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Asowstal schwer umkĂ€mpft – kaum Hoffnung fĂŒr ukrainische Soldaten

Von dpa
Aktualisiert am 11.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Rauch steigt vom Stahlwerk in Mariupol auf (Archivbild): FĂŒr die darin eingeschlossenen Soldaten schwindet die Chance auf Rettung.
Rauch steigt vom Stahlwerk in Mariupol auf (Archivbild): FĂŒr die darin eingeschlossenen Soldaten schwindet die Chance auf Rettung. (Quelle: imago-images-bilder)
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Den letzten ukrainischen Verteidigern im Asowstal-Stahlwerk droht nach Meinung Selenskyjs ein schweres Schicksal. Die USA schnĂŒren ein neues Milliarden-Hilfspaket. Ein Überblick ĂŒber die Ereignisse der Nacht.

Die im Stahlwerk von Mariupol eingeschlossenen ukrainischen Soldaten dĂŒrfen das GelĂ€nde nach dem Willen der russischen Belagerer nicht verlassen. Das russische MilitĂ€r habe jeden Vorschlag zum unbehinderten Abzug der belagerten KĂ€mpfer aus dem Werk Asowstal abgelehnt, sagte PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj nach Angaben der "Ukrajinska Prawda" vom Dienstag. Der Staatschef lobte unterdessen die "ĂŒbermenschliche StĂ€rke" der ukrainischen Truppen nach Erfolgen bei Charkiw, warnte aber zugleich davor, deswegen "ĂŒbermĂ€ĂŸige Emotionen" aufkommen zu lassen.


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"Die Verteidiger Mariupols bleiben dort, sie setzen den Widerstand auf dem GelĂ€nde von Asowstal fort", sagte Selenskyj. Kiew bemĂŒhe weiterhin alle zur VerfĂŒgung stehenden diplomatischen Möglichkeiten, um die Rettung der Soldaten zu ermöglichen. Russland besteht auf der Kapitulation der Asowstal-Verteidiger.

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Selenskyj hatte zuvor erklĂ€rt, dass die Ukraine gegenwĂ€rtig nicht ĂŒber die schweren Waffen verfĂŒge, die fĂŒr einen erfolgreichen Vorstoß zur Befreiung von Mariupol nötig wĂ€ren. Am Dienstag berichteten die Verteidiger ĂŒber schweren Beschuss durch russische Truppen. Die ganze Nacht lang sei das GelĂ€nde aus der Luft angegriffen worden, sagte der Vizekommandeur des Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, der "Ukrajinska Prawda". Es gebe viele Schwerverletzte. Sie mĂŒssten dringend in Sicherheit gebracht werden.

Zuletzt wurden von dem GelĂ€nde unter Vermittlung der UN und des Roten Kreuzes mehrere Hundert Zivilisten evakuiert. Entgegen jĂŒngster Berichte ĂŒber die vollstĂ€ndige Evakuierung aller Zivilisten aus dem Mariupoler Werk erklĂ€rte der regionale Verwaltungschef Pawlo Kyrylenko am Montagabend, es seien doch noch 100 Menschen dort, die keine KĂ€mpfer seien.

Selenskyj lobt "ĂŒbermenschliche StĂ€rke" ukrainischer Truppen

Selenskyj lobte Mut und Opferbereitschaft der Truppen seines Landes im Kampf gegen die russische Armee. "Ich bin all unseren BeschĂŒtzern dankbar, die sich verteidigen und wirklich ĂŒbermenschliche StĂ€rke zeigen, um die Armee der Eindringlinge zu vertreiben", sagte er am Dienstagabend in seiner tĂ€glichen Videoansprache. Und das im Kampf gegen die "einst zweitstĂ€rkste Armee der Welt".

Trotz weiterer Erfolge an verschiedenen Fronten wollte Selenskyj keine Euphorie und "ĂŒbermĂ€ĂŸige Emotionen" aufkommen lassen. "Es ist nicht notwendig, eine AtmosphĂ€re spezifischen moralischen Drucks zu schaffen, wenn bestimmte Siege wöchentlich und sogar tĂ€glich erwartet werden", warnte er.

Der ukrainische PrĂ€sident bezog sich dabei auf Erfolgsmeldungen seines Generalstabs, der am Dienstag ĂŒber GelĂ€ndegewinne in der Umgebung der ostukrainischen Großstadt Charkiw berichtete. Die Besatzer wĂŒrden "nach und nach" aus der Region vertrieben. Nach Darstellung des ukrainischen MilitĂ€rs wurden mehrere Ortschaften zurĂŒckerobert. Die Angaben konnten zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden.

"Die StreitkrĂ€fte der Ukraine tun alles, um unser Land und unser Volk zu befreien", sagte Selenskyj. "Alle unsere StĂ€dte werden befreit – Cherson, Melitopol, Berdjansk, Mariupol und alle anderen."

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Pressekonferenz.
Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Pressekonferenz. (Quelle: Efrem Lukatsky/dpa-bilder)

Außenminister sieht neue Kriegsziele

In einem Interview mit der "Financial Times" hat der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba von einer Anpassung der Kriegsziele gesprochen. "Das Bild des Sieges ist ein sich entwickelndes Konzept", sagte er der in London erscheinenden Zeitung.

