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Gelsenkirchen: Häufung Babys ohne Hände – Hebammen machen aufmerksam


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Babys kommen mit missgebildeten Händen zur Welt

Von dpa, sms

Aktualisiert am 14.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Sankt Marien Hospital Gelsenkirchen: In den vergangenen Monaten wurden in Gelsenkirchen drei Kinder mit Handfehlbildungen geboren.
Sankt Marien Hospital Gelsenkirchen: In den vergangenen Monaten wurden in Gelsenkirchen drei Kinder mit Handfehlbildungen geboren. (Quelle: Hans Blossey/imago-images-bilder)
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Wenn das Baby mit einer Behinderung auf die Welt kommt, ist das für viele Eltern erst einmal ein Schock. Umso mehr Sorgen bereitet jetzt eine Meldung aus Gelsenkirchen: Dort sollen innerhalb kurzer Zeit gleich drei Babys mit Fehlbildungen an den Händen geboren worden sein.

In einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen hat es eine ungewöhnliche Häufung von Neugeborenen mit Handfehlbildung gegeben. Im Sankt Marien-Hospital Buer in Gelsenkirchen waren zwischen Juni und Anfang September drei betroffene Kinder auf die Welt gekommen.

Zwei der Säuglinge haben eine fehlgebildete linke Hand, das dritte Kind hat nur eine rudimentär ausgebildete rechte Hand. "Wir können keine ethnischen, kulturellen oder sozialen Gemeinsamkeiten der Familien sehen", heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik. Gemein haben alle Familien nur ihren Wohnort rund um Gelsenkirchen.

Fehlbildungen könnten zufällige Häufung sein

Fehlbildungen dieser Art habe man in der Klinik viele Jahre nicht gesehen, heißt es. "Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir diese drei Fälle sehen, auffällig." Hebammenvertreterinnen hatten auf die Fälle aufmerksam gemacht, mehrere Medien berichteten.

Statistisch würden etwa ein bis zwei Prozent aller Neugeborenen mit einer Fehlbildung unterschiedlicher Ausprägung geboren, wie die Gelsenkirchener Mediziner erläuterten. Extremitätenfehlbildungen könnten während der Schwangerschaft unter anderem durch Infektionen auftreten, seien insgesamt aber selten.

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Fehlbildungen an Babys entstehen in der frühen Schwangerschaft

Der entscheidende Entwicklungszeitraum liege sehr früh in der Schwangerschaft, zwischen dem 24. und 36. Entwicklungstag nach der Befruchtung der Eizelle, wie das Sankt Marien-Hospitals Buer schreibt. "Eine ebenfalls mögliche Ursache ist das Abschnüren von Extremitäten durch Amnionbänder oder Nabelschnurumschlingungen während der Schwangerschaft im Mutterleib, was zu einer verminderten Weiterentwicklung der betroffenen Extremität führt."

Das Hospital hat nun Kontakt zu Spezialisten der Berliner Charité aufgenommen. In der Geburtsabteilung des Partnerkrankenhauses in Gelsenkirchen habe es keine ähnlichen Fälle gegeben, erklärt das Hospital – jedoch gebe es kein bundesweites Melderegister für Fehlbildungen bei Neugeborenen.

Ein solches Melderegister fordert auch die Hebamme, die die Fälle in Gelsenkirchen publik gemacht hat. Sie berichtet gegenüber RTL, dass sich in den vergangenen 24 Stunden rund 30 weitere Betroffene bei ihr gemeldet hätten. Die Kinder seien in jedem Alter von "ganz jung" bis zehn Jahre und kämen aus ganz Deutschland. Das würde zumindest gegen eine plötzliche Epidemie in NRW sprechen.

Erinnerung an Fehlbildungen in Frankreich und Contergan-Fälle

Bereits 2018 hatte es ähnliche Fehlbildungen in Frankreich gegeben: Rund 25 Fälle in 15 Jahren hatte der öffentliche Dienst gezählt und auf mögliche Ursachen geprüft. Bisher gab es auch dort noch kein abschließendes Ergebnis.

Die Fehlbildungen erinnern ebenso an die Contergan-Fälle aus den 50er und 60er Jahren, als bis zu 12.000 Babys weltweit mit schweren Fehlbildungen geboren wurden, nachdem Mütter während der Schwangerschaft das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan eingenommen hatten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Mitteilung Sankt Marien-Hospital Buer
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