi der Industriekonzerne dienen, um ihre Renditen mit ĂŒberhöhten Preisforderungen zu maximieren", betonte Mosa.

Daher werde Edeka in Verhandlungen mit den Herstellern vermeidbare Preiserhöhungen abwenden. Nicht vermeidbare Preiserhöhungen dĂŒrften nicht allein den Verbrauchern aufgebĂŒrdet, sondern mĂŒssten in der gesamten Wertschöpfungskette verteilt werden. Ähnlich Ă€ußerte sich Rewe-Chef Lionel Souque.

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