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Israel-Gaza | Ex-Geisel kritisiert Netanjahu: "Von eigener Armee bombardiert"


Newsblog zum Krieg in Nahost
Befreite Geisel: "Wurden von unserer eigenen Armee bombardiert"

Von afp, dpa, reuters, lw, jcz, cc, sic, fho, mam, ts

Aktualisiert am 07.12.2023Lesedauer: 38 Min.
Proteste in New York zur Freilassung israelischer Geiseln: Freigekommene Geiseln kritisieren Präsident Benajamin Netanjahu dafür, dass sie während Gefangenschaft verwundet wurden.Vergrößern des BildesProteste in New York zur Freilassung israelischer Geiseln: Freigekommene Geiseln kritisieren Präsident Benjamin Netanjahu dafür, dass sie während der Gefangenschaft verwundet wurden. (Quelle: Michael Brochstein / SOPA Images/imago-images-bilder)
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Israel will das Haus des Hamas-Chefs in Chan Junis umstellt haben. UN-Chef Guterres warnt vor einer Katastrophe. Alle Infos im Newsblog.

Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Newsblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:

USA verhängen Sanktionen gegen Huthi-Rebellen

17.50 Uhr: Als Reaktion auf die Angriffe gegen Handelsschiffe im Roten Meer durch die vom islamischen Regime im Iran unterstützten Huthi-Rebellen hat die US-Regierung Sanktionen verhängt. Diese richteten sich gegen 13 Personen und Einrichtungen, denen die USA vorwerfen, die Huthi-Rebellen mit Geldern aus dem Verkauf und Versand iranischer Waren zu versorgen, teilt das US-Außenministerium mit.

Es handele sich um ein "komplexes Netz von Wechselstuben und Unternehmen" in verschiedenen Ländern. Das US-Finanzministerium sprach von Dutzenden Millionen US-Dollar, die die Rebellen bekommen hätten. "Die Huthis erhalten weiterhin Finanzmittel und Unterstützung aus dem Iran, und das Ergebnis ist nicht überraschend: grundlose Angriffe auf die zivile Infrastruktur und die Handelsschifffahrt, die die Sicherheit auf See stören und den internationalen Handel bedrohen", teilte die US-Regierung mit.

Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt. In den vergangenen Tagen hatten die Huthi-Rebellen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer intensiviert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Berichte: Israelische Armee führt Massenverhaftungen in Gaza durch

17.42 Uhr: Die israelische Armee (IDF) hat im Gazastreifen offenbar zahlreiche Palästinenser festgenommen. Das berichtet die "Times of Israel" unter Berufung auf hebräische Medienberichte. Dort heißt es, die Männer seien mögliche Hamas-Verdächtige, die sich den israelischen Truppen in Jabaliya und anderen Gebieten in der Region ergeben hätten. Um wie viele Männer es sich handelt, ist unklar.

Videos zeigen Dutzende Palästinenser auf dem Boden sitzend, bis auf die Unterwäsche ausgezogen, die Augen verbunden und die Hände auf dem Rücken gefesselt. In einem Clip ist zu sehen, wie eine Gruppe von ihnen auf der Ladefläche eines israelischen Militärfahrzeugs transportiert wird. Unabhängig prüfen lassen sich die Aufnahmen derzeit nicht. Die IDF hat sich zu den möglichen Massenverhaftungen noch nicht geäußert

Ägypten warnt Israel vor möglicher Massenvertreibung

17.34 Uhr: Ägypten hat Israel vor einer Vertreibung der Bevölkerung des Gazastreifens auf ägyptisches Gebiet gewarnt. Die Regierung in Kairo werde es nicht zulassen, dass die Bewohner des Küstenstreifens in Richtung oder gar auf die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel gedrängt würden, teilt der Staatsinformationsdienst (SIS) mit. Damit würde eine "rote Linie" überschritten, weil Ägypten darin eine Gefahr für die nationale Sicherheit und Souveränität des Staates sehe.

Weiterhin hieß es, der Übergang Rafah an der südlichen Grenze des Gazastreifens sei für Einzelpersonen und Güter "dauerhaft geöffnet". Alle "Hindernisse am Übergang" kämen von der israelischen Seite. Bisher gab es keine Berichte über größere Versuche von Zivilisten aus dem Gazastreifen, die Grenze zu Ägypten zu stürmen. Manche Menschen äußerten jedoch die Angst, sie könnten gezwungen werden, nach Ägypten zu gehen. Sie hätten Sorge, dann später nicht in den Gazastreifen zurückkehren zu dürfen, sagten mehrere Bewohner in Chan Junis einem dpa-Reporter.

