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Merz, Habeck und Co.: Diese t-online-Interviews sorgten 2020 für Wirbel

Kontroverse Aussagen  

Diese zehn t-online-Interviews sorgten 2020 für Wirbel

26.12.2020, 16:25 Uhr
Merz, Habeck und Co.: Diese t-online-Interviews sorgten 2020 für Wirbel. Politiker, Schauspielerinnen, Sportler: Bei t-online standen sie Rede und Antwort. Die packendsten Interviews des Jahres im Überblick. (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich/Agentur Baganz/Photopress Müller/Mike Schmidt/Eibner)

Politiker, Schauspielerinnen, Sportler: Bei t-online standen sie Rede und Antwort. Die packendsten Interviews des Jahres im Überblick. (Quelle: Jürgen Heinrich/Agentur Baganz/Photopress Müller/Mike Schmidt/Eibner/imago images)

Der Bundespräsident ging ein Wagnis ein, ein Nationalspieler rechnete mit Schalke ab, der Grünen-Chef verhaspelte sich: Rückblick auf die spannendsten und kuriosesten Interviews des Jahres.

Corona hielt 2020 fest im Griff, doch das Leben ging weiter: SPD und CDU rangen um Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur, die Grünen um die besten Umfragewerte ihrer Geschichte.

In Interviews stellten sich Spitzenpolitiker den Fragen von t-online ebenso wie Schauspieler, Sportler und Wissenschaftler. Manch einer wusste zu überzeugen, andere traten ins Fettnäpfchen. Ein Überblick.

Bundespräsident Steinmeier im Interview: "Europa darf sich nicht erpressen lassen von einer zynischen Politik." (Quelle: Hans-Christian Plambeck für t-online.de )Bundespräsident Steinmeier im Interview: "Europa darf sich nicht erpressen lassen von einer zynischen Politik." (Quelle: Hans-Christian Plambeck für t-online.de )

Deutschland schlitterte in die Corona-Pandemie – da stellte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem außergewöhnlichen Schritt den Fragen im t-online-Interview. "Wir werden das Virus besiegen", lautete seine Botschaft, über die international berichtet wurde. Denn er warnte vor einem Rückzug ins Nationale und vor autoritären Antworten auf die Krise. Er wünsche sich, dass man sich in Europa auf das stützen könne, was eine offene Gesellschaft und Demokratie ausmache: "Transparenz, Ehrlichkeit, Vernunft, verantwortliches Verhalten."

Yuval Noah Harari: Das Coronavirus ist eine große, aber nicht die einzige Gefahr, die uns derzeit droht, sagt der israelische Historiker im t-online-Gespräch. (Quelle: Olivier Middendorp)Yuval Noah Harari: Das Coronavirus ist eine große, aber nicht die einzige Gefahr, die uns derzeit droht, sagt der israelische Historiker im t-online-Gespräch. (Quelle: Olivier Middendorp)

Vor den Gefahren der Krise warnte auch Zukunftsforscher Yuval Noah Harari: Die totalitäre Versuchung sei groß, sagte er t-online. Die Menschheit sei heute in der Lage, "die perfekte Diktatur" zu errichten, "schlimmer als Nazi-Deutschland oder die Sowjetunion". Die Digitalisierung des Lebens ermögliche eine komplette Überwachung. "Im schlimmsten Fall kollabiert unsere Weltordnung." Warum er trotzdem Hoffnung hat, lesen Sie hier

Vor ihrer Wahl gaben sie sich sehr skeptisch, nun sind die SPD-Chefs zumindest so glücklich in der großen Koalition, dass sie bleiben wollen. (Quelle: t-online/Robert Recker)Vor ihrer Wahl gaben sie sich sehr skeptisch, nun sind die SPD-Chefs zumindest so glücklich in der großen Koalition, dass sie bleiben wollen. (Quelle: Robert Recker/t-online)

Neue Hoffnung schöpften auch viele Sozialdemokraten, als sich Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken bei der Wahl um die SPD-Parteispitze durchsetzten. Bei t-online ließen die Vorsitzenden anschließend die ersten 100 Tage im Amt Revue passieren – und die Bombe platzen: Eine eigene Kanzlerkandidatur zögen sie nicht in Erwägung. Die Parteibasis reagierte enttäuscht. Ein paar Monate später präsentierten die Sozialdemokraten Olaf Scholz als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. 

Erfolgreich mit der deutschen U21-Nationalmannschaft: Chinedu Ede wurde im Jahr 2009 mit der DFB-Auswahl Europameister. (Quelle: imago images/MIS)Erfolgreich mit der deutschen U21-Nationalmannschaft: Chinedu Ede wurde im Jahr 2009 mit der DFB-Auswahl Europameister. (Quelle: MIS/imago images)

Der Name Chinedu Ede war nur wenigen Fußballfans ein Begriff. Doch nach seiner Abrechnung mit dem Sport auf t-online war der ehemalige Junioren-Nationalspieler in aller Munde. Denn Ede nahm im Interview kein Blatt vor den Mund und sorgte dafür, dass viele Fans das Geschäft hinterfragten.

Robert Habeck im Gespräch: Der Grünen-Chef kritisiert die Bundesregierung im Fall Wirecard – und erklärt, wie die Grünen den Fleischkonsum in Deutschland senken wollen. (Quelle: t-online/Daniel Rosenthal)Robert Habeck im Gespräch: Der Grünen-Chef kritisiert die Bundesregierung im Fall Wirecard – und erklärt, wie die Grünen den Fleischkonsum in Deutschland senken wollen. (Quelle: Daniel Rosenthal/t-online)

Es war ein Patzer, wie er Politikern selten unterläuft: Grünen-Chef Robert Habeck sprach im t-online-Interview über den Wirecard- und den Cum-Ex-Skandal, kritisierte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – und verhaspelte sich, indem er behauptete, sie sei für die Überprüfung von mittelständischen Unternehmen zuständig. Die Folge war Spott in Medien und Öffentlichkeit. Dabei hatte Habeck im Gespräch noch viel anderes zu sagen.

Kritiker warfen Friedrich Merz vor, Homosexuelle in die Nähe von Pädophilen zu rücken. Im Interview versuchte er eine Entschuldigung. (Quelle: t-online)Kritiker warfen Friedrich Merz vor, Homosexuelle in die Nähe von Pädophilen zu rücken. Im Interview versuchte er eine Entschuldigung. (Quelle: t-online)

Auch Friedrich Merz, der den Parteivorsitz der CDU anstrebt, machte in Interviews nicht immer eine gute Figur. Mit einer Äußerung, in der er Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung brachte, erregte er Aufsehen. Im Videointerview mit t-online versuchte er zurückzurudern: "Die Aussage ist offensichtlich missverstanden worden." Bei ihrer Interpretation sei "natürlich Böswilligkeit unterwegs gewesen". Ausräumen konnte er die Bedenken damit allerdings nicht vollends.

Katharina Wackernagel: Im Stralsund-Krimi spielt sie die Rolle von Nina Petersen.  (Quelle: ZDF / Gordon Timpen)Katharina Wackernagel: Im Stralsund-Krimi spielt sie die Rolle von Nina Petersen. (Quelle: ZDF / Gordon Timpen)

Mit Ressentiments räumte hingegen Schauspielerin Katharina Wackernagel auf. Im Gespräch mit t-online sprach sie vielen Frauen aus der Seele: Einen Kinderwunsch habe sie nie verspürt. "Ich finde, Frauen werden in ein Bild gepresst, das sagt: Ohne Kinder bist du nicht vollständig. Das lehne ich ab." Dafür erfuhr sie viel Zuspruch.

Der Schwachpunkt der EU in der internationalen Politik? "Wir sprechen zu selten mit einer Stimme", sagt Michael Roth. (Quelle: t-online/Adrian Röger)Der Schwachpunkt der EU in der internationalen Politik? "Wir sprechen zu selten mit einer Stimme", sagt Michael Roth. (Quelle: Adrian Röger/t-online)

Massiven Gegenwind erhielt hingegen Michael Roth. Ein Interview mit dem Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt führte zu Verstimmung in Ungarn, weil er dem Land im Gespräch "grassierenden Antisemitismus" vorwarf – sehr zum Unmut der dortigen Regierung. Kurz nach der Veröffentlichung des Interviews bei t-online bestellte Außenminister Péter Szijjártó den deutschen Botschafter nach Budapest ein.

Christian W. Röhl zählt zu den bekanntesten Börsenexperten Deutschlands. Sein Tipp: Statt mit einzelnen Aktien zu zocken, investieren Sie lieber langfristig. (Quelle: Christian W. Röhl)Christian W. Röhl zählt zu den bekanntesten Börsenexperten Deutschlands. Sein Tipp: Statt mit einzelnen Aktien zu zocken, investieren Sie lieber langfristig. (Quelle: Christian W. Röhl)

Auf das neue Jahr bereitete Aktienexperte Christian W. Röhl im Interview vor: Wo anlegen, wie investieren? Mit der T-Aktie seien zwar zwei deutsche Generationen "für die Börse verdorben" worden. Für die Anleger, die sich nicht dazu zählen, hatte der Bestseller-Autor allerdings einige nützliche Tipps parat. Unter anderem verriet er, welche beiden Aktien er 2021 nicht kaufen werde.

Sebastian Rudy: Auf Schalke agierte der Nationalspieler zumeist unglücklich. (Quelle: imago images/RHR-Foto)Sebastian Rudy: Auf Schalke agierte der Nationalspieler zumeist unglücklich. (Quelle: RHR-Foto/imago images)

Der Nationalspieler Sebastian Rudy hatte ein hartes Jahr beim FC Schalke 04 hinter sich – und hoffte, bei seinem alten Club TSG Hoffenheim zu alter Form zurückzukehren. Im Januar wechselte er leihweise dorthin. Bei t-online rechnete er dann überraschend mit den Königsblauen ab. Das kam sowohl bei den Fans als auch in der Chefetage der Schalker gar nicht gut an.

Immer noch nicht genug vom Jahr 2020? Dann lesen Sie HIER über zehn t-online-Recherchen, die in diesem Jahr konkrete Folgen hatten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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