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Solarium-Verbot gefordert: Tausende Menschen erkranken an Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs  

Krebshilfe und Hautärzte fordern Solarienverbot in Deutschland

03.02.2020, 18:40 Uhr | dpa

Solarium-Verbot gefordert: Tausende Menschen erkranken an Hautkrebs. Solarium: Jährlich verursacht der Gebrauch dieser Geräte europaweit bei etwa 3.400 Menschen schwarzen Hautkrebs. (Quelle: imago images/Peter Widmann)

Solarium: Jährlich verursacht der Gebrauch dieser Geräte europaweit bei etwa 3.400 Menschen schwarzen Hautkrebs. (Quelle: Peter Widmann/imago images)

Tausende Menschen erkranken jedes Jahr an Hautkrebs. Die Krankheit kann durch den Besuch im Solarium ausgelöst werden. Es gibt bereits bestimmte Regeln für die Nutzung der Geräte. 

Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) fordern ein bundesweites Verbot von Solarien. Jährlich verursache der Gebrauch dieser Geräte europaweit bei etwa 3.400 Menschen schwarzen Hautkrebs. In etwa 800 Fällen führe das zum Tod, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Krebshilfe und ADP.

Kinder und Jugendliche dürfen nicht ins Solarium

Für Kinder und Jugendliche ist die Benutzung von Solarien in Deutschland bereits seit 2009 nicht mehr gestattet. Das Nutzungsverbot werde jedoch völlig unzureichend eingehalten, sagte Krebshilfe-Chef Gerd Nettekoven. Er verwies auf Zahlen des "Nationalen Krebshilfe-Monitorings zur Solariennutzung (NCAM)", wonach es 2018 schätzungsweise 140.000 Minderjährigen gelungen sei, Zugang zu Solarien zu erhalten.

Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP sagte, es sei ein "wahnwitziger Trugschluss, dass gebräunte Haut immer noch als gesund und schön gilt". Der Bräunungsprozess sei immer ein Hilfeschrei der Haut. "Jede Solariennutzung führt zu gesundheitlichen Schäden."

37.000 Menschen erkranken jährlich an Hautkrebs

Jährlich erkranken nach Angaben der Krebshilfe etwa 37.000 Menschen in Deutschland an einem malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufe sowohl die natürliche UV-Strahlung der Sonne als auch die künstlich erzeugte in Solarien in die höchste Risikogruppe der krebsauslösenden Faktoren ein, hieß es in der Mitteilung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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