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Demenz: Mehr als 40 Prozent der Fälle vermeidbar


Wie sich das Demenzrisiko deutlich senken lässt

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 10.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Eine junge Frau legt ihren Arm um einen älteren Mann: Auch wenn Demenz bislang nicht heilbar ist, kann jeder aktiv dazu beitragen, sein persönliches Risiko zu senken.
Eine junge Frau legt ihren Arm um einen älteren Mann: Auch wenn Demenz bislang nicht heilbar ist, kann jeder aktiv dazu beitragen, sein persönliches Risiko zu senken. (Quelle: Westend61/getty-images-bilder)
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Bisher kannten Mediziner neun Risikofaktoren, die eine Demenz begünstigen und vor allem durch einen gesunden Lebensstil beeinflussbar sind. Nun sind drei dazugekommen. Würde man alle zwölf minimieren, ließe sich das Risiko für eine Demenz um 40 Prozent verringern, berichten britische Forscher.

Demenz ist unheilbar, aber beeinflussbar

Weltweit leiden 50 Millionen Menschen an Demenz, davon allein in Deutschland 1,6 Millionen. Bis ins Jahr 2050 werden es Schätzungen zufolge bis 2,8 Millionen sein. Grund dafür ist die zunehmende Lebenserwartung der Menschen. Auch wenn die Erkrankung bislang nicht heilbar ist, sind Entstehung und Verlauf jedoch beeinflussbar.

Laut dem "Report of the Lancet Commission 2020", der auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) vorgestellt wurde, könnten 40 Prozent aller Demenzfälle verhindert oder zumindest deutlich hinausgezögert werden, wenn alle Risikofaktoren minimiert würden.


Fotoserie: Die zehn häufigste Alzheimer-Irrtümer

1. Alzheimer und Demenz sind das Gleiche: Falsch. Alzheimer ist nur eine spezielle Form der Demenz. Daneben gibt es jedoch zahlreiche andere Demenz-Varianten wie zum Beispiel die vaskuläre oder die Lewy-Körperchen-Demenz. Allerdings betreffen zwei Drittel aller Demenzfälle die Alzheimer-Krankheit.
Reha-Maßnahmen sind sinnlos: Das stimmt so nicht. Auch wenn Alzheimer unheillbar ist, haben Maßnahmen zur Stärkung der Alltagsfähigkeiten und zur Steigerung des Selbstwertgefühls einen positiven Effekt. Hierdurch wird die häusliche Situation maßgeblich entspannt und eine stationäre Unterbringung in vielen Fällen hinausgezögert
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Zwölf vermeidbare Risikofaktoren für Demenz

Bereits 2017 hatten Forscher neun Faktoren identifiziert, die das Risiko einer Demenzerkrankung erhöhen:

  • Schwerhörigkeit
  • niedriger Bildungsstand
  • Rauchen
  • Mangel an sozialen Kontakten
  • Depressionen und psychischer Stress
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Diabetes mellitus

In der im Juli veröffentlichten Studie haben Experten um Professor Gill Livingstone vom University College London nun weitere drei Risikofaktoren für Demenz hinzugefügt:

  • Kopfverletzungen (Schädel-Hirn-Trauma)
  • Luftverschmutzung
  • übermäßiger Alkoholkonsum

Für Prävention ist es nie zu spät

Die Autoren betonen, dass es im Leben nie zu spät sei, mit einer Demenz-Prävention zu beginnen. Bedeutsam für den Alltag ist der neu identifizierte Risikofaktor Schädel-Hirn-Trauma, das durch Kopfverletzungen im Straßenverkehr und beim Sport verursacht werden kann.

"Das zeigt, dass Fahrradhelme oder Helme bei bestimmten Risikosportarten einen Schutz vor späteren Demenzerkrankungen darstellen", sagt Professor Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Der schädigende Einfluss von Alkohol und Luftverschmutzung seien ebenfalls wichtige Risikofaktoren, die sich durch den persönlichen Lebensstil beziehungsweise Umweltschutzmaßnahmen erheblich reduzieren lassen.

Darüber hinaus gilt: Bleiben Sie im mittleren und späteren Lebensalter geistig, körperlich und sozial aktiv. Regelmäßige Bewegung in der Lebensmitte und im Alter schützen vor Demenz und verringern das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Schwerhörigkeit sollte frühzeitig ein Hörgerät benutzt werden, um Kommunikationsprobleme und zunehmende soziale Isolation zu vermeiden. Liegt eine Depression vor, sollte diese ebenfalls schnell therapiert werden.

"Nationale Demenzstrategie" soll helfen, vorzubeugen

Aus den neuen Erkenntnissen wurde eine Nationale Demenzstrategie erarbeitet, die von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie mitgestaltet wurde. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Thema Demenz-Prävention in Deutschland zu sensibilisieren und für demente Patienten und deren Angehörige optimale Behandlungs- und Beratungsangebote anzubieten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • The Lancet: DOI 10.1016/S0140-6736(20)30367-6
  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
  • Eigene Recherche
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