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Gro├čbritannien liefert Waffen an die Ukraine

Von reuters
Aktualisiert am 18.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Soldaten in Kiew: Der Westen sorgt sich ├╝ber einen m├Âglichen russischen Einmarsch in die Ukraine.
Soldaten in Kiew: Der Westen sorgt sich ├╝ber einen m├Âglichen russischen Einmarsch in die Ukraine. (Quelle: Symbolbild/Pavlo_Bagmut/imago images)
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Die Lage im Ukraine-Konflikt bleibt angespannt. Moskau hat Soldaten nach Belarus verlegt. Gro├čbritannien hat sich unterdessen entschieden, die Ukraine mit "leichten defensiven Panzerabwehr-Waffen" zu unterst├╝tzen.

Vor dem Hintergrund eines bef├╝rchteten russischen Angriffs auf die Ukraine liefert Gro├čbritannien Waffen an das Land. "Wir haben entschieden, der Ukraine leichte defensive Panzerabwehr-Waffen zu liefern", erkl├Ąrte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace am Montagabend im Parlament. Erste Einheiten seien bereits in der Ukraine angekommen.

Bundeskanzler Olaf Scholz forderte bei einem Besuch in Madrid "eindeutige Schritte" Russlands, um die Situation zu deeskalieren. Eine milit├Ąrische Aggression gegen die Ukraine werde schwerwiegende politische wie auch wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Au├čenministerin Annalena Baerbock vereinbarte in Kiew mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba einen Vorsto├č zur Wiederbelebung von Verhandlungen im sogenannten Normandie-Format. Am Dienstag soll sie in Moskau mit dem russischen Au├čenminister Sergej Lawrow zusammenzutreffen.

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Wallace sagte im Parlament, eine kleine Anzahl britischer Armeeangeh├Âriger solle f├╝r kurze Zeit ukrainisches Personal an dem Waffensystem ausbilden. Angaben zu Typ oder Anzahl der gelieferten Waffen machte der Minister nicht. Er sagte lediglich, es handele sich "nicht um strategische Waffen und sie stellen keine Gefahr f├╝r Russland dar. Sie sind zur Selbstverteidigung gedacht." Die Waffen h├Ątten nur eine kurze Reichweite.

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Scholz zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Spanien sehr besorgt ├╝ber die russische Truppenkonzentration vor der ukrainischen Grenze. Russland werde einen "hohen Preis" zahlen, sollte es milit├Ąrisch gegen das Nachbarland vorgehen, warnte er. "Die Truppenbewegungen darf man nicht ├╝bersehen. Sie sind massiv und eine Gefahr f├╝r die Souver├Ąnit├Ąt der Ukraine."

Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Kreise der Regierung, Gespr├Ąche zwischen Europ├Ąern und den USA richteten sich auf Sanktionen gegen russische Gro├čbanken. In deutschen Regierungskreisen wurde aber dementiert, dass die Idee vom Tisch sei, russische Banken vom Zahlungssystem Swift und damit von den globalen Finanzstr├Âmen abzuklemmen. Dem Bericht zufolge kommt US-Au├čenminister Antony Blinken wegen der Sanktionen noch diese Woche nach Europa. Am Donnerstag sei er in Berlin und wolle Scholz treffen.

Angst vor einer russischen Invasion

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind auf einem Tiefpunkt. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Auch nach Belarus werden Soldaten verlegt. Der Westen f├╝rchtet eine Invasion, was die Regierung in Moskau zur├╝ckweist. Stattdessen gehe es Russland um Sicherheitsgarantien. So fordert die Regierung in Moskau unter anderem eine Zusage der Nato, dass die Ukraine nicht in das Milit├Ąrb├╝ndnis aufgenommen wird. Dies lehnt die Allianz ab. Der Westen wiederum fordert einen sofortigen Abzug der russischen Truppen vom Grenzgebiet.

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"Diplomatie ist der einzige gangbare Weg, um die derzeitige hochgef├Ąhrliche Situation zu entsch├Ąrfen", sagte Baerbock in Kiew. Das Normandie-Format m├╝sse wieder in Gang kommen. Ihm geh├Âren Deutschland, die Ukraine, Frankreich und Russland an. Die vier Staaten hatten sich 2015 auf das Minsker Abkommen verst├Ąndigt, mit dem der Osten der Ukraine befriedet werden soll. Dort stehen sich seit Jahren die ukrainische Armee und pro-russische Separatisten gegen├╝ber. Baerbock k├╝ndigte an, sie werde mit Lawrow ebenfalls ├╝ber neue Gespr├Ąche in dieser Zusammensetzung sprechen. Kuleba regte an, schon bald ein Treffen auf Ebene der Au├čenminister zu organisieren.

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Westliche Staaten sind auch deswegen besorgt, weil Russland schon einmal gegen die Ukraine vorgegangen ist und 2014 die Halbinsel Krim annektiert hat. Zudem hat Russland zuletzt die Tonlage versch├Ąrft. Russlands Vizeau├čenminister Sergej Rjabkow hatte am Donnerstag gesagt, da die Gespr├Ąche mit dem Westen nicht vorank├Ąmen, werde Russland nun "andere Ma├čnahmen und Techniken" anwenden.

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