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  • Europas Corona-Wege: Offene Hotels in der Schweiz, Ausgangssperre in Italien


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In Italien herrscht Ausgangssperre, die Schweiz öffnet die Hotels

Von dpa
Aktualisiert am 31.03.2021Lesedauer: 5 Min.
Barcelona: Zwei MĂ€dchen sitzen auf einer Bank und tragen Masken. Die Stadt war zwischenzeitlich besonders von der Pandemie getroffen.
Barcelona: Die Stadt war zwischenzeitlich besonders von der Pandemie getroffen. (Quelle: imago-images-bilder)
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KontaktbeschrĂ€nkungen, Testen und Impfen: Diese Maßnahmen sollen Deutschland aus der Corona-Krise fĂŒhren. Doch europaweit verhalten sich die LĂ€nder im Kampf gegen die Pandemie sehr unterschiedlich.

WĂ€hrend Bund und LĂ€nder angesichts steigender Infektionszahlen um den Corona-Kurs ringen, stehen auch die Nachbarstaaten in der Pandemie weiter vor Herausforderungen. Nicht nur bei den Maßnahmen, sondern auch beim Impfen gibt es Unterschiede: So ist mehr als die HĂ€lfte der erwachsenen Briten bereits erstgeimpft, wĂ€hrend es im kleinen Bulgarien erst sechs Prozent der Erwachsenen sind. In Deutschland haben bisher mehr als 9,4 Millionen Menschen und damit mehr als elf Prozent der Gesamtbevölkerung zumindest die erste Dosis erhalten.