Israel könnte Grenzübergang Kerem Schalom bald öffnen

17.30 Uhr: Die Vereinten Nationen sehen Hinweise dafür, dass Israel den Grenzübergang Kerem Schalom bald für humanitäre Hilfen öffnen könnte. "Wir sind immer noch am verhandeln, und momentan gibt es einige vielversprechende Anzeichen", sagt der Chef der UN-Hilfe, Martin Griffiths, vor Reportern in Genf.

Zuvor berichtete die "Times of Israel" unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter, dass Israel den Grenzübergang Kerem Schalom erstmals seit Kriegsbeginn in den kommenden Tagen für die Inspektion der Hilfslieferungen nutzen will. Dies solle die Einfuhr einer größeren Anzahl an Lastwagen erleichtern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die zuständige israelische Cogat-Behörde. Wie viel mehr Hilfe dadurch in das palästinensische Küstengebiet kommen wird, war zunächst unklar.

Präsident des Regimes im Iran: Westen unterstützt "Völkermord" im Gazastreifen

17.25 Uhr: Der Präsident des islamischen Regimes im Iran, Ebrahim Raisi, wirft dem Westen vor, einen "Völkermord" an den Palästinensern durch Israel im Gazastreifen zu unterstützen. "Was in Palästina und Gaza geschieht, ist natürlich ein Völkermord und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagt Raisi in Moskau vor einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Die israelische Regierung hat derartige Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Das islamische Regime im Iran unterstützt die Terrororganisation Hamas. Einen Faktencheck zum "Genozid-Vorwurf" gegen Israel, lesen Sie hier.

Diese Hamas-Terroristen stehen auf Platz eins der israelischen Abschussliste

17.05 Uhr: Die israelische Armee hat ihre Bodenoffensive in den Süden Gazas ausgeweitet und nach eigenen Angaben aktuell die Stadt Chan Junis eingekesselt. Dabei umstellten die Soldaten auch das Haus von Jihia al-Sinwar, dem Gaza-Chef der Terrororganisation Hamas. Der 61-jährige al-Sinwar steht ganz oben auf der israelischen Abschussliste, neben ihm Mohammed Deif, Chef des militärischen Flügels der Hamas, und dessen Stellvertreter Marwan Issa. Mehr zu den Terroristen lesen Sie hier.

Reuters-Journalist getötet – Israel: "Wir zielen nicht auf Zivilisten"

14.53 Uhr: Die israelische Regierung hat eigenen Angaben zufolge keine Kenntnis von Recherche-Ergebnissen der Nachrichtenagentur Reuters, wonach ein Reuters-Journalist im Südlibanon durch ein israelisches Panzergeschoss ums Leben gekommen ist. "Wir zielen nicht auf Zivilisten", sagt Regierungssprecher Eylon Levy auf die Frage nach den Ergebnissen einer Untersuchung von Reuters und Agence France-Presse. "Wir haben alles Erdenkliche getan, um Zivilisten aus der Schusslinie zu nehmen."

Reuters hatte zuvor die Ergebnisse der Recherchen veröffentlicht. Demnach wurden die Panzergeschosse, durch die der Videoreporter Issam Abdallah am 13. Oktober ums Leben kam, von Israel aus abgefeuert. Sechs weitere Journalisten wurden teils schwer verletzt. Mehr dazu lesen Sie hier. Der Libanon erklärte, die Berichte im Zuge seiner Beschwerde an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen weiterzuleiten. "Die Kriminalität Israels kennt keine Grenzen", teilte das Büro des amtierenden Ministerpräsidenten Najib Mikati mit.

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Ägypten fordert Beschleunigung der Hilfen für Gazastreifen

12.49 Uhr: Ägypten fordert die Beschleunigung der Hilfslieferungen in den Gazastreifen. Das berichtet der staatliche Informationsdienst. Seit dem Ende der Feuerpause am 1. Dezember sind die Hilfslieferungen stark zurückgegangen. Die Regierung in Kairo werde es nie zulassen, dass die Bevölkerung aus dem Gazastreifen verdrängt werde, heißt es in dem Informationsdienst weiter vor dem Hintergrund, dass die Einwohner der schmalen Küstenregion durch die israelische Offensive in den Süden an die ägyptische Grenze gedrängt werden.


Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • Eigene Recherche
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