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Erzeugerpreise steigen im Rekordtempo


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Erzeugerpreise steigen um 37,2 Prozent

Von reuters
19.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Weizenernte in Schleswig-Holstein (Archivbild): Die Teuerungsrate bei den Erzeugerpreisen erreicht einen Rekordwert.
Weizenernte in Schleswig-Holstein (Archivbild): Die Teuerungsrate bei den Erzeugerpreisen erreicht einen Rekordwert. (Quelle: IMAGO/Joerg Boethling)
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Die hohen Kosten für Strom und Gas schlagen auf die Erzeugerpreise durch. Die Folge: dauerhafte Teuerungen und eine steigende Inflationsrate.

Die deutschen Hersteller haben ihre Preise im Juli wegen teurer Energie überraschend in Rekordtempo angehoben. Die Erzeugerpreise stiegen um durchschnittlich 37,2 Prozent, weil vor allem Erdgas und Strom die Kosten für die Produzenten weiter nach oben trieben. "Dies war der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949", wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Die Energiepreise verdoppelten sich dabei, weil Erdgas und Strom erheblich mehr kosteten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 32,0 Prozent gerechnet, nachdem der Wert im Juni noch bei 32,7 Prozent gelegen hatte. Von Juni auf Juli legten die Erzeugerpreise um 5,3 Prozent zu. "Das ist ebenfalls der höchste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit Beginn der Erhebung", hieß es dazu.

Inflation könnte im Herbst noch zulegen

Die Produzentenpreise gelten als Vorläufer für die Entwicklung der allgemeinen Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabriktor geführt – noch bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Im Juli lagen die Verbraucherpreise 7,5 Prozent über dem Vorjahr, nachdem die Inflationsrate im Mai mit 7,9 Prozent den höchsten Stand seit dem Winter 1973/1974 erreicht hatte.

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Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket drücken derzeit die Teuerung für die Verbraucher, doch laufen diese staatlichen Hilfen am Monatsende aus. Experten rechnen deshalb im Herbst mit höheren Inflationsraten von um die neun Prozent.

Löhne ziehen im nächsten Jahr an

Experten der Commerzbank zufolge dürfte dann der "Hochpunkt" bei der Teuerung erreicht werden. Eine baldige Rückkehr auf Inflationsraten von zwei Prozent – wie sie die Europäischen Zentralbank (EZB) anstrebt – erwarten sie hingegen nicht. So dürften die Löhne in Deutschland im kommenden Jahr merklich anziehen.

"Und diese Kosten dürften die Unternehmen an ihre Abnehmer weitergeben", sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. "Schließlich sprechen einige langfristige Trends wie die ungünstige Demografie, die Kosten des Kampfs gegen den Klimawandel und der weltweit zunehmende Protektionismus für eine höhere Teuerungsrate."

"Kein hoffnungsvoller Ausblick"

Hauptverantwortlich für die starke Teuerung auf Erzeugerebene ist Energie, die seit Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine am 24. Februar erheblich mehr kostet. Hier lagen die Erzeugerpreise um 105,0 Prozent höher als im Juli 2021. Erdgas verteuerte sich dabei um 163,8 Prozent, Strom um 125,4 Prozent.

Mineralölerzeugnisse kosteten 41,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Leichtes Heizöl war mehr als doppelt so teuer wie ein Jahr zuvor (plus 107,9 Prozent), während für Kraftstoffe 31,6 Prozent mehr verlangt wurden. Hohe Preissteigerungen gab es auch bei Vorleistungsgütern, vor allem bei Metallen, Dünge- und Futtermitteln sowie Industriegasen und Verpackungsmitteln aus Holz. Nahrungsmittel verteuerten sich um gut 21 Prozent.

"Die Zahlen geben keinen hoffnungsvollen Ausblick für das deutsche verarbeitende Gewerbe oder die Wirtschaft insgesamt", sagte Accenture-Experte Thomas Rinn. Die Margen der Hersteller dürften weiter unter Druck bleiben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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  • Johannes Bebermeier
Von F. Holewik, F. Reinbold, J. Bebermeier
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