  • Belgien: Ausgangssperre im ganzen Land
    Beim Nachbarn gelten strenge Kontaktregeln, höchstens mit einer Person aus einem fremden Haushalt darf man sich treffen. Draußen geht das mit Maske mit bis zu vier Personen. Im ganzen Land gilt eine nĂ€chtliche Ausgangssperre. Shoppen geht mit Termin, Restaurants, Kneipen und CafĂ©s sind seit Monaten geschlossen. FĂŒr Gottesdienste gelten strenge Auflagen. Nach jĂŒngsten Angaben der belgischen Behörden haben fast 1,3 Millionen Menschen, rund 14 Prozent der Erwachsenen in dem kleinen Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern, mindestens eine erste Impfdosis bekommen.
  • Bulgarien: Außengastro öffnet wieder
    Ab 1. April soll die Gastronomie Außenbereiche öffnen dĂŒrfen. Unter anderem Kinos sollen bei geringer Auslastung den Einlass gewĂ€hren können. Hotels sind nach wie vor offen, ebenso die Kirchen, wo wie etwa in GeschĂ€ften oder Tankstellen Maskenpflicht gilt. Bis 31. MĂ€rz wurden bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen insgesamt gut 460 000 Impfdosen verabreicht – rund sechs Prozent der Erwachsenen sind damit zumindest erstgeimpft. In dem orthodoxen Land wird das Osterfest erst am 2. Mai gefeiert.
  • DĂ€nemark: Seit Monaten erstmals wieder zum Friseur
    DĂ€nemark ist auf dem Weg zu einer Lockerung der geltenden Maßnahmen. Die FußgĂ€ngerzone in Kopenhagen ist bereits sehr voll, nach Ostern dĂŒrfen die BĂŒrger erstmals seit Monaten zum Friseur. Bald sollen etwa Restaurants, CafĂ©s und Kinos öffnen. Draußen dĂŒrfen sich derzeit maximal zehn Menschen treffen, drinnen sollten es laut Empfehlung nicht mehr als fĂŒnf sein. Bei Gottesdiensten unter freiem Himmel sind bis zu 50 Teilnehmer erlaubt. Im FĂŒnf-Millionen-Einwohnerland DĂ€nemark haben bislang rund 730.000 Menschen mindestens eine erste Impfdosis erhalten.
  • England: Treffen in InnenrĂ€umen noch bis Mai verboten
    Vor Ostern sind in England die sehr strengen Regeln etwas gelockert worden: So dĂŒrfen sich draußen etwa bis zu sechs Personen treffen. Drinnen sind Treffen noch bis mindestens Mitte Mai verboten. Obwohl unter strengen Auflagen in PrĂ€senz erlaubt, finden die Angebote vieler Kirchen online statt. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Corona-Maßnahmen. In ganz Großbritannien haben bereits mehr als 30 Millionen Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten, das entspricht mehr als der HĂ€lfte der Erwachsenen.
  • Frankreich: Ausgangssperren bei Nacht
    Angesichts der dritten Corona-Welle wird in Frankreich ein landesweiter Lockdown verhĂ€ngt. Die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Auflagen werden fĂŒr vier Wochen auf das ganze Land ausgeweitet, wie PrĂ€sident Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache ankĂŒndigte. Die Schulen sollen demnach fĂŒr drei Wochen geschlossen bleiben, zudem umfassen die Maßnahmen AusgangsbeschrĂ€nkungen ab 19 Uhr sowie die Schließung der meisten GeschĂ€fte (mehr hier). Die Neuerung tritt am Samstag in Kraft fĂŒr mindestens einen Monat. Mehr als 8,2 Millionen Menschen haben mindestens eine erste Impfung erhalten, das entspricht etwa zwölf Prozent der Bevölkerung.
  • Italien: Strenger Lockdown ĂŒber Ostern
    Dem Mittelmeerland steht ein Ostern mit vielen Verboten bevor. Die BĂŒrger sollen möglichst zu Hause bleiben. Der strenge Lockdown gilt bisher speziell vom 3. bis 5. April. Dann sollen die Menschen ihr Zuhause möglichst nur fĂŒr notwendige Erledigungen verlassen. Ein nĂ€chtliches Ausgangsverbot gilt bereits. Kirchen dĂŒrfen unter strengen Auflagen öffnen. Der Vatikan feiert Ostergottesdienste nur mit wenigen GlĂ€ubigen. Rund 6,9 Millionen Italiener waren bis Ende MĂ€rz mindestens erstimmunisiert – rund 11 Prozent der Bevölkerung von knapp 60 Millionen.
  • Österreich: Teile des Landes sind im Lockdown
    Beispielsweise in Wien gilt ein Lockdown von GrĂŒndonnerstag bis 10. April, in Niederösterreich wiederum bis zum 6. April. Bis auf Ausnahmen wie fĂŒr den Lebensmittelhandel ist in GeschĂ€ften nur noch die Warenabholung möglich. Museen und Zoos schließen, dazu kommen AusgangsbeschrĂ€nkungen. Gottesdienste sind hier unter Einhaltung strenger Regeln erlaubt. FĂŒr sechs der BundeslĂ€nder gibt es wiederum keine VerschĂ€rfungen. In Österreich haben bisher 1,57 Millionen von knapp 9 Millionen Einwohnern zumindest eine erste Impfung erhalten.
  • Niederlande: Besuch nur von einer Person pro Tag
    Auch ĂŒber Ostern ist Shoppen nur mit Termin und Besuche nur von einer Person pro Tag erlaubt. Unter anderem Kinos und GaststĂ€tten sind geschlossen. Religionsgemeinschaften sind im Prinzip vom Versammlungsverbot ausgenommen – die Begrenzung der Personenzahl wird aber empfohlen. Die Impfkampagne lĂ€uft schleppend: Rund 1,7 Millionen Menschen des 17-Millionen-Einwohnerlands haben mindestens eine Dosis bekommen.
  • Polen: Friseure und BaumĂ€rkte dicht
    Eine Woche vor Ostern wurden die Corona-Restriktionen noch mal verschÀrft. Bis zum 9. April sind MöbelgeschÀfte und BaumÀrkte geschlossen, ebenso Friseursalons und Kosmetikstudios. Hotels und Kinos sind ohnehin zu, der Betrieb von Einkaufszentren ist stark eingeschrÀnkt. Gottesdienste sind unter Auflagen möglich: Erlaubt ist ein Besucher pro 20 Quadratmetern. Knapp 4 Millionen der rund 38 Millionen Einwohner haben eine erste Corona-Impfung bekommen.
  • Schweden: Restaurants mĂŒssen abends schließen
    Restaurants und CafĂ©s werden auch an Ostern um 20.30 Uhr schließen mĂŒssen, ZusammenkĂŒnfte mit mehr als acht Personen sind tabu. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts Ă€ndern: Die Neuinfektionszahlen in Schweden sind hoch und steigen weiter an. Damit Ostern die Zahlen nicht noch weiter in die Höhe treibt, wird vielerorts in Schweden vor Familienfeiern gewarnt. In dem Zehn-Millionen-Einwohnerland haben bisher mehr als 1,1 Millionen BĂŒrger mindestens eine Impfdosis erhalten.
  • Schweiz: Offene Hotels, Maskenpflicht gilt nur teilweise
    Trotz steigender Zahlen sind die Regeln in der Schweiz locker. Beispielsweise das Kanton Tessin erwartet einen Besucheransturm, deshalb gilt dort in einigen Gemeinden Maskenpflicht. Hotels sind offen, Ferienwohnungen verzeichnen hohe Buchungszahlen. Museen, Zoos und GeschĂ€fte sind vielerorts geöffnet, nur Restaurants warten noch auf eine Betriebsbewilligung. In InnenrĂ€umen dĂŒrfen sich bis zu zehn Personen treffen, draußen 15. Ostermessen sind erlaubt, in der Regel mit maximal 50 Leuten, die Maske tragen und Abstand halten mĂŒssen. Bis 28. MĂ€rz wurden knapp 1,5 Millionen Impfdosen verabreicht, gut eine halbe Million Menschen waren vollstĂ€ndig geimpft. Die Schweiz hat 8,6 Millionen Einwohner.
  • Spanien: Abgeriegelte Regionen
    Die Regionen des Landes sind bis zum 9. April untereinander abgeriegelt, aus dem Ausland darf man weiter einreisen. Treffen dĂŒrfen sich höchstens sechs Personen im Freien oder vier Personen des eigenen Haushalts in geschlossenen RĂ€umen. Es gelten nĂ€chtliche Ausgangssperren mit teils unterschiedlichen Zeiten. Jede Region hat zudem weitere Regelungen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss außerhalb der eigenen Wohnung getragen werden, auch wenn der Sicherheitsabstand zu Fremden gewahrt bleibt. Die Regel war zunĂ€chst von Medien so interpretiert worden, dass auch beim Sonnenbaden Mund- und Nasenschutz getragen werden muss. Das ist aber nicht der Fall, die Zentralregierung rĂ€umte eine ungenaue Formulierung ein. Etwa 16,5 Prozent der ĂŒber 46 Millionen Einwohner hat mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten.
  • Tschechien: Verwandtenbesuche ausdrĂŒcklich verboten
    Auch zu Ostern dĂŒrfen Menschen den Wohnbezirk, vergleichbar mit einem Landkreis, nur mit Ausnahme verlassen. Besuche bei Verwandten sind ausdrĂŒcklich verboten. Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer ist auf zehn Prozent der SitzplatzkapazitĂ€t begrenzt. Gesang ist untersagt. Bisher wurden in Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern rund 1,6 Millionen Impfstoff-Einzeldosen verabreicht. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC haben bisher 4,1 Prozent aller Erwachsenen beide Impfstoffdosen erhalten (Stand 21. MĂ€rz).
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