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Durchbruch? Neuer Bluttest erkennt Krebs vor ersten Symptomen


Neuer Bluttest erkennt Krebs schon vor ersten Symptomen

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 15.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Blutproben: Ein neuer Test erkennt die Tumor-DNA und wo der Tumor im Körper sitzt.
Blutproben: Ein neuer Test erkennt die Tumor-DNA und wo der Tumor im Körper sitzt. (Quelle: Andrew Brookes via www.imago-images.de/ IMAGO / Westend61)
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Früherkennung ist bei Krebserkrankungen besonders wichtig. Ein neuer Test könnte diese nun revolutionieren. Er entdeckt über 50 verschiedene Krebsarten.

Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Denn dann kann zum Beispiel eine Metastasierung, also eine Streuung der Tumorzellen in andere Körperregionen, verhindert werden. Doch bei einigen Krebsarten ist eine Früherkennung schwierig. Häufig werden diese Tumore erst dann erkannt, wenn sie Symptome zeigen.

Bluttests zum Aufspüren des Krebses gibt es bereits für einige wenige Arten. Doch für die Früherkennung sind sie meist nicht zuverlässig, da sie oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung anschlagen.

Test erkennt Ursprungsort des Krebses im Körper

Ein neues Testverfahren könnte dies nun ändern. US-Wissenschaftler stellten es vor Kurzem auf dem Europäischen Kongress für Onkologie. Der Bluttest erkennt die Tumor-DNA und kann sie dem Ursprungsort im Körper zuordnen. Mehr als 50 verschiedene Krebsarten könnten so erkannt werden, lange bevor die betroffenen Personen Symptome zeigen.

Über 6.600 Probanden über 50 Jahre wurden in der Studie getestet. Bei keinem von ihnen war eine Krebserkrankung festgestellt worden. 1,4 Prozent der Tests zeigten ein positives Ergebnis. Bei 92 Personen wurde also Tumor-DNA gefunden.

In weiteren Tests konnte bei 35 (38 Prozent) von ihnen tatsächlich eine Krebserkrankung festgestellt werden. Wie die Zeitung "The Guardian" berichtet, identifizierte der sogenannte Galleri-Test 19 verschiedene Tumore in Geweben wie Brust, Leber, Lunge und Dickdarm, fand aber auch Eierstock- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Letztere Krebsarten werden typischerweise erst in einem späten Stadium erkannt, die Patienten haben daher bislang schlechte Überlebensraten.

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Krebsarten, auf die nicht standardmäßig gescreent wird

Auch Blutkrebs konnte nachgewiesen werden. 26 der entdeckten Krebsarten waren Formen der Krankheit, auf die nicht routinemäßig gescreent wurde. Weitere Analysen ergaben, dass der Bluttest bei 99,1 Prozent der krebsfreien Personen negativ war, was bedeutet, dass nur ein kleiner Teil der gesunden Menschen fälschlicherweise ein positives Ergebnis erhielt.

Zum Start der Testreihe war das Verfahren bereits von der britischen Gesundheitsbehörde als potenzieller "Game Changer" eingeordnet worden, der die Krebsforschung revolutionieren könnte.

Zu den entdeckten Tumorarten sagte nun Dr. Deb Schrag, Studienautorin vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York: "Ich denke, das Spannende an diesem neuen Paradigma und Konzept ist, dass viele davon Krebsarten waren, für die wir kein Standard-Screening haben."

Doch sie stellt auch klar: Der Test sei noch nicht für ein bevölkerungsweites Screening bereit und die Menschen müssten mit dem Standard-Krebsscreening fortfahren, während die Technologie verbessert werde.

Im kommenden Jahr soll eine Studie mit 165.000 Probanden vorgelegt werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Studie aus "Oncology": "A prospective study of a multi-cancer early detection blood test", veröffentlicht am 11.09.2022, abgerufen am 15.09.2022 (englisch)
  • The Guradian: "Blood test spots multiple cancers without clear symptoms, study finds" vom 11.09.2022, abgerufen am 15.09.2022 (englisch)
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