"In den ersten Monaten wĂ€ren ein Sieg fĂŒr uns ein russischer RĂŒckzug bis zu den Stellungen, die sie vor dem 24. Februar besetzten, sowie Reparationszahlungen gewesen." Jetzt stelle sich die Lage anders dar: Wenn die Schlacht um den Donbass von der Ukraine gewonnen werden könne, wĂ€re als neues Ziel die komplette Befreiung seines Landes möglich. Dies sei auch notwendig, um die wichtigen HĂ€fen Odessa und Mariupol wieder zu kontrollieren. Sie seien fĂŒr den Export ukrainischer GĂŒter von großer Bedeutung.

Mit mehr Waffen wĂ€re die Ukraine nach Angaben von Kuleba in der Lage, Cherson zurĂŒckzuerobern und die russische Schwarzmeerflotte zu besiegen. Dies sei aber ein Maximalziel, das vielleicht nicht erreicht werden könne.

US-ReprĂ€sentantenhaus verabschiedet Milliarden-Hilfspaket fĂŒr Ukraine

Das ReprĂ€sentantenhaus in Washington hat ein von US-PrĂ€sident Joe Biden beantragtes Hilfspaket fĂŒr die Ukraine um Milliarden Dollar aufgestockt und mit großer Mehrheit verabschiedet. In der Parlamentskammer stimmten am Dienstagabend (Ortszeit) 368 Abgeordnete sowohl von Bidens Demokraten als auch den oppositionellen Republikanern fĂŒr den Gesetzesentwurf. Die 57 Gegenstimmen kamen aus den Reihen der Republikaner. Das Paket umfasst ein Volumen von fast 40 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro). Der Senat muss noch zustimmen.

Biden hatte den Kongress um 33 Milliarden Dollar gebeten. In dem nun aufgestockten Paket entfÀllt rund die HÀlfte der Gesamtsumme auf den Verteidigungsbereich.

Die US-Regierung hatte zuvor schon mehrere große Pakete zur UnterstĂŒtzung der Ukraine auf den Weg gebracht. Seit Kriegsbeginn Ende Februar sagten die USA der ehemaligen Sowjetrepublik allein Waffen und Munition im Wert von mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) zu oder lieferten bereits.

Amnesty-GeneralsekretÀrin: Putin hasst Ukrainer

In der russischen FĂŒhrung um PrĂ€sident Wladimir Putin herrscht nach Ansicht der GeneralsekretĂ€rin der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein "Hass" gegen alle Ukrainer. "Es gibt Aussagen, Kommentare und Auftritte Putins und anderer russischer FĂŒhrer, die zeigen, wie sie das Volk der Ukrainer ignorieren und hassen, in denen sie reden, als ob die Ukraine nicht existiert", sagte AgnĂšs Callamard am Dienstag im ukrainischen Fernsehen. "Und genau diese Aussagen werden wir als Teil der BeweisfĂŒhrung nutzen, wenn wir die Frage des Völkermords erörtern."

Die in diesem Krieg eingesetzte Gewalt sei auf das von der FĂŒhrung geschaffene Systemdenken zurĂŒckzufĂŒhren. "Gewalt wird zur Haupthandlungsweise, sie wird toleriert und manchmal sogar verherrlicht ... Es gibt keine Kontrolle, und dies schafft die Bedingungen fĂŒr gewalttĂ€tiges Verhalten, es gibt ein Regime der Straflosigkeit ...", wurde Callamard von der Agentur Unian zitiert.

Es gebe zwar keine Beweise dafĂŒr, dass die MilitĂ€rfĂŒhrung von den Soldaten Folter oder Mord verlange. "Aber wir haben Beweise dafĂŒr, dass die FĂŒhrung diese Verbrechen nicht stoppt. Also wiederholen sie sich immer und immer wieder", sagte die Amnesty-GeneralsekretĂ€rin.

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Die Aufgabe von Amnesty in diesem Krieg sei, der Welt Informationen ĂŒber Ausmaß und Art der von russischen Truppen begangenen Verbrechen in der Ukraine zu beschaffen. "Wir wollen zeigen, dass dieser Krieg nicht nur ein ukrainisches Problem ist oder ein Problem Europas und der Nato. Die russische Aggression ist ein Problem fĂŒr die ganze Welt", wurde Callamard weiter zitiert.

Callamard hatte in den vergangenen Tagen mit einer Delegation die Vororte von Kiew besucht, in denen Dutzende von Zivilisten Opfer russischer Gewalt wurden.

Mehrere Opfer bei Beschuss von Saporischschja

Bei neuen russischen Angriffen in der Umgebung der sĂŒdostukrainischen Stadt Saporischschja sind am Dienstagabend mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Nach Angaben der Regionalverwaltung seien vor allem WohngebĂ€ude in Orechowo getroffen worden, berichtete die "Ukrajinska Prawda". Wegen der IntensitĂ€t des Beschusses sei vorĂŒbergehend die Zustellung humanitĂ€rer Hilfe in den Ort unterbrochen worden. Die Angaben konnten nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden.

Das wird heute wichtig

Ukrainische Soldaten werden ab Mittwoch in Deutschland an der Panzerhaubitze 2000 ausgebildet. Die kĂŒnftigen Besatzungen des Waffensystems und technische Fachleute sollen in die Ausbildung an der Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein eingewiesen werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin erfuhr. Bundesligist Borussia Mönchengladbach empfĂ€ngt die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft am Abend zu einem besonderen Benefizspiel.

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