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Inflation: Bei diesen Produkten steigen die Preise besonders stark

Von Jule Damaske

Aktualisiert am 16.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Alles wird teurer: So entsteht die Inflation – und was daran auch gut sein kann. (Quelle: t-online)
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Die Inflation liegt bei acht Prozent: Doch die Preise steigen nicht bei allen Produkten gleichermaßen. t-online hat überprüft, bei welchen Produkten es die größten Preissprünge gab und welche sogar günstiger wurden.

Nicht nur an der Tankstelle steigen die Preise, auch im Supermarkt müssen die Deutschen zurzeit tiefer in die Tasche greifen. Die offizielle Inflationsrate schoss im Mai auf 7,9 Prozent hoch. Sie wird im Vergleich zum Vorjahresmonat berechnet – t-online hat sich indes angeschaut, wie die Preise von April 2022 zu Mai dieses Jahres stiegen.

Vor allem im Nahrungsmittelbereich verteuerten sich die Produkte. Preistreiber sind Öl, Weizenmehl und Milchprodukte. Auch Textilien, insbesondere Handschuhe, Damensport- sowie Säuglingsbekleidung wurden teurer. Einige Preise sind im Vergleich zum Vormonat April gar gesunken.

Welche Produkte sind besonders teuer geworden?

t-online hat 21 Produkte aus dem offiziellen Warenkorb des Bundesamts für Statistik ausgewählt, die im Mai im Vergleich zum April deutlich teurer geworden sind:

Produkt Preisänderung in Prozent
Sonnenblumen- und Rapsöl 23,2
Weizenmehl 15,1
Geflügelfleisch 10,4
Butter 9,6
Schnittkäse 9,1
Handschuhe 7,6
Margarine 7,1
Kopf-, Eisbergsalat 7,0
E-Book-Reader, digitaler Bilderrahmen 6,2
Brennholz 5,9
Musik-CD oder Hörbuch 5,8
Frischkäse 5,4
Druckerpapier 5,0
Baustoffe (Türen, Fenster) 4,2
Kindermöbel 4,2
Säuglings- und Kleinkinderkleidung 4,0
Damensport-, Damenbadebekleidung 3,8
Vollwaschmittel 3,8
Herrenshirts 3,5
Benzin 3,4
Kleiderschrank 3,3

Gut zu wissen: Sie können sich auch eine persönliche Inflationsrate errechnen. Nutzen Sie dafür ein Tool des Statistischen Bundesamtes. Gehen Sie auf diese Seite und geben Sie links Ihre persönlichen monatlichen Ausgaben für bestimmte Dinge ein. Nun klicken Sie auf "Berechnen" und erhalten eine persönliche Inflationsrate, die sich deutlich von der amtlichen unterscheiden kann.

Welche Produkte sind günstiger geworden?

Doch nicht alles ist teurer geworden. Einige Produktpreise sind deutlich gesunken. t-online hat acht Produkte aus dem offiziellen Warenkorb des Bundesamts für Statistik ausgewählt, die im Mai im Vergleich zum April deutlich günstiger geworden sind:

Produkte Preisänderung in Prozent
Tomaten 25,5
PC-Spiel 23,0
Gurken 19,0
Kürbisse, Auberginen oder Mais 14,4
Fahrkarte für Fernbus 9,8
Paprika 9,7
Feldsalat, Lauch, Sellerie oder Ähnliches 8,1
Scanner 5,5

Auffällig ist, dass vor allem saisonale und regionale Produkte günstiger geworden sind. Der Anstieg bei anderen pflanzlichen Produkten ist unter anderem auf die nach oben schießenden Preise für Getreide zurückzuführen: Diese lagen im April um 77,6 Prozent über dem Vorjahresmonat und damit noch etwas höher als im März mit damals 70,2 Prozent.

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"Ausschlaggebend für die enorme Preissteigerung bei Getreide ist noch immer die Verknappung des Angebots infolge des Kriegs in der Ukraine", teilte das Statistische Bundesamt Anfang der Woche mit. Die Ausfuhr von Weizen und anderem Getreide aus der als Kornkammer der Welt bekannten Ukraine stockt wegen des Krieges.

Vor der russischen Invasion am 24. Februar waren beide Staaten zusammen für fast ein Drittel der weltweiten Weizenexporte verantwortlich. Seitdem stocken die Ausfuhren über die Schwarzmeerhäfen der Ukraine, vor denen russische Kriegsschiffe patrouillieren. Durch den Konflikt sind die Lebensmittelpreise und auch die Kosten für Düngemittel weltweit stark angestiegen.

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  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen, Frederike Holewik
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