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Schuppenflechte: Krankenkasse zahlt Behandlung mit Balneo-Phototherapie

Hinter Juckreiz kann Schuppenflechte stecken

10.08.2011, 10:16 Uhr | jlu

Schuppenflechte: Krankenkasse zahlt Behandlung mit Balneo-Phototherapie. Schuppenflechte: Krankenkasse zahlt Behandlung mit Balneo-Phototherapie. (Foto: imago)

Juckreiz kann ein Symptom für Schuppenflechte sein. (Foto: imago)

Fast jeder leidet ab und an unter unangenehmem Juckreiz. Dieser ist nicht nur lästig sondern vielen Betroffenen auch peinlich. Nur wenige gehen zum Arzt, doch wer sich dauernd kratzen muss, könnte an einer ernsten Krankheit leiden, etwa einer Allergie oder Schuppenflechte. Wir sagen Ihnen, welche Ursachen Juckreiz haben kann und was dagegen hilft.


Rauchen und Alkohol begünstigen Schuppenflechte

Der häufigste Grund für Juckreiz ist trockene Haut. Dahinter können wiederum verschiedene Faktoren stecken, beispielsweise Schuppenflechte. Laut des Berufverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) leiden fast 400.000 Deutsche an der sogenannten Psoriasis. Die Hautkrankheit kann bei Männern und Frauen in jedem Lebensalter auftreten, bei vielen Betroffen zeigen sich die ersten Symptome aber zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. "In der Regel löst ein angeborener Enzymdefekt Schuppenflechte aus", sagt der Hautarzt Dr. Johannes Müller-Steinmann. Stress, Rauchen und Alkohol begünstigen den Ausbruch der Krankheit.

Krankenkasse zahlt Schuppenflechte-Behandlung

Die Balneo-Phototherapie ist eine Möglichkeit, Schuppenflechte zu behandeln: Sie kombiniert die Wirkung von UV-Strahlen und einem Solebad. "Das Bad macht die Haut besonders aufnahmefähig für die Behandlung mit UV-Licht", erklärt Müller-Steinmann. "Das Licht hemmt die Ausbreitung der Psoriasis und lässt Rötungen, Schuppen und Juckreiz zurückgehen." Der Vorteil der Behandlung: Sie wird ambulant durchgeführt und die Hautstruktur verbessert sich schneller. "Verglichen mit anderen Behandlungen hat sie zudem weniger Nebenwirkungen und ist achtmal wirkungsvoller", weiß der Dermatologe. Für die Therapie sollten Patienten drei bis vier Termine pro Woche einplanen. Die Kosten übernehmen seit Oktober die gesetzlichen Krankenkassen.

Salzbad für zuhause

Um den Juckreiz zuhause kurzfristig zu lindern, hilft ein Bad mit Meersalz: Oberflächliche Infektionen werden gemildert und die Haut hört auf zu jucken. Langfristig hilft ein heimisches Salzbad aber nicht gegen die entzündete Haut.

Innere Erkrankungen trocknen die Haut aus

Auch andere ernste Krankheiten lassen die Haut jucken, etwa Neurodermitis, Diabetes, Zöliakie, Magen-Darm-Erkrankungen, Nieren- und Leberstörungen. Innere Erkrankungen können Juckreiz auslösen, da sie den Abtransport von Stoffwechselprodukten verhindern und die Haut dadurch austrocknet. Entscheidend ist zudem die richtige Ernährung: Eine säurereiche Ernährung mit viel Vitamin C kann zum Beispiel die Haut austrocknen. Damit die Haut feucht genug ist, sollte man ausreichend trinken. Allergien kommen ebenfalls als Ursache für juckende Haut Frage: Sowohl Nahrungsmittel und Tierhaare als auch Medikamente oder Umweltgifte wie Duftstoffe oder schmutzige Stadtluft können die Haut reizen. Zu Juckreiz kann außerdem eine übertriebene Körperhygiene beitragen, da fast alle Reinigungsmittel die Haut entfetten. Wer zu oft duscht, bekommt also schnell einen trockene Haut. Ein bis maximal zweimal pro Tag duschen reicht.

Ursachen für ständigen Juckreiz klären

Eine regelmäßige Hautpflege mit rückfettende Bodylotions sind die erste Hilfe bei trockener, schuppender und leicht juckender Haut. Bei starkem Juckreiz sollten die Betroffenen zu medizinische Lotionen mit Wirkstoffen wie Harnstoff als Feuchtigkeitsspender greifen. Hält das Jucken trotz ständigen Cremens länger als eine Woche an oder wird schlimmer, sollte man zum Hautarzt gehen. Gleiches gilt, wenn der Juckreiz so stark ist, dass das Kratzen zu Hautverletzungen führt. Tritt überwiegend nachts starker Juckreiz auf, könnte das ein Hinweis auf die Scabies, zu deutsch Krätzmilbe, sein. In diesem Fall muss man umgehend einen Arzt aufsuchen, da es sich um eine sehr ansteckende Krankheit handelt.